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des Grafen Stadion und Clam-Gallas sicherte. Die Brigaden Koller und Gaal, sowie das Regiment Reischach zeichneten sich in sehr ehrenhafter Weise aus. Die Brigaden Brandenstein und Wussin wendeten sich unter der Führung des Prinzen von Hessen gegen Volta, von wo aus sie den Uebergang der Artillerie über den Mincio durch Borghetto und Valeggio deckten. Die zersprengten östreichischen Soldaten wurden gesammelt und nach Valeggio geführt; die Straßen waren bedeckt theils mit der Bagage der verschiedenen Corps, theils mit Brückenequipagen und Artillerie-Trains, welche gegenseitig sich überstürzend in aller Eile den Paß von Valeggio zu erreichen suchten; das Train-Material wurde allein nur gerettet durch das schnelle Schlagen der fliegenden Brücken. Die ersten Convois der leicht Verwundeten rückten zur nämlichen Zeit in Villafranca ein, ihnen folgten andere Convois mit schwerer verwundeten Soldaten, und während dieser ganzen so traurigen Nacht war der Zudrang an Verwundeten ein ungeheurer; die Aerzte verbanden ihre Wunden, flößten ihnen einige stärkende Lebensmittel ein und schickten sie dann auf der Eisenbahn nach Verona, welches von Verwundeten überfüllt war. Obgleich jedoch die Armee auf ihrem Rückzuge alle Verwundeten, welche die Armeefuhrwerke und die requirirten Wagen führen konnten, mit sich nahm, wie viele Unglückliche mußten noch in ihrem Blute gebadet auf dem weiten blutgedrängten Schlachtfelde zurückbleiben! Gegen das Ende des Tages und mit Einbruch der Dunkelheit, welche ihre geheimnißvollen Schleier über dieses Blutfeld breitete, irrte so mancher französische Offizier oder Soldat da und dort, um einen Kameraden, einen Lands

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