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dene farbenlose Olas vor dem Lóthrohre, wo es eine schöne Rubins farbe annimmt. Oder: 'Straß 100 Th., reiner Braunstein 24/Sh.

Umethyst: Straß 1000 Th., Braunstein 8 Th., Kobalt. orgd 5: Th., Goldpurpur 0:2. Th. i . ...

Smaragd: Straß 1000 Th., reines Kupferoryd 8 ch., Chromoryd 0.2 Th. Die Farbe läßt sich beliebig abändern durch Permehrung des Verhältnisses, des Kupferorndes oder Hinzufüs gung von Eisenornd. (4/10. des Kupferorydo). Ein Zusaß von Kobaltorgd nuanzirt die Farbe ins Bläuliche. Für eine meer's grúne Farbe: 1000 Th. Straß, 7 Th. Spießglanzglas und 0.4 Ch. Kobaltoryd. ,. .....

...". ' '14 Saphir: Straß 100 Th., Kobaltoryd 1% Th. Die Masse wird, um so fchöner , je, länger sie im Feuer erhalten wird, oder sie muß bei einer höheren Hike geschmolzen werden, weil das Kobaltblau sich nur in der vollkommenen Berglasung entwickelt; der Straß muß dazu ganz weiß und das Robaltoryd rein feyn. , Man fann auch reinen Braunstein (1/3 des Kobaltoryds) zuseßen.

Granat (oriental.): Straß 1000 Th., Spießglanzglas 500 sh., Goldpurpur 4 2h., Braunstein: 4 2h.

Eine Opalfarbe erhält man, indem man in deir gė. ichmolzenen Straß nach und nach so viel gepúlverten Weinstein einträgt, bis, die Masse die gewünschte Farbe angenommen hat; oder indem man derselben 5 Prozent Knochenasche beifügt; oder indem man der schmelzendeu Masse etwas Chlorsilber mit gleiche viel Eