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wir ein entschiedenes Zeugniss dagegen. Bei dem folgenden 4. Theile von Syrakus Neapolis war der ältere Name Temenites nicht zu übergehen. Vgl. Thuk. VI, 75. 100. Endlich dass die höchste Spitze von Epipolae Euryelus heisse, ist keinesweges nach den Worten des Thuk. VI, 97. ?zt' Özgoug totg zgyuvoigt (öv'Etzro? (siv sicher. S. dort die Ausll. – Eryx soll nach S. 802. wahrscheinlich von den Phöniciern gegründet seyn; aber Thukydides VI, 2. erklärt es für eine Stadt der Elymer. – Centuripa heist nicht jetzt Centorbi (S. 805), sondern im Mittelalter. S. Wass. zu Thuk. VI, 94. – Bei Gelegenheit von Hybla maior wird “Yßaio aus Thuk. VI, 62. citirt. Dort aber kommt nur "Yß a j Tesätug und gar koine Yßxaiot vor. Es sollte heissen VI, 94. – Dass Trotilum jetzt Trontillo heisse (S. 806.), ist, da Cluver gesteht, die Lage von Trotilum lasse sich nicht mit Sicherheit bestimmen, und Rec. sich jenen Namen aus keiner der von ihm verglichenen Schriften zu Thuk. VI, 4 angemerkt hat, für Ref sehr zweifelhaft. Sehr unrichtig ist bald darauf: „4äozov Thukydid. V, 5. . . . , Hafenstadt gleich südlich von Syrakusä am Vorgebirge Plemmyrium (jetzt Thurm bei Punta di Gigante?)." Erstens steht die Stelle VI, 66. (Das falsche Citat ist wahrscheinlich aus VI, 5., wo ein Mann Namens Dascon erwähnt ist, entstanden.) Dann streiten sich die Ausleger bei Thukydides, ob Daskon, welches unser Vf, selbst im ersten Bande ein Kastell genannt hat, ein Busen oder ein Flecken, und noch mehr, welches seine Lage sey. S. dort die Anm. des Rec. Der mit Fragezeichen beigefügte neue Name aber scheint deshalb ganz willkührlich zu seyn. – S.807. finden sich die Worte: „Motya... von den Phöniciern im Gebiete der Elymi gegründet (Thuk. VI, 2.)" während Thukydides a. a. O. es nur in der Nachbarschaft der Elymer (Zyyig töv Eüutov) gegründet seyn lässt. – Nach S. 809, gegen Ende soll die Stadt Aetna (Astvy) Thuk. VI, 94. genannt seyn. Sie kommt aber weder dort noch anderswo bei diesem Schriftsteller unter diesem Namen vor, sodern nur unter dem alten Inessa III, 103. , daher auch die Einwohner an der angeführten Stelle 'Ivyooaio heissen. – Nach S. 812. soll Jetae ('Ita) Thuk. VIII, 2. genannt seyn. Aber erstens ist wieder das Citat falsch statt VII, 2. Zweitens steht dort gewöhnlich 'Iéyag, in den besten Hdschrr. Tétag, bei Bekker Téta, bei andern statt jedes Eigennamens nur die Partikel yé. Endlich, dass das von unserm Vf. genannte Kastell

