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mechanischen und biologischen Reinigung von Wasser. Ein äusserer wasserdichter Cylindermantel von etwa 3,60 m lichter Weite und 4,0–5,0 m Höhe aus Backsteinmauerung oder Stampfbeton, auf wasserdichtem Fundament, umgibt mehrere eiserne, verzinkte, fein geschlitzte Röhren, die in ausgesparten Nischen desselben angeordnet sind und eine grösere Anzahl aufrecht- und übereinanderstehender Drainröhren aus Ton u. dgl. umschliessen, welche das rohe W. vorreinigen und durch etwa 0,7 mm offene Schlitze in der metallischen Umhüllung fein verteilt in das eigentliche, nun folgende Filtermaterial (Koks- und dann Sandschicht) gelangen lassen. Ein innerer Cylinder von etwa 1 m lichter Weite ist von zahlreichen, mit feinkörnigem Kies gefüllten Drainrohren wagerecht durchbrochen, die das W., welches in dem zwischen beiden Cylindermänteln enthaltene, oben genannte Filtermaterial gereinigt worden ist, in den Hohlraum des inneren Cylinders gelangen lassen, von dessen Boden es nach Bedarf abfliessen kann. Dabei durchtränkt die Luft vom inneren Cylinder aus durch die zahlreichen Öffnungen ständig das Filtermaterial und steigert dessen reinigende Kraft.

Bibliographie.

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Schluss der Redaktion den 25. Dezember 1905.

Chemisches Central-Blatt.

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1906 Band I. Nr. 3. 17. Januar,

Apparate.

Wilhelm Lenz, Zwei kleine Arbeitsgeräte. 1. Ein Schmelzröhrchenhalter. Die Nachteile der verschiedenen, in der Literatur angegebenen Arten der Befestigung der Schmelzpunktsröhrchen am Thermometer vermeidet Vf, dadurch, dass er den meist verwendeten Gummiring durch eine federnde Metallspirale ersetzt, welche über die Aussenseite eines dünnen, zu einem offenen Ringe gebogenen Bleches von ca. 30 mm Länge u. 10 mm Höhe gespannt ist (vgl. Fig. 9). Dieser Ring wird über das Thermometer geschoben und kann je nach dessen Dicke zusammengedrückt oder erweitert werden. Um den Röhrchen eine senkrechte Stellung zu geben, sind in das Blech, senkrecht zur Länge, 3 Rillen gedrückt, deren konvexe Seite auf der Innenseite des Ringes liegt, und die zur Aufnahme der Röhrchen dienen. Zur Benutzung im Luftbade wird dieses Gerät aus Neusilber, zur Benutzung im Schwefelsäurebade von WARMBRUNN, QUILITZ & Co. in Berlin und von W. C. HERAEUS in Hanau aus federndem Platiniridium hergestellt. – 2. Saugtrichter mit gespanntem Filter. Damit bei der mechanischen Behandlung von Ndd. auf dem Filter dieses glatt gespannt bleibt, besteht der aus Messing hergestellte Trichter aus zwei miteinander verschraubbaren Teilen (vgl. Fig. 10). Der untere Teil trägt an seinem oberen Rande innen eine rechtwinklig ausgedrehte, ringförmige Vertiefung, in die eine ebene, runde Siebplatte aus Messing gut passt. Auf letztere wird das in gleicher Grösse geschnittene Filter u. darüber ein dünner Messingring gelegt. Alsdann wird der obere Teil, der eigentliche Trichter, mit seinem auf den unteren Teil passenden Gewinde aufgeschraubt. (Ber. Dtsch. pharm. Ges. 15. 358–61. [9/11.* 1905.] Berlin.) HAHN.

Fig. 9. Fig. 10.

