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lich nicht alle vorgefundenen Münzen beschrieben denen Büchleins vergönnt sein, das vorgezeichnete werden, sondern werden die verschiedenen Species Programm in ähnlicher Weise zu entwickeln und nur je in einzelnen Repräsentanten vorgeführt. durchzuführen.

ST. Zweitens sollen in der Geldlehre die verschiedenen Münzsysteme nach ihrer Währung, Zählweise Introduction à l'étude des dialectes du pays (Rechnungsart) und nach ihrem Münzfuss behan romand, par C. Ayer. In-4o. Neuchâtel, delt werden.

J. Sandoz; Bâle, H. Georg. In welch' übersichtlicher, klarer Weise der

Prix Fr. 2 kolossale Stoff verarbeitet ist, zeigen die vier ersten Hefte zur Genüge. Die ältesten Zeiten

Après avoir consacré ses veilles à la langue beginnen mit der „Keltisch-gallischen Periode,

savante, à la langue qui se parle à l'académie Römische Periode, Zeit der Völkerwanderung.“

et dans les salons, Mr. Ayer n'a pas dédaigné Es folgen dann die Perioden der „Merowinger

de s'occuper des idiômes populaires. Originaire und Karolinger“, die Zeiten der „Kaiser aus

de la Gruyère fribourgeoise, il ne pouvait oublier sächsischem und fränkischem Geschlechte“ woran

ni renier son dialecte natif, son pittoresque et sich die Münzen der „Herzöge von Alemanien" poétique gruyérien. schliessen. Die zunächstfolgenden Abschnitte be

L'usage du patois commence, il est vrai, à se fassen sich mit den Territorien der jetzigen Schweiz perdre même parmi les habitants des campagnes. und zwar zuerst mit den ,Münzen der kirchlichen

Raison de plus pour les savants de recueillir les Stiftungen“: Das Münzrecht der Bischöfe von débris de cette langue qu'ont parlée nos ancêtres Genf, Lausanne, Sitten u. der Grafen von Greyerz.

et qui offre un très-grand intérêt, au point de Die weiteren Kapitel sind den schweizerischen

vue historique. Mr. Ayer nous donne donc la Städten gewidmet, von denen Heft 3 u. 4 Neuen classification des langues romanes, toutes dérivées burg, Freiburg und Bern enthält.

du latin, et il a inventé un système étymoloMan ersieht, dass das Genannte genügt, um

gique, phonétique et grammatical pour écrire den Schluss zu ziehen, dass die Arbeit Escher's

rationnellement le patois. keine geringe ist und dass sie eine ernstliche

L'Introduction à l'étude des dialectes du pays und warme Theilnahme verdient. Die splendide,

romand n'est que le prélude d'un grand ouvrage, mit vielen Holzschnitten gezierte Ausstattuug des

qui sera lu avec fruit et intérêt par tous les Werkes lässt nichts zu wünschen übrig.

amateurs de linguistique.

C. R.

Die Urwelt der Schweiz, von Oswald Heer. Grundriss zu den Vorlesungen über schweizer. 2. umgearbeitete und vermehrte Auflage.

Rechtsgeschichte (mit Literatur- u. Quellen Lfg. 1-6. In-8°, S. 1–480, TA. 1-10 angabe), von Prof. A. v. Orelli. Gr. in-8°, und 6 Tondruckbilder. Zürich, Friedr. 22 S. Zürich, in Commission bei Friedr. Schulthess. Preis pro Lfg. Fr. 2 50 Schulthess. 1879.

