Zeitschrift für die österreichischen Gymnasien, Band 8C. Gerold, 1857 |
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Beliebte Passagen
Seite 15 - Auch eine minder gute Orthographie, wofern nur ganz Deutschland darin übereinstimmt, ist einer vollkommeneren vorzuziehen, wenn diese vollkommenere auf einen Theil Deutschlands beschränkt bleibt und dadurch eine neue und keineswegs gleichgültige Spaltung hervorruft.
Seite 540 - Dennoch nimmt der Hr. Verf. diese völlige Umgestaltung unserer Orthographie für das, was ich eigentlich wolle (S. 30). Die Sache verhält sich aber im Gegentheil so: Ich bin überhaupt weit entfernt, an die Spitze die Einführung einer neuen Orthographie zu stellen. Vielmehr betrachte ich unsere im ganzen festgestellte Orthographie als den sichtbaren Leib unserer Schriftsprache und bin der Meinung, dass wir daran festzuhalten haben. Diese Orthographie ist eine überwiegend phonetische. Doch sind...
Seite 829 - Verständnis unserer Muttersprache zu eröffnen. 2. Dies ist nur auf historischem Wege und nur durch ein zurückgehen auf das Altdeutsche möglich ; daher hat der Unterricht auf diese bezug zu nehmen , so weit es namentlich das Verständnis der neuhochdeutschen Lautverhällnisse , Flexionsformen und der Etymologie erfordern.
Seite 217 - Jahre 1531 geschrieben sein, wie der Unterzeichnete dargethan hat, ohne bis jetzt widerlegt worden zu sein. (Der Unterricht im Deutschen, S. 30 ff.) Jedenfalls aber ist es erfreulich zu sehen, wie sich seit einigen Jahren die Untersuchungen über das Neuhochdeutsche wieder mehr und mehr der sehr wichtigen Geschichte der deutschen Grammatik zuwenden. Trotz der vielen Erweiterungen und Berichtigungen , welche die zweite Auflage erfahren hat, sucht der Hr. Verf. den Standpunkt festzuhalten, den er in...
Seite 223 - Fast gleich"' ist eine Unterabtheilung von ungleich, nicht von gleich; und Schottelius verfährt also hier ganz so, wie wir es oben bei noch zweifelhafter Schreibung als richtig angegeben haben. Etwas anders stellt sich die Sache bei dem zweiten der auch von dem Hrn. Verf. stark betonten Fälle, nämlich bei der Schreibung verdoppelter Consonanten im Auslaute.
Seite 12 - ... Schreibung und Aussprache stattfindet, historisch. Hr. Stier macht (S. 306) die treffende Bemerkung: „Historische Schreibung hat sich in Deutschland nur in solchen Fällen gehalten, wo mehr oder weniger Mundarten die ursprüngliche Geltung der Zeichen festgehalten haben." Der kundige Leser erkennt wol, dass durch diese Bemerkung das historische Element unsrer hergebrachten Rechtschreibung, dessen Vorhandensein wir je und je anerkannt haben, dem phonetischen gegenüber nicht gesteigert, sondern...
Seite 4 - Dieser ist ein überwiegend phonetischer". Wenn ich den Grundcharakter unsrer Orthographie als einen überwiegend phonetischen bezeichne, folgt denn daraus nicht mit Nothwendigkeit , dass ich neben diesem überwiegend phonetischen Element auch ein zweites, nämlich das historische als vorhanden anerkenne? Geht man aber vollends auf die Theile meiner Schrift zurück, auf die sich jene kurze Zusammenfassung gründet , so wird man noch weniger begreifen, wie man mir vorwerfen kann, ich wolle den «theilweise...
Seite 11 - IX. lung, in welchem wir uns befinden. Aber dem sei wie ihm wolle; jedenfalls ist hiemit die Thatsache anerkannt. Es erübrigt nun nur noch , einige Worte darüber zu sagen, dass unsere Gebildeten dies ihr Ideal niemals erreichen. Wir könnten darauf ganz einfach erwidern, dass Ideale eben überhaupt zu den Dingen gehören , die der Mensch niemals erreicht, sondern denen er immer nur nachstrebt. Weil aber Hr. Hoffmann hiemit offenbar dasselbe meint , worauf auch Hr. Stier und Hr. Crecelius ein grofses...
Seite 805 - Verdienstkreuz mit der Krone Allergnädigst zu verleihen geruht. — Se. kk Apost. Majestät haben mit Allerhöchster Entechlicfsung "om g.
Seite 21 - Wer also wissen und missen, Rossen (equis) und Genossen (socii) durch die Schreibung trennt und andrerseits grof-zen (magnis) und Genossen , Fö/fee und Flüsse vereinigt , der schreibt einen Unterschied, der schon seit mehr als drei Jahrhunderten aus der neuhochdeutschen gebildeten Aussprache verschwunden ist, und lässt einen Unterschied unbezeichnet, den eben diese Aussprache macht. Dergleichen mag man sich gefallen lassen, wo es durch Stehenbleiben der Schriftzeichen historisch geworden ist....
