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ionisiert. Vf. zeigt, dass ein durch Röntgenstrahlen schon ionisiertes Gas sich ebenso verhält. Bis 400° ist die durch Röntgenstrahlen hervorgerufene Ionisation von der Temperatur (abgesehen von der Dichteänderung des Gases) unabhängig. Daraus folgt zugleich, dass die B. der Ionen durch Röntgenstrahlen von keiner erheblichen Wärmetönung begleitet ist. Die Ionisation eines Gases wächst erheblich, wenn man einen auch nur schwach glühenden Draht hineinbringt. Ist das Gas durch Röntgenstrahlen ionisiert, so superponieren sich die beiden ionisierenden Wrkgg. Die katalytische Wrkg. der glühenden Metalloberfläche ist in nicht ionisierter und in Röntgenluft dieselbe. Eine mit ultraviolettem Licht beleuchtete Funkenstrecke spricht leichter an, doch ist es zweifelhaft, ob die ultravioletten Strahlen eine Herabsetzung des Funkenpotentials bewirken. Vf, zeigt, dass bei Glimmentladung das Entladepotential durch Röntgen- und Kathodenstrahlen herabgesetzt wird. Die Wrkg. der Strahlen ist abhängig vom Volumen zwischen den Elektroden u. vom Druck. Mit zunehmendem Volumen und wachsendem Druck wird die Wrkg. grösser. Vf, gibt eine einfache Theorie dazu. Theoretisch müsste es möglich sein, durch sehr starke sekundäre Ionisation die Entladespannung bis zur Minimalspannung herabzudrücken. Vf, ist fast so weit gelangt. Vf, behandelt die Frage, ob bei der Ionisation durch Röntgenstrahlen primär Elektronen entstehen. Er misst die unselbständigen Ströme in ionisierter Luft von geringem Druck u. versucht an der Hand einer J. J. THOMSONschen Formel einen Aufschluss über die Geschwindigkeiten der beiden Ionenarten zu erhalten. Man hat es bei den Verss. des Vfs. mit negativen Teilchen zu tun, deren Geschwindigkeit ganz beträchtlich grösser ist als die der positiven, wahrscheinlich mit Elektronen. Der Einfluss von Magnetfeldern auf die Erscheinungen stimmt wenigstens mit der Annahme zusammen. Wenn man bisher stets grössere negative als positive Ionengeschwindigkeiten gefunden hat, so kann dieser Unterschied durch eine kleine Zahl freier Elektronen hervorgerufen sein, die durch ihre grosse Geschwindigkeit die Geschwindigkeit der Molionen grösser erscheinen lassen. Vf, beschreibt schliesslich einen Weg, um die Cykloidenbahn eines Elektrons im magnetischen u. elektrischen Felde dem Auge sichtbar zn machen. Auf die vielen interessanten, in der Arbeit beschriebenen Versuchsanordnungen sei hier nur hingewiesen. (Ann. der Physik [4] 19. 333–70. 8/2. 1906. [13/12. 1905.] Würzburg. Phys. Inst. der Univ) W. A. ROTH-Berlin. W. Kaufmann, Über die Konstitution des Elektrons. Genaue Darst. der Versuchsanordnung, Messungsprotokolle, verbesserte Darst. der Theorie der Bahnkurve, Behandlung sonstiger wichtiger hierher gehöriger Fragen und Verbesserung einiger Fehler der Abhandlung, deren Resultate S. 209 mitgeteilt sind. (Ann. der Physik [4] 19. 487–553. 23. [1/1.] Bonn) BLOCH.

A. und R. Hahn, Über Gasdruckmessung. Beschreibung der 3 im Prinzip gleichen, in der Anordnung verschiedenen Messmethoden: Methode der Stauchcylinder (Crusherapp.), der Schnittlängen (Rodmanapp.), der Deformationsenergie (Federapp.). (Ztschr. f. d. ges. Schiess- u. Sprengstoffwesen 1. 70–72. 1/3. Kassel)

BLOCH.

