Diamantentropfen

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neobooks, 12.01.2016 - 356 Seiten
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Dieses Buch wirft einen satirischen Blick auf das aktuelle Russland. Dabei ist es mit seiner abstrusen Story oft näher an der russischen Realität als so manche schwerblütige Analyse. Schurik, der junge russische „Reproduktionswissenschaftler“, forscht erfolgreich auf dem Gebiet der menschlichen Fortpflanzung. Er sieht sich kurz vor einem entscheidenden Durchbruch. Der Haken: Die Sache ist noch nicht spruchreif. Doch Unüberlegtheit, eine alkoholisierte Atmosphäre und der Drang, einen einflussreichen Politiker zu beeindrucken, verführen ihn zu einem leichtfertigen Manöver, in das er Freund Borja hineinzieht. Der Politiker Oblomkow (WWO) entwickelt starkes Interesse, stirbt ihm aber unter den Händen weg. Der Kreml schaltet sich ein und verfolgt das Projekt zur „menschlichen Reproduktion“. Mit Schurik als Aushängeschild. Doch kann man ein Volk genetisch verbessern? Kann man eine dem Herrscher loyale Führungsschicht schaffen, deren Erbmasse von eben diesem Herrscher stammt? Der Vizechef der Kreml-Administration glaubt daran. Auch der Präsident lässt sich vom Geheimplan „Diamantentropfen“ überzeugen. Der Inlandsgeheimdienst ist immer dabei. Er will den Staat vor ungeeigneten Spermienspendern wie Kaukasiern, Juden und Liberalen und den üblen Ränkespielen des Westens schützen, wobei die eigenen (finanziellen) Interessen nicht zu kurz kommen dürfen. Auch die Mafia muss in die Schranken gewiesen werden. Wenn man nicht gerade mit ihr kooperiert. Es entfaltet sich ein Intrigenspiel, in das auch die orthodoxe Kirche verwickelt wird. Schließlich greift auch noch ein kaukasischer Anführer ins Geschehen ein. Es kommt schließlich zu einem wilden Showdown auf Moskaus Straßen. Zu guter Letzt darf Kater Ossja noch eine tragende Rolle spielen.

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Über den Autor (2016)

Manfred Quiring, Jahrgang 1948, über zwanzig Jahre Korrespondent in der Sowjetunion und in Russland, legt nach drei politischen Sachbüchern hier sein erstes belletristisches Werk vor. Geboren in der Bierstadt Lübz, wuchs er in Berlin auf. Nach einem kurzen Zwischenspiel als Eishockey-Profi studierte er am „Roten Kloster“ in Leipzig Journalistik. Ab 1973 Redakteur der Berliner Zeitung und zweimal deren Korrespondent in Moskau (1982–1987 und 1991–1995). Er bereiste die ehemalige Sowjetunion von K

Bibliografische Informationen