Es ist gewiss ein sehr erfreuliches Zeichen des Als Erstling seines Geschlechtes darf dieses stetigen Fortschreitens der Popularisirung der hübsch ausgestattete Opusculum wohl mit einigen Naturwissenschaften, dass in einem ihrer jüngsten Worten bei den Lesern dieses Blattes eingeführt Zweige – der Urgeschichte – in verhältnisswerden. Der erste Versuch ist es nämlich, das mässig kurzer Zeit, die erste starke Auflage dieses einer akademischen Behandlung sicher würdig „Epoche machenden Werkes“ ausverkauft wurde. gewordene Thema der „schweizerischen Rechts Die später (im Jahr 1872) erschienene französische geschichte“ zu skizziren, d. b. in Abschnitte ge Uebersetzung wurde sogar in noch viel kürzerer gliedert vorzuführen und die wesentliche Litera- Zeit vollständig vergriffen, wogegen eine englische tur des Faches zusammenzustellen. Soll das Büch Ausgabe, die erst 1876 erschien, zur ungünstigen lein zunächst für die Vorträge des Verfassers als Zeit herauskam. Jedoch dürfte auch die letztere, Leitfaden dienen, so bietet es doch auch andern besonders durch ihren auf die Hälfte (Fr. 12 50) Interessenten manche Anregung. Ist es schon ver ermässigten Ladenpreis noch genug Abnehmer dienstlich, den Gegenstand als ein Stück Lebens finden, und die Auflage ebenfalls bald verkauft aufgabe in's Auge zu fassen, so ist nun ebr zu sein. wünschen, dass derselbe eine ermunternde Theil Die vorliegende neue deutsche Ausgabe erfreut nahme finde und bald zu einem befriedigenden sich einer besonders sorgfältigen textlichen UmAufbau gelange. An reichem Stoffe fehlt es einem arbeitung, hervorgerufen durch die in den letzten Bearbeiter nicht; im Einzelnen ist schon vielfach

Auch sammenhang der Auffassung und Darstellung; von der neuen vielfach übertroffen. Eine zwölfte auch bleibt die diesfällige Forschung theilweise Tafel mit neu entdeckten sehr wichtigen fossilen abhängig von den Fortschritten entsprechender Pflanzen, sowie endlich mehrere neue Holzschnitte Unternehmungen in den Nachbarländern. „Grund in dem Texte sind hinzugekommen, so dass das riss“ ist das vorliegende Werklein in dem oben Werk in jeder Beziehung einen sehr günstigen angedeuteten Sinne, nicht in dem erweiterten, Eindruck hervorrufen und ihm rasch neue Liebwie Gengler in seinem nun schon 30 Jahre alten, haber zuführen wird. leider unvollendeten, jedoch nicht veralteten Werke Wir theilen nunmehr unseren Lesern in kurzer zur deutschen Rechtsgeschichte ihn gefasst hat. Form den näheren Inhalt der bis jetzt erschieMöchte es dem Verfasser dieses noch beschei. nenen Lieferungen mit.

Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem , Stein- | Verhältniss zum Festlande und deren Vertheilung kohlenland der Schweiz", der ältesten, palæonto wieder durch ein besonderes Kärtchen veranschaulogische Ueberreste führenden Zeit und das eine licht ist. Unter der der Kreideformation eigenStrecke einnahm, die gegenwärtig einen Theil des thümlichen Thierwelt ist besonders die enorme Kantons Wallis bildet. Es wird darin die Ent Anzahl mikroskopischer Organismen Polythastehung durch Torf und Bäume, die Flora, die lamien merkwürdig, deren man jetzt nach Zeitdauer, Zerstörung etc. dieses uralten Landes manchen Versuchen mehrere Arten unterschieden geschildert.

hat. Bezüglich der Landflora sind aus dieser Das zweite Kapitel beschreibt die , Salzbitdung Periode (ebenso wie aus den hervorgehenden), der Schweiz“, welche vorwiegend in den Kan nur sehr wenige Ueberreste aufgefunden worden, tonen Aargau, Basel und Waadt nachgewiesen jedoch hofft der Verfasser, dass dieselben vielist ; Entstehung des Salzlagers. Produkte leicht späterhin zahlreicher aufgestöbert werden. unserer Salinen.

Thiere des Salzgebirges. Um ein vollständiges Bild der Landflora dieser Geologische Stellung. - Der Buntsandstein. Zeiten zu erhalten, hat H. H. zu den Funden Muschelkalk. Keuper. Keuperflora des Kan anderer Länder greifen müssen. tons Basel. Trias und Triasbildung der Alpen. Vollständiger sind uns die Zeiten der „Eocenen - Produkte des Trias.

Gebilde“ beschrieben. Aus jener Periode sind bis Etwas länger ist in dem dritten Kapitel die jetzt 57 grössere Thierarten in der Schweiz Schambelen des Kantons Aargau“ und die Lias- aufgefunden, darunter auch einige von lokaler bildung“ beschrieben: Mergelfelsen der Scham Eigenthümlichkeit, die zum Theil in der Art belen. Bestehen und Entstehen derselben. ihrer Erhaltung besonders merkwürdig sind. Unter Pflanzen und Thiere die darin eingeschlossen sind. dieser eocenen Fauna sind manche Gattungen die

Rückschlüsse auf den Umfang und Klima des den jetzt lebenden sehr nahe stehen, einige treffen Festlandes, sowie Deutschlands und Englands zur wir jetzt noch lebend an. Dieses Kapitel schliesst Liaszeit. Die jüngere Liasformation und der mit einem Rückblick“ über die Land- und MeeresLias der Alpen.

vertheilung in Europa während der drei eocenen Weitläufiger ist das „Jura-Meeris (viertes Ka Perioden. Zur zweiten eocenen Periode gehört pitel) behandelt. Demnach wohnen wir in der die Nummulitenfauna der Kantone Unterwalden, Mitte dieses Seebeckens, das sich über einen Schwyz etc., zur dritten resp. unteren Stufe des grossen Theil des jetzigen europäischen Fest Obereocenen, die Nummulitenfauna der Ralliglandes erstreckte. Wir sehen grosse Korallenriffe stöcke, zur oberen Stufe die Säugethierfauna von die ganze Felswände zusammensetzten und die Maurmont und Obergösgen, während wir aus der einstens von Myriaden von Muschelthierchen be untersten Stufe des Eocen keine Repräsentanten wohnt waren, beschäftigt die heute von uns be aus der Schweiz besitzen. wunderten Felsenpyramiden und Berge aufzu Die nun folgende Zeit des Molassenlandes iet bauen. Die Bewohner der Tiefenzonen sind in bedeutend ausfübrlicher, wie die vorhergehenden schönster Auswahl und reicher Anzahl zusammen beschrieben. Zunächst in seiner Ausdehuung, Vergewürfelt, so dass wir stellenweise genau den breitung und Mächtigkeit, Zusammensetzung und Saum der einstigen Küsten bestimmen können. Stufen, sowie endlich die Bodengestalt desselben. Der Jura selbst ist in zwei Abschnitte zerlegt: Der Flora und Thierwelt dieses Landes sind beJura der nordöstlichen und westlichen Schweiz und sondere Kapitel gewidmet. Fernerhin sind noch alpine Jura. Die Niederschläge der ersteren Berg- einige Lokalitäten, wie Lausanne, Der hohe züge bestehen meistens aus Seichtwasserbildungen. Rhonen, St. Gallen, Locle, Zürich und Oeningen, Dazwischen eingeschoben sind „Nachweise aus speziell geschildert. den Tiefzonen der Weichthiere und Korallen“, Das ganze Werk soll in 8 Lieferungen bis zum sowie „Bildung der Korallenthiere und Korallen Herbst ds. J. vollständig vorliegen, und weisen riffe der Jetztzeit". Ein Kärtchen veranschaulicht wir ganz besonders darauf hin, dass dasselbe in die Verbreitung der Korallenriffe in unserem Theil einem jedem gebildeten Laien verständlichen Stil des Jura-Meeres. Bei Solothurn findet sich eine geschrieben ist. Schildkrötenbank, wo tausende dieser Thiere zu bestimmten Jahreszeiten dem Brutgeschäft oblagen, was die zahlreichen Fossilien beweisen. Zeitschriften - Périodiques. Von anderen Thieren finden sich besonders Ueberreste von Pierotactylen, Plesiosauren u. s. w. vor.

