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gehemmt, wenn der Harn von Personen herrührt, die zufällig oder medikamentös mit Hg oder dessen Salzen in Berührung gekommen sind und das Hg resorbiert haben. Auch zugesetztes HgCl, Hg-Albuminat und -Peptonat, in etwas stärkerem Masse noch Sublanin (Hg50,-Äthylendiamin) u. Hydrargyr thymolo-acetic. wirken hemmend, aber sehr viel schwächer als das Hg, das den Organismus passiert hat. Auch zugefügtes CHCl, wirkt hemmend. Diese Erscheinungen können praktisch bei der Unters. von Syphilitikern auf Zucker von Wichtigkeit sein und mahnen zur Vorsicht bei Anwendung der NYLANDERSchen Probe. Da die starke Hemmungswrkg. erst nach längerem innerlichen Gebrauch von Hg auftritt, kann andererseits die Probe dazu dienen, eine Sättigung des Organismus mit Hg zu entdecken. Dieses ist von Bedeutung für Chirurgen und Bakteriologen, die im Beruf viel mit Hg in Berührung kommen. (Ztschr. f. physiol. Ch. 46. 371—75. 20/11. [20/10.) 1905. Frankfurt a. M. Kgl. Inst. f. experim. Therap.)

NEUBERG.

W. A. Puckner, Die Bestimmung des Kaffeīns bei Gegenwart von Acetanilid. Vf. ist nach zahlreichen Vorverss. zu folgender Methode der Best. des Kaffeïns neben Acetanilid gekommen: Ein mit 2 ccm n. H,SO, sauer gemachte, mit W. auf 30 ccm verd. Lsg. von ca. 0,1 g Kaffeïn u. ca. 0,5—1,5 g Acetanilid wird mit fünfmal 20 ccm Chlf. ausgeschüttelt, das Chlf. wird von den Extraktionen nach Filtration durch Asbest auf dem Wasserbade langsam abdestilliert, die Destillationsflasche aber dreht man, wenn kein Chlf. mehr übergeht, bis Kristallisation eintritt, trocknet dann entweder bei 50–60° während 12–24 Stunden oder bei 95—1000 während 2 Stdn. und wägt schliesslich. Jetzt fügt man 50 ccm W. hinzu u. erhitzt langsam zum Kochen. Aus der k. gewordenen Lsg. scheidet sich sicher beim Einimpfen einiger fertigen Kriställchen das Acetanilid ab. Zu der durch einen Wattepfropf filtrierten Lsg. gibt man im ERLENMEYERschen Kolben 1 ccm KJ U.S.P. u. 25 ccm %-n. Jodleg., 25 g Jod und 36 g KJ in 1000 ccm W., u. schüttelt / Stde. lang. Die klare Lsg. wird durch ein Asbestfilter abgegossen, schliesslich auch der Nd. auf das Filter gebracht u. mit 25 ccm 410-n. Jodlsg., der 0,25 ccm HCl zugesetzt sind, ausgewaschen. Mit einer Lsg. von 2g Na-Sulfit in 10 ccm W., die man sich in dem ERLENMEYERschen Kolben hergestellt hat, um auch dort haftende Spuren des gebildeten Kaffeïntrijodids zu lösen, übergiesst man den Nd. auf dem Filter u. fängt die neue Lsg. im Scheidetrichter auf, wäscht mit insgesamt 15 ccm W. nach, schüttelt das Kaffeïn mit fünfmal 10 ccm Chlf. aus und verfährt mit den Extraktionen wie oben, trocknet bei 95-100° während 3 Stdn. und wägt. Das Gewicht des Acetanilids erhält man als Differenz des Gesamt- u. des Kaffeïngewichtes. In 10 Kontrollverss. wurden zwischen 98,0 und 99,1% des vorhandenen Kaffeïns u. zwischen 99,98 und 100,40% Acetanilid gefunden. (Pharmaceut. Review 23. 345 bis 350. November 1905.)

LEIMBACH.