Samuel Edward Sheppard, Die Theorie der alkalischen Entwicklung, mit Beziehung auf die Affinitäten einiger reduzierender Stoffe. Hydroxylamin reduziert in mässigen Konzentrationen 1 Mol. Silbersalz, in sehr grosser Verdünnung dagegen 2 Mol., entsprechend den Gleichungen:

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Bei organischen Reduktionsmitteln, wie Polyphenolen oder Aminophenolen, wurde ein besonderer Fall einer gekoppelten Rk. untersucht, bei welcher die gleichzeitige Anwesenheit der organischen Verb. und von Sulfit die gesamte Oxydation verzögert. Die Dynamik dieser Entwickler wurde eingehend studiert. (Proceedings Chem. Soc. 22. 64. [15/2.*]) SACKUR.

André Broca und Turchini, Photographische Studie über die Dauer der Entladung in einer Crookesschen Röhre. BROCA hatte die Dauer einer Entladung nach einer elektrischen Methode gemessen (S. 891); zur weiteren Prüfung benutzen die Vff. eine photographische, und zwar photographieren sie nicht wie BRUNHEs (S. 989) das Fluoreszenzlicht, sondern eine hinter die Röhre geschaltete, kleine Funkenstrecke unter Anwendung eines rotierenden Spiegels. Die Resultate stimmen mit den früheren überein. (C. r. d. l'Acad. des sciences 142. 445–47. [19/2.*]) SACKUR.

Christian Füchtbauer, Über eine von Kanalstrahlen erzeugte Sekundärstrahlung und über eine Reflexion der Kanalstrahlen. Vf. schloss aus der Verschiedenheit des Kathodenfalles der Glimmentladung im selben Gase bei verschiedenen Kathodenmaterialien, dass die Kanalstrahlen beim Auftreffen auf Metalle eine jeweilig verschieden starke negative Sekundärstrahlung hervorrufen könnten. Er kann diese Sekundärstrahlung mittels eines recht komplizierten App. nachweisen. Bei höheren Spannungen (höherem Vakuum) der Entladungsröhre geben alle Metalle starke negative Sekundärstrahlen. Die Reihenfolge der Metalle ist die der VoLTAschen Spannungsreihe. Bei schwacher Spannung sind nur noch Zn und Al negativ, die edleren Metalle zeigen positive Reflexion, die bei grösseren Spannungen überdeckt wird. – Der störende Einfluss der sekundären, negativen Strahlung auf bisherige Messungen wird gestreift. (Physikalische Ztschr. 7. 153–57. 1/3. 1906. (30/11. 1905.] Würzburg. Physik. Inst. d. Univ.) W. A. ROTH-Berlin.

Josef Pollak, Potentialmessungen im Quecksilberlichtbogen. Vf. beschreibt seinen App. (Hg-Bogenlampe mit Sonde) ausführlich. Die Lampe endet unten in ein offenes, in Hg tauchendes Rohr, in dem ein Vakuum erzeugt wird. Die Sonde ist ein U-förmiges, in einen Pt-Draht endigendes Glasrohr, das durch das Hg von unten eingeführt wird und sich messbar beliebig verschieben lässt. Die Potentialmessungen werden elektrometrisch gemacht. Die Anode besteht aus einem Teller aus reinem Nickel u. ist auf der Rückseite durch Glas vor Starkstromentladungen geschützt; die Kathode ist ein Pt-Draht, der fast bis an die Hg-Oberfläche geführt ist. Dann heftet die weissglühende Stelle, die eigentliche Basis des Lichtbogens, an der Drahtspitze fest und gewährleistet einen konstanten Strom. Beide Elektroden amalgamieren sich stark. Ob sich im App. konstante Verhältnisse eingestellt haben, wird an einem neben dem App. befindlichen Thermometer geprüft, das die Konstanz des Wärmestromes anzeigt. Die Fehlerquellen, die durch die Einführung der Sonde und des Pt-Drahtes entstehen, werden diskutiert. Der Pt-Draht vermindert den Kathodenfall bei den vom Vf. benutzten Stromstärken konstant um */4 Volt. In der „positiven“ Lichtsäule ist das Potentialgefälle vollkommen konstant, ein Überschuss an Ionen eines bestimmten Vorzeichens ist nicht vorhanden. Im dunklen Kathodenraum nimmt der Potentialgradient gegen die Kathode bis nahezu Null ab, ebenso in dem kurzen dunkleren Intervall an der Anode. Unmittelbar an den Elektroden erreicht das Potentialgefälle natürlich seinen Höchstwert. Der Lichtbogen hat eine V-förmige Charakteristik. Der Sitz der Unstetig

keiten im labilen Teil der Charakteristik dürfte lediglich die positive Elektrode sein. Die Entw. der Potentialverteilung während der Zündung des Lichtbogens wird eingehend studiert, speziell der Übergang der geschichteten Entladung in den Lichtbogen. (Ann. der Physik [4] 19. 217–48. 8/2. 1906. [12/11. 1905.] Prag. Deutsche techn. Hochsch.) W. A. ROTH-Berlin.

P. Walden, Über den Zusammenhang zwischen Molekulargrösse und Drehungsvermögen eines gelösten aktiven Körpers. Replik gegen T. S. PATTERsoN (cf. S. 307). Vf, verteidigt die in konz. Lsgg. erhaltenen Mol.-Gewichtsdaten, da die chemische Seite des Lösungsphänomens gerade in den konz. Lsgg. studiert werden muss. PATTERSON erklärt selbst gewisse Abweichungen durch konstitutive Einflüsse. Manche Angriffe PATTERSONs werden haltlos, wenn man den logischen Zusammenhang der Schlussfolgerungen des Vfs. wieder herstellt. PATTERSONs Material für den Beweis, dass zwischen Drehungsvermögen und molekularem Lösungsvolumen ein enger Zusammenhang besteht, genügt nicht. Die Behauptungen des Vfs. und PATTERSONs führen auf dasselbe hinaus, da Mol.-Gew. und molekulares Lösungsvolumen eng verknüpft sind.

Vf, gibt schliesslich das vollständige Material für die strittigen Mol.-Gewichtsbestst. und Drehungsvermögen an. Weinsäuredimethylester, Weinsäurediäthylester, Äpfelsäuredimethylester, Äpfelsäurediäthylester und Acetyläpfelsäuredimethylester in je 5–6 Lösungsmitteln. Abgesehen von den Benzollsgg. werden die Mol.-Geww. mit zunehmender Konzentration kleiner, so dass sie sogar unter den n. Wert sinken. In endlichen Konzentrationen gehen den Änderungen der Molekulargrösse des gel. aktiven Stoffes gleichzeitig Änderungen der Drehungsgrösse parallel. Doch können die Änderungen das gleiche oder das entgegengesetzte Vorzeichen haben. Extrapoliert man auf unendliche Verdünnung, so lassen sich die Werte für das Mol.Gew. ihrer Grösse nach in eine Reihe ordnen, die für alle 5 Ester konstant bleibt: Bzl. –>- Essigester –- Methylalkohol –?- Aceton (Chlf). In dieselbe Reihenfolge ordnen sich auch die zugehörigen Drehungsgrössen ein. Der Zunahme des Mol.-Gew. steht also auch eine Zunahme der Rotation gegenüber. Beim Acetyläpfelsäuredimethylester geht der Zunahme des Mol.-Gew. eine Abnahme der [a]-Werte parallel. Die mit der Zunahme der Molekulargrössen verknüpfte Änderung der Rotationsgrössen vollzieht sich in allen Fällen in dem Sinne, dass die [a]-Werte in Lsg. sich denen für den ungel. Körper nähern. Dieser Zusammenhang zwischen Molekulargrösse und Rotation ist qualitativer Natur; die Zahlenwerte für beide Eigenschaften sind nicht proportional. Chlf als Lösungsmittel weist Disharmonien auf u. nimmt eine Sonderstellung ein. Vf, schliesst, dass die behauptete Wechselbeziehung zwischen Molekulargrösse und Drehungsvermögen sowohl in konz. wie in verd. Lsgg. sicherlich vorhanden ist. (Ber. Dtsch. chem. Ges. 39. 658–76. 24/2. [6/2.] Riga. Polytechnikum.) W. A. ROTH-Berlin.

