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dersteigen) erhalten, um den Rauch auf den erforderlichen Grad abzufühlen. Die Rauchröhren von Eisenblech find in allen Fällen an ihren Enden mit Deckeln versehen, um sie von Zeit zu Zeit auspußen zu können. Um dem Ofenraum eine größere Außens fläche zu geben, kann auch, wie die fig. 11 vorstellt, die unten fesselförmig geschlossene, oben offene Röhre Q eingefert werden, an welche die fenfrechten und horizontalen Seitenwände mn angegossen sind. Die am Grunde dieser Röhre erhikte Luft steigt aufwärts, während von oben fáltere an ihren Plaß tritt.

Eine zweckmäßigere Einrichtung eines Dreng dieser Art, die mehr für eine anhaltendere Stubenbeißúng dient, ist in Fig. 1% im fenfrechten Längendurchschnitte, Fig. 13 in der Ansicht nach der Breite von vorn vorgestellt; fig, 14 ist die äußere Unsicht des oberen Auffages M. Der Unterfasten A BHI ist aus Eisenplatz ten zusammengeregt; der Auffaş K L M ist von Eisenblech. Die beiden Seitenplatten sind 3 Fuß 6 Zoll lang und 2 Fuß 3 Zoll boch. Die beiden Stirnplatten sind 2 Fuß 3 Zoll hoch und 12 Zou breit. Die Oberplatte HI und die Unterplatte A B find 3 Fuß 7 Zou lang und 12.30l breit. In der anderen Stirnplatte, fig. 13, befindet sich die Heißthüre, und unter derselben die Urdhenthure ; beide sind mit kleinen Schiebthüren oder Regis flern versehen, um den Luftzutritt nach Bedürfniß reguliren zu fönnen. Statt der Aschenthüre fann auch ein alfchenfasten einges schoben werden, dessen vordere Seite die Offnung des Aschenber: des, schließt, so daß dann der Luftzug durch das Schiebregister der Seißthüre erfolgt. Unmittelbar an der Rostunterlage b wird 17 Zou weit von der Stirnplatte 1 B eine Mauer oder Zunge af 16 Zou hoch aufgeführt, deren Stärke 2 bis 3 300 betragen kann. Nebst dieser Zunge wird noch eine andere d von der Obers platte M 1 bis auf 8 Zoll von der Unterplatte herabgeführt, wo fie sich auf einen, über zwei an den beiden Seitenwänden anges fleidete Ziegelsteine gelegten, eisernen Stab stüßt. Diese beiden Zungen schließen sich genau an des Ofens beiden Seitenwänden an. Auf diesen Unterofen ist der untere Auffaß HIKL aus' Blech aufgestellt. Auf seiner Deckplatte hat er die Öffnungen, in welchen die drei Robestücke q, r, s eingelegt sind, welche 33 Zou hoch oder noch höher sind, und 7 300 im Durchmesser haben.

Diese drei Säulen sind durch den oberen Auffak M Fig. 14 ver: bunden, gleichfalls aus Eisenblech, der in jene Röhren eingescho: ben werden kann. t ist die durch eine Drehklappe verschließbare Rauchröhre. Damit die vom Feuerherde an die Oberplatte bei h anschlagende Hiße den in g befindlichen, 'nun bald durch die Rauch: röhre in die Elle tretenden Rauch nicht erwärme, auch um den an diesem Theile des Ofens eingeschlossenen Raum mit der Zimmer: luft in Verbindung zu bringen, ist die Scheidewand ml anger bracht, und an der vorderen Stirnplatte des Unterauffaßes der Sheil 11 weggelassen, wodurch der mit der Zimmerluft verbun: dene Raum h entsteht, der auch zur Erhißung eines Gefäßes rc. benügt werden kann; wa8 auch mit dem Raume H der Fall ist, unter welchem in die Dedplatte des Unterofens eine eiferne Star pelle eingefeßt werden kann. Der Rauch oder die verbrannte Luft nimmt von dem Feuerherde aus den punftirten Weg bis nacht oder der Offnung der Rauchröhre in die Elte, und da dieser Weg bei den angegebenen Dimensionen 21 fuß beträgt, so tritt er hin: reichend abgefühlt aus dem Ofen. Für den Fall, als bei einer schnellen Temperaturerhöhung der Atmosphäre der luftzug der Eile sich verminderte, und sowohl dadurch als auch aus andern Ursachen eine Tendenz zum Rauchen eintreten würde, oder auch für den Fall, als man eine zu starke von dem Ofen ausströmende Hiße vermindern wollte, ist es bequem, dem Rauch einen fürzeren Weg durch den Ofen anzuweisen. Dieses geschieht hier durch die in der Scheidewand f fig. 12 angebrachte gut schließende Drehflappe, deren Griff in der fig. 14 bei f zu sehen ist. Öffnet man diese Klappe bei eintretendem Zughinderniß, so verläßt der Rauch die beiden Kanäle r und s, und zieht unmittelbar von dem ersten Kanal úber M durch f nach der Rauchöffnung t.