Utz, Beiträge zur Petroleumuntersuchung. Während man mittels der Chlf.-A.Mischung nach dem Vorgange von Rich u. HALPHEN (DINGL. Pol. J. 295) amerikanische von europäischen Petroleumsorten leicht unterscheiden kann, ist es nach Vf. mittels dieses Verf. nicht möglich, russisches, ruinänisches, österreichisches u. galizisches Petroleum als solche zu identifizieren, da letztere Petroleumsorten sämtlich annähernd die gleichen Werte ergeben. Die Löslichkeit der zwischen 150 u. 270° übergehenden Anteile der verschiedenen Petroleumsorten in Chlf.-A.-Mischung ist annähernd gleich der Löslichkeit der betr. Petroleumproben. Selbst die Refraktion der einzelnen Fraktionen (vgl. Vf., Chem. Rev. Fett- u. Harz-Ind. 10. 250; C. 1903. II. 1478) nimmt mit dem Kp. u. der geringen Löslichkeit in Chlf.-A.-Mischung zu. Auch der Brechungsindex der zwischen 150 und 270° übergehenden Fraktionen kommt dem der Ölproben selbst annähernd gleich. Ebenso wie mit der Chlf.-A.

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Mischung kann man durch die Best. der Brechungsindizes der einzelnen Fraktionen entscheiden, ob eine vorliegende Petroleumprobe amerikanischen oder europäischen Ursprungs ist. Dagegen kann man auch mit Hilfe des Refraktometers die einzelnen europäischen Petroleumsorten, wie russisches, rumänisches, galizisches und österreichisches Petroleum, nicht voneinander unterscheiden. (Chem. Rev. Fett- u. HarzInd. 12. 293–96. Dez. 1905. Würzburg.)

ROTH-Breslau.

Technische Chemie.

H. Keil, Versuche, aus Wässern mit hohem Gehalt an kohlensaurem Magnesium bei gleichzeitig hohem Gipsgehalte das kohlensaure Magnesium durch Zusatz von Kalkmilch zu entfernen. Brauwässer, welche im Hektoliter ca. 10 g MgH,(CO3), u. entsprechend viel Gips enthalten, sind für die Bierbereitung zu beanstanden, da sich diese Stoffe, wie quantitative Verss., die in Gemeinschaft mit Deinhardt. u. Hildebrandt ausgeführt wurden, ergaben, fast vollständig miteinander umsetzen u. das entstehende MgSO4 in höchst ungünstiger Weise auf das Bier einwirkt. Um die kohlen sauren Mg- und Ca-Salze aus dem W. zu fällen, kann in der Praxis nur Kalkmilch in Frage kommen. Bei Fällung in der Kälte wurde ein Drittel, in der Warmwasserreserve bei ca. 50° nur ein Viertel der Magnesia gefällt. Wurde das W. erst gekocht, die abgeschiedenen kohlensauren Salze abfiltriert und das Filtrat in der Kälte, bezw. bei 50° gefällt, so wurde in beiden Fällen insgesamt auch nur je ein Drittel des Mg gefällt. Demnach wäre die Fällung ohne vorheriges Kochen in der Kälte am einfachsten, doch ist die Wrkg. zu gering. Man muss vielmehr W. von obiger Zus. mit Kondenswasser von der Dampfkochung verschneiden oder anderes W. verwenden. (Wcbschr. f. Brauerei 22. 665—66. 18/11. 1905. Berlin. Analyt. Lab. d. Versuchs- und Lehranstalt f. Brauerei.)

HAHN.

Oskar Simmersbach, Magnetische Aufbereitung phosphorreicher Eisenerse in den Vereinigten Staaten von Amerika. Vf. beschreibt die elektromagnetische Aufbereitung der phosphorreichen Mineville-Eisensteine von WITHERBEE, SHERMAN & Comp., Port Henry, N.-Y. Die Anlage besteht aus 3 Hauptabteilungen, der Zerkleinerungs-, der Erzscheidungs- und der Wiederaufbereitungsanlage. Aus z. B. 800 t Roberz mit 59,59% Fe und 1,74% P wurden 680 t Aufbereitungsprodd. mit 67,34% Fe und 0,675%, P neben apatitischen Prodd. (je 60 t) mit a) 3,55% Fe und 12,71% P, u. b) 12,14% Fe u. 8,06% P gewonnen, die als Düngemittel Verwendung finden können. In anderen Fällen können die sich ergebenden Abfälle zur Mörtel-, Betonbereitung oder dergl. angewendet werden. Bezüglich der Einrichtung der vier in der Aufbereitungsanlage zur Verwendung kommenden magnetischen Erzscheider, Wenström-, Rowand-Type F-, Ball & Norton- und Wetherill-Type E - Separatoren sei auf das Original verwiesen. (Stahl u. Eisen 25. 1296 – 1300. 15/11. 1905.)

ROTH-Breslau.

