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46) Nach der Erzählung des englischen Gesandten. (Calendar of Statepapers of the reign of Edward VI. p. 113.)

16.

Auf diesem Augsburger Reichstag von 1550 hat die kaiserliche Macht Karls V. ihre höchste Höhe erreicht. Wenn vor einem halben Jahrhunderte sich eine lebendige Bewegung der Nation bemächtigt hatte, die nationalen Kräfte Deutschlands in eine neue Verfassung zu bringen, To schien hier auch die Kaisergewalt einen Weg betreten zu haben, der zu einer solchen Neugestaltung Deutschlands hinführen konnte.

Unter allen den Herrlichkeiten und Fürstlichkeiten, die den Boden der Nation überwuchert und ihre Lebenskräfte bedrängt hatten, hat sich endlich einmal ein mächtiger Wille geltend gemacht, unter allen den Ständen von Deutschland ist hier endlich einmal ein Monarch aufgetreten, der befähigt und gesonnen war, den Willen der Anderen zu beugen und eine moderne Monarchie, eine einheitliche Staatsgewalt anzubahnen.

Aber dürfen wir in diesem spanischen Karl wirklich den nationalen Fürsten sehen, dessen monarchisches Auftreten der deutschen Nation das erwartete Heil gebracht hat? Die Geschichte Deutschlands hat mit vernichtender Kritik diese Frage beantwortet.

Auf den beiden Reichstagen von Augsburg hat Kaiser Karl, nachdem die ersten Versuche in dieser Richtung gescheitert, nicht eine neue Verfassung von Deutschland durchgesegt. Die alten Formen der Reichsordnung blieben erhalten, auch die neue Monarchie arbeitete mit den alten Mitteln der Landfriedensordnung, des Nammergerichtes, der Matrikelumlagen weiter. Aber es hat Karl doch, für eine Zeitlang

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1) Der Kardinal Otto von Augsburg erzäbst dies Faktum (Pap. d'état IV. 417) wie er überhaupt diese Uebergriffe faiserlicher Willtiir sehr scharf tabelt.

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