Anzeiger für schweiz. Alterthumskunde. 1879. N° 1.

Inbalt: Etruskische Streitwagen, von F. Keller. Im Ganzen wird die Anzahl auf ca. 2000 fossile Vorhistorische Funde aus Aargau, von B. Räber. Thierarten geschätzt, welche im Jura-Meer der

Antiquarische Funde von F. Bürki.' – Croissant en terre

cuite, par A. Quiquerez. Antiquités trouvées à AvenSchweiz aufgefunden worden sind, darunter Spe ches,

par A. Caspari. Alterthümer bei Stein am Rhein, zies, die anderswo nicht vorkommen. Besonders von F. Keller. - Antiquités burgondes, par A. Quiquerez.

Wandgemälde im Kloster zu Stein a. Rh., von F. Vetter. häufig sind die niedern Thiere, wie Schwämme, Beinhaus bei St. Theodor in Basel, von Th. v. LieSeeigel etc. Bei der reichen Fauna ist anzu

benau. Zur Biographie Stephan Rützendorfer's, von

Th. von Liebenau. St. Oswald-Kirche in Zug, von nehmen, dass auch die Vegetation in zahlreichen Th. v. Liebenau etc. Formen vertreten war. Am zahlreichsten sind

Anzeiger für schweiz. Geschichte. 1878. N° 5. natürlich die Meerpflanzen. Unmittelbar an

Inhalt: Zur ältesten alamannischen Geschichte, von schliessend an die Juraformation ist die nun G. Meyer von Knonau. Attila's Schwert, von Joh.

Meyer. Hallwiliana, von C. Brunner. – Zur Winkelfolgende Schilderung der Kreidebildung."

. Wir ried-Frage, von Th. v. Liebenau. Eine alte Handbemerken zwischen dem ersteren und letzteren schrift und ihr Schreiber, von J. J. Amiet. - Versuch Meere eine ziemlich bedeutende Veränderung im

einer ewigen Richtung zwischen der Schweiz, dem Kaiser etc,, von Th. v. Liebenau, - Zum Mamotrectus von

Münster, von F. J. Schiffmann. Muntaner Währung, tage erfahren, einen Blick eröffnet in ein
von Ch. Kind. - - Olivier Fleming's Depeschen aus der
Schweiz im Reichsarchiv zu London, von Alfr. Stern. höchst bewegtes und buntes Volksleben.
Bitte, alte schweiz. Volkslieder betr., von L. Tobler.

War ja doch dieselbe religiöse Strömung, Archives des sciences physiques et naturelles. 1879.

welche von Zürich, Basel und Genf ausNo 2, Février.

Contenu: Compte-rendu des séances de la Société gegangen, das Schweizervolk aus langem de chimie de Genèvē, par E. Nolting. Hydrocarbures Schlummer erweckt hatte, auch in die Thäobtenus par l'action du chlorure de méthyle, etc , par E. Ador et A. Rilliet. - Sur la théorie du timbre, etc.. ler und die Hochgebirge Rhätiens eingepar Schneebeli. Principes scientifiques des beauxarts etc, par Brucke et Helmholtz.

drungen, und hatte auch das dortige Volk, Bibliothèque universelle et Revue suisse. 1879. N° 3.

kurz nach seiner Eroberung des Veltlins Mars.

und noch während es sich mit Mühe eines Contenu : Le mouvement catholique en France, par feindseligen Drängers an und in seinen Arv. Barine. - Les bonnes gens du Croset, par T. Combe (3me partie). Jean Huss et les Hussites, par L. Leger

Grenzen

zu erwehren hatte, mit gewaltiger (2 me partie). Récits galiciens: Scènes du Ghetto, par Sacher-Masoch. La famille de Mirabeau, par A.

Bewegung ergriffen und, wie das Volk der Blondel.

