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1 7 9.4.

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VORREDE.

Dafa Yorick's empfindsame Reise nicht unter

die leichtesten Bücher gehöre, wird jeder geste

hen, der sie mit Aufmerksamkeit gelesen hat.

Sie gehört zu denjenigen berühmten Schriften, die

wegen des Aufsehens, das fie verdienter Weise

ge

macht haben, häufiger gelesen als verstanden wor.

den sind. Der Grund liegt, wie ich glaube, in

dem falschen Gesichtspunkte, aus dem Viele dieses

Buch betrachtet haben, und zum Theil noch

jetzt betrachten. Es ist kein Buch, welches blos ge

lesen, sondern was wirklich studirt seyn will. Der

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niffe ist, allein der Inhalt desselben ist doch von

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fey, und dass diese Schrift nur alsdann recht ge

fallen könne, wenn sie, wie jedes andere philo.

fophische Buch, deffen Wahrheiten in ein angenehmes Gewand gehüllt sind, nicht blos gelesen,

fondern gehörig durchdacht wird.

Es versteht

fich hierbey, dass der Sinn desselben zwar nicht

fo tief, wie in einer Schrift über einen spekulati

ven Gegenstand liege, aber doch auch keineswe

ges so oben auf schwimme, dass gar keine Ent

wickelung desselben nöthig wäre.

Wer es mit

Auf

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Aufmerksamkeit mehrmahls gelesen hat, und

Interesse an Wahrheit findet und Gefühl für

Schönheit hat, der trift hier einen solchen Schatz

von feinen Bemerkungen über den Menschen und

ausgesucht witzigen Einfällen an, dass er es ge

wiss jedesmahl mit neuem Vergnügen zur Hand

nehmen und den Verfaffer als Meifter in seiner

Art bewundern wird. Und manche Stelle dürfte

dem gefühlvollen Leser eine Thräne eatlocken.

So wie Yorick in andern Dingen originell war,

fo war er es auch in dem Zwecke, den er mit feinen

Reisen verband: „Both his travels and.ob..

fervations are altogether of a different

caf from any of his fore – runners."

Dies sind seine eignen Worte, womit er im 7ten Ca

pitel yon seiner Reise fpricht. Seine Bemerkungen

auf dieser Reise waren also von einem ganz andern

Schlage, als die von andern Reisebeschreibern. Er

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reiste,

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