Meteorologie

Cover
H. W. Schmidt, 1863 - 614 Seiten
 

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Andere Ausgaben - Alle anzeigen

Beliebte Passagen

Seite 543 - Wie aufserordentlich veränderlich sind nicht die Winde in Deutschland I Ich habe indefs doch an ihnen zuweilen eine Art periodischen Gang bemerkt. Es ist folgender: Ich nehme an, es wehe Südwind bei heiterem Wetter. Das Barometer fällt, die Luft trübt sich und es stellt sich Regen ein.
Seite 593 - Die Inseln des grünen Vorgebirges, auf welche mitunter mehrere Jahre kein Tropfen Regen herabfällt, und die Canaren haben, als der Urwald unter der Axt der europäischen Ansiedler fiel oder wie auf den Azoren niedergebrannt wurde, sich immer mehr in nackte Felsen verwandelt, denn mit dem Walde, der sie bekleidete, sind die Regen verschwunden oder seltener geworden, welche, als er noch den Boden beschattete, die Erde tränkten. Aus ähnlichen Gründen versiegten, wie Boussingault von SüdSt.
Seite 543 - Jahreszeit angemessenen höchsten (Jrad; das Barometer fällt, und nun sind wir auf den ersten Punkt zurückgekommen. Es giebt in jedem Jahre mehrere solcher Perioden zu jeder Jahreszeit. Zuweilen dauert die ganze Drehung einige Wochen, zuweilen nur einige Tage. Sehr selten springt der Wind auf einer solchen Tour zurück. Ueberhaupt sind alle Drehungen häufiger bei uns von der linken zur rechten Seite um den Horizont, und überhaupt ist der Südwind am seltensten. Es giebt hier gewifs eine wirkende...
Seite 543 - Das Wetter geht in Strichregen über. Es wird kälter. Noch immer steigt das Barometer und der Wind wird Nord und Nordost. Nun hat das Barometer seinen höchsten Stand erreicht. Der Himmel ist heiter und es herrscht die höchste des Jahres mögliche Kälte. Es wird Ostwind, das Barometer fällt ein wenig. Aber noch bleibt das Wetter heiter. Der Wind dreht sich nach SO. und noch fällt das Barometer. Die Wärme nimmt wieder zu.
Seite 323 - Mächtigkeit den Boden erst im mittleren Europa berühren, und daher dann hier im Kampfe derselben mit nördlichen Strömen das meiste Wasser herabfällt; 2...
Seite 114 - FUSS erbeben, wo durch die Bildung steiler Wände und Gipfel und die Schnee- und Gletschermassen eine bedeutende Depression der Quellengränze bewirkt wird. 5. Die Abnahme der Temperatur mit der Höhe erfolgt nicht nach einer ganz gleichmässigen arithmetischen oder geometrischen Reihe; sie geht langsamer vor sich in den Thälern, als auf freien Abhängen oder Gipfeln, und erfolgt unter gleichen Umständen rascher in...
Seite 541 - ... den Eintritt neuer Kälte, Schnee bei Ostwinden auf eine Milderung derselben. Das Sprüchwort: neuer Schnee, neue Kälte ist dadurch entstanden, dafs es häufiger mit Westwinden schneit als mit Ostwinden. Will man diese Sätze auch für die imregelmäfsigen Veränderungen anw enden, so heifsen sie : Schnee mit fallendem Barometer wird Regen, Regen mit steigendem Barometer wird Schnee.
Seite 541 - Windrose der kältere Wind unten zuerst als schwererer einfällt, der wärmere auf der Ostseite den kälteren von oben herab allmählig aufwickelt, so wird bei dem Regen im Mittel unten ein Wind seyn, dessen barometrischer mittlerer Werth gröfser ist, als der des oben wehenden.
Seite 197 - Theilchen in b bisher fanden, wird daher plötzlich bedeutend vermindert, oder ganz aufgehoben, dh die Richtung bd verändert sich nun schnell in die Richtung bh, der Sturm biegt also plötzlich fast...
Seite 495 - Kämtz (Meteorologie III. 65) andeutet, durch von der Atmosphäre reflectirte rothe Strahlen zu erklären. (Vergleiche z. B. die Beobachtungen vom 11. und 12. Januar.) 6) Gleichzeitig wie die Färbung des Abendhimmels intensiver wird, nimmt diese zweite Färbung der Alpen wieder ab, und wenn die erstere etwa bei 95° Zenithdistanz ihr Maximum erreicht hat, sind die Alpen schon nahe in der eigentlichen Dämmerung verschwunden.

Bibliografische Informationen