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dem blutigen Treffen bei Freiburg gegen den umsichtigen Feldmarschall 1644. Mercy, der meisten Festungen am Rhein bis Mainz bemächtigt hatten, den Krieg nach Bayern. Mercy's Tod und Niederlage bei Allersheim unfern 1645. Nördlingen öffneten den Franzosen den Weg nach Süddeutschland. Besorgt für sein Land, schloß Maximilian zu Ulm mit den Feinden einen Waffenstillstand, trat aber, als Türenne und Wrangel sich entfernt hatten, 1647. wieder auf Desterreiche Seite. Da zogen die beiden Feldherren als Rächer der gebrochenen Treue abermals nach Bayern, nöthigten den Kurfürsten zur Flucht nach Salzburg und straften das Land mit schredlicher Verheerung. „Denn das war nun das Geschic von Deutschland, daß das culturzerstörende Verderben keine Provinz verschonen soute;" jeder Theil suchte den Boden, den er verließ, für den Gegner, der nach ihm kam, unwirthbar zu machen. Schon dachte Wrangel auf einen neuen Zug nach Böhmen, wo der schwedische General Rönigs mark glückliche Fortschritte gemacht und die Kleinseite von Prag erobert hatte, als die Runde von dem Abschluß des westfälischen Frieden 8 24. Oct. die Kriegsunternehmungen beendigte. In Prag, wo der Kampf begonnen, fand er auch sein Ziel.

1659.

1648.

7. Der westfälische Friede und die Folgen des Kriegs. §. 583. Scon seit dem Jahr 1643 wurden zu Osnabrüď (zwischen dem Kaiser und den Katholiken einerseits und den Schweden und Evangelischen andrerseits) und zu Münster (zwischen Deutsdland und Frankreich) Friedensunterhandlungen geführt. Aber theils die hohen Ansprüche Frankreichs und Schwedens, theils das wedselvolle Glück der Waffen, das die Forderungen der Sieger immer höher spannte, theils kleinliche Streitigkeiten über Rang, Titel und Etikette verzögerten den Abschluß des Friedens, den die kriegsmatten Völker mit drohender Verzweiflung forderten *). Als endlid alle Sdwierigkeiten, welche Habsucht, Ehrgeiz, 24. Det. Peidensqaften und falsdhe Staatskunst bereitet, aus dem Wege geräumt waren, vereinigte man sid, über folgende Punkte:

a) Territorialbestimmungen. Frankreid erhielt außer der Bestä= tigung der im sdmalkaldisden Krieg erworbenen Stifter Met, Toul und Verdun (s. 493) den österreichischen Theil des Eljasjes, den Sundgau, Breisad und das Besaßungsredyt von Philippsburg, mußte jedoch den Reichsstädten (wozu das wichtige Straßburg gehörte) und den übrigen unmittelbaren Ständen im Elsaß ihre bisherigen Freiheiten und ihr Verhältniß zum deutschen Reich zusidhern. — S dweden bekam Vorpommern und von Hinterpommern Stettin u. a. Städte, die Insel Rügen, die Stadt Wismar und die Bisthümer Bremen und Verden, aber unter der Oberhoheit des deutschen Reichs, dazu eine Entschädigung von fünf Millionen Thaler. — Der östliche Theil von Hinterpommern wurde Brandenburg zuerfannt, und dieses nod; außerdem mit den Bisthümern Magdeburg, Halberstadt, Minden und Camin entschädigt. Medlenburg erhielt für das verlorne Wismar die Bisthümer Schwerin und Ra te burg; - Sad)sen die Lausitz und vier Magdeburgische Aemter; Hejjen außer einer Geldentíchädigung die Abtei Hersfeld und einige Aemter vom Biathum Minden (Schaumburg). - Bayern blieb im Besitz der Oberpfalz jammt der Kurwürde; – die Unterpfalz mit der neuges dyaffenen adten Kurwürde wurde dem Sohn des geächteten Friedrich - Karl

Ludwig zurüđgegeben. Die übrigen Fürsten und Reichsstände traten in ihren früheren Besitstand und die Schweiz und die Niederlande wurden als selbständige Staaten anerkannt.

