Lehrbuch der historischen methode: Mit nachweis der wichtigsten quellen und Hülfsmittel zum Studium der geschichte

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Duncker & Humblot, 1889 - 530 Seiten
 

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Beliebte Passagen

Seite 455 - Mein Freund, die Zeiten der Vergangenheit Sind uns ein Buch mit sieben Siegeln. Was ihr den Geist der Zeiten heißt, Das ist im Grund der Herren eigner Geist, In dem die Zeiten sich bespiegeln.
Seite 142 - Man hat der Historie das Amt, die Vergangenheit zu richten, die Mitwelt zum Nutzen zukünftiger Jahre zu belehren, beigemessen: so hoher Ämter unterwindet sich gegenwärtiger Versuch nicht: er will bloß zeigen, wie es eigentlich gewesen.
Seite 523 - Man kann von einer Historie nicht die freie Entfaltung fordern, welche wenigstens die Theorie in einem poetischen Werke sucht...
Seite 141 - Nacherzählung dessen , was der römische Historiker zum Glauben der Geschichte erhob. Wir müssen uns bemühen, Gedicht und Verfälschung zu scheiden, und den Blick anstrengen, um die Züge der Wahrheit, befreit von jenen Übertünchungen, zu erkennen.
Seite 470 - Man kann die Geschichte der Menschengattung im großen als die Vollziehung eines verborgenen Plans der Natur ansehen, um eine innerlich - und, zu diesem Zwecke, auch äußerlich - vollkommene Staatsverfassung zu Stande zu bringen, als den einzigen Zustand, in welchem sie alle ihre Anlagen in der Menschheit völlig entwickeln kann.
Seite 28 - GF Creuzer, Die historische Kunst der Griechen in ihrer Entstehung und Fortbildung, Leipzig 1803, in zweiter Ausgabe von J.
Seite 63 - jede besondere Wissenschaft, wenn sie historisch dargestellt wird, zieht sich in einer Linie der Entwicklung hin; die Philologie, welche als Geschichte des Volkslebens zu bezeichnen ist, faßt diese Linien alle in ein Bündel zusammen und legt sie von einem Mittelpunkt, dem Volksgeist, aus wie Radien eines Kreises auseinander.
Seite 265 - ... Wortes, durch deren Mangel auch die linguistische Forschung sehr beeinträchtigt wird, da aus falschen Prämissen über Grundform und Bedeutung kein richtiger Schluss auf das Etymon eines Wortes gezogen werden kann; wir brauchen eine genaue Statistik und Geschichte aller Constructionsverhältnisse und stilistischen Erscheinungen, welche uns befähigt im Sprachgebrauch und in der Phraseologie jedes Schriftstellers Ererbtes und Eigenes, Gemeinübliches und Freierfundenes, Notwendiges und Beliebiges...
Seite 417 - Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?" ist, als welcher einem Missionar an der Heidengrenze leichtlich zu Sinne kam und kommt" usw. Das ist schon mehr als ein Pressen von Worten oder ein Lesen zwischen den Zeilen: es ist ein ungebundenes...
Seite 439 - Je tiefer der Geschichtsforscher die Menschheit und ihr Wirken durch Genie und Studium begreift, oder je menschlicher er durch Natur und Umstände gestimmt ist, und je reiner er seine Menschlichkeit walten lässt, desto vollständiger löst er die Aufgabe seines Geschäfts.

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