Gaiffe, Über ein Verfahren zur Messung der Gesamtmenge von X-Strahlen, die in einer gegebenen Zeit ausgesandt werden. Zur Dosierung von Röntgenstrahlen hat man bisher Pastillen benutzt, welche durch die Strahlen gefärbt wurden, u. hat sie nach deren Einw. mit einer empirischen Farbenskala verglichen. Diese Methode ist unbequem und ungenau. Zur Messung der Strahlen eignet sich besser die Tatsache, dass das Leuchtvermögen mancher fluoreszierender Stoffe, z. B. von Bariumplatincyanür, durch die Strahlen vermindert wird. Schaltet man zwischen die Strahlenquelle und einem solchen Stoff nur unvollkommen durchlässige Hüllen so ein, dass sie einen Teil desselben schützen, so wird die Leuchtkraft des nicht geschützten Teiles abnehmen. Andererseits wird der geschützte Teil infolge der Absorption der Strahlen weniger leuchten, so dass man unter geeigneten Umständen

gleichmässige Helligkeit erhält. Durch Abstimmen dieser Hüllen kann man auf diesen Zustand gleichmässiger Helligkeit einstellen und hat dann in der Durchlässigkeit und Dicke der Hüllen ein Mass für die Stärke der X-Strahlen. (C. r. d. l'Acad. des sciences 142. 447–48. [19/2.*]) SACKUR.

H. Geitel, Über die spontane Ionisierung der Luft und anderer Gase. Die Frage nach dem Zusammenhange zwischen der ständigen Ionisierung der Gase und den jeweiligen physikalischen Bedingungen, denen die Gase unterworfen sind, ist noch nicht völlig ausreichend beantwortet. Die Ionisierung der Luft wächst mit der Zeit langsam zu einem Grenzwert; das erinnert an die Wirkung radioaktiver Emanationen. Höhlenluft oder stagnierende Luft aus anderen unterirdischen Räumen von konstanter Temperatur zeigt Werte, die weit über den künstlich erhaltenen Grenzwerten liegen, namentlich Luft aus Poren. Dabei konnte Radioaktivität als Ursache der Ionisation deutlich nachgewiesen werden. Minimale Ra-Spuren sind auf der Erde allgemein verbreitet. Eine Emanation, die der der Thorpräparate identisch ist, ist ebenfalls oft gefunden, ohne dass ihr Ursprung aus Th selbst sicher festgestellt ist. Da die Emanationen von Th u. Aktinium sehr kurzlebig sind, sind sie bisher nur am Boden u. in der Bodenluft nachgewiesen. Die Frage wird ausführlich ventiliert, ob sich der Vorgang der Elektrizitätszerstreuung der Luft auf solche allgegenwärtige Strahlungen quantitativ zurückführen lässt. Die einschlägigen Unterss. werden kritisch durchgesprochen. Die Verss. von ELSTER und GETTEL im Salzbergwerk Hedwigsburg (Physikalische Ztschr. 6. 733; C. 1905. II. 1770) scheinen dafür zu sprechen. So ist Frau CURIEs Annahme – eine den ganzen Weltraum durchdringende Strahlung als Energiequelle für die radioaktiven Erscheinungen – umgekehrt worden. Genaue Messungen werden erschwert durch die lange Nachwrkg. radioaktiver Präparate und einen eventuellen kleinen Gehalt der Instrumentmaterialien an Radioaktivität. Für die Existenz anderer als der schon bekannten aktiven Emanationen besteht bisher kein sicheres Anzeichen. Verschiedene Metalle ioniseren die Luft in ihrer Nähe verschieden, ob durch eigene Strahlung oder durch Beeinflussung vorhandener Strahlungen, ist unentschieden. Manche Beobachtungen (z. B. WooD und CAMPBELL) sprechen für erstere Annahme. Die Ionisierung der Luft scheint eine lineare Funktion des Druckes zu sein. Beim Ersatz der Luft durch ein anderes Gas ist die Ionisierung im grossen u. ganzen der D. proportional gefunden worden. Bis zum Eintritt der glühelektrischen Erscheinungen (ca. 450°) scheint die n. Ionisierung der Luft keine Temperaturfunktion zu sein. – Bis jetzt kann man die spontane Ionisierung der Gase noch nicht vollständig in das Gebiet der Radioaktivität verweisen. Auf dem Gebiete der Eigenstrahlung der Materie werden noch immer neue Erscheinungen aufgefunden. Die zunehmende Verbreitung starker Ra-Präparate hindert eine genaue Messung der spontanen Ionisierung. (Ber. Dtsch. phys. Ges. 4. 23–38. 152. [26/1.*] Wolfenbüttel-Berlin) W. A. RoTH-Berlin.

Anorganische Chemie.