Eidgenossen, in zwei Lager gespalten. Bollettino storico della Svizzera ital. 1879. N° 2. Von den Kanzeln von hüben und drüben Febbrajo.

herab, aus einer Menge von Flugschriften Sommario: La battaglia di Giornico, da Th. von Liebenau (II). - Memorie istoriche sulle diverse chiese pro et contra, welche von der Schweiz her ed oratori esistendi in Mendrisio, da A. Barotjio (tine). — in Bünden verbreitet wurden, ward das Le streghe nella Riviera, da E. Motta (II). Iscrizione di campane, da A. Nüscheler-Usteri (Contin.). Spigo Volk heute für, morgen gegen die neue la ture. Archivi ticinesi.

Religionslehre angesprochen; auch WanderHelvetia, von Rob. Weber. II. Jahrg. Heft 5. Inhalt: Die Geusen, von W. Götz.

Die Riife, prediger stellten sich ein, welche bis in die schweiz. Novelle von S. Andrea. Die modernen fran höchsten Thäler hinaufstiegen. Sie wissen, zösischen Dramatiker und die französische Frau. neue Stadttheater zu Basel, von F. A. Stocker. - Ein meine Herren, unter wie grossen Kämpfen fluss der französischen Revolution auf deutsche Poesie und Kunst, von P. Fricker. - Gedichte etc.

- Das

bald hier, bald dort eine Gemeinde vom

alten Glauben sich lossagte, wie die energiMusée neuchâtelois. XVIe année. 1879. Mars.

Contenu: Art et artistes neuchâtelois: Henri Bau schere Parthei unter den Gegnern Rom's mann, par A. Bachelin. – Séjour de M. le comte de Soissons à Neuchâtel, 1626, par E. Rott. Chézard et St

selbst dahin strebte, das Bisthum Chur Martin, par J. Cornu (suite) Variétés.

zu säcularisiren, wie aber trotzdem das Werk der Reform nur allmählich fortschritt

und an vielen Orten neben der Predigt in III. Chronik. Chronique. der Muttersprache, dem Abendmahl in

beiden Gestalten, immer noch diese oder

jene hergebrachte gottesdienstliche Form Die Offizin der Landolfi in Poschiavo, bestehen blieb. 1549-1615. *)

Dass es trotz der bedeutenden geistigen Vortrag gehalten in der historisch - antiquarischen Volk erfasst war, bis weit in das fünfte

Bewegung, von welcher auch das rhätische Gesellschaft zu Chur, von J. A. v. 8.

Jahrzehend des Jahrhunderts hinein dauerte, Indem ich den Versuch unternehme, ehe in Bünden selbst eine Buchdruckerei Ihnen ein Bild aus dem Culturleben Bün- erstand, darf uns um so weniger wundern, dens in den ersten Jahrhunderten der da ja die Vorbedingung für die Arbeit der neuern Zeit vorzuführen, bin ich mir wohl Presse: nämlich die Thätigkeit einheimibewusst, Ihnen nur ein Stückwerk geben scher Schriftsteller bis dahin kaum vorhanzu können. Sind schon die Quellen für die den gewesen war. Die wenigen bedeutenpolitische Geschichte des 16. Jahrhunderts deren bündnerischen Autoren, welche bisunseres engern Vaterlandes, trotz fleissiger her öffentlich aufgetreten, der Canonicus Vorarbeiten noch immer sehr lückenhaft, Bapt. v. Salis mit seiner im J. 1488 geindem ja bis zum Jahre 1567 selbst die druckten Summa casuum conscientiae, SiProtokolle der obersten Räthe Gem. Lande mon Lemnius, der berühmte Epigrammamangeln, so fliessen jene noch ungleich tiker, die beiden ausgezeichneten Aerzte spärlicher für die Culturgeschichte. Und | Ant. Stupan und Alb. Beeli von Belfort es ist dies um so mehr zu bedauern, da hatten ihre Arbeiten theils in Nürnberg, schon das Wenige, was wir über das geistige theils in Wittenberg, Cöln, Basel oder Lyon Leben unseres Bündnervolkes in jenem drucken lassen. Aber auch in andern KanJahrhundert aus den Aufzeichnungen der tonen, wie Bern, Schaffhausen, Appenzell, Chronisten, aus den Correspondenzen der der Stadt St. Gallen arbeitete noch keine Reformatoren besonders mit Bullinger, so- Presse, und es verdient besonders erwähnt wie aus Missiven und Dekreten der Bundes werden, dass in Bünden eine solche

früher errichtet wurde, als in weitaus den *) Alle Rechte vorbehalten.