'Iata nach der Lage bei Thuk. nicht gemeint seyn könne, hat Rec. in seiner Ausgabe bemerkt. – Morgantina heisst bei Thuk. IV, 65. nicht Mogyavtiva (S. 813.), sondern Mogyavtivy. Aber aus der Lage ergiebt sich zugleich, wie Rec. dort gleichfalls gezeigt hat, dass bei Thuk. nicht die von unserm Vf, hier beschriebene Stadt gemeint seyn könne, sondern es entweder noch eine 2te gleiches Namens gegeben haben, oder in den Namen ein Fehler stecken müsse. Zu so vielen Bemerkungen hat Sicilien allein in dem mit Thukydides näher in Verbindung ste– henden Stellen dem Rec. Veranlassung gegeben. Dieses würde nicht der Fall gewesen seyn, wenn der Vf. Cluver, noch immer einen der sichersten Führer im alten Sicilien, und ähnliche Werke selbst befragt, und sich nicht zu sehr an Mannert oder gar den ganz unzuverlässigen Reichardt angeschlossen, und wenn es ihm in Ansehung des Thukydideischen Siciliens gefallen hätte, die im 2ten Bande der Prologomenen des Rec. befindliche Zusammenstellung zu benutzen und bei den einzelnen Zweifel erregenden Stellen die Ausleger nachzusehen. Doch wir wollen noch einige Blicke auf Grichenland werfen, indem wir nur im Vorbeigehen bemerken, dass S. 848. unter den Völkerschaften von Illyricum mit Unrecht die Chaoner genannt sind, die doch von dem Vf, selbst S. 877 fg., wie es sich gebührt, in Epirus aufgeführt werden,

Die Darstellung von Griechenland zeichnet sich durch sorgfältige Benutzung der neuern Reisebeschreibungen aus. Von diesen sind mit Recht die Werke von Leake zur Hauptgrundlage gewählt, Zur Ergänzung und Berichtigung im Einzelnen aber sowohl die Schriften der frühern bekannten englischen und deutschen Reisenden, als die von Puillon Boblaye, Ulrichs, Brandis, Ross u. a. zu Rathe gezogen worden, so dass in dieser Hinsicht kaum eine Notiz von Belang dem Vf. entgangen Seyn dürfte. Und dieses ist, da es an einer Zusammenstellung der Art bisher fehlte, als eine sehr nützliche Sache dankbar anzuerkennen. Etwas weniger Genauigkeit aber ist auch hier in der Benutzung und den Citaten der alten Schriftsteller selbst zu finden, wiewohl deshalb viel seltener als bei Sicilien, weil Leake ein gründlicher Führer ist. Dass jedoch auch hier im Einzelnen noch mehreres zu berichtigen ist, mögen folgende beim Durchblättern entstandene Bemerkungen lehren.

(Der Beschluss folgt.)

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ALLGEMEINE LITERATUR - EITUNG

Monat Januar.

Alte Geographie. IIandbuch der alten Geographie, aus den Quellen

bearbeitet von Albert Forbiger u. s. w. (Beschluss von Nr. 16.)

S. 879. gegen das Ende heisst es: „ Ephyra, später Cichyrus (Kizvgog Thuk. I, 46.)" Hiernach muss man glauben, diese Stadt heisse bei Thukydides Kizvgog, während sie doch dort 'Epöoy genannt und nur von dem Scholiasten der spätere Name angeführt ward. – S. 883., wo von den Eintheilungen Thessaliens die Rede ist, wäre es von Wichtigkeit gewesen zu bemerken, 1) dass die Eintheilung in Hestiaeotis, Thessaliotis und Pelasgiotis nur eine geographische, nicht eine politische

'st, daher sie bei den Historikern des freien Grie

chenlands nicht gebraucht wird; 2) dass dagegen Magnesia, Phthiotis, Dolopia, Oetaea, Malis ursprünglich nicht Theile Thessaliens als eines politischen Ganzen, sondern den Thessalern bald mehr bald minder unterworfene und tributpflichtige Landschaften waren. (Vgl. Thuk. I, 2. p. 309.) Aus dem letztern Umstande ergiebt sich, warum zu verschiedenen Zeiten mehr oder weniger Landschaften zu Thessalien gerechnet werden können; und auch mit Perrhaebien, welches der Vf, anders angesehen wissen will, ist das Verhältniss dasselbe. Ueber Perrhaebien fehlt übrigens Anm. 69. die nicht unwichtige Stelle Thuk. IV, 78.; auch ist die dort und anderwärts vorkommende Schreibart IIkgaßoi und II gaßla nicht angegeben. – S. 884. ist Leake FV. S. 493. Statt 293. citirt. – Aus den S. 886. bei Gyrton und Crannon gegebenen Citaten muss man schliessen, dass bei Thuk. II, 22. einer der beiden angegebenen griechischen Namen derselben vorkomme, während doch blos die Einwohner dieser Städte genannt sind. Uebrigens ist keine Rücksicht genommen - auf die in derselben Stelle des Thuk. sich vorfindenden schwierigen Namen IIagáoto und IIvoáoto (Ilegáoto). Nach S. 889. soll

