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Geld regiert die Welt, aber in Tom Hillenbrands Sci-Fi Thriller „Drohnenland“ sind es Daten und Informationen, die die Machthungrigen gezielt einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen.
Handlungsort
ist im Wesentlichen Brüssel, und die Geschichte spielt sich in einer Zukunft ab, die sich George Orwell in seinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt hätte. Nicht nur, dass jeder Schritt und jede Handlung der Individuen von den allgegenwärtigen Drohnen überwacht wird, nein, es ist noch viel schlimmer, denn mit Hilfe der aus der Überwachung gewonnenen Daten werden Profile erstellt, die in der Lage sind, das Verhalten, die persönliche Entwicklung oder auch Krankheiten der Menschen vorherzusagen. Bereits diese Vorstellung ist gruselig!
Aber auch das politische Weltgefüge hat sich verändert. Die Vereinigten Staaten existieren zwar noch, spielen aber keine Rolle mehr. Portugal, früher eines der Armenhäuser Europas, hat mittlerweile das Sagen in der EU, denn durch die Lage am Atlantik verfügt das Land, dank der Wellenkraft, über unglaubliche Geldreserven. Das Klima hat sich verändert, und Dauerregen sorgt dafür, dass der Meeresspiegel stetig ansteigt, was dazu geführt hat, dass unkontrollierbare Wassermassen sowohl Holland als auch den Norden Deutschland überflutet und ausradiert haben.
Hauptfigur ist Aart Westerhuizen von Europol, ein sympathischer Kommissar der alten Schule. Ihm zur Seite steht Ava Bittman, eine israelische Datenspezialistin, immer vertraut mit den neuesten Technologien. Gemeinsam arbeiten sie an dem Fall des ermordeten EU-Parlamentariers und müssen zu ihrem Leidwesen feststellen, dass auch die totale Kontrolle ausgehebelt werden kann, wenn mächtige Interessen dahinterstehen.
Bei Sci-Fi Thrillern besteht oft die Gefahr, dass die Story „trocken“ und techniklastig daherkommt. Nicht so bei „Drohnenland“, denn obwohl Tom Hillenbrand seine Leser detailliert mit den Funktionsweisen der diversen Überwachungsinstrumente vertraut macht, gelingt es ihm, dies wohldosiert in eine spannende Handlung zu integrieren. Und vieles, was als utopisches Szenario beschrieben war, ist leider Realität, wie wir glücklicherweise mittlerweile durch die verschiedenen Whistleblower erfahren haben. Lesen!
 

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