meisten jetzigen Schweizer Kantonen, ja

es

früher, als in grossen und mächtigen Haupt- vorhanden sind: Susanna, Judith, Esther, und Handelsstädten Europa's, wie z. B. Joseph, Christi Passion, die 10 Altersstufen Berlin.

des menschlichen Lebens, ja selbst Wilh. Aber für die Verbreitung der Reformation Tell's Geschichte. Alle diese Dramen cirunter dem Bündnervolke hatte noch Keiner culirten in zahlreichen Abschriften, deren von Denen, welche durch die Predigt und immer mehr angefertigt wurden, da das ihren anregenden Verkehr mit den hervor Volk und zwar nicht bloss Kinder, sondern ragendern Volksvorstehern und Staatsmän auch Erwachsene und Greise in vielen Genern so Bedeutendes geleistet, mit der Feder meinden jene Schauspiele. zur öffentlichen Namhaftes gewirkt. Mit Ausnahme des Aufführung brachten. Von unbekannten kleinen Catechismus, welchen Comander Verfassern existiren: der Todtentanz (ilg und Blasius verfasst hatten, und der An- saltar dils moarts), Nebucadnezar oder Dafangs handschriftlich verbreitet wurde, dann niel, Tobias, Abraham, Hiob. Andererseits in Zürich gedruckt worden sein soll hatte Galizius nach a Porta's Zeugniss das existirt aber meines Wissens kein Exem- Vater Unser, das apostolische Symbolum, plar mehr

und des wahrscheinlich un die zehn Gebote denn selbst diese drei gedruckt gebliebenen Catechismus von

Stücke waren dem in tiefster Unwissenheit Ph. Galizius für die Schule zu Chur, von aufgewachsenen Volke vor der Reformation welchem a Porta spricht, vermögen wir vor unbekannt gewesen - schon frühe, um das dem Jahre 1552 nicht eine einzige gedruckte Jahr 1536, später auch für die Frau des religiöse Schrift eines bündnerischen Re- Commissari Balth. Chiampell das athanaformators nachzuweisen.

sianische Symbolum in's Romanische überInzwischen hatte jedoch die Reforma- tragen. Alle diese Uebersetzungen waren tion nach dem Süsser Religionsgespräch zwar in zahlreichen handschriftlichen Co(1537) immer grössere Fortschritte gemacht, pien, aber noch nicht im Drucke verbreitet. und zumal den grösseren Theil des ladi

(Fortsetzung folgt.) nischen Sprachgebietes, ferner Bergell und - wenn auch in geringerem Umfange

** Habent sua fata libelli. Eine Illustration auch Puschlay und Brusio sich erobert.

hiezu liefert folgender Brief des Hrn. Guignard, Allein in allen diesen Thälern war die

Bibliothekar von Dijon, an die Bibliothek von deutsche Sprache der Masse des Volkes Einsiedeln. Es sei zum Voraus bemerkt, dass von ganz fremd, und im Besitze nur von einer dem betreffenden Werk in 40 nur Band 2 und 3 kleinen Zahl von Gebildeten. Galt es nun, vorhanden waren, während der erste seit Jahrdas Volk bei der neuen Lehre zu erhalten, zehnten abhanden gekommen. 80 genügten, zumal bei dem empfindlichen

Dijon, le 3 février 1879. Mangel an romanischen Pfarrern, Catechi

Monsieur, sation und Predigt nicht: das Wort Gottes,

J'ai l'honneur de vous adresser aujourd'hui par die Quelle der Reform, ferner die Funda- les messageries parisiennes un petit paquet renmentalsätze der christlichen Lehre mussten

fermant le tome I de Lanspergius. Je suis heudem Volke zugänglich gemacht werden.

