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der Lesart: Take up the body, übereinstimmen, sind wir hier doch (mit Schlegel) QB gefolgt. Fortinbras meint offenbar die übrigen Leichen, welche er, im Gegensatze zu Hamlets Leichnam, ohne irgend eine Feierlichkeit wegtragen lässt.

Exerint, marching; gc.] Fs. QA hat am Schlusse gar keine Bühnenweisung, QB folgg. nur: Exeunt.

BERICHTIGUNGEN UND

NACHTRÄGE.

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zu

Zu S. XVI. Eine merkwürdige Bestätigung unserer Ansicht, dass die Hystorie of Hamblett nach dem Shakespeare'schen Stücke entstanden und durch dasselbe veranlasst worden sei, scheint in dem Umstande zu liegen, dass es vom Perikles ebenfalls eine, auffallender Weise in demselben Jahre (1608) erschienene prosaische Bearbeitung giebt, welcher Shakespeare's gleichnamiges Stück zu Grunde liegt, das, obwohl erst 1609 erschienen, doch schon früher aufgeführt worden ist. Der so eben von Professor Mommsen veranstaltete Abdruck dieser Erzählung (Pericles, Prince of Tyre. A Novel, by George Wilkins. Printed in 1608 and founded on Shakespeare's Play. Edited by Prof. Tycho Mommsen; with Introduction by J. P. Collier. Lond. 1857) ist uns noch nicht zugekommen. Wir vermögen daher nicht anzugeben, ob sich nicht etwa in Bezug auf den Drucker oder sonst Berührungspunkte zwischen beiden Erzählungen vorfinden, welche weiteren Schlüssen führen könnten. Wenn wir Seite XVI aus der Angabe, dass die Hystorie of Hamblett ein Black - Letter - Druck sei, auf eine frühere Ausgabe als die von 1608 geschlossen haben, so ist das insofern irrig, als der Black-Letter - Druck nach Drake 214 noch während der Regierung der Elisabeth gewöhnlich war und erst unter ihrem Nachfolger aufhörte. Giebt es doch sogar einen Chaucer in Black - Letter von 1687 (Athenæum No. 1544 p. 679).

Es fehlt sonach an allen Beweisen, dass die Hystorie of Hamblett vor Shakespeare's Hamlet erschienen sei.

Zu S. XXVII. Ein zweites Exemplar von QA ist im J. 1856 von einem Dubliner Buchhändler aufgefunden, von ihm für 70 L. an einen Londoner Antiquar verkauft und schliesslich von diesem für 120 L. von Mr. J. 0. Halliwell erworben worden. Diesem Exemplare fehlt der Titel; dagegen besitzt es das in dem Exemplare des Herzogs von Devonshire fehlende letzte Blatt, so dass wir diese frühere Bearbeitung nunmehr vollständig besitzen. S. Athenæum 1856 p. 1168. 1191. 1220. 1221. 1277. 1308. 1310. 1404. 1537. Die alte Streitfrage über QA ist durch die

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sen Fund auf's Neue angeregt worden, und Collier (Athen. 1856, p. 1220), Halliwell (Athen. 1856, p. 1308) und Mommsen (Athen. 1857, p. 182) haben nochmals ihre Stimmen abgegeben. Collier weist an einer einzelnen Stelle nach, dass QA auf stenographischem Wege entstanden sein müsse, ohne sich jedoch darüber auszusprechen, ob er QA für die letzte oder eine frühere Bearbeitung halte. In S. 28. heisst es nämlich: We did think it writ down in our duty &c., wofür QA liest: And wee did thinke it right done. Die stenographische Abkürzung für writ down' ist nach Collier, welcher selbst seit seiner frühesten Jugend die Stenographie geübt hat, "rt dn'. Dieselben Konsonanten können jedoch auch ‘right done bedeuten, und der Aufzeichner der QA, welcher beim Ausschreiben seiner Aufzeichnungen die dichterische Wendung vergessen hatte, setzte dafür in der That den ihm geläufigern prosaischen Ausdruck in den Text. Collier versichert, dass sich mehrere solcher Beispiele finden. Wir wollen in keiner Weise den Antheil ableugnen, den die stenographische Aufzeichnung bei der Entstehung der QA gehabt hat, allein es wird dadurch unserer Meinung nach nichts für die in derselben enthaltene Redaction bewiesen. Mommsen erklärt QA entschieden für eine blosse Verstümmelung der letzten Redaction (QB), wobei er die abweichenden Namen Corambis aus der Abkürzung Cor.

Courtier und Montano aus Man. Man of Polonius erklärt; Halliwell endlich findet es auch durch das letzte Blatt von neuem bestätigt, dass uns in QA die erste Bearbeitung des Stückes erhalten sei. Zugleich spricht er die Vermuthung aus, dass der Hamlet zuerst im J. 1602 von James Roberts herausgegeben worden und dass es

uns hoffentlich noch vorbehalten sei, auch von dieser Ausgabe ein Exemplar aufzufinden. In diesem Allen finden wir keinen Grund, unsere Ansicht über QA zu ändern. Folgendes ist der wortgetreue Inhalt des letzten Blattes : Enter Voltemar and the Ambassadors from England.

enter Fortenbrasse with his traine. Fort. Where is this bloudy sight?

Hor. If aught of woe, or wonder, you ’ld behold , Then looke vpon this tragicke Spectacle.

Fort. O Imperious death! how many Princes, Hast thou at one draft bloudily shot to death ?

Ambass. Our ambassie that we haue brought from England , Where be these Princes that should heare vs speake? O most most vnlooked for time! vnhappy country!

Hor. Content yourselves. Ile shew to all the ground,

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