Alfred Kette, Ein neues Tiegeldreieck (Glühring). Der neue Glühring, der rasch hohe Temperaturen ermöglicht u. die bei anderen Tiegeldreiecken bei hohen Temperaturen sich fühlbar machenden Übelstände nicht zeigt, besteht aus auswechselbaren Prismen und Zwischenstücken von feuerfestem Material, die durch einen ausserhalb des Flammenbereiches liegenden eisernen Ring zusammengehalten werden. Die Art seiner Anwendung ist aus Fig. 11 zu ersehen. Die am Tiegelboden zerX. 1. 12

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stiebenden Flammenstrahlen werden von den Wänden des Glühringes, welcher als Schornstein wirkt, immer wieder zum Tiegel zurückgeworfen, zumal wenn man noch einen „Aufsatzring“ auf den Glühring setzt. Kanten und Ecken der Prismen sind vertauschbar. – Zu beziehen von Dr. BENDER u. Dr. HOBEIN, München. (Chem.Ztg. 29. 1208–9. 22/11. 1905) BLOCH.

E. Haagn, Glühungen im Vakuum mit Hilfe des elektrischen Ofens. Es wird ein Tiegelofen beschrieben, bei dem im Gegensatz zu den Röhrenöfen der Heizwiderstand nicht auf den Ofenkörper aufgelegt, sondern in dessen M. eingebettet und mit diesem gebrannt wird. Der Ofenkörper (vgl. Fig. 12) besteht aus Schamotte,

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ist sehr feuerbeständig und auch gegen grössere Temperaturschwankungen sehr widerstandsfähig. Die Öfen können für jede Spannung bis zu 220 Volt eingerichtet werden und verbrauchen für einen Tiegel von 30 ccm Inhalt bei 1100° nur etwa 300 Watt (Vorschaltwiderstand ist für weniger genaue Temperaturregulierung unnötig). – Zu Veraschungen wird der Tiegel in dem geöffneten Ofen mittels Platindreieck oben eingehängt, zu Glühungen in den geschlossenen Ofen eingestellt. Die für alle analytischen Arbeiten genügende Höchsttemperatur von 1100" wird in 20–25 Min. erreicht. Marmorpulver verbraucht auf dem Gebläse bis zur Gewichtskonstanz ca. 30 Min., im Vakuum bei 40 mm Hg nach der Höchsttemperatur nur 3 Min. – Der Ofen kann auch vorteilhaft verwendet werden bei Glühungen in anderen Gasen als Luft. Vorausbedingung für gute Ökonomie ist dauernder Betrieb. (Chem.-Ztg. 29. 1209. 22/11. 1905. Hanau. Lab. v. W. C. HERAEUs) BLocH.

Heinrich Göckel, Bürette für fehlerfreie Titration in der Wärme und bei Siedetemperatur. Die beschriebene Bürette ist eine Modifikation derjenigen von L. L. DE KoNINCK (Chemische Manipulationen 1897. 26). Das 20–25 cm lange Seitenrohr ist nicht rechtwinklig, sondern schräg nach oben abgebogen, wodurch die Ablesung erleichtert wird. Ferner ist das seitliche Rohr mittels Schliffes mit der Bürette verbunden, und der Hahngriff steht nach links. – Zu beziehen von HEINRICH GÖCKEL, Berlin. (Chem.-Ztg. 29. 1208. 22/11. 1905.) BLOCH.

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Leo Ubbelohde, Automatische Quecksilberluftpumpe mit abgekürzter Quecksilberhöhe. (Mitt. Techn. Vers.-A. Berlin 23. 63–65. – C. 1905. II. 1145.) BLoCH.

Allgemeine und physikalische Chemie.

J. Koenigsberger und W. J. Müller, Über die Grösse der kleinsten optisch und elektromotorisch wirksamen Schicht von Bleisuperoxyd. Die Vff haben (Physikalische Ztschr. 5.413; C. 1904. II. 584) gezeigt, dass die eventuelle Oxydschicht auf passivem Fe dünner als */o Z. sein müsste. Verss. mit PbO, zeigen ihnen, dass man Oxydschichten von Moleküldicke auf Metall noch sicher nachweisen kann, und dass erst eine Schicht von etwa der dreifachen Dicke die normale elektromotorische Wirksamkeit hat. Die Vff scheiden 10 Sekunden lang mittels eines Stromes von 6,25-10T* Amp. aus schwach saurer Pb-Acetatlsg. PbO, auf Pt-Ir-Platten ab und finden eine wahrnehmbare Änderung der ursprünglichen Reflexion (Änderung 0,5%). Das FARADAYsche Gesetz gilt bei so dünnen Schichten auf ca. 5% genau. Für so dünnes PbO, ist nD = 2,2, D. = 9,3. Jene eben noch wahrnehmbare Schicht hatte eine Dicke von 0,84 uu. Es wird gezeigt, dass die Schicht kohärent ist. Ag ist noch in einer Dicke von 0,3 uu wahrzunehmen. PbO, wird bei einer Schichtdicke von ca. 4 uu durch seine Eigenfarbe sichtbar. Die elektromotorische Kraft dünner Schichten von PbO, gegen Pt erreicht erst bei etwa 4,2 uu Dicke ihren normalen Wert, also wenn die Schicht bereits sichtbar ist. A fortiori muss das bei Cr2Os, Fe,O, mit ihrem noch grösseren Brechungsindex der Fall sein. (Physikalische Ztschr. 6.847–49. 1/12. [26/10.] 1905.) W. A. ROTH-Berlin.

J. Koenigsberger u. W. J. Müller, Über kleinste Schichtdicken und Molekulardurchmesser. Die bisher angewendeten Messungsmethoden u. ihre Resultate werden diskutiert, die Werte tabellarisch zusammengestellt. Der Wert 0,84 uu für PbO, (s. vorst. Ref) fügt sich in die bisher gefundenen Werte gut ein. Er ist ein oberer Grenzwert für die minimale Schichtdicke; da aber mit der halben Stromstärke, also der halben PbO2-Menge keine reproduzierbaren Resultate erhalten werden konnten, dürfte der Wert auch den unteren Grenzwert darstellen. Nimmt man nach VAN DER WAALS Kugelgestalt für die Moleküle an und das Molekularvolumen zu einem Drittel des Gesamtvolumens, so berechnet sich ein Molekulardurchmesser von 0,74 uu. (Physikalische Ztschr. 6.849–51. 1/12. 1905) W. A. ROTH-Berlin.

H. Ebert, Über die Aufrechterhaltung des normalen elektrischen Erdfeldes. Vf. hat 1904. die Hypothese aufgestellt (Physikalische Ztschr. 5.135), dass die von den aktiven Substanzen der Erdrinde ionisierte Bodenluft bei ihren Wanderungen durch Spalten u. Hohlräume mehr negative Ionen durch Absorption verliert als positlve, dass sie also –– geladen austritt. Durch Laboratoriumsverss. war die Möglichkeit einer Trennung der Elektrizitäten bewiesen. Schwieriger ist es zu zeigen, dass die Annahme quantitativ genügt, um das normale Erdfeld zu erklären. . Vf, revidiert und rekapituliert seine Berechnungen. Im Kubikmeter Boden nimmt er im Mittel 1000 Ionen an, die Geschwindigkeit der negativen Ionen zu 1,11 × 300 el. stat. Einh., die der positiven zu 0,91 × 300, die Leitfähigkeit der Luft zu ca. 21 × 10T* el. stat. Einh. Die Durchrechnung ergibt tatsächlich Effekte von der erforderlichen Grösse. Das in der Hypothese vorausgesetzte Austreten von Bodenluft kann durch Erwärmung des Bodens, barometrische Unruhe und Sinken des Luftdrucks hervorgerufen werden. (Physikalische Ztschr. 6. 825–28. 1/12. [Oktbr.] 1905. München)

W. A. ROTH-Berlin. C. Fredenhagen, Einige Bemerkungen zur Passivitätsfrage. RUER hat (Z. f.

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