Johann Friedrich Herbart's sämmtliche werke: -11. bd. Schriften zur pädagogik. 2 v

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L. Voss, 1851 - 622 Seiten
 

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Seite 355 - Zweifel werden doch die Zöglinge dieser neuen Erziehung, obwohl abgesondert von der schon erwachsenen Gemeinheit, dennoch untereinander selbst in Gemeinschaft leben, und so ein abgesondertes und für sich selbst bestehendes Gemeinwesen bilden, das seine genau bestimmte, in der Natur der Dinge gegründete und von der Vernunft durchaus geforderte Verfassung habe.
Seite 8 - Erfahren würden sie da, dafs man nicht eher von Erfahrung reden darf, bis der Versuch geendigt ist, bis man vor allen Dingen die RÜCKSTÄNDE genau geprüft, genau gewogen hat. Der Rückstand der pädagogischen Experimente sind die Fehler des Zöglings im Mannesalter.
Seite 15 - Aber gebt lhnen eine interessante Erzählung; reich an Begebenheiten, Verhältnissen, Charakteren; es sei darin strenge psychologische Wahrheit, und nicht jenseits der Gefühle und Einsichten der Kinder; es sei darin kein Streben, das Schlimmste oder das Beste zu zeichnen...
Seite 11 - Und ich gestehe gleich hier, keinen Begriff zu haben von Erziehung ohne Unterricht; so wie ich rückwärts, in dieser Schrift wenigstens, keinen Unterricht anerkenne, der nicht erzieht.
Seite 129 - Ja in dem Gedankenkreise hat die ganze innere Geschäftigkeit ihren Sitz ; hier ist das ursprüngliche Leben, die erste Energie; hier muss aller Umtrieb leicht von Statten gehen, muss jedes am Platz stehen, und sich jeden Augenblick finden und brauchen lassen, Nichts darf im Wege liegen, Nichts als schwerfällige Masse die Behülflichkeit hindern; Klarheit, Association, System und Methode müssen hier herrschen. Dann stemmt sich...
Seite 42 - Der Vielseitige hat kein Geschlecht, keinen Stand, kein Zeitalter ! Mit schwebendem Sinn , mit allgegenwärtiger Empfindung, passt er zu Männern, Mädchen, Kindern, Frauen; er ist, wie ihr wollt, Höfling und Bürger, er ist zu Hause in Athen und in London, in Paris und in Sparta.
Seite 76 - Ästhetische — für den Geschmack. Auch den Umgang kann man zerlegen und in die einzelnen Empfindungen der Teilnahme, die er bereitet, das Gemüt vertiefen. Und man muß es, damit die Gefühle sich läutern und Innigkeit gewinnen. Denn das Totalgefühl gegen eine Person, vollends gegen einen Kreis von Personen, ist allemal aus vielen einzelnen Gefühlen zusammengesetzt; und aus den Gefühlen gegen andre müssen die Gefühle mit ihnen erst sorgfältig herausgehoben werden, damit der Egoismus die...
Seite 75 - Maasse nehmen, um ihn durch Beschreibung der nächstliegenden Gegend zu erweitern. Man kann das Kind in die Zeit vor seiner Geburt am...
Seite 37 - Daß die Ideen des Rechten und Guten in aller ihrer Schärfe und Reinheit die eigentlichen Gegenstände des Willens werden, daß ihnen gemäß sich der innerste, reelle Gehalt des Charakters, der tiefe Kern der Persönlichkeit bestimme, mit Hintansetzung aller andern Willkür — das und nichts minderes ist das Ziel der sittlichen Bildung.
Seite 57 - Beide, Erkenntnis und Teilnahme, nehmen ursprünglich das, was sie finden, so, wie es liegt; die eine scheint in Empirie, die andre in Sympathie versunken. Aber beide arbeiten sich empor, angetrieben durch die Natur der Dinge. Die Rätsel der Welt treiben aus der Empirie Spekulation, die kreuzenden Forderungen der Menschen aus der Sympathie den geselligen Ordnungsgeist hervor. Der letztere gibt Gesetze, die Spekulation erkennt Gesetze.

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