In dem eben beschriebenen Ofen stellt der Unterfasten von a big o einen Rauchfanal vor, welcher jedoch mit der Luft nur durch die Seitenplatten des Ofens in Verbindung steht. Um da: her noch die beiden übrigen Seiten dieser Abtheilungen mit der Zimmerluft in Verbindung zu bringen, kann die in der Fig. 15 angegebene Einrichtung getroffen werden, welche den fenfrechten Långendurchschnitt des Unterfastens eines Chryfelius'scheu Stubenofens vorstellt. Die vordere Stirnplatte, in welcher die

Heißöffnung, 8 Zoll im Quadrat, fammt der Öffnung für den Afchenherd' eingegossen ist, ist 23 Zou hoch, 1347Zou breit mit den Schlußleisten. Die eine von den Seitenplatten, hier die rechte, Fig. 16, ist mit 3 löchern n,1,o versehen; die beiden übrigen Öffnungen m,p, sind der Symmetrie wegen blind anges bracht. Der Mittelpunkt des Loches n steht von der unteren Leiste 33/4 300, von den Seitenleisten 23/4 Zoll ab. Der Mite telpunkt des Loches 1 steht von der oberen Leiste der Platte 8 300 ab; jener des Loches o liegt 8 zoll von der unteren Leiste und 10'), Zoll von der Mitte der Platte. Die Unterplatte AB, Fig. 15, welche in der fig. 18 im Ganzen vorgestellt ist, hat in der Mitte eine Öffnung L, 4 Zoll lang und 21/2 300 breit im Lichten; sie ist 3 Fuß 6'), Zoll lang, 14'), Zou breit. Die Ded: platte CD, Fig. 15, welche die Fig. 17 im Ganzen vorstellt, ist 3 Fuß 7 Zou lang, 15 zou breit, und hat zwei Öffnungen, H und I. Die Öffnung H steht von der Mitte der Platte 9/4 Zoll ab, und ist im lichten 9'/Zoll im Quadrat. Der Mittelpunkt der runden Öffnung I ist von der Mitte der Platte 134/4 300 ents fernt, und hat im Durchmesser 8 Zoll..

In dem Unterofen, fig. 15, ist m der Afchenfasten; g der Rost, 143/4 Zoll lang und 11 30l breit, 6 Zoll über der unter: platte AB. k ist eine Ziegelzunge, 3 zou starf und 18 Zoll hoch, die an beiden Seitenplatten anschließt; ihr gegenüber ist die Dachziegelzunge i, 17 Zolt hoch. Beide werden durch den Dachziegel h verbunden, wodurch ein Luftfanal L, im Lichten 3 Zoll weit, entsteht, in welchem die Zimmerluft durch die öffe nungen 1 und u zirkulirt. Der Luftfanal M, der durch die zwei Ziegelzungen gebildet wird, welche auf zwei an den Seitenwän: den angeblendeten und mit einem Ziegel überlegten Ziegeln rubena hat nach der Breite gleichfalls 3 Zoll im Lichten. Durch die eine dieser Zungen y wird die viereckige Öffnung H der Oberplatte in zwei Öffnungen s und r getheilt. Durch diesen Kanal M zirpulirt die Zimmerluft mittelst der Öffnungen p und r. In dem Loche der Oberplatte I wird eine Kapelle eingefeßt. Durch die Öffnung s geht der Rauch auf dem punftirten Wege aus dem Unterfasten in die Rauchröhren des Oberofen. Dieser Oberofen ist derselbe, wie der in der Fig. 12 dargestellte.

Man kann diesen Ofen sehr verschiedene Formen geben, die Züge verschiedentlich disponiren, f. B. horizontal legen, bei grós Beren Feuerherden ihre Anzahl vermehren u f. w., ohne daß da: bei das Prinzip oder ihre Wirkungsart wesentlich verändert würde. b) Ofen der zweiten Art (gemischter Sonstruktion).