N. A. Hesehus, Über die Lichtempfindlichkeit des Selens. Sechste Mitteilung. (Cf. S. 731) Vf, weist nochmals auf die Übereinstimmung zwischen seiner Theorie und RUHMERs Resultaten hin; er gibt ein einfaches Mittel an, weiches und hartes Se schnell zu unterscheiden (Best. der relativen Änderung der Leitfähigkeit bei 4–5 Lux). Starkes Licht verändert beide Modifikationen temporär. Die Lichtnachwrkgg. werden behandelt. Die Dauer der Rückkehr zum ursprünglichen Zustande hängt direkt von der Dauer der vorherigen Einw. ab. Die Erschütterung ist auf die Nachwrkg. von grossem Einfluss. Die Lichteinwirkung wird durch das

Se selbst, nicht durch Selenide verursacht. Es handelt sich um eine allotropische Dissociation des Se. Wirkt eine grössere Lichtmenge auf das Se ein, so verbreitet sie sich in grössere Tiefen und verstärkt die Dissociation. Vf, versucht, die Verhältnisse mathematisch zu formulieren. (Physikalische Ztschr. 7. 163–68. 1/3. [6/1.] St. Petersburg. Technol. Inst) W. A. ROTH-Berlin.

Arciero Bernini, Über die spezifische Wärme und die latente Schmelzwärme des Kaliums und des Natriums. Die spezifische Wärme des Li steigt mit der Temperatur schneller, als es beim Na und K der Fall ist, und ist oberhalb 100° grösser als die des W. Vf. arbeitet mit einem BUNSENschen Eiskalorimeter, das keinen Gang zeigt, da er es in ein von Eis umgebenes Gefäss voll W. taucht. Vf. schmilzt die Metalle unter Vaselinöl und saugt es in lange von H, durchspülte, dünnwandige Glasgefässe, deren spezifische Wärme genau festgestellt wird. Sie

steigt rasch mit der Temperatur. Vf, findet folgende Zahlen für folgende spezifische Wärmen:

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Die latenten Schmelzwärmen betragen danach für K 13,61, für Na 17,75 Kal. (Physikalische Ztschr. 7. 168–72. 1/3. 1906. [14/11. 1905.] Bologna. Phys. Inst. d. Univ.) W. A. ROTH-Berlin.

Fréd. Wallerant, Polymorphismus und Isomorphismus der Alkalinitrate. Vf. berichtet ausführlich über seine Kristallisationsverss. mit reinen und gemischten Alkalinitraten. Bezüglich der allgemeinen Schlussfolgerungen muss auf das Original verwiesen werden, über die wichtigeren Details ist bereits S. 727, 732 und 900 berichtet worden. (Bull. Soc. franç. Minéral. 28. 311–74. Dez. 1905.) HAzARD.

L. Stibing, Mischkristalle von K„SO. und K., CrO. Das Salzpaar wurde gewählt, weil es leicht und gut kristallisiert, und analoge Winkel dabei ziemlich grosse Verschiedenheiten zeigen. Die rhombisch-bipyramidalen K„SO.-reichen Kristalle waren gut ausgebildet, gross und durchsichtig. Sie verschlechterten sich mit der Zunahme des K„CrO2-Gehaltes, waren bei 40 Mol.-% des letzteren klein, verzerrt und schon denen des K„CrO. ähnlich, um dann wieder grösser und besser ausgebildet zu werden. Die Unterss. der Zus, D.D. und der topischen Parameter führten zu dem Ergebnis, dass kein konstantes Verhältnis zwischen Gehalt an K„CrO. der Mischkristalle und der Grösse der topischen Achsen besteht, dass man daher die topischen Achsen von Mischkristallen aus den Endgliedern, wie die der D.D., nicht mit der einfachen Mischungsformel berechnen kann. (Z. f. Kristall. 41. 611–24. 23/2. St. Petersburg) ETZOLD.

J. 0. Rosenberg, Über die Nitrososchwefeleisenverbindungen und ihr Verhalten zu den Nitroprussiden. II. Serie. (Vergl. Vf. Bihang till K. Svenska Vet. Akad. handlingar 5. Nr. 2 (1877), auch Atti R. Accad. dei Lincei Roma [5] 14. I. 28; C. 1905. I. 1129) Die von RoUssIN aus „Binitrososulfure de fer“ dargestellten

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