Otto Brücke, Tetrachlorkohlenstoff als technisches Fettlösungsmittel. Gegenüber STERN (Chem. Rev. Fett- u. Harz-Ind. 12. 236; C. 1905. II. 1396) weist Vf. darauf hin, dass bei einer Ölsaatextraktionsanlage der höhere Anschaffungspreis einer Apparatur für Tetrachlorkohlenstoff sich weit eher durch die Ersparnisse an Feuerversicherungsprämie ausgeglichen sein wird, als bei einer gleich grossen Knochenextraktionsanlage. Im übrigen führt der Verfasser eine Berechnung an, die er bereits in der Zeitschrift Naphta gegenüber HIRSCH (Seifensiederzeitung 32. 799) aufgestellt hat, und nach der die Arbeitsweise mit CCl, sich selbst unter ungünstigen Verhältnissen besser als mit Bzn. stellt. Allerdings ist durchaus erforderlich, dass

der CCI, von guter Beschaffenheit, u. dass die ganze Apparatur u. Armatur sachgemäss sind. Ein Vorzug des CCI, ist nach Vf. noch, dass derselbe auch aus feuchten Substanzen Öle zu lösen vermag, so dass ein Vortrocknen der feuchten Ölsaaten, Knochen etc. nicht erst nötig ist. (Chem. Rev. Fett- u. Harz-Ind. 12. 299–301.)

ROTH-Breslau.

Frédéric Beverdin, Übersicht der neuen Farbstoffe mit Begug auf ihre Anwendung in der Färberei. Forts. von C. 1905. II. 721. (Mon. scient. [4] 19. II. 881-90. Dez. 1905.)

PRAGER.

J. M. Eder und E. Valenta, Fortschritte und Neuerungen in der Herstellung und Verwendung photographischer Präparate. Ein Überblick über die Arbeiten im Jahre 1904. (Die Chem. Ind. 28. 671–76. 15/11. und 711–16. 1/12. 1905.)

ROTH-Breslau.

W. Schellens, Über das Verhalten von pflanzlichen und tierischen Textilstoffen su Metallsalzlösungen. Vf. untersuchte die Fähigkeit der Fasern, Metallsalze und Hydroxyde aus ihren Lsgg, aufzunehmen. Hierbei treten ähnliche Verhältnisse zu Tage wie bei den Farbstoffen. Es scheinen zwei Vorgänge nebeneinander zu verlaufen: Durch die Kapillaritätswirkung der Fasern wird die Konzentration der Metallsalzlsgg. verringert; die Faser hält einen Teil des gel. Salzes zurück, ohne eine Zerlegung desselben in S. u. Base zu bewirken. Andererseits üben die Fasern eine Fixierungswirkung aus, indem sie bei Behandlung mit Metallsalzlsg. einen * Teil der Base in der Weise aufnehmen, dass sie ohne Anwendung chemischer Agenzien nicht mehr von der Faser zu trennen ist. Vf. benutzte zu seiner Unters. als Fasermaterial Baumwolle, Filtrierpapier, Fruchthaare von Eriodendron anfractuosum, Jute, tierische Wolle u. verschiedene Sorten Seide. Von Metallsalzen wurden angewandt: Eisenchlorid, Eisenacetat, Sublimat, Quecksilbercyanid, Quecksilberacetat, Bleinitrat, Kaliumdichromat, Kaliumnitrat. Bezüglich der in den einzelnen Fällen erhaltenen Zahlenwerte muss auf das Original verwiesen werden. Von den Resultaten der Unters. sei folgendes hervorgehoben. Die Fasern nehmen aus verd. Lsgg. von FeCl, relativ mehr Fe auf, als aus konz., aus alkoh. Lsgg. mehr als aus wss. Logg., aus Eisenacetatlsg. mehr als aus Eisenchloridløg. Die strukturlose Zellulose verhält sich ebenso wie die Baumwollfaser (Watte); dagegen liefert ausgefällte Seide wesentlich kleinere Werte als die Seidenfaser. Quecksilbercyanid, welches bekanntlich kein messbares Leitvermögen besitzt, zeigt auch gegenüber den Fasern ein besonderes Verhalten; es wird wohl absorbiert, aber fast gar nicht fixiert. Die normal dissociierte Quecksilberacetatlsg. lieferte dagegen wieder hohe Absorptionsund Fixationswerte. Bleinitrat wurde von allen Fasern absorbiert, aber nur von Eriodendron, Wolle und Seide, nicht von Watte und Baumwolle, fixiert. Aus Kaliumdichromatlsg. wurde von Eriodendron, Seide, Jute und Wolle Chromoxyd fixiert; Kalium geht nicht mit an die Faser. Kaliumnitrat wird von allen Fasern, wenn auch ungleich schnell, reduziert; am langsamsten reduziert Papierfaser, am schnellsten Seide.