*) Frankreichs Sache führte der gewandte, feingebildete Graf d'Ava ur und der geistreiche, aber anmaßende Servien. So weben wurde vertreten von Johann Drents stierna, bem Sohn des Kanzler8, und dem schleichenden Salvius; Desterreich & Ans gelegenheiten besorgte der verständige und einsichtsvolle Graf von Trautmannsdorf, das päpstliche Interesse vertrat Chigi (nadimals Papst Alerander VII.). Frantreidh befolgte eine so selbstsüchtige und treulose Politik, daß d'Avaup einst rieth, „die Religiones streitigkeiten in Deutsøland nicht zu beendigen, um durch solche Schwäche der Einmischung und Eroberung immerbar sicher zu sein“. Maximilian hielt zu Frankreich, dessen Madt er für minder gefährlich hielt als die der Protestanten und S$weben.

g. 584. b) Rechtszustand und Religionsjachen. In Betreff des Staatsrechte 8 wurde festgeseßt: Das Recht der Gefeßgebung, Steuererhebung, Kriegs- und Friedensschlüsse, Adtderklärung u. a. steht den von Kaiser und Ständen gebildeten Reichstagen zu; - die Fürsten besigen Landesbobeit und dürfen Bündnisse unter sich und mit andern Mächten eingehen, nur nicht gegen Kaiser und Reich; - das Reich s kammergericht, vor dem die Klagen der Stände unter sich und mit ihren Unterthanen zur Entscheidung kommen, wird aus Richtern beider Confessionen gleidhmäßig beseßt; auf den Reichstagen haben die Reichsstädte gleiches Stimmrecht mit den Fürsten und wenn bei Berathungen beide Religionstheile ungleicher Meinung sind, soll nichts durch Stim : menmehrheit, sondern durch gütlichen Vergleich entschieden werden. — Hinsichtlich der kirchlichen Angelegenheiten vereinigte man sich nach langen Kämpfen ; dahin, daß der Passauer Vertrag und der Augsburger Religionsfriede 3 den Protestanten bestätigt, der „geistliche Vorbehalt“ aufgehoben und der Friede auch auf die Bekenner der helvetischen Confession ausgedehnt ward. Für den Bez ! figstand der geistlichen Güter wie für das Recht freier Religionsübung wurde das Normaljahr 1624 angenommen. Wie es damals gewesen, folle es bleiben oder werden. Somit wurde dem landes herrlichen Reformationsredits ein Ende gemacht und den drei christlichen Confessionen Religions- und Cultus freiheit und politische Rechtsgleichheit zugesichert. Andersgläubigen ward Hausandacht, Gewissensfreiheit und das Recht freier Auswanderung zugestanden. Seits tem traten die religiösen Interessen hinter die politischen zurüd.

8. 585. Folgen. a) Deutschlands politischer Zustand seit dem westfälisden Frieden. Durch die erwähnten Rechtsbestimmungen fant die kaiserlice Macht immer mehr zu einem Schattenbild herunter, in= 3 deß die einzelnen Landesfürsten zu souveräner Gewalt emporstiegen und alle wich: tigeren Reichsangelegenheiten der Entscheidung des Reichstags anheimfielen, dessen Geschäftegang durch die Vermehrung stimmberechtigter Glieder von : nun an immer schleppender ward. Mit Einschluß der 8 Kurfürsten gab es 240 Reichstagsstimmen, wovon die geistlichen Fürsten 69, die weltlichen Fürsten 96 und die Reichsstädte 61 besaßen; die nicht gefürsteten Prälaten hatten zusammen 2 Stim: men, die sämmtlichen Grafen und Herren 4 Stimmen; die protestantisden Bir schöfe hatten gleich den katholischen Sig und Stimme auf den Reichstagen.) Die ungebührliche Ausdehnung der Geredytfame der Landes herren war das Resultat des Krieges. Denn während desselben waren die Landstände an eine regelmäßige Besteuerung ohne Anfrage gewöhnt worden; nun, ließ man sie fortbestehen; - die Soldtruppen, welche die Landesfürsten wäbuss rend des Kriegs geworben, wurden beibehalten, woraus für den Adel und Bür

