Joh. Fr. Herbart's sämtliche Werke in chronologischer Reihenfolge, Band 2

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Beliebte Passagen

Seite 178 - Selbst der Heilige des Evangelii muß zuvor mit unserm Ideal der sittlichen Vollkommenheit verglichen werden, ehe man ihn dafür erkennt; auch sagt er von sich selbst: was nennt ihr mich (den ihr sehet) gut, niemand ist gut (das Urbild des Guten) als der einige Gott, (den ihr nicht sehet).
Seite 10 - Und ich gestehe gleich hier, keinen Begriff zu haben von Erziehung ohne Unterricht; so wie ich rückwärts, in dieser Schrift wenigstens, keinen Unterricht anerkenne, der nicht erzieht.
Seite 166 - ... eigentlich aus dem Hauptproblem hervorgeht. Dies letztere bezieht sich auf das, was der Zögling einst werden soll, ein tugendhafter Mann oder ein tugendhaftes Weib; aber schon jetzt, da er noch Knabe oder Mädchen ist, giebt es eine Menge von Dingen in Hinsicht seiner zu besorgen, die da nöthig sein würden, auch wenn an keine Bildung zur Tugend gedacht würde.
Seite 483 - Recht, weil sie das Dasein der Freiheit in einer ihrer eigenen Bestimmungen ist. Wenn vom Gegensatze der Moralität, der Sittlichkeit gegen das Recht gesprochen wird, so ist unter dem Rechte nur das erste formelle der abstrakten Persönlichkeit verstanden. Die Moralität, die Sittlichkeit, das Staatsinteresse ist jedes ein eigentümliches Recht, weil jede dieser Gestalten Bestimmung und Dasein der Freiheit ist.
Seite 169 - Welche Sprache in einer Pädagogik!" declamirt der Recensent, wo ich von Leuten rede, die sich verurtheilt sehn, mit Kindern zu leben. Und welcher Verstand eines Kritikers, rufe ich dagegen, der nicht begreift, dass hier jene unpädagogischen Söldlinge bezeichnet werden, die das edelste Geschäft für eine leidige Notwendigkeit halten.
Seite 60 - Und man muss es, damit die Gefühle sich läutern und Innigkeit gewinnen. Denn das Totalgefühl gegen eine Person, vollends gegen einen Kreis von Personen, ist allemal aus vielen einzelnen Gefühlen zusammengesetzt; — und aus den Gefühlen gegen Andre müssen die Gefühle MIT ihnen erst sorgfältig herausgehoben werden, — damit der Egoismus die Theilnahme wenigstens nicht unbemerkt erdrücke.
Seite 61 - Lehrer allmählich schaffen. — Die ganze Mathematik, mit dem, was ihr vorangeht und folgt — das ganze Aufsteigen durch die Stufen der in Bildung begriffenen Menschheit, von den Alten zu den Neuern — , gehört zum synthetischen Unterricht.
Seite 46 - Staunen zurückgekommen, theilt, verbindet, läuft hin und wieder, verweilt, ruht, erhebt sich von neuem, — es kommt die Betastung, es kommen die übrigen Sinne hinzu, es sammeln sich die Gedanken, die Versuche beginnen, daraus gehen neue Gestalten hervor und wecken neue Gedanken, — - überall ist freies und volles Leben , überall...
Seite 160 - Beim Unterricht giebt es allemal etwas DRITTES, womit Lehrer und Lehrling zugleich beschäftigt sind. Hingegen in allen übrigen Erziehungssorgen liegt dem Erzieher UNMITTELBAR der Zögling im Sinn, als das Wesen, worauf er zu wirken, welches gegen ihn sich passiv ,zu verhalten habe.
Seite 82 - Dafür hat der Lehrplan zu sorgen, indem er für das frühe Knabenalter den Anfang in der griechischen, für das mittlere den Anfang in der römischen , und für das Jünglingsalter die Beschäftigung mit den neuern Sprachen anordnet.

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