Blätter für literarische Unterhaltung, Bände 1-2

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F. A. Brockhaus, 1874
 

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Beliebte Passagen

Seite 326 - Wer darf ihn nennen ? Und wer bekennen: Ich glaub ihn? Wer empfinden, Und sich unterwinden Zu sagen: ich glaub ihn nicht? Der Allumfasser, Der Allerhalter, Faßt und erhält er nicht Dich, mich, sich selbst? Wölbt sich der Himmel nicht dadroben? Liegt die Erde nicht hierunten fest? Und steigen freundlich blickend Ewige Sterne nicht herauf? Schau...
Seite 131 - Kein Mensch will begreifen, daß die höchste und einzige Operation der Natur und Kunst die Gestaltung sei, und in der Gestalt die Spezifikation, damit jedes ein besonderes Bedeutendes werde, sei und bleibe.
Seite 131 - Sie suchen es immer wo anders als da wo es entspringt, und wenn sie die Quelle ja einmal erblicken, so können sie den Weg dazu nicht finden.
Seite 131 - Sie haben mir meine Mahlzeit verdorben, sagte er ernsthaft; Sie wissen ja, daß solche Ungereimtheiten mir unausstehlich sind. Sie haben mich verlockt, zu vergessen, was ich den Damen schuldig bin.
Seite 131 - Goethe ließ sich nun völlig gehen und sprach sich in eine Heftigkeit hinein, wie ich sie nie erlebt hatte. Ich hasse, rief er, diese schiefe Religiosität; glauben Sie nicht, daß ich sie irgendwie unterstützen werde. Auf der Bühne soll sie sich, in welcher Gestalt sie auch erscheint, wenigstens hier, nie hören lassen ! Nachdem er auf diese Weise sich eine Zeitlang und immer lauter ausgesprochen hatte, beruhigte er sich.
Seite 133 - Ein feines, schlaues, einschmeichelndes Geschöpfchen", so schildert er sie seinem Freunde Körner117, „nicht ohne Geist, nicht ohne Genie sogar, eine Espece von Dichterin, wovon ich einige niedliche Pröbchen gesehen habe; dabei Kokette und sehr begehrlich obendrein, kurz ein sinnlichspirituelles Wesen, das einem, im Bade besonders, nicht Langeweile machen muß. Zugleich hat sie eine gewisse...
Seite 265 - Perl' ihr mögest zeigen, Daß dein Denken sei wie Duft der Rose, Daß dein Lieben sei wie Licht der Sonne, Wie des Hirten Nachtgesang dein Leben, Wie ein Ton aus seiner sanften Flöte.
Seite 131 - Steffens, fragte er äußerlich ruhig, indem er einen geheimen Ingrimm zu verbergen suchte, was sagen Sie dazu? Herr Werner, antwortete ich, hatte vor einigen Tagen die Güte, mir ein Sonett vorzulesen, in welchem er sich darüber beklagte, daß er zu spät, zu alt nach Italien gekommen wäre; ich glaube einzusehen, daß er recht hat. Ich bin zu sehr Naturforscher, um eine solche Umtauschung zu wünschen. Das geheimnisvolle Symbol unserer Religion hat ebensoviel durch einen solchen falschen Vergleich...
Seite 259 - Dichterfürsten meist ganz patriarchalisch zu, besonders wenn Goethe mit seiner Frau und Fräulein Ulrich an stillen Abenden eine Partie «Whist mit dem Strohmann» spielte, wobei ein Gläschen Punsch nicht fehlen durfte.
Seite 131 - Goethe ließ sich nun völlig gehen, und sprach sich in eine Heftigkeit hinein, wie ich sie nie erlebt hatte. »Ich hasse«, rief er, »diese schiefe Religiosität, glauben Sie nicht, daß ich sie irgendwie unterstützen werde; auf der Bühne soll sie sich, in welcher Gestalt sie auch erscheint, wenigstens hier, nie hören lassen.

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