Ein Jahrhundert der Illusionen: Ökonomie, Politik und Kultur im 20. Jahrhundert

Cover
BoD – Books on Demand, 2008 - 272 Seiten
Bücher sind etwas Faszinierendes. Selbst wenn man schon ein paar hundert von ihnen gelesen hat, stellt jedes ungelesene, das man in die Hand nimmt, wieder eine Art "Versprechen" dar: auf Unterhaltung, Spannung, Beschäftigung, vielleicht sogar auf Erkenntnisgewinn. Das einzige Problem bei der Angelegenheit ist eigentlich ein ökonomisches: Eine ungeheure Vielfalt an Büchern, fast unbeschränkt viele, steht einer im Vergleich äußerst beschränkten Zeitspanne gegenüber. Für die notwendige Auswahl der Lektüre kann man dann den Aussagen des Verlages folgen - oder aber zunächst eine Rezension des Buches lesen. Rezensenten kommt somit eine Wegweiserfunktion bei der Auswahl von Büchern zu, aber zugleich sind sie so etwas wie ein Gutachter dahingehend, ob das jeweilige "Versprechen" eines Buches auch in der Tat eingehalten wird. Um diese Aufgabe angemessen erfüllen zu können, muss der Rezensent das Buch aber nicht nur lesen, sondern sich auch mit dem Inhalt auseinandersetzen. Beim Verfassen der Buchbesprechung wird dadurch aber zugleich unweigerlich auch dieser Kanon des Rezenten aufgedeckt. Rezensionen, auch und gerade guten Rezensionen, haftet damit nicht nur immer etwas Subjektives an, sondern auch etwas Persönliches. Dies zeigt sich auch bei den hier zusammengeführten Rezensionen von Robert Schediwy: Die Kommentierungen der Bücher sind geprägt von seinen in Studium und beruflicher Tätigkeit erworbenen wirtschaftlichen und juristischen Kenntnissen, beeinflusst von seinem Interesse an der insbesondere österreichischen Geschichte und Politik, geprägt von seiner Faszination im Bereich von Städtebau und Architektur. Das Sieb ist, wie Robert Schediwys Interessen vermuten lassen, ausgesprochen fein geknüpft - und dies ermöglicht eine kompetente Auseinandersetzung mit den gelesenen Büchern. Durch Schediwys Besprechungen, die sein immenses Wissen nicht nur widerspiegeln, sondern zumindest teilweise auch kanalisieren, erhält der Leser seiner Rezensionen nicht nur einen tiefere
 

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