Im Ötztal. Vom Ötzi bis heute.: Eine Reise durch Natur, Geschichte, Kultur und Sagenwelt

Cover
Michael Unterwurzacher, Thomas Bachnetzer
BoD – Books on Demand, 08.08.2013 - 252 Seiten
Das Ötztal ist mit einer Länge von 65 km das längste Quertal der gesamten Ostalpen. Es erstreckt sich von der Einmündung ins Inntal, wo Marillen und Edelkastanien gedeihen, bis in die vergletscherte Hochgebirgswelt der Ötztaler Eisriesen. Der Charakter des Tales ist geprägt von engen und weiteren Talbereichen, Schluchten und Becken. Talstufen gliedern das Ötztal, Bergsturzmassen und Schuttkegel sowie steile Berghänge, flache Ebenen und wasserdurchtoste Seitentäler zeigen den vielfältigen Charakter des Tales. Heute sind weite Teile des Ötztales dem Naturpark Ötztal eingegliedert. Zahlreiche archäologische Fundstellen belegen die Bedeutung des Ötztales bereits vor tausenden von Jahren. Besonders bekannt ist Ötzi, der Mann aus dem Eis, der als ca. 5000 Jahre alte Gletschermumie im Jahr 1991 an der Grenze zu Südtirol am Hauslabjoch gefunden wurde. Die hintersten Talbereiche wurden von Süden her über die unvergletscherten und vergletscherten Übergänge über den Alpenhauptkamm besiedelt. Heute noch werden jedes Jahr tausende Schafe von Süden über den Alpenhauptkamm zur Weide nach Vent und Gurgl getrieben. Katastrophale Gletscherseeausbrüche verwüsteten wiederholt weite Bereiche des Tales, dadurch wurden die Ötztaler gezwungen, abzusiedeln oder zumindest ihre Kinder als Schwabenkinder ins Ausland ziehen zu lassen, um sich dort ihr Leben zu verdienen. Große Bekanntheit erlangte das Tal durch die Landung des Stratosphärenpiloten Auguste Piccard im Jahr 1931 auf dem Gurgler Ferner. Besonders der (Winter)Tourismus mit der Erschließung zahlreicher Hänge, Berge und Gletscher für den Skisport, brachte dem Tal Bekanntheit und Wohlstand, im Gegenzug aber den Verlust zahlreicher Naturlandschaften. Seit alters her bekannt sind die Ötztaler Schwefelquellen, die bei Längenfeld als Bauernbadl und Kurbad genutzt wurden. Seit 2004 existiert in Längenfeld mit dem Aqua Dome die einzige Therme Tirols. Seit jeher spielen im Ötztal Sagen eine bedeutende Rolle. Traditionelle Sagen, die vielfach religiösen, moralischen und auch historischen Hintergrund haben, sind besonders in den hinteren Talgemeinden sehr zahlreich. Aber auch Kunst und Kultur sind im Ötztal sehr lebendig, der Ötztaler Dialekt wurde kürzlich zum immateriellen Welt-Kulturerbe erklärt. Über all diese Themen erzählt das hier vorliegende Buch, das Sie zu einer spannenden Reise durch Natur, Geschichte, Kultur und Sagenwelt dieses faszinierenden Tiroler Tales einladen möchte!
 

Ausgewählte Seiten

Inhalt

Abschnitt 1
14
Abschnitt 2
15
Abschnitt 3
16
Abschnitt 4
17
Abschnitt 5
18
Abschnitt 6
22
Abschnitt 7
36
Abschnitt 8
54
Abschnitt 17
118
Abschnitt 18
125
Abschnitt 19
127
Abschnitt 20
142
Abschnitt 21
143
Abschnitt 22
146
Abschnitt 23
147
Abschnitt 24
155

Abschnitt 9
57
Abschnitt 10
76
Abschnitt 11
77
Abschnitt 12
86
Abschnitt 13
88
Abschnitt 14
89
Abschnitt 15
105
Abschnitt 16
109
Abschnitt 25
158
Abschnitt 26
160
Abschnitt 27
165
Abschnitt 28
182
Abschnitt 29
186
Abschnitt 30
191
Abschnitt 31
209

Andere Ausgaben - Alle anzeigen

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Autoren-Profil (2013)

Michael Unterwurzacher, geboren 1975 in Innsbruck und wohnhaft in Sistrans und bei Salzburg, studierte 1994 bis 1996 Biologie und ab 1995 Geologie und Paläontologie sowie Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck. Nach Abschluss seines Geologiestudiums im Jahr 2001 wechselte er ans Institut für Mineralogie und Petrographie, wo er 2007 mit einem Thema über Tiroler Marmore als historische Werkstoffe promovierte. Sein rechtswissen-schaftliches Studium schloss er 2008 mit einer Arbeit über das „Verschlechterungsverbot in Wasserrecht, Forstrecht und Tiroler Naturschutzrecht“ ab, die 2009 mit einem Preis des Lebensministerium ausgezeichnet wurde. Er verfasste zahlreiche Fachpublikationen in nationalen und internationalen Journalen sowie populärwissenschaftliche Arbeiten. Derzeit ist Michael Unterwurzacher in Salzburg im Fachbereich für Geographie und Geologie als Wissenschaftlicher Assistent sowie in Innsbruck am Institut für Archäologien als Projektmitarbeiter tätig.

Thomas Bachnetzer, geboren 1978 in Innsbruck, absolvierte das Gymnasium am Meinhardinum in Stams und studierte Ur- und Frühgeschichte an der Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck. Er ist Verfasser zahlreicher archäologischer Fachbeiträge, befindet sich derzeit im Doktoratsstudium für Archäologien, Dissertationsgebiet Ur- und Frühgeschichte und ist Projektleiter am Institut für Archäologien der Universität Innsbruck. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der archäologischen Hochgebirgsforschung.

Bibliografische Informationen