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Vf, selbst S. 1062. anerkennt, das Macedonische, wenn es auch zur Zeit des Thukydides politisch noch nicht zu Macedonien gehört, und daher dort nur öuogog Maxsôovitz genannt wird. Ebend., wo der griechische Name (DGudöta erwähnt ist, hätte der solenne Titel des Volkes, Ayato oi (DGuÖtat, nicht übergangen seyn sollen. – S.892. heisst es von Heraklea: „'Hgäx.at« j ?v Tgazivag Thuk. III, 192. H. Zv Toaxiu Diod. XIV, 83. H. zgóragov j Tgaziv." Hier müsste es erstens statt Toazivag wenigstens Tgazuviag heissen, wie die Vulgata bei Thuk. lautet; aber dass auch diese nicht geduldet werden kann, haben die Ausleger zur Genüge gezeigt, und Rec. hat aus einigen Hdschrr. # #v Toaxvi geschrieben; denn dass auch so gesagt wurde, findet sich schon bei Duker nachgewiesen. Ferner ist die Stelle des Thuk. falsch citirt; sie steht III, 92. Dann ist durch einen Druckfehler der Artikel zweimal fälschlich wiederholt. Endlich ist die dem Diodor beigelegte Benennung der Stadt auch bei Thukydides die herrschende, und es fehlen noch andere Abänderungen des Namens Gs. Ausleger zu Thuk. und Wesseling zu Diod. XII, 59.). – Bei Ambracia und Ambraciotac ist die bei Thuk. durchgängig herrschende Form Autgaxia und Autgaxtóra unerwähnt geblieben, und Außgax (Ütat aus ihm angeführt. Ferner ist von den politischen Verhältnissen dieser Stadt (S. 892. Anm. 8.) nur bemerkt, dass sie in spätern Zeiten von Strabo zu Epirus gerechnet werde, aber nicht, dass sie auch in den besten Zeiten Griechenlands kein Theil von Acarnanien ist, von dem sie z. B. bei Thuk. streng geschieden und mit dem sie damals verfeindet ist. – S. 812., wo von dem Gebiet der Amphilochen, das auch lange politisch von Acarnanien getrennt war, die Rede ist, wird Iôouéry aus Thuk. III, 112. mit einem (?) angeführt. Was dieses aber soll, ist nicht abzusehen, da die Form durch zweimaliges Vorkommen in dieser Stelle und einmaliges Kap. 113. sicher ist, und wenn etwas, nur der III, 113. einmal stehende und von unserm Vf, übergangene Plural zweifelhaft seyn kann, wiewohl auch diesen Rec. durch Beispiele ähnlichen 17 . .

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Wechsels von Singular – und Pluralformen gesichert zu haben meint. Vgl. das gleich darauf genannte Olpae. – S. 902., wo von Ephyra im Gebiete der Agraeer die Rede ist, wird Hom. Il. XIII, 101. Thuk. III, 106. 111. angeführt. Homer genannten Ephyrer können, da sich Ares und Phobos von Thrakien aus gegen sie und die Phlegyer rüsten sollen, unmöglich die ätolischen seyn, und werden von den alten Auslegern für die Krannonier gehalten. Bei Thuk. aber ist kein Wort von Ephyra zu lesen, und es kommt auch sonst bei ihm keine Stadt dieses Namens in Agraea vor. – S. 903. Anm. 67. war zur Dorischen Tetrapolis nicht zu übergehen, dass von den 4 im Text genannten Städten eine so frühzeitig zerstört wurde, dass bei den Geschichtschreibern immer nur von 3 Städten der Dorer die Rede ist. So deutlich Thuk. I, 107., aber auch Diod. u. a. S. zu Thuk. I, 2. p. 300. Und dass die 4te Stadt Pindus war, ist auch nicht so sicher, als es nach unserm Vf, scheint. – S. 904., wo von der Eintheilung der Lokrer gesprochen wird, war nicht zu übergehen, dass die Unterscheidung der Epiknemidier und Opuntier den besten Historirikern fremd ist *). – Nach S. 908. heisst EupaIium bei Thuk. III, 96. Eupolium. Aber dort ist Evotdotov aus den besten Hdschrr. hergestellt. Vgl. Kap. 102. – S. 913. zu Anf wird für den Namen (Davorsig, der für später erklärt wird, kein Gewährsmann angeführt, und nach den vorangegangenen Citaten, wie Strabo, Pausanias, Plutarch, kann man dieses „ später" sehr leicht falsch verstehen. Es findet sich aber Darotsig Thuk. IV, 89. Dagegen muss die von dem Vf aus Thuk. IV, 76 angegebene Form QDarótig für verdächtig angesehen werden, und Rec. hat (Davoti; (als Name des Gebiets der Stadt) zu lesen vorgeschlagen. Ebend. a. E. ist berichtet, Tritaea heisse bei Herodot VIII, 33. Tritea, allein dort ist Totté«g der accus. plur. – S. 918. ist gesagt, Oenoe wäre nach einer Erklärung der Name einer vom Achelous (statt vom Asopus) gebildeten Insel. – Bei dem See Hylica sind S. 919. nur die von Leake angegebenen neuern Namen bemerkt, es fehlen die bei einem neuern deutschen Reisenden bemerkten j ? uvm tjg Gßag und

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Aber die bei

Sayyavaixo. – Chaeronea war nicht, wie es S. 921. z. A. heisst, eine der Bundesstädte des Böo– tischen Bundes, da Thuk. IV,76. ausdrücklich erklärt, Xagóvetur, Äg 'Oozouevöv Svytee (contributa est, accensetur). – S. 925. ist für Sqa Thuk. III, 15. citirt, wo aber dieser Name nicht vorkommt. Auch ist die richtige Schreibart Sipa. S. zu Thuk. IV, 76. – S. 926. ist für II. tata keine Stelle des Thuk., für II. atatu II, 5. III, 61. angeführt. An bei– den Orten aber, wie in der Regel bei diesem Schriftsteller, steht Illérata. – Dass die S. 927. 'EgvOga geschriebene Böotische Stadt richtiger barytomirt werde, hat Rec. in der kleinern Ausgabe zu Thuk. III, 24. bemerkt. – Die folgende Beschreibung von Attika ist als sehr gelungen anzusehen, indem in einem mässigen Raum eine der Hauptsache nach vollständige Beschreibung des Landes, welche durch die reichlichsten Citate unterstützt wird, zusammengedrängt ist, so dass Rec. nichts Wesentliches vermisst hat. Nur ein paar falsch geschriebene Namen, wie Agaiov ztáyog S.937. und das nach der falschen Vulgata aus Thuk. VIII, 95. gegen die hinzugefügten Zeugnisse angeführte Ilgaoat, stören auch hier. – Den folgenden Peloponnes und die In

seln überblicken wir, um nicht zu weitläufig zu wer

den, nur flüchtig. Dabei fällt S. 970., wo von der Peloponnesischen Landschaft Achaja die Rede ist, auf, dass der Vf, diese bei Hom. Il. III, 75. und I, 254. in dem Azao Yaia zu finden glaubt, da er doch selbst hinzufügt, es sey dieses Land früher (d. h. vor der Wanderung der Herakliden) -Yoés oder Ayáta genannt worden. Im Ganzen ist aber die Darstellung des Peloponnes und der Inseln sorgsam, und ungenaue Angaben, so weit Rec. besonders bei den auf Thukydides bezüglichen Angaben nachgesehen hat, nur selten. Eine der Ar ist, dass nach S. 974. tö Egrö, Thuk. VII,34. stehen soll, während bei Ptolemaeus Eguréög zuv und bei Plinius Erineos gesagt Sey. Aber aus Thuk. ögusovta zaré Egoved» tjg ozeas und ärZ" 7 of Egyeoü lässt sich das Genus nicht erkennen, und da andere Städte desselben Namens auch bei Thuk. 'Eguvadg lauten, so ist kein Grund, hier, an ein Neutrum zu denken. – Nach S. 982. Anm.

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rischen Chrestom. II. S. 160 schon im Jahre 1823. Und der Scholiast des Thukydides rechnet aus demselben Ge -sichtspunkte mit den Epizephyriern ein dreifaches Locris III, 89. Vgl. übrigens über diese Frage Boeckh. Inscr. 1 p. 855.

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53. soll Thuk. in Mcssenicn einen Berg Temathias erwähnen, was unrichtig ist. – Nach S. 986. soll bei ihm IV, 44. die Stadt Messene genannt seyn, obgleich aus dem, was unser Vf, von dieser Stadt erzählt, sich von selbst ergiebt, dass dieses rein unmöglich ist. – „ Kvvovgia Thuk. IV, 56. V., 41. ... bei Thuk. V., 41. Kvvooovgia", welche Worte sich selbst widersprechen. Sie sollten also lauten: „ Kvvovgia oder in einigen guten Hdschrr. Kvvooovgia Thukyd. IV, 56. und V, 41." Vgl. Rec. zu IV, 56. – Nach S. 1001. soll Halia bei Thukyd. I, 105. L1Aua heissen; diese Form ist aber sehr unsicher und dort statt ?g A).utig vielmehr ?g 1) täg, wie Rec. geschrieben hat, zu lesen. – Durch einen starken Schreibfehler ist S. 1002. der Achclous statt des Alpheus der Hauptfluss von Arkadien genannt. – Leucimna heisst nicht bei Thuk. Aeüztuva (S. 1012. Anm. 36.), sondern, wie aus dem Accusativ III, 79. erhellt, wenigstens Mevzuvy, oder vielmehr (s. Rec. zu I, 30.) Asvzuuy, und sein neuer Name ist nicht, wie unser Vf. angiebt, Cap Lechino, sondern Levkimo oder Alefkimo. S. Dodw. I. S. 39. Leake N. G. I. S. 94. S. 1015. Anm. 40. wird auf Cephallenia IIgóvo aus Thuk. II, 30. genannt; dort kommon aber nur die Einwohner als IIgovasot oder nach den bessern Hdschrr. Hgovvasot vor. – Skandea (Szávôata, nicht Szavóaio) kann nicht, wie S. 1017. Anm. 54. gesagt ist, auf der Südküste von Cythera gelegen haben. S. dort Rec. – Nach S. 1019. Anm. 61. gegen das Ende soll des Vorgebirges Cenaeum heutiger Name Litar oder Canaias lauten; er ist aber A1Gäóa. S. Leak. N. G. II. S. 67. – Nach S. 1022. soll Leake (N. G. III. S. 112.) IIalonesus für das heutige Khiliodromia erklären. Es ist aber Peparethus, welche er mit der genannten neuern Insel gleich setzt, deren Name nach derselben Khilidromia (X?uÖgóuua) ist. Uebrigens bedarf auch sonst die Orthographie der neuern griechischeu Namen, deren wahre Beschaffenheit erst durch Leake, Ulrichs, Ross, welche die griechischen Formen beizufügen pflegen, festgesellt worden ist, einzelner Berichtigungen. Die Darstellung von Maccdonien ist nicht so genau, wie die von dem Peloponnes und Attika, vielmehr lässt sie manches zu wünschen übrig. Zuerst ist bei der allgemeinen Beschreibung des Landes die allmählige Erweiterung des Umfanges dieses Namens in der Anm. S. 1050. schr unvollkommen angegeben; ferner ist auf die Eintheilung in Oberund Unter- Macedonien ( ävto und zäto IIIax.)

S. 993. unter Cynuria heisst es:

keine Rücksicht genommen, auch die Völkerschaften des Landes nicht in einem Ueberblicke angeführt, noch die zu einigen derselben, wie den Pä0nern, gehörenden besondern Völker genannt. Gehen wir zum Einzelnen fort, so heisst es S. 1057. vom See Bolbe; „durch welchen nach Thuk. IV, 103. ein nicht genannter Fluss (wahrscheinlich der Rechius des Procop.) seinen Lauf in den genannten Meerbusen nahm.” Und doch steht bei Thuk. kein Wort von einem Flusse, sondern seine Worte lauten: Bootozov j Bó23) Auvy &#iotv g Oä.aoouv! Die wahre Orthographie des neuen, hier dreifach angegebenen Namens des Sees aber ist nach Leake Besikia (ITztsoza ). Nach S. 1059. soll Lyncus bei Thuk. IV, 83. 124. 129. 137. die alte Hauptstadt des Districtes Lyncestis seyn. Aber j Äg30.) tjg 4;zov in der ersten und noch mehr die j ? 2 tjg –/yzov dvaytgyog in der letzten Stelle lassen sich nicht von einer Stadt verstehen, da diese nicht eingenommen worden war, man sich also nicht aus ihr zurückziehen konnte. Mit Recht also deutet Leake (N. G. III. S. 311. ) Aöyxog bei Thuk. als die Landschaft Lyncestis. – S. 1060. Anm. 66. wird behauptet, es habe ausser der zu Macedonien gehörigen Landschaft Orestias auch noch eine gleiches Namens in Epirus gegeben. Aber der von dem Vf, selbst erwähnte Umstand, dass in beiden dieselben Städte genannt würden, lehrt schon, dass es nicht zwei Landschaften desselben Namens gab, sondern die eine bald Macedonien bald Illyrien nach den zu verschiedenen Zeiten verschiedenen Grenzen dieser Länder zugerechnet wurde. Vgl. Müll. Maced. S. 14 und 46. – S. 1061. ist wegen des selten vorkommenden Cyrrhus nicht auf Thuk. II, 100. verwiesen. Gleich darauf wird aus Thuk. II, 99. Auonia citirt, aber dort steht gebührend A uconia. Unerwähnt ist auch, dass die Einwohner, von welchen die Namen Auötto und Almopii angeführt sind, bei Thuk. Aguáztag heissen. Vgl. Steph. Byz. – Nach S. 1062. soll Gortynia (Togtvvio) Thuk. II, 20. genannt seyn, es muss aber II, 100. heissen. Gleich darauf wird behauptet, das macedonische Idomene sey Thuk. III, 112. genannt. Aber dort ist die oben erwähnte amphilochische Stadt gemeint; hier musste die Stelle II, 100. angezogen werden. – S. 1063 g. E. ist we– gen Scione Thuk. II, 120. statt IV, 120. citirt. – Nach S. 1064. soll das auf Pallene gelegene Sanc Thuk. IV, 109. V, 118. vorkommen. Aber in der er– sten Stelle ist entschieden von der Stadt auf der Halbinsel Acte die Rede; die 2te ist falsch citirt (statt V, 18.). Uebrigens ist nicht angedeutet, dass Mannert das Vorhandenseyn dieser Stadt bestritten hat. Ebend. würde theils richtiger Snägtao.og statt Snagro).ég acentuirt seyn, ( s. zu Thuk II, 79.), theils ist es unrichtig, dass auch Scolus in dieser Stelle erwähnt sey. Gleich darauf wird angegeben, Sermyle heisse bei Thuk. V., 18. Deguv.ia, obgleich dort nur die Souütow (in den besten Handschriften I, 65. EouÖ) uo) vorkommen. Endlich in der Anm. 87. wird behauptet, Leake nehme ohne hinreichenden Grund noch ein von dem Sithonischen verschiedenes Galepsus an. Dass er aber einen ganz triftigen Grund hatte, ist von Arnold und Rec. zu Thuk. IV, 107. gezeigt. – S. 1065. durfte für Stagirus nicht Thuk. IV, 47. angeführt werden. – S. 1068. wird gelehrt, Bisaltien habe westlich von Pierien gelegen, was ein starkes Versehen in den Namen ist, da Edonis statt Pierien zu nennen war. Ferner soll die Stadt Creston oder Crestone Thuk. IV, 109. zu finden seyn, wo aber nur die auf Acte befindliche Krestonische Bevölkerung (tó Koyotoruxóv erwähnt ist. – S. 1069. wiederholt der Vf. den Irrthum der gewöhnlichen geographischen und historischen Handbücher, die Amphipolis von 2 Armen des Strymon umschlossen seyn lassen, obgleich sowohl Cousinery, den Hr. Forb. selbst anführt, gezeigt hat, dass der Strymon seit seinem Austritt aus dem karcinitischen See keine Arme bildet, als auch die neuesten englischen Ausleger und Rec. zu Thuk. IV, 102. die Falschheit der gewöhnlichen Annahme dargethan haben. Ferner wird gleich darauf für Myrcinus Thuk. IV, 102. citirt, wo er nicht genannt oder angedeutet ist. Also auf 10 Seiten der macedonischen Specialgeographie 16 Versehen in Namen, Zahlen und Sachen. Nur eine Bemerkung, die Thrakien betrifft, kann wegen des oben Gesagten nicht unterdrückt werden. Obgleich nämlich in diesem Lande einst zur Zeit des Teres, Sitalkes und Seuthes das Volk

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der Odrysen so mächtig war, dass es nicht nur den grössten Theil dieser Provinz, sondern auch Städte der benachbarten umfasste, und obgleich über die Grenzen und die Völker dieses Reiches besondere geographische Abhandlungen geschrieben sind, so hat doch Rec. sie nirgends in diesem Handbuche genannt gefunden. Namentlich S. 1076. Anm. 39, wo die bedeutendern thrakischen Völkerschaften aufgeführt werden sollen, und unter diesen sehr unwichtige, wie der Elethi, Diobessi, Carbilesi u. s. w. genannt sind, werden die Odrysen nicht erwähnt, wiewohl im Index auf diese Stelle verwiesen ist. Doch genug der Einzelheiten.

Soll aber Ref. noch einmal sein Urtheil zusammenfassen, so erklärt er das Werk für sehr reichhaltig an Material und daher für sehr brauchbar zum Nachschlagen, in welchen Beziehungen er kein anderes Buch über alte Geographie diesem nur von ferne gleichzustellen wüsste, aber er glaubt auch bewiesen zu haben, dass es dringend zu wünschen ist, bei einer zu hoffenden neuen Ausgabe: 1) das ganze Werk nach einem gleichmässigen Plane umzuarbeiten und dadurch die jetzt vorhandene unverhältnismässige Ausführung einzelner Abschnitte zu bescitigen; 2) die Namen der einzelnen Orte und die Citate aus den alten Schriftstellern, oder wenigstens aus einigen derselben, einer durchgän– gigen Revision zu unterwerfen; 3) dabei die kritischen Ausgaben und die auf Sacherklärung eingehenden Commentare nicht unbenutzt zu lassen. Wenn dieses geschieht, so wird dieses IIB. der alten Geographie, das schon jetzt das beste seiuer Art ist, einen ausgezeichneten Werth haben. Und eben um hierzu beizutragen, hat Rec. unter den Vorzü– gen des Werkes auch auf seine bis jetzt noch vorhandenen Mängel aufmerksam machen zu müssen geglaubt und dabei sich nicht gescheut selbst Kleinigkeiten zur Sprache zu bringen. *)

Poppo.

+) Als diese Beurtheilung schon eingesandt war, entdeckt Rec. noch das getrennt von den Zusätzen und Berichtigungen nach der Vorrede befindliche Druckfehlerverzeichniss, in welchem gesagt ist, es Seyen S. 1076. unter den Völkerschaften Thraciens die Odrysae ohne Schuld des Vf's ausgefallen, was hiermit nachträglich bemerkt wird, obgleich eine blosse Angabe des Namens dieses Volkes offenbar nicht genügt hätte.

Gebauersche Buchdruckerei.

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