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10.

Am Quell.

Einmal hatte der Sommer die Eichen auf der 3bisburg in das grüne kaubkleid gehüllt und einmal der Winter die Aeste fahl gefegt, aber hell flammte durch das ganze Jahr das Herdfeuer des neuen Hofes unter den Bäumen. Sett war wieder Sommer und gute Zeit; in langer Reihe zogen die kleinen lichtwolken am Himmel und unten um den Fuß der Laubhügel in langer Reihe gemächlich die Schafe und Rinder. Zwischen den Eichen erhob sich jetzt ein mächtiger Holzbau, der Herrensaal. Wer die Stufen hinaufstieg, trat durch das Thor in die weite Halle, er sah hinten den heiligen berb, über sich bas starke Valfenbach, an den Seiten die erhöhte Bühne, bahinter die Eingänge zu den Nammern des Herrn und der Hausfrau. In dem Hofraum davor standen vom Bouwerk überragt das niedrige Schlafhaus der Mannen, die Ställe und Borrathøräume.

Unter der Eiche, welche das Laubhaus trug, faß Irmgard und blickte selig vor sich nieder, denn auf dem Boden lag ihr kleiner Sohn im linbenschild seines Vaters, und Friba (chaufelte ihn. Der Kleine griff mit den Händchen nach einer Viene, bie vor ihm fummte. „Weiche abwärts, Honigträgerin," îcheuchte Irmgard, „und thue bem Fleinen Helden kein Leib, er weiß ja 11och nicht, daß du eine Waffe unter dem Pelzrock birgst. Fliege zu deinen (Gespielen und sei fleißig ben süßen Geim zu kochen, damit mein Held im Winter an deiner Arbeit seine Freude habe.

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