Herbart's Regierung: Unterricht und Zucht dargestellt und in ihrem verhältnis zu einander besprochen von Dr. W. Rein ...

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A. Pichler's Witwe & Sohn, 1881 - 52 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 3 - Ein Entwurf zu einer Theorie der Erziehung ist ein herrliches Ideal, und es schadet nichts, wenn wir auch nicht gleich im Stande sind, es | zu realisieren. Man muß nur nicht gleich die Idee für schimärisch halten, und sie als einen schönen Traum verrufen, wenn auch Hindernisse bei ihrer Ausführung eintreten.
Seite 6 - Fertigkeit, Gewandtheit, Geschicklichkeit; aber selbst im Handeln lernt die Kunst nur der, welcher vorher im Denken die Wissenschaft gelernt, sie sich zu eigen gemacht, sich durch sie gestimmt, — und die künftigen Eindrücke, welche die Erfahrung auf ihn machen sollte, vorbestimmt hatte"41.
Seite 15 - Weg von den einzelnen Merkmalen (Formen) zu den Sachen, worin sie bei einander sind; es giebt auch einen Rückweg von den Sachen zu den Merkmalen, in welche sie sich zerlegen lassen.
Seite 6 - Schluss — es giebt eine Vorbereitung auf die Kunst durch die Wissenschaft; eine Vorbereitung des Verstandes und des Herzens vor Antretung des Geschäfts, vermöge welcher die Erfahrung, die wir nur in der Betreibung des Geschäfts selbst erlangen können, allererst belehrend für uns wird.
Seite 15 - Die Zeichen sind für den Unterricht eine offenbare Last; welche, wenn sie nicht durch die Kraft des INTERESSE für das BEZEICHNETE gehoben wird, Lehrer und Lehrling aus dem Gleise der fortschreitenden Bildung herauswälzt.
Seite 27 - UNMITTELBAB der Zögling im Sinn, als das Wesen, worauf er zu wirken, welches gegen ihn sich passiv zu verhalten habe.
Seite 35 - Zweifel ein eigenes Geschäft für sich — ganz heterogen allem dem, was zur Pflege und Hütung des animalischen Wesens, zu seiner Gewöhnung an die Bedingungen, unter denen es in der Gesellschaft wird fortleben dürfen, gehören mag; — für das Eine müsse der Wille des Kindes gebildet, für das Andere derselbe so lange gebogen werden, bis Bildung die Beugung vertrete.
Seite 35 - Grösseren beständig schief wirkt, — dann sich einbildet, man werde den klüger gewordenen Zögling nur auf eine klügere Art regieren müssen, — endlich, während Er die ganze Eigenheit seiner Aufgabe verkannte, den jungen Menschen der Undankbarkeit anklagt, und in seiner Verkehrtheit so lange beharrt, bis er ein Missverhältniss erzeugt hat, das unleidlich und unvertilgbar die ganze Zukunft hindurch fortdauert.
Seite 35 - Zöglinge zu gerathen, als in das, was eigentlich aus dem Hauptproblem hervorgeht. Dies letztere bezieht sich auf das, was der Zögling einst werden soll, ein tugendhafter Mann oder ein tugendhaftes Weib; aber schon jetzt, da er noch Knabe oder Mädchen ist...
Seite 45 - Dingen; es liegen auch in ihr keine Formen des Anschauens und Denkens, keine Gesetze des Wollens und Handelns; auch keinerlei, wie immer entfernte, Vorbereitungen zu dem allen.

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