reux de l'offrir à votre bibliothèque, à laquelle,

vous le verrez sur le titre, il a appartenu. J'ai Diese Aufgabe übernahm eine Reihe von

acheté ce volume en 1857 à Paris, chez M. Toufrommen und für die Reformation unermüd- | louse, grand libraire de vieux livres, et décédé lich thätigen Männern, für das Engadin aujourd'hui. Ce pauvre exilé va être tout content und dessen Sprachgebiet die Biffrun, Chiam- de rejoindre ses deux frères. Vous pourrez lui pell

, Galizius, Jac. v. Planta, denen später appliquer l'un des vers composés pour le retour Papa , Schucan, Toutsch und Andere sich des cendres d'Arnaud à Port-Royal zugesellten; für das oberländer Sprach Ad sacras rediit sedes ejectus et exul! gebiet, wenn auch erst am Ende des Jahr Je me demande comment ce tome Ier avait pu hunderts, hauptsächlich Bonifaz und Ga sortir de votre bibliothèque. Si on connaissait ses briel.

diverses vicissitudes, ce serait une intéressante Einen Anfang der Erhebung des Ro

Odyssée. Maintenant qu'il va être réintégré au

bercail, il faut espérer qu'il n'en sortira plus. manischen trotz des Vorurtheils, dass die

Votre confrère Ph. GUIGNARD. Sprache nicht bildungsfähig zu einer Schriftsprache, hatte ja zuerst der Landshaupt

** Der Berner Historische Verein beabsichtet eine mann v. Travers in seiner poetischen Be

neue Ausgabe der „Valerius Anshelm’schen Berner schreibung des Müsserkurges und durch

Chronik“ zu veröffentlichen. Dabei soll zum ersten

male die bisher noch nicht veröffentlichte FortAbfassung von kleinen biblischen Dramen

setzung berücksichtet werden. Die Bedeutung dieser gemacht; ihm war Chiampell gefolgt mit Quellenschrift für die schweizerische und alleiner ganzen Reihe solcher Schauspiele, gemeine Geschichte ist eine sehr grosse und ist von denen die meisten im Manuscript noch zu hoffen dass die zur Sicherung des Unternehmens

nöthigen 200 Subscribenten sich rasch finden werden, damit der sofortigen Inangriffnahme nichts im Wege steht. Das ganze Werk ist auf 4 grosse Oktavbände berechnet deren Preis auf ca. 20 Frs. zu stehen kommen soll. Bis Ende 1882 soll dasselbe fertig sein.

*** Eine Setzertücke aus dem 16. Jahrhundert. Es ist bekannt, dass es den Herren Setzern manchmal Freude macht, den Corrector auf's Eis zu führen. Ich hätte nicht geglaubt, dass dieser zuweilen recht witzige, aber nie löbliche Brauch bis ins Jahr 1527 zurückverfolgt werden könne, wenn ich den Beweis nicht in der Hand hätte.

Der von Thomas Murner redigirte und im Druck überwachte Bericht von der Disputation zu Baden wimmelt von Druckfehlern, so dass Murner sich genöthigt sah, ein Verzeichniss derselben anzufertigen, das er mit einer Entschuldigung einleitet. Diese beginnt mit folgenden Worten:

Es ist min fliss gsin lieber leser und gentzlichs fürnemen disses buch frintlich trüwlich lut der geschwornen biecher mit dem druck an tag zu bringen.“

Anstatt trüwlich ist aber gedruckt trüglich, und das g ist nachher in beiden Exemplaren der Berner Stadtbibliothek mit Tinte durchgestrichen. Dass der Setzer aus Versehen g statt w genommen habe, ist vollkommen undenkbar, es kann also nur Absicht diesem Fehler zu Grunde liegen. Welches diese Absicht war, ist leicht zu errathen, wenn man weiss, dass die katholischen Orte mit dem Originalprotokoll der Disputation den evangelischen Ständen gegenüber nie herausrücken wollten, und dass letztere Murners Elaborat nicht anerkannten. Dass ihm aber unter seinen Augen und an so auffallender Stelle ein solches Désaveu gegeben werden konnte, ist wirklich über den Scherz.