Vf. stellte noch fest, dass Jodlösung zwar auf reine Zellulose ohne Wrkg. ist, dass jedoch von Eriodendron, Seide, Jute, Wolle Jod fixiert wird. (Arch. der Pharm. 243. 617—27. 28/11. [17/10.) 1905. Strassburg.)

PRAGER.

Patente.

Bearbeitet von ULRICH SACHSE.

KI. 32.. Nr. 164 619 vom 9/3. 1904. [6/11. 1905). Jacob Bredel, Höchst a/M., Verfahren zur Erzeugung von Gegenständen aus geschmolzenem Quarz. Um ein Eingehen von Luftblasen in den geschmolzenen Quarz u. ein zu schnelles Abkühlen desselben bei seiner Formgebung zu verhindern, wird das Schmelzgut aus dem Schmelzbehälter durch einen luftleeren Kanal in die ebenfalls luftleere Giessform geleitet. Kanal und Form werden dabei ebenfalls bis auf die Schmelztemperatur des Quarzes beheizt.

Kl. 40.. Nr. 165455 vom 24/3. 1905. [18/11. 1905). Zinkgewinnungs-Gesellschaft m. b. H., Berlin, Verfahren der Zugutemachung ron zinkhaltigen Erzen und Hüttenerzeugnissen. Das geröstete oder ungeröstete Gut wird mit Schwefelsäuren ausgelaugt und das Zink mittels Ätznatrons als Zinkhydroxyd gefällt. Dabei wird in der nach Entfernung dieses Nd. erhaltenen Natriumsulfatlauge durch Behandeln mit Åtzkalk ein Teil des Sulfats wieder in Ätznatron zurückverwandelt, um von neuem zur Fällung frischer Mengen Zinksulfatlauge zu dienen. An Stelle von Ätzkalk kann zur Regenerierung der Ätznatronlauge aus der Natriumsulfatlauge bei genügend kalkhaltigem Gute das geröstete Gut selbst als Kaustisiermittel benutzt werden. Ist das Gut dolomithaltig, 80 wird die bei der Laugung mit Schwefesäure erhaltene Lsg. von Zinksulfat und Magnesiumsulfat so in zwei Teile geteilt, dass der Gehalt an Magnesiumsulfat des einen Teiles dem Zinksulfatgehalt des anderen Teiles möglichst äquivalent ist, worauf der erste Teil mit der Ätznatron-Natriumsulfatlsg. behandelt und der herbei erhaltene Nd. von Zink- und Magnesiumhydroxyd als Fällungsmittel für den zweiten Teil benutzt wird, infolge dessen ein nur wenig Magnesiumhydroxyd enthaltendes Zinkhydroxyd erhalten wird.

KI. 421. Nr. 165512 vom 28/6. 1904. [17/11. 1905). William Henry Bristol, Hoboken (V. St. A.), Kombiniertes Thermoelement besonders zum Messen hoher Temperaturen. Man hat schon zur Verbilligung von aus Platin und Platinlegierungen bestehenden Thermoelementen die Verbindungsleitung zwischen dem teuren Platinelement und dem Messinstrument aus billigem, weniger widerstandsfähigem Metall hergestellt. Bei dem neuen Thermoelement werden nun aus gleichem Grunde die Verbindungsstellen zwischen dem Primärelement und den Leitungsdrähten ziemlich nahe an die h. Lötungsstelle des Primärelements herangebracht, u. es werden die Verhältnisse so gewählt, dass die sekundären Thermoströme, welche durch die Zuführung von Wärme nach den Verbindungestellen zwischen den teuren und billigen Metallen entstehen, einander aufheben und neutralisieren, so dass der Erfolg derselbe ist, als wenn das Primärelement sich einheitlich bis zu den kalten Enden erstreckte.

