Abbildungen der Seite
PDF
[ocr errors]

insbesondere zur Geschichte des deutschen Strafrechts“ (Tübingen 1845) die erste Abhandlung: Die Femgerichte des Mittelalters, S. 3–38, und die Ercurse dazu S. 113–244, insbesondere die Quellen S. 113. 1) Wächter, a. a. O., S. 8, 175. 2) Vgl. die verschiedenen Ansichten von Klüber, Möser, von Lang, Wigand und Berck bei Wächter, a. a. O., S. 178 und 179. 3) „Das Femgericht Westfalens. Aus den Quellen dargestellt“ (Hamm 1825), S. 276 4) Wächter, a. a. O., S. 179, stößt sich freilich daran und ist der Ansicht, daß bei dieser Erklärung der Ausdruck dann ja beinahe von allen Gerichten Deutschlands überhaupt bis tief in das 15. Jahrhundert hätte gebraucht werden müssen, was ja doch in der That nicht der Fall gewesen sei. Doch bricht Wächter, a. a. O., S. 8 (vgl. S. 175), auch mit vollem Recht und entschiedener Sicherheit aus, daß die Femgerichte nie einen Sitz in Süddeutschland hatten, sondern daß Freistühle sich blos in Westfalen auf other Erde befanden, aber freilich Freisch offen im ganzen Deutchen Reiche.

» - Lallemant, Gaunerthum. III. 2

[ocr errors][merged small][ocr errors]

1) Zum Ueberfluß sei hier nur flüchtig darauf hingewiesen, daß in V. 6 und 25 des Liber Vagatorum von Pamphilus Gengenbach: „durch ihre sprach die mänempt Rot“, das Rot nur eine dem nachfolgenden Reim „spodt“ zu Gefallen geschehene Verstümmelung von „Rotwelsch“ ist. Das niederdeutsche rötern, räteln, rasseln, klappern, metaph. viel, rasch und unverständlich reden, steht mit rot in keiner Verbindung, sondern ist von Rad (rota) abzuleiten; davon Rätel, Röter und Rätelding, die Nachtwächterknarre; Räterer, Plappermaul, Schwätzer. Richey, Hamb. Idiot., S. 207.

2) Vgl. Th. I, S. 125.

3) Im Althochdeutschen ist liegen liogan, lügen. Dagegen ist ligen, ahd. likfan, jacere. S. Wackernagel u. d. W. Die Schreibung ligen würde allerdings hierher passen, da ligen auch noch heute, besonders im nördlichen

[ocr errors][ocr errors]
[ocr errors]

1) Schwenck, a. a. O., S. 215, nimmt den verlorenen Stamm geilan an, welches Ueppigkeit bezeichnet haben müsse. Schmeller, a. a. O., II, 31, deutet bei geilen auf den Stamm gáln. Zu beachten ist die Geile, testiculus (Bibergeil, testiculi castoris; castoreum); geilen, emasculare (vgl. Frisch, S. 335, Col. 1); Gaul, Hengst; Geilstier, Zuchtstier. Schmid, „Schwäbisches Idiotikon“, S. 231, erklärt, mit Bezug auf des St.-Gallus elatus, keil, elate, kaillihho, das geil überhaupt mit „was sich in die Höhe richtet, sei es aus Fruchtbarkeit, Stolz oder Vergnügen“. Schwenck, S. 215, weist auf die griech. Grundform YAito, Yoo hin und führt dazu das lat. heluo als verwandt auf. Doch hat Festus, worin ihm auch Vossius, ,,Etymologia“, beistimmt, die Ableitung von eluo. Vgl. Scheller's Lateinisches Lerikon, S. 4402.

[ocr errors][ocr errors]
« ZurückWeiter »