Bilder aus der deutschen Vergangen-heit, Band 4

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Seite 298 - Theil zu nehmen; wie frisch und umständlich jeder einzelne glückliche Versuch die Zeitungen füllte, zu Tagesheften und Kupfern Anlaß gab; welchen zarten Antheil man an den unglücklichen Opfern solcher Versuche genommen.
Seite 214 - Itzt avancierten wir bis unter die Kanonen, wo wir mit dem ersten Treffen abwechseln mußten. Potz Himmel! Wie sausten da die Eisenbrocken ob unsern Köpfen weg, fuhren bald vor, bald hinter uns in die Erde, daß Stein und Rasen hoch in die Luft sprang, bald mitten ein und spickten uns die Leute aus den Gliedern weg, als wenn's Strohhälme wären!
Seite 322 - Sophie ging ihrem Freunde mit ausgebreiteten Armen entgegen; er aber, anstatt ihre Umarmung anzunehmen, ergriff ihre Hände und bückte sich, um sein Gesicht darein zu verbergen: Sophie neigte mit einer himmlischen Miene sich über ihn, und sagte mit einem Tone, den keine Clairon und keine Dubois nachzuahmen fähig sind: — Wieland — Wieland - O ja, Sie sind es - Sie sind noch immer mein lieber Wieland!
Seite 210 - Bald alle Wochen hörten wir nämlich neue ängstigende Geschichten von eingebrachten Deserteurs, die, wenn sie noch so viele List gebraucht, sich in Schiffer und andre Handwerksleuthe, oder gar in Weibsbilder verkleidt, in Tonen und Fässer versteckt, ud gl.
Seite 211 - Kuppel, jeder Knopf an der Montur, alles mußte spiegelblank geputzt sein. Zeigte sich an einem dieser Stücke die geringste Untat, oder stand ein Haar in der Frisur nicht recht, so war, wenn man auf den Platz kam, die erste Begrüßung eine derbe Tracht Prügel.
Seite 216 - Patronen los, bis meine Flinte halb glühend war und ich sie am Riemen nachschleppen mußte. Indessen glaub' ich nicht, daß ich eine lebendige Seele traf, sondern alles ging in die freie Luft.
Seite 278 - Kriege übermenschlich nennen darf, so war auch jetzt in seiner Arbeit etwas Ungeheures, was den Zeitgenossen zuweilen überirdisch und zuweilen unmenschlich erschien. Es war groß, aber es war auch furchtbar, daß ihm das Gedeihen des Ganzen in jedem Augenblick das Höchste war und das Behagen des einzelnen so gar nichts. Wenn er den Obersten, dessen Regiment bei der Revue einen ärgerlichen Fehler gemacht hatte, vor der Front mit herbem Scheltwort aus dem Dienst jagte; wenn er in dem Sumpfland...
Seite 206 - Er mir's auf mein Wort, anderst ist's nicht und geht's nicht." Ich: „So will ich's dem Herrn König klagen." - Hier lachten alle hoch auf. - Er: „Da kömmt Er sein Tage nicht hin." Ich: „Oder wo muß ich mich sonst denn melden?
Seite 210 - Was hiernächst auch auf dem Exerzierplatz vorgieng, gab uns zu ähnlichen Betrachtungen Anlaß. Auch da war des Fluchens und Karbatschens von prügelsüchtigen Jünkerlins, und hinwieder des Lamentierens der Geprügelten kein Ende. Wir selber zwar waren immer von den ersten auf der Stelle, und tummelten uns wacker.
Seite 217 - Augenblick deucht es mich Zeit, oder vielmehr mahnte mich mein Schutzengel, mich mit der Flucht zu retten. Ich sah mich deswegen nach allen Seiten um. Vor mir war alles Feuer, Rauch und Dampf, hinter mir noch viele nachkommende, auf die Feinde loseilende Truppen, zur Rechten zwei Hauptarmeen in voller Schlachtordnung. Zur Linken endlich sah ich Weinberge, Büsche, Wäldchen, nur hie und da einzelne Menschen, Preußen, Panduren, Husaren, und von diesen mehr Tote und Verwundete als Lebende. Da, da,...

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