Ueber den Ursprung der menschlichen Seelen: Rechtfertigung des Generatianismus

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M. Rieger, 1854 - 230 Seiten
 

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Seite 114 - Meinung, dass jene Phase des Naturlaufs, in welcher der Keim eines physischen Organismus gestiftet wird, eine zurückwirkende Bedingung ist, welche den substantiellen Grund der Welt ebenso zur Erzeugung einer bestimmten Seele aus sich selbst anregt, wie der physische Eindruck unsere Seele zur Production einer bestimmten Empfindung nöthigt.
Seite 111 - Allgemeinen zu behaupten; aber es kann sein, dass die zurücknehmbare Position einer Seele im Laufe der Welt dennoch nicht zurückgenommen wird, und dass die Gnade der Idee ein Dasein ins Unendliche aufrecht hält, das aus eigner Machtvollkommenheit seiner Natur darauf kein Anrecht hat.
Seite 117 - ... umfassenden Weltgrunde überall umschlossen sei. Die Ereignisse in der Welt geschehen nicht im Leeren, nicht so, dass zwischen zwei Wesen, die aufeinander wirken, nichts vorhanden zu sein brauchte, und die Wirkung von einem zum andern überschreitend, einen Augenblick sich nur zwischen dem Seienden befände; sie würde in dem Nichts verschwinden, wenn nicht der Zwischenraum beider endlichen Wesen durch die Allgegenwart dessen ausgefüllt wäre, aus dessen schöpferischer Kraft sie hervorgingen....
Seite 111 - Ist nichts in der Seele zu stande gekommen, was eine individuelle Fortdauer erheischte, so dürfen wir glauben, dass sie zu Grunde geht.
Seite 24 - Der sterbliche Vater ist nicht Urheber des ganzen Menschen, wie sie behaupten, sondern blos des Fleisches und Blutes, die beide vergänglich sind die Seele aber ist ein Hauch ') des allmächtigen Gottes, der von außen hineinkommt in das irdische Gebilde. Er,; der Urheber dieser Verbindung weiß allein, wie er zuerst (den Geist) einhauchte, und sein Ebenbild vermischte mit dem Staube.
Seite 155 - denn die Seele des Fleisches ist im Blute, und ich habe es euch gegeben zum Altare, zu sühnen eure Seelen, denn das Blut sühnt durch die Seele", ist in ihrem letzten Abschnitte offenbar so zu verstehen, „das Blut sühnt durch die Seele, welche eben in dem Blute des lebendigen Wesens enthalten ist.
Seite 118 - ... Aeltern, sondern in der unerschöpflichen Substanz des Absoluten; aus ihm entspringe sie angeregt durch den Lauf der Generation; ihre Qualität aber sei nicht neu und unvermittelt, vielmehr gehe sie nothwendig, wie ein Schlusssatz aus seinen Prämissen, aus den psychischen Naturen der Erzeuger und aus den intellectuellen Beziehungen , aus der mehr oder minder edlen und intensiven Verschmelzung ihrer Seelen hervor. Fragt man ferner noch einmal nach der Art und dem Wege, wie und wo die Seele zu...
Seite 118 - ... Verschmelzung ihrer Seelen hervor. Fragt man ferner noch einmal nach der Art und dem Wege, wie und wo die Seele zu der beginnenden Organisation trete, so müssen wir abermals darauf hinweisen , dass die räumliche Welt der Erscheinungen nicht abgetrennt ist von dem Absoluten, dem Quelle der Beseelung, sondern überall von ihm durchdrungen. Der sich bildende Keim hat nicht in die Ferne zu wirken, um aus irgend einer entlegenen Gegend des Himmels sich seine Beseelung zu erbitten, und die Seele...
Seite 10 - GeneratianiSmuS" zu zeigen versucht: „daß man selbst bei der Forschung im Gebiete dcS Uebersinnlichen in Harmonie bleibt — oder sogar erst recht in Harmonie kommt — mit den wichtigsten Lehren deS Ehristenthums, wenn man den Winken folgt, welche das sinnliche Gebiet der Schöpfung mit ihren Gesetzen und Erscheinungen gibt.
Seite 10 - Empirie dh der allgemein bekannten Naturerscheinungen sich bediente, um daran seine Lehren zu knüpfen und sie dadurch dem Volke klar und deutlich zu machen, so kann und soll die wissenschaftliche Darstellung der christlichen Lehren sich der naturwissenschaftlichen Resultate bedienen, um jene durch diese zu erklären und zu begründen. Denn sie sind doch eine festere, gediegenere Basis als die wechselnden philosophischen Meinungen und Systeme, die so häufig keinen anderen Grund und Halt haben als...

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