Das wilde Subjekt: kleine Poetik der Neuen Welt

Cover
Vandenhoeck & Ruprecht, 2006 - 311 Seiten
Die Neue Welt stand im Zentrum mannigfacher Interessen. Nur langsam aber wurde sie zu einem Raum des Imaginären, des Utopischen sowie der Fremd- und Selbsterfahrung. Christian Kiening beschreibt erstmals zusammenhängend, wie die beiden Amerika als Gegenstand ästhetischer, literarischer und wissenschaftlicher Sinnstiftung entdeckt werden, wie komplexe Austauschprozesse und Schnittfelder entstehen und Figuren des Übergangs - der verwilderte Europäer und der europäisierte :Wilde9 - auftauchen. Behandelt werden die vielfältigen Geschichten von Alterität und Mimesis, von utopischen und literarischen Inseln. Kienings brillante Studie bietet eine Vorgeschichte von Exotismus und Natursehnsucht und lässt die kulturellen und historischen Bedingungen erkennen, unter denen Fremdes als Fremdes repräsentiert wird.
 

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Inhalt

Imaginäre Neue Welt
9
Künstliche Wilde 9 Rhetorik der Innovation 13 Momente der Erfahrung 17 Modelle
34
Alterität und Mimesis
47
Unfreiwillige Nähe 57 Praktiken der Mimesis 61 Indianisiertes Gotteslob
76
Christliche Neue Welt 80 Indianer werden 84 Mangel und Verheißung 91
91
Fluchten und Unübersichtlichkeiten 98 Glück und Unglück
106
Einverleibung und Verrechtlichung 115 Im Zentrum
157
Wundermenschen 168 Inszenierte Indigene 176 Präsenz
191
Heterotopien und Utopien 202 Kunstvolle Staatsmechanik 205 Diesseits und Jenseits
227
Anmerkungen
244
Reisen ins Selbst
248
Die Außenwelt der Innenwelt 248 NichtAndere 250 Hölle amerikanisch 254 Natur
270
Anhang
283
Abbildungen 308 Register
309
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2006)

Dr. Christian Kiening ist Ordinarius fÃ"r Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität ZÃ"rich.

Bibliografische Informationen