Archiv für wissenschaftliche Kunde von Russland, Band 14

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Adolph Erman
G. Reimer, 1855
 

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Beliebte Passagen

Seite 618 - ... ein Drittheil erreicht hat. Mir scheint, dafs in dieser Furche, wenn nicht bleibend, doch sehr gewöhnlich, eine Strömung von SW. nach NO. herrscht, denn die Schiffe legen den Weg von dem Hafen (der nicht an der äufsersten Spitze selbst, sondern SSW. von ihm liegt), nach der Spitze (Ibischtsche) gewöhnlich schneller zurück, als umgekehrt von der Spitze nach dem Hafen. Eine solche Strömung erscheint aber auch höchst wahrscheinlich, weil der Verlust, den das Wasser in der Osthälfte des nördlichen...
Seite 614 - Seehunds -Inseln erhebt sich der Boden wieder zu einer weit ausgedehnten Untiefe, auf welcher die Thätigkeit des Meeres allmälig die Inseln neuer und neuester Bildung Kulaly, Morskoi, Swiatoi und Podgornyi erzeugt hat. Schreitet man aber von der...
Seite 614 - Ustjurt zufliefst, nach der Versicherung des Herrn Nikolskji, ziemlich stark bittersalzig sein. Der kleinen Busen, die in Abtrennung begriffen sein mögen, um Salzseen zu bilden, wollen wir gar nicht gedenken. Im Süden haben wir dagegen zwei...
Seite 615 - Wolga, des Terek, des Ural und der Emba aufnimmt, so enthält es nur ein brakisches, an der Nordküste fast ungesalzenes Wasser, dessen allmälige Zunahme an Bitterkeit und Salzgehalt nach Osten erst dann gehörig bekannt sein wird, wenn die Wasserproben, die Herr5emenow mitgebracht hat, untersucht sein werden.
Seite 614 - Wenn man nun eine fast parabolische Bogenlinie, deren Scheitel gegen die Wolga gerichtet ist, von dem Agrachanschen Vorgebirge nach Osten hinüberzieht, nicht nach dem Vorgebirge Tjuk-Karagan selbst, wie gewöhnlich angegeben wird, sondern auf ein...
Seite 617 - Niveau's dabei mitwirkt , möchte ich bei einer ändern Gelegenheit besprechen, da diese Frage nach meiner Meinung nur sehr speciell behandelt werden sollte. Im flachen Becken ist das Wasser weit ins Meer hinein trübe, von den in ihm schwebenden Beimischungen , ja im Westen reicht die Trübung bis zum Agrachan'schen Vorgebirge , im Osten aber lange nicht so weit. In der Mitte scheint die Trübung ziemlich genau am Rande der unten näher bezeichneten Muschelbank aufzuhören, oder in der Gegend, wo...
Seite 615 - Gränze zwischen ihnen ist da, wo das Meer am meisten verengt ist, zwischen dem Apscheronschen und dem Krasnowodskischen Vorgebirge. Man...
Seite 613 - Karten, sonst auch Kaidak genannt, nach allen Nachrichten, die wir in Nowo-Petrowsk einzogen, ein sehr scharfes, bitteres oder bittersalziges Wasser enthalten. Aber auch der breitere Theil des Meeres selbst, von dem der Kara-Su abgeht, der Mertwyi-Kultuk mag ein eigenes Wasser enthalten, wenn es wahr ist, was die Fischer und die ehemaligen Bewohner der Festung Nowo-Alexandrowsk behaupten, dafs hier gar keine Fische vorkommen. „Gar keine Fische...
Seite 617 - Gegend, wo die äufserst geringe Senkung des nördlichen Saumes etwas mehr zunimmt. Von hier an wird das Wasser durchsichtig und schön seladon-grün. Füge ich noch hinzu, dafs das flache Becken überall von flachen Steppenländern umgeben ist, mit alleiniger Ausnahme des Ueberganges von Mertwyi Kultuk in den Kara-Su, in der Gegend der ehemaligen Festung Nowo-Alexandrowsk, wo der hohe Ustjurt nahe zum Kaspischen Meere vortritt, das tiefe Becken aber meist hohe Uferländar, hie und da mit schmalem...
Seite 629 - Muschelgestöber mit feinem Sande, als ich den Abstand der Wasserfläche des Brunnens von der Latte mafs und mufste eilen, die gemachte Oeffnung zu schliefsen, um den Brunnen nicht verschütten zu lassen. Grobe Sandkörner scheinen nicht so hoch gehoben zu werden. Dieses seltsame Muschelgestöber erinnerte mich, dafs man in diesem Lande, wo alles an die Vergangenheit mahnt, zuweilen auch von vorweltlichen...

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