Kl. 451. Nr. 165354 vom 24/6. 1902. (15/11. 1905). F. Sauer, Potsdam, Verfahren zur Abtötung schädlicher Lebewesen in geschlossenen Räumen unter gleichzeitiger Desinfektion dieser Räume durch Gasgemische. An Stelle der bisherigen Zumischung von giftigen Gasen zu der in den Räumen enthaltenden Luft soll nun letztere durch ein schwereres Gas, welches an der tiefsten Stelle des betreffenden Raumes eingeleitet wird, allmählich nach oben verdrängt werden,

Um gleichzeitig auf mikrobe Krankheitserreger tötend zu wirken, werden dem Verdrängungsgase entsprechende Mengen desinfizierender Gase oder Dämpfe beigemischt.

Kl. 48 b. Nr. 165249 vom 19/8. 1904. [13/11. 1905). (Zus.-Pat. zu Nr. 163544 vom 11/6. 1904; vgl. C. 1905. II. 1704.) Hugo Krieger, Düsseldorf, Vorrichtung zum Entfernen des überflüssigen Zinks aus verzinkten Röhren. Die Vorrichtung des Hauptpatentes wird dahin verbessert, dass der Abstreifstopfen aus mehreren federnd angeordneten Teilen besteht, so dass sich die Asbeststücke, die auf den Armen sitzen, fest an die innere Wandung des Rohres anlegen u. das Zink abstreifen; dabei sind die Asbeststücke auf den Armen entsprechend den verschiedenen Rohrweiten verstellbar.

Kl. 48 b. Nr. 165 977 vom 19/5. 1903. (15/11. 1905). L. Gührs Wwe., Berlin, Verfahren zur Herstellung eines schmelzflüssigen, aluminiumhaltigen Zinkbades zur Erzeugung hochglänzender Zinküberzüge. Zur Herst. von glänzenden Zinküberzügen, die ausserordentlich fest an der Unterlage haften, wird nun ein Zinkbad verwendet, bei dessen Herst. mit dem Zink gleichzeitig ca. 0,5% Aluminium und 0,2% Wismut eingeschmolzen werden. Dabei werden Aluminium u. Wismut zweckmässig in Form einer Zink-Aluminium-Wismutlegierung zur Anwendung gebracht.

KI. 531. Nr. 165 037 vom 11/11. 1904. [4/11. 1905). Willem Jansen Jan Hendrikszoon, S'Gravenhage, Verfahren zur Herstellung einer Oxyhämoglobinlösung. Das Verf. besteht darin, dass eine in bekannter Weise mit Kochsalzlsg. behufs Entfernung der letzten Serumteile centrifugierte Blutkörperchenmasse mit Asbest und W. in einem Schüttelapp. behandelt und hierauf die Oxyhämoglobinlsg. von dem das Stroma zurückhaltenden Asbest durch Filtrieren getrennt wird.

Kl. 78b. Nr. 165 090 vom 13/4. 1904. (10/11. 1905). J. D. Riedel, A.-G., Berlin, Verfahren zur Darstellung der Polythionsäuren und Sulfopolythionsäuren für die Zwecke der Zündholzfabrikation. Die zur Herst. von Zündhölzer - Zündmassen empfohlenen Polythionate u. Sulfopolythionate (Pat. 105061 und 157 424; vgl. C. 1900. I. 494 u. C. 1905. I. 1450) werden nun erhalten, wenn man auf die aus I. Thiosulfaten durch Bariumsalze oder andere als Fällungsmittel brauchbare Salze gefällten Thiosulfate Kupferoxydsalze gemäss der Gleichung:

2 Ba$,0g + Cuso, CuBaS 0 + Baso, einwirken lässt. Geschieht letzteres in Ggw. von fein verteiltem Schwefel, so werden die Sulfopolythionate erhalten.

Kl. 80 b. Nr. 164536 vom 21/9. 1902. [6/11. 1905). Walther Mathesius, Hörde i. W., Verfahren sur Herstellung eines zementartigen hydraulischen Pulvers aus Hochofenschlacke. Die Herst. dieses hydraulischen zementartigen Pulvers geschieht nach Analogie des dem gleichen Erfinder geschützten Verf. zur Zerkleinerung 'und Aufschliessung von Thomasschlacke durch Dämpfen der letzteren (Pat. 137345, Kl. 16) in der Weise, dass nun die erstarrte Hochofenschlacke in geschlossenen Gefässen der Einw. von gespanntem Wasserdampf bis zum Zerfall in Pulverform ausgesetzt wird.

Kl. 85c. Nr. 165414 vom 9/8. 1904. (9/11. 1905). Friedrich Wilhelm Dünkelberg, Wiesbaden, Vorrichtung zur chemischen,

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