gerstand eine Entwöhnung der Waffen, für die Fürsten die Möglichkeit, jeden Widerstand niederzuschlagen, hervorging. Hofräthe, Kanzleien, Hofgerichte und eine Sdaar von Beamten und Sdreibern waren die nächste Folge der fürstlichen Territorialbobeit, wodurch wieder Mehrung der Steuern und Abgaben und Ausdehnung der Scheitsrechte herbeigeführt wurden. Die größtentheils den Landesfürsten zu Gute tommende Säcularisation der geistlichen Stifter trug zur Ausbildung und Hebung dieser Territorialgewalt wesentlich bei. Das deutsche ,, Reich" stellte bald nur noch eine lodere Föderation einzelner territorialer Gewalten dar. „Von den Kurfürstenthümern und Fürstenthümern geistlichen und weltlidhen Ursprungs an bis zu den reichegräflichen, städtischen und ritterschaftlichen Territorien herab bildete fid eine bunte Masse von Gebieten aus mit besonderen Grundgeseßen, eigener Rechtspflege und Polizei, eigenen Steuern, eigenen Kriegsordnungen, mit dem anerfannten Rechte, Krieg zu führen, Frieden zu idyließen und völkerrechtliche Bündnisse einzugehen. Gegenüber dieser so vielfältigen Gliederung, die in dem angebornen Individualismus der deutschen Natur ihre starke Grundlage fand, vermochte Der Grundsatz einer abgeschwächten, mittellosen Einheitsgewalt nur ein unzulängliches Gegengewicht zu üben.“

b) Was Deutschlands religiöse 3 ustände angeht, so war der Sieg, ben die protestantische Kirche aus dem westfälisden Frieden davontrug, zu= nächst kein Gewinn für den freien Glauben. Denn der lebendige und schöpferische Geist, den die Reformatoren der Kirche eingeflößt, wich allmählich einer starten Berehrung des Buchstabens der symbolisden Bücher und einem neuen knechtijden Uutoritätsglauben; eine starre, mit rechthaberischer Heftigkeit verfochtene Orthodorie trat an die Stelle der innern Glaubenswärme und statt des geiftigen Lebens und der schaffenden Seelenthätigkeit des 16. Jahrhunderts herrschte nunmehr ein dürrer Dogmatismus und eine protestantische Scholastik, bis einerseits die Gemüthswelt der Pietisten, anderseits die Speculation der Philo: fophen sie bemeisterten.

c) Für Aderbau, Gewerbfleiß und Handel hatte der dreißigjährige Krieg die nađitheiligsten Folgen. Die Verheerungen der Soldaten hatten ganze Gegenden in Wüsteneien umgewandelt und die heimkehrenden Krieger fanden statt voltreider Städte und blühender Dorfschaften Asdenhaufen und Trümmer und statt Felder und Wiesen – mit Busdhwerk überdectes Haideland. Hatten doch Sdwert, Hungersnoth und Seuchen über die Hälfte der Bevölkerung dahingerafft! Die Stadt Augsburg zählte einst über 90,000 Einwohner; nach dem Krieg schlichen nod 6000 Bewohner durch die weiten stillen Gassen; und wie sah es erst im Norden aus, wo strieg, Pest und feindliche Occupation ganz anders wütheten als im Süden! – und gab aus der Pflug und die Karste dem Boden seine frühere Gestalt und Fruchtbarkeit wieder, Industrie und Handel erlangten nie mehr ihren vorigen Flor. Weder die Auffindung des Seewegs nad Ostindien, noch die Ausbreitung der türkischen Herrschaft über die Levante und die Südküsten des Mittelmeers waren vermögend gewesen, im Reformationsjahrhundert den italienischdeutsden Handel zu vernichten, vielmehr nahm nach dem Abschluß des Augsburger Friedens die Handels- und Gewerbthätigkeit einen neuen Schwung, als der ganze Westen Europa's durch Philipp: II. Religionseifer von blutigen Kriegen heimgejuot war. Nod beherrschte die Hanse den nordischen Handel, bis England und þoland, wo die Reformation neue Lebensthätigkeit geschaffen, ihr über den Kopf wudjen; die Augsburger Kaufleute Fugger und Welser machten Antwerpen, wohin sie übersiedelten, zur glüdlichen Nebenbuhlerin von Lissabon und ließen Handelsschiffe nach Ostindien und Amerika absegeln, bis Alba's Härte den Flor von Antwerpen vernichtete und Handel und Verkehr ihren Siß in Amsterdam