G. R.

CATALOGUE GÉNERAL DES PUBLICATIONS H. GEORG, ÉDITEUR, BALE, GENÈVE & LYON.

DE

SECONDE PARTIE :

HISTOIRE ET SCIENCES ACCESSOIRES

Droit - Economie politique Commerce Technologie, &c.

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St-Avit, Homélies, voir: Etudes paléographiques.

Basel im XIV. Jahrhundert; herausg. von der Histoire et Sciences accessoires.

historischen Gesellschaft zu Basel; zur 5. Sæ

cularfeier des Erdbebens von 1356. In-8°, mit Amiet (J.) Urs Graf, siehe: Urs Graf.

1 Plan. 1856.

Epuisé. Anagnosti, Michel. La Russie et l'Angleterre.

Enthält: A. Fechter. Topographie. MeyerParallèle. In-8°,

27

1879. P.

1

Merian. Der grosse Sterbent mit seinen Judenverfolgungen und Geisslern. W: Wackernagel. Das Erdbeben von 1354.

K. Schmidt. Nikolaus von Basel und die Gottesfreunde. Armorial historique generois. 36 pl. chromolitho- - Joh. Schnell. Das Civilrecht, die Gerichte und die Gegraphiées conten. 825 écussons avec 32 p. de

setzgebung W. Wackernagel. Der Todtentanz.

Selten geworden und im Preis gestiegen. texte, par J.-B.-G. Galif'e et A. de Mandrot. In-4°. Genève, 1859.

40 Bauhin (Kasp.). des ersten Prof. d. Anatomie u. Presque épuisé.

Botanik a. d. Universität zu Basel, Leben und

Charakter. vallaisan, par J.-E. D'Angreville et A. de Man

Beitrag zur IV. Säcularfeier der drot. In-40, 20 planch. chromolithographiées.

Universität Basel, v. J.-W. Hess. In-8°, 72 p.

1860. 1868. 25

1

Separat-Abdruck aus d. VII. Band der Beiträge für Tiré à très-petit nombre dont il ne reste que quelques vaterländische Geschichte. exemplaires. Arnold (Wilh., Prof.). Das Aufkommen des Beiträge zur vaterländischen Geschichte, hrsg.

von der histor. Gesellschaft zu Basel. Bd. 1-X. Handwerkerstandes im Mittelalter. In-8°. 1861.

50 1 50

In-8°, 1840–75.

Bd. 1 und 2 können nicht mehr apart abgegeben werden, Zur Geschichte des Eigenthums in den deut- dagegen Bd. 3—7, wenn zusammen genommen, zu sehr ermässchen Städten. Mit Urkunden. In-8°, XXVI

sigten Preisen. u. 486 p. 1861.

8 60

Bd. I. 1840. A. Sarasin. Versuch einer Geschichte des

Baseler Münsters. - J. Herzog. Christ. v. Uttenheim, Bischof Sehr verdienstvolle, streng wissenschaftliche Arbeit. von Basel zur Zeit der Reformation, mit Nachtrag. Besonders ausführlich wird Basel behandelt.

Lichtenhahn. Die Secularisat. der Klöster u. Stifte Basels. Recht und Wirtschaft nach geschichtl. Aus

J. Burckhardt. Aus der Jugendgeschichte des Bürger

meisters R. Wettstein. - L. Oser. Zunahme und Abnahme sicht. In-89. 120 S. 1863.

2 der Bevölkerung Basels. - D. Kraus. Die bürgerlichen Un

ruhen in der Stadt Mülhausen in den Jahren 1586-87. St-Augustin, Homélies, voir: Etudes paléogra- Bd. II. 1813. Reber. Ital Reding. - Stockmeyer. Ulrich

von Hutten. - W. Wackernagel. Die Gottesfreunde in Basel. phiques.

Fechter. Bonifacius Amerbach. A. Heussler. Der

K.

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