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Die Verschiedenartigkeit der zu bezeichnenden Personen und Verhältnisse machte die Anwendung gedruckter oder in Kupfer gestochener Kartenblankets umständlich und schwierig, wenn auch solche in allgemeinen Umrissen möglich waren. Der schwierigste Uebelstand war, daß für jeden Agenten ein eigener Zeichner nothwendig und somit die Wissenschaft Dritter unvermeidlich wurde. Vergennes nahm daher seine Zuflucht zu einer andern unverdächtigern Methode, bei welcher alles Decorative beseitigt und das Nöthige blos durch Chiffern ausgedrückt wurde, wodurch die Schrift viel unverfänglicher erschien, ohne auch nur ein Minimum von dem dadurch bezweckten Verrathe einzubüßen. Die Methode war einfach folgende: Die Statur wird durch ein N ausgedrückt, welches wie die Abbreviatur von Numero oben in die linke Ecke des Billets gesetzt wird. Ein großes N bedeutet groß, ein kleineres N mittelgroß, n klein, und n drückt die Unbekanntschaft mit der Größe der Person aus. - Ist der Inhaber der Karte verheirathet, so werden durch das N zwei horizontale Striche gezogen. Bei Unverheiratheten bleiben die Striche weg. Weiß man nicht, ob der Inhaber verheirathet ist, so wird hinter das Nein o gesetzt, also No. Die Vermuthung der Verheirathung wird gleichfalls durch No. ausgedrückt, bei welchem jedoch das N mit zwei horizontalen Strichen durchzogen ist. Das Tragen einer Perrüke wird durch das Zeichen unter dem N angezeigt. Das eigene Haar wird durch das Zeichen –– unter dem N angedeutet. Steht das N ohne eins dieser beiden Zeichen, so weiß der Aussteller nichts Bestimmtes über das Haar zu sagen. Die Landsmannschaft wird durch Zahlen 1 bis 40 nach der im vorigen Kapitel aufgeführten Ordnung bezeichnet. Von 10 an werden die Zahlen dicht aneinander gesetzt, sodaß kein Zweifel über ihre Zusammengehörigkeit entstehen darf. Das Alter wird durch die nachfolgenden Zahlen ausgedrückt: 1 bedeutet bis 25 Jahre; 2 bis 30 Jahre; 3 bis 35 Jahre; 4 bis 40 Jahre; 5 bis 45 Jahre; 6 bis 50 Jahre; 7 bis 55 Jahre; 8 bis 60 Jahre; 9 bis über 60 Jahre. Die innern und äußern Eigenschaften werden durch einen Rechnungsbruch ausgedrückt. Der Bruch sowol im Zähler wie im Renner hat stets vier Zahlenstellen. Durch den Zähler werden die innern, durch den Nenner die äußern Eigenschaften ausgedrückt.

a) Zähler. Die erste Zahl (auf der Stelle der Tausende) bezeichnet die Geisteskraft, und zwar: 5 oder 9 viel Einsicht, 2 oder 6 wenig Einsicht, 3 oder 7 dumm, 4 oder 8 närrisch, 1 bedeutet unbekannt. Die zweite Zahl (auf der Stelle der Hunderte) bezeichnet die Sinnesart: 1 oder 3 oder 5 oder 7 oder 9 bedeutet leichtfertig, 2 oder 4 oder 6 oder 8 bedeutet gesetzt, 0 bedeutet unbekannt. Die dritte Zahl (auf der Stelle der Zehner) bezeichnet die Hauptleidenschaft, und zwar: 4 oder 7. oder 5 verliebt, 3 oder 8 oder 1 trunksüchtig, 2 oder 6 oder 9 dem Spiel ergeben, O unbekannt. Die vierte Zahl (auf der Stelle der Einer) bezeichnet die Vermögensverhältnisse, und zwar: 1 oder 3 oder 6 reich, 4 oder 7 oder 5 nicht arm,

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