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nahmen. Große Handelsstraßen durchzogen Deutschland von Danzig nach Genua, von Nürnberg nach Lyon; idylesische Leinwand, wollene Tücher und Seidenstoffe wurden in Deutschland fabricirt und dem Auslande mit unermeßlichem Gewinn zugeführt. Allgemeiner Wohlstand war die Folge. Mit der Thätigkeit der Hände hielt die Regsamkeit des Geistes gleichen Schritt. Dies Alles ging durch den dreißigjährigen Krieg zu Grunde. Der Hansebund umfaßte bald nur noch lübed, Hamburg und Bremen, neben welchen Städten blog noch Frankfurt und Leipzig lebhaften Handel trieben; die meisten Reidsstädte wurden almählich ron fürstliden Residenzstädten überholt und verloren ihre Bedeutung; manche gingen ihrer Selbständigkeit verlustig und wurden Landesfürsten unterthan. Die bisherigen Handelswege konnten der Unsicherheit wegen nicht mehr befahren werden, daher wurden die Märkte und Waarenlager verlegt; baar Geld war wenig im Lande und bis die Wunden des Kriege geheilt waren, hatten die Niederlande, England und Frankreich einen zu großen Vorsprung gewonnen. -. Die schöne Cultur des Reformationsjahrhunderts ging unter. Die Kunst verschwand ganz, und in der Literatur verdrängte die Nachahmung fremder Unnatur die nationalen Geistesprodukte. Frankreichs Spradie, Literatur und Moden herríďten von nun an in Deutschland und im übrigen Europa. Geschmadlose Trachten, ge= puderte Haare und Berrüden und die tausend Auswüchse einer unnatürlichen Convenienz galten fortan als Kennzeidien feiner Bildung. Das Spanisde wurde durch das Französische verdrängt, aber auch das altdeutsche Volksthum erlag dem Einfluß des Fremden.

2. Der Norden Europa's. Christine S. 586. Christine von Schweden. Durch Gustav Adolfs Herrscher--1654.

talent und Feldherrngröße nahm Schweden einen mächtigen Aufschwung nad Außen und Innen. Während der Minderjährigkeit seiner Tochter Christine leiteten die fünf höchsten Beamten (worunter Arel Drenstierna und zwei

seiner Verwandten den größten Einfluß besaßen) als Vorsteher des Reid 81632 – 44. raths die Angelegenheiten des Staats zwölf Jahre lang.

Unter diesem Regiment vermehrte der Adel seine ohnedies schon sehr hohen Vorrechte, so daß von der Zeit an eine mächtige Aristofratie mit dem Königthum in stetem Kampfe lag. Befreiung von Steuern und Zöllen, Jagd- und Fischereirecht und Adeinbesig der einträglichen Aemter gehörten zu seinen Privilegien. Der Bauernstand war arm und gedrüdt; die Krone hatte ein geringes Einkommen, das unter Christine noch abnahm, weil diese Fürstin, um ihre Liebe zu Künsten und Wissenfdhaften, wie ihren Hang zu glänzenden Hoffesten und zu verschwenderisder Freigebigkeit zu befriedigen, viele Strongüter verkaufte. Die Besoldungen der Reichsräthe dagegen waren auffallend groß. – Durch Beförderung der Künste und Wissensdaften verlieh übrigens Christine ihrem Lande hohen Glanz. Sie selbst besaß vielseitige Kenntnisse und ging gerne mit Gelehrten um. Darum berief sie aus allen Ländern Männer der Wissenschaft nach Stocholm (Salmasius, Cartesius, Heinsius, Dugo Grotius u. A.). Ihre Bildung war männlid wie ihr Charakter und Wesen, aber ihre Natur fühlte sich in dem rauhen protestantischen Norden nicht heimisch.

Nach einer zehnjährigen selbständigen Regierung entsagte Christine der Krone von Schweden zu Gunsten ihres Vetters farl Gustav, behielt sich

1654.

