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BAEYER u. VILLIGER]; bei Anwendung von konz. HJ entstand innerhalb 4 Tagen ebenfalls ein kristallin. Derivat, ams welchem Sodalsg. nunmehr reines a-Kampfolid (F. 210–211"; [a]p” = –21,8%) abschied. N-Nitroso-ß-kampfidon, CoH«O,N, Gelbe Spiesse aus PAe.; F. 158"; unl. in W.; in organ. Solvenzien schwerer l. als das az-Derivat. – Liefert mit KOH das 3-Kampfolid (V), das in der Hauptmenge bei 266–268° überdestilliert, aber gleich der az-Verb. ein Gemisch von Isomeren, bezw. Polymeren zu sein scheint; mit HBr entstand nichts Kristallisiertes, und auch HJ gab selbst bei langer Einw. ein nur teilweise kristallin. Prod., aus welchem mittels Na,CO2-Lsg. kein gut definiertes Derivat zu erhalten war. – Bei 8-stdg. Kochen von III. mit POC, bildeten sich etwa 80% der Theorie an Di-ß-kampfidonanhydrid, C„H„ON, Kristalle aus Bzl.; F. 144–145°; wl. in W.; ll. in organischen Solvenzien und Mineralsäuren; [czo” = +207,4°; bei der Einw. von Brom auf die Eg.-Lsg. entsteht ein Halogenderivat (orangegelbe Blättchen aus Eg.; F. 196°), aus welchem Aceton das Anhydrid regeneriert; bei der elektrolytischen Reduktion nimmt letzteres 2 Atome H auf. – Da das a-Kampfidon gegen sd. POClg (wie auch gegen H„SO. bei 180° und HCl bei 210°) beständig ist, kann dieses Verhalten zu seiner Reingewinnung aus Gemischen mit der B-Verb. dienen. (Ber. Dtsch. chem. Ges. 38. 3806–12. 25/11. [13/11.] 1905. Würzburg. Chem. Inst. der Univ.) STELZNER.

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Hans Wölbling, Einwirkung von Hydrazin auf 3-Desoxybenzoin-o-carbonsäure, resp. deren Lakton (3-Phenylisocumarin). Bei der Rk. zwischen Aldehyd-, resp. Keton-o-carbonsäuren (I.) oder auch zwischen SS. vom Typus II., resp. deren Laktonen, den Phtaliden (III.), und Hydrazin entstehen nach GABRIEL Phtalazone (IV.). Bes . CH. . X C(: CH. X CH-Ä II. CH.<Ä“ III. CHS. 9“, nutzt man dagegen an Stelle von II. und III. solche Keton-o-carbonsäuren (resp. Laktone) deren Carbonyl durch ein C-Atom vom Benzolring getrennt ist (V., resp. VI), so waren bei analogem Rk.-Verlauf Verbb. mit einem N-haltigen, siebengliedrigen Ring (VII.) zu erwarten. – Diese Voraussetzung hat sich bestätigt: Als

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Julius Schmidt und Fritz Leipprand, Überführung von 4,5-Dinitro- in 4,5Aminooxyphenanthrenchinon. (Studien in der Phenanthrenreihe) XVII. Mitteilung. Bis vor kurzem wurde das Morphin von dem 3,4- oder meso-Morpholin des Phenanthrenchinons (KNoRR, Ber. Dtsch. chem. Ges. 36. 3079; C. 1903. II. 953; vgl. dazu KNoRR u. PsCHoRR, Ber. Dtsch. chem. Ges. 38. 3176; C. 1905. II. 1443) ab

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Julius Schmidt und Karl Bauer, Übergänge von der Phenanthren- in die Fluorenreihe (Studien in der Phenanthrenreihe. XVIII. Mitteilung.). Beim Kochen von Phenanthrenchinon mit wss. KOH oder NaOH entsteht Diphenylenglykolsäure (9-Oxyfluoren-9-carbonsäure, siehe nebenstehende Formel). ) In gleicher Weise haben die Vff jetzt aus nitrierten und 1 __8 bromierten Phenanthrenchinonen die entsprechenden Di9 phenylglykolsäuren erhalten. Diese liefern meist durch HO–C–COOH Einw. von Acetanhydrid bei Ausschluss der Luft unter CO2-Abspaltung die Acetylverb. des entsprechenden Fluorenalkohols, beim Kochen mit Acetanhydrid, W. oder Alkalien in Ggw. von Luft unter CO,-Abspaltung und gleichzeitiger Oxydation das entsprechende Fluorenketon (Fluorenon). Ausser der Darst. unbekannter Fluorenverbb. ermöglichten die Methoden die endgültige Konstitutionsbest. einiger bereits früher beschriebener Derivate. Die Ggw. der Nitrogruppen und wahrscheinlich auch des Br, in dem Phenanthrenchinonen erleichtert die B. von Fluorenderivaten. Bei den Diphenylenglykolsäuren nimmt die Beständigkeit mit dem Vorhandensein von NO2-Gruppen ab. Experimentelles. Bei 20-minutenlangem Erwärmen von 4 g 2-Nitrophenanthrenchinon (SCHMIDT und AUSTIN, Ber. Dtsch. chem. Ges. 36. 3731; C. 1904. I. 35) mit 400 ccm 10% KOH auf 60° und Fällung der so erhaltenen Lsg. mit verd.

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