Vom nebelfleck zum Menschen: Eine gemeinverständliche Entwicklungsgeschichte des Naturganzen nach den neuesten Forshungsergebnissen, Band 1

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Ernst Reinhardt, 1907
 

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Beliebte Passagen

Seite 529 - Vögel, in ihrem Flug gehindert, fallen auf die Stätte der Verheerung nieder — Häuser, Menschen und Vieh werden schneller als eine aus dem Feuerrohr losgeschossene Kugel über die Erde hin und selbst durch die Luft fortgetrieben — die aus ihrer Ruhe aufgeschreckte und wildgemachte Wasserfluth des Lowerzersees bäumt sich wie Felsenwände auf und fängt im Sturmlauf auch ihre Verheerung an.
Seite 129 - Nun erkaltet Land und Meer durch die Wärmestrahlung gegen den Himmelsraum, das Land erkaltet aber rascher als das Meer, und nun strömt die Luft in den unteren Regionen vom Lande nach dem Meere , während in den oberen...
Seite 522 - Ueberall weht es, überall ist es unheimlich still und stumm. Den ganzen Sommer hindurch währt auf der hochnordischen Tundra der eine und einzige endlos lange Sommertag , beleuchtet von dem blassen Lichte eines mondartigen in Nebelwallen verschleierten Gestirnes, das der Mensch frechen Blicks anglotzen kann.
Seite 8 - Die Astronomen wussten diesen Kriegsgott nicht zu überwältigen ; aber der vortreffliche Heerführer Tycho hat in zwanzigjährigen Nachtwachen seine Kriegslisten erforscht, und ich umging mit Hilfe des Laufes der Mutter Erde alle seine Krümmungen".
Seite 511 - Sand werden während eines Sturmes von der Stelle bewegt. Auch unterliegt es keinem Zweifel, daß die Dünen ihre Gestalt dem Winde verdanken. Man kann sich leicht überzeugen, wie jede Unebenheit des Bodens, ein Felsblock, ja ein moderndes Kamelgerippe, ein einzelner Busch, Veranlassung zur Aufwerfung eines Sandhügels bieten. Und hat sich ein solcher Neuling einmal gebildet, so treibt der Wind stets frisches Material herbei. Die Sandkörnchen werden an der Windseite angetrieben, in die Höhe geschoben...
Seite 510 - Im Querschnitt steigt die dem Winde zugekehrte Seite langsam und allmählich an, ihre Oberfläche ist am Fuße, namentlich nach einem Sturme, wellig bewegt, gegen den Gipfel wird die Neigung allmählich steiler, oben ist der Grat haarscharf abgeschnitten. Von da fällt die dem Winde abgekehrte Seite mit so steilem Winkel ab, daß man Stunden, ja halbe Tage lang längs der Dünenkette zu marschieren genötigt ist, um eine Einsenkung aufzusuchen, welche der Karawane das Überschreiten ermöglicht....
Seite 519 - Wandert man von einem Flusse, der sein Bett in den Löß eingeschnitten hat, in einer der Schluchten hinauf, so vereinigen sich bald mit ihr andere Schluchten von rechts und links, kleinere und größere, und in jeder derselben, wenn wir sie verfolgen, kommen wir zu neuen Rissen, und jeder von diesen verzweigt sich gegen seinen Oberlauf mehr und mehr. Steigen wir zu ihrem letzten Anfang hinauf, so...
Seite 129 - Höhe nach den kälteren abfließen, während unten die Luft von den kälteren Gegenden den wärmeren zuströmt. Ein einfaches Beispiel geben uns die Land« und Seewinde, welche man häufig an den Meeresküsten, namentlich aber auf den Inseln wahrnimmt. Einige Stunden nach Sonnenaufgang erhebt sich ein von dem Meere nach der Küste...
Seite 230 - Über die Salinellen von Paterno schreibt Lasaulx: „Die Salinellen sind über einer flachen Terrainwölbung von einigen Morgen Umfang verbreitet und führen einen hellen Schlamm empor, der rings den Boden mit einer zum Teile noch fo weichen Kruste bedeckt, daß man stellenweise tief in dieselbe einsinkt.
Seite 519 - ... man dort einen der gebahnten Wege, so steht man plötzlich am Rande eines dieser tiefen Risse; da man nicht über denselben hinüber kann, so geht man die Spalte entlang aufwärts; aber bald wird der Weg durch eine neue Kluft verstellt, die unter einem schiefen Winkel in die erste einmündet; man folgt ihr und verliert noch mehr die Richtung des beabsichtigten Weges. Dann kommen abermalige Abzweigungen, und wenn man ihnen entlang geht, so ist man bald in dem Gewirre der immer neu hinzukommenden...

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