1654-60.

eine bedeutende Leibrente vor und verließ das Land ihrer Väter. In Innsbrud trat sie feierlich zur katholischen Rirche über, durchreiste dann die Niederlande, Frankreich und Italien und nahm endlich ihren bleibenden Aufenthalt in dem von aller Herrlichkeit der Kunst angefüllten Rom, wo Künstler und Dichter ihr reichliches Lob und Schmeicheleien spendeten. Da ihre Geldbezüge in Stocen kamen, war ihr Alter von Sorgen verbittert. Sie starb im Jahr 1689. Ihre Leiche liegt in der St. Peterskirche. Eitelkeit war der Grundfehler ihrer Natur.

§. 587. Karl X. Durch die Ausdehnung der Steuerfreiheit auf die vom farlo Udel allmählich erworbenen, früher steuerpflichtigen Güter und durch die Verminderung des Kronguts waren bei Christina's Abdankung die königlichen Einfünfte jo zusammengeschmolzen, daß ohne eine übermäßige Belastung des gedrüdten Bauernstandes die Regierungsausgaben nicht bestritten werden konnten. Der Adel mußte fic daher in die Nothwendigkeit fügen, die seit Gustav Adolfs Tod durch Rauf, Lift oder Sdenkung erworbenen Krongüter theils mit, theils ohne Entschädigung wieder berauszugeben. Die Herausgabe war aber sehr unvollständig, daher unter der folgenden Regierung eine gänzliche Rückerstattung aller Krongüter erzwungen ward.

a) Bolenkrieg. Um der beschränkten Königsmacht wenigstens äußern Glanz zu verleihen, suchte der neue König Karl (X.) Gustav von Pfalz-. Zweibrüden (Kleeburg) den schwedischen Kriegsruhm zu erneuern. Zu dem Ende gab er den Einflüsterungen eines verrätherischen polnischen Vicekanzlers Gehör und überzog das von äußern Feinden bedrohte und von innern Factionen zerrissene Polen mit Arieg. Die Weigerung Johann Casimir 8 von Polen, den neuen Schwedenkönig anzuerkennen und die von seinem Vater Sigismund (S. 510) ererbten Ansprüche auf den schwedischen Thron aufzugeben, mußte als schwacher Grund zum Krieg dienen.

Wladislav IV. und sein Bruder und Nachfolger Johann Casimir, die Söhne des schwedischen Sigismund, führten einen blutigen Kampf wider die als lav IV. gewandte Reiter ausgezeichneten Kofaden, die an den Küsten des schwarzen Meers Jobann ein fühnes Freibeuterleben führten, dem Namen nach der polnischen Schußherrlichs Garmir teit unterworfen, in der That aber unter selbstgewählten Häuptlingen (Hetmans) einer wilden Ungebundenheit folgend. Da bejdloß der polnische Reichstag, den Ros fađen das Wahlrecht ihres Hetman zu entreißen und das Land durch polnische Statthalter verwalten zu lassen. Der Drud der fremden Beamten, verbunden mit Religions3 wang, brachte aber das wilde, streitbare Volt bald zur Empörung. Unterstüßt von den Tataren und Russen, erkämpften sie sich Unabhängigkeit von Bolen und begaben sich dann unter die Schußherrlichkeit des Zaars von Mo8tau. A18 Bekenner der griechisden Religion standen sie ohnedies den Russen näher als den römisch-katholischen Polen. Umsonst kehrte der polnische Adel sein Sd;wert gegen die früher oft überwundenen Feinde; die Russen und ihre neuen Bundesges (R

sec (Rosadennosjen behielten den Sieg über Wladislav, der noch vor Beendigung des Kriege: 1647—34. kummervoll ins Grab jank; sie eroberten Smolenst und Kiew und bedrohten Polen im Osten zu derselben Zeit, als der Schwedenkönig mit seinen abgehärteten Truppen und seinen im dreißigjährigen Kriege gebildeten Feldherren siegreich von Norden und Westen vorrüdte.

Die verrätherischen Statthalter (Starosten) von Posen und Kalisch übergaben die ihnen anvertrauten Brovinzen dem schwedischen General Wittenberg.

Polen: Wladia:

1632-48.

tries)

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