Diese Öfen sollen wohl schnell die Wärme verbreiten, wie jene der ersten Art; aber sie sollen auch nach dem Abbrennen des Feuers doch noch ziemlich anhaltend Wärme von sich geben, um nicht sobald wieder ein neues Einheißen nöthig zu machen. Diese Ofen passen für ein veranderliches, nicht sehr faltes Klima, 100 eine ein - oder zweimahlige Erwärmung des Dfens, wenn diese eis nige Stunden anhält, hinreicht, den Tag hindurch das Zimmer auf der nöthigen Temperatur zu erhalten. Zu diesen Ofen gehós ren jene der ersten Urt, wenn ihre Auffäße, statt von Blech, aus Wänden von gebrannter Thon oder aus Kacheln hergestellt wer: den. Während dem der Unterofen die Wärme sogleich verbreitet, liefert der Oberfasten die nachhaltende Wärme. Ferner gehören hieher solche Öfen, die ganz oder hauptsächlich aus Thon bestehen, aber in zu geringer Masse oder dabei mit so viel Eisen, daß sie nicht zu den Ofen der dritten Art gezählt werden können.

Die weiter unten erwähnten schwedisden Ofen gehören in diese Klasse, wenn sie nicht massiv aus Ziegeln, sondern aus Kas cheln hergestellt sind. Die Anordnung der fenfrecht auf und nies dersteigenden Rauchfanále, wie sie die Fig. 2, Taf. 143 vorstellt, ist bei jenen, wie bei diesen dieselbe, nur fehlt ihnen die Masse der leßteren, da sie mit Beglassung der eisernen Seitenplatten des Feuerherdes bloß aus Kacheln zusammengeseßt sind. Diese viereckigen mit 5 senkrechten Zugfanålen versehenen Kachelöfen führen hier (in Wien) gewöhnlich, wiewohl uneigentlich, den Nabs men der schwedischen Ofen. Wenn man bei denselben den Feuers raum innerhalb der unteren Kacheln mit Mauerziegeln aussegt und damit überwölbt, wodurch der Feuerherd rich gehörig verengt, und zum Nachhalten der Wärme mehr Maile erhält; so werden diefe Ofen sehr brauchbar. Als weitere Muster dieser Klasse fons nen hier noch folgende Einrichtungen beschrieben werden.

Der Feilner'sche Ofen ist in der Fig. 20 biß 27 vors gestellt. Der Ofen ist parallelepipedisch, und hat zum Feuerherd einen eisernen, von den umgebenden Shonwanden abstehenden Kasten. Fig. 20 ist die äußere Ansicht von der längeren Seite des Ofens. Unten am Fuße bei a, a, und eben so auch auf der entgegengesegten hinteren Seite, sind zwei Öffnungen 3 Zoll über dem Fußboden, 3 Zou hoch und 8 Zou breit, durch welche die untere falte Luft in den hohlen Raum des Unterofens unter den eisernen Kasten tritt, in welchem sich der Feuerberd befindet; sie strömt erwärmt durch die durchbrochene Verzierung, welche 21 300 hoch vom Fußboden angelegt ist, wieder aus.

fig. 21 ist der fenfrechte Durchschnitt parallel zur långeren Seite mitten durch den Ofen, oder nach der Linie A A des Quer. schnitts Fig. 22, welcher der linie A A Fig. 21 zugehört. Die Fig. 23 ist der Querschnitt nach der Linie CC von Fig. 21.

Sig. 24 ist der fenfrechte Durchschnitt parallel zur kleineren Seite des Ofen nach der Linie B B des Querschnittes Fig. 23. Der Linie E E diefes Durchschnitte gehört dem Duerschnitt Fig. 25' zu.

Fig. 26 ist der senkrechte Durchschnitt nach der Linie cc des Querschnittes Fig. 23. Der Querschnitt Fig. 37 gehört zur Linie D D der fig. 26.

a a find die oben erwähnten Öffnungen für die Luftzirkula: tion; bbb, Fig. 31 und 22, der Boden des Ofen8 aus Dachzies geln und Lehm hergestellt, 3 zou dict; cc, Fig. 21 und 24, Preis ler oder Stüßen, auf denen die eiserne Platte zu liegen kommt, welche den Boden des gußeisernen Kastens bildet, der als Feuers herd dient; dd Fig. 21 und 24, diese Bodenplatte mit Falzen, in denen die drei Seitenplatten e zu stehen kommen; ff die obere oder Deckplatte des Feuerkasten8; g ein eiserner Zylinder an dies fer Deckplatte, durch welchen der Rauch aus dem Feuerfasten in die Kanäle des Ofens tritt. Auf der Deckplatte f stehen Mauers ziegeln, welche die Decke hh tragen. Diese besteht aus einer Blechtafel, in welcher ein Loch eingeschnitten ist, dessen Durch. messer um einen Zoll mehr betragt, als jener des Zylinders g ist, fo daß die Wände des lepteren von dem Umfreife jener Öffnung etwas abstehen. Debgleichen muß jene Blechtafel von den 3 Zoll

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