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1) Vgl. Th. I, S. 50, Note 1.

2) Vgl. Graff, „ Althochdeutscher Sprachschatz“, I, 841 und 842, und Maßmann, Reg. 256; Schmeller, IV, 52 und 69; Schmid, S. 525; Schwenck, S. 721 und 723; Frisch, S. 438; Wackernagel unter walch (DLXXI) und wëlch, wölch (DLXXXI), welhisch (DLXXXII), und die vielen citirten Belege; Adelung, „Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart. Mit Soltaus Beiträgen und Schönbergers Berichtigungen“ (Wien 1811), IV, 1370 und 1339, unter wälsch und wahle. Vgl. unten das Wörterbuch des Gauners Andreas Hempel von 1687.

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1) Schmid, a. a. O., S. 111, hat noch überdies walapauz, welches er aus welsch und butz zusammengesetzt sein läßt und aus den longobardischen Gesetzen allgemein anführt ohne Nachweis- Das walapauz habe ich dort nicht finden können; was bedeutet aber das waluurst (Herold: Vultuurfo, Lindenbrog: Wultworf, Vualuuoft) des Kap. V, Tit. VII der Lex Bajuvariorum? (Georgisch, „Corpus juris Germanici“, S. 284.) Das discriminalia deutet auf einen mit Heftnadeln befestigten Kopfputz der Jungfrauen. Etwa welscher Kopfpus? Ferner ebendas. Kap. III, Tit. XVIII (Georgisch, S. 319) walaraupa (Herold: walaurapa), das jedenfalls ein Todtengewand sein muß. Schmeller, a. a. O., III, 119, 24, hat in der Reihe rap, rap: der Rupfen (hrop, hropwyrc), Wocken, Werch, Leinwand aus Werch, wobei er alte Belege anführt, welche alle auf groben Leinenstoff deuten. Sollte demnach walaraupa grobes welsches Leinen sein?

2) Gesner, „Mithridates“, Fol. 81.

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1) Die vielen Misbräuche bei dem 1146 von Konrad III. errichteten, 1572 neu organisirten katserlichen Hofgericht, dessen Aussprüche niemals Ansehen gewonnen haben, waren es, welche schon bei den westfälischen Friedensverhandlungen und spätern Gelegenheiten seine Aufhebung zur Sprache brachten, bis Rottweil 1802 an Würtemberg kam und bald darauf das Hofgericht eingezogen wurde. Aber im „stilus curiae“, der wahren maccaronischen deutschen Prosa, hatte das Hofgericht vor keinem andern Hof- oder Reichsgericht etwas voraus. Wenn auch die Volkspoesie des 15. Jahrhunderts und Luther's Sprachheldenschaft der deutschen Sprache den vollständigsten Sieg über die römische Rechtssprache erkämpft hatten, so blieben doch gerade in der deutschen Gerichtssprache unzählige lateinische Floskeln zurück, welche, wie unsere modernen Nipp- und Rococofiguren, auf allen Börtern der Archive und Gerichtsstuben in seltsamster Gruppirung aufgestellt sind und wie neckische Kobolde mit lächerlichen Fratzen überall umherspringen und die herrliche reiche deutsche Sprache verhöhnen. Wie hat sich der deutsche Jurist zu hüten, wenn er deutsch schreiben will!

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1) Vgl. Wirnt von Gravenberch, „Wigalois, der Ritter mit dem Rade“, V. 2762, 3332, 3477.

2) Vgl. Schwenck, S. 307, Kauder; Frisch, a. a. O. und S. 532 unter Ketter: Schmid, a. a. O., S. 307, woselbst noch Kauderer, Flachsschwinger, Fachshändler. Vgl. noch daselbst faudern, verbotenen Handel treiben, und frarflich, verdrießlich, mürrisch sein. Damit scheint das niederd. 'küten zusammenzuhangen, namentlich in der Composition füt büten (büten, tauschen), cm versteckten Tauschhandel, namentlich der Kinder in der Schule mit allerlei karralien aus der Tasche.

(1555) und der spätere Herausgeber Kaspar Waser (1610), obschon in letzterer Ausgabe, Fol. 72", eine Sprachprobe aus dem „vernaculus Rhaetorum sermo“ gegeben wird, „quem ipsi vulgo Romanum appellant (ut et suum Sabaudi) nostri Churweltsch“, aus welcher man eine ganz eigenthümlich lotterige Vermengung provenzalischer und italienischer Wurzeln und Flerionen durcheinander wahrnimmt. Im „Mithridat“, a. a. O., wird die graubündtner Sprache ein sermo Italicus omnium corruptissimus genannt und gesagt, daß bis dahin noch keine Literatur in diesem Jargon eristirt habe. Doch wird dabei des Graubündtners Jakob Bifrons erwähnt, „qui hanc linguam scriptis illustrare et publi

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1) „Die Sprachen Europas in systematischer Uebersicht“ (Bonn 1850), S. 187.

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