Bayerisches Wörterbuch: Sammlung von Wörtern und Ausdrücken, die in den lebenden Mundarten sowohl, als in der älten und ältesten Provincial-Litteratur des Königreichs Bayern ...

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Cotta, 1836
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Seite i - Provincial-Litteratur des Königreichs Bayern, besonders seiner altern Lande, vorkommen, und in der heutigen allgemein-deutschen Schriftsprache entweder gar nicht, oder nicht in derselben Bedeutung üblich sind, mit urkundlichen Belegen, nach den Stammsylben etymologisch alphabetisch geordnet von I> Andr.
Seite 92 - Türe ein großes hölzernes Gitterwerk hatte, wodurch man unmittelbar mit der Straße und der freien Luft in Verbindung kam. Einen solchen Vogelbauer, mit dem viele Häuser versehen waren, nannte man ein Geräms. Die Frauen saßen darin, um zu nähen und zu stricken; die Köchin las ihren Salat; die Nachbarinnen besprachen sich von daher miteinander, und die Straßen gewannen dadurch in der guten Jahreszeit ein südliches Ansehen.
Seite iv - Die berufsmäßige Beschäftigung mit den Handschriften der Münchner Bibliothek, welcher seit sieben Jahren des Verfassers meiste Zeit gewidmet ist, veranlaßte ganz natürlich eine noch vielseitigere Rücksichtnahme auf die ältere Sprache. Während das, was von solcher Ausbeute auf die bereits gedruckten Theile traf...
Seite iv - ... Schmeller erklärt in seinem Vorwort zum letzten Teil, er habe die Wahl gehabt entweder einen „reichlichen Theil seiner Handschrift zu streichen oder aber seine Zuversicht ganz auf die Billigkeit seiner Abnehmer zu setzen". Er entschied sich für die zweite Möglichkeit, weil er hoffte, man wünsche „von einem Werke, das gut oder schlecht, die Arbeit eines halben Menschenlebens ist, auch den Schluß möglichst unverkümmert zu bekommen".
Seite 598 - Volle verständlichen Ausdrücke so viel als möglich enthält, legt dennoch ihrem Priester, der am Charsamstag vor dem Altar die Auferstehungsceremonle begeht, die laut »u intonierenden Worte in den Mund: Christus Ist erstanden! Es sind diese jetzt meist isoliert »erhallenden deutsche« Worte der Anfang eines weiland vermuthllch von der ganzen Gemelnde aufgenommenen und abgesungenen Kirchenliedes, wozu D im Cßm.
Seite 314 - Öl, das ans den Brustbeinen der heiligen Jungfrau Walpurga tropft, wird in einer goldnen Schale aufgefangen, und läuft in derselben nie über, sondern es schobert sich.
Seite 110 - Reiter, die wir jetzt mit einem, dem Deutschen besonders widerstrebenden, französischen Namen Cl,ov»u lege,
Seite 56 - schlechte waldgründe von 20 zu 20 jahren durch hauen und brennen für 2 jahre urbar machen, und dann wieder mit birkenholz anfliegen lassen» (Schmeller-Frommann). Aber, sagt man, ein wort riod ist nirgends belegt. Hierbei möchte ich zunächst betonen, dass wir für die spätere zeit nicht wissen können, in wie vielen mittelhochdeutschen und späteren formen, die bisher mit (h)riot verknüpft...
Seite 144 - Flachses, so viel man auf einmal mit beiden Händen durch die Hechel gezogen hat HDGUSS./THIERF.R l, 239.
Seite 99 - Roh-Clsen rennen, einrennen, zerre»»en, z'rennen — sie im sogenannten Frisch-Feuer neuerdings schmelzen oder glühend machen, um sie mehr von der Schlacke zu reinigen. „Gnlden (Goldstücke) zerrennen und wieder ummünzen.

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