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einen widerlichen Blutgeruch. Obrist de Maleville, der so ruhmvoll bei der Casa Nova verwundet wurde, stieß hier den letzten Seufzer aus; dort begrub man den Commandanten de Pongibaud, welcher während der Nacht den Geist aufgegeben, und fand an einer andern Stelle den jungen Grafen de St. Paer, der erst seit einer Woche sich den Grad eines Bataillonschefs erkämpft hatte. Hier war es auch, wo der wackere Unterlieutenant Fournier von den Gardejägern, am vorhergehenden Tage schwer verwundet, mit 20 Jahren seine militärische Laufbahn beschloß: mit 10 Jahren als Freiwilliger eintretend, ward er mit 11 Jahren Corporal und mit 18 Unterlieutenant, hatte bereits zwei Feldzüge in Afrika mitgemacht, sowie den Krimkrieg, woselbst er bei der Belagerung von Sebastopol verwundet wurde*). Bei Solferino sollte auch der letzte Sprößling einer der glorreichsten Familien des ersten Kaiserreiches fallen, in der Person des Obrist-Lieutenants Junot, Herzog von Abrantes und Generalstabs-Chef des Generals de Failly. Der Wassermangel nahm immer mehr überhand, die Gräben waren ausgetrocknet, die Soldaten fanden meistens nur ein ungesundes und morastiges Getränk zur Stillung ihres Durstes, und an allen Stellen, wo sich ein Brunnen

*) Unterlieutenant Jean-François Fournier wurde den 6. Februar 1839 in Metz geboren, ließ sich dann als Freiwilliger den 4. Juni 1849 in die Fremdenlegion anwerben und kam nach Algier; den 6. April 1850 wurde er Corporal, den 1. April 1851 Sergeant, den 11. Juli 1852 Sergeant-Fourier, 1854 Sergeant-Major; den Krim-Feldzug machte er in den Jahren 1855 und 1856 als Adjutant mit, war den 20. Nov. 1855 zum Unterlieutenant im 42. Linien-Regiment ernannt worden, von welchem er im gleichen Grade den 13. Oktober 1856 zum 2. Regimente der kaiserlichen Jäger versetzt wurde. Den 24. Juni tödtlich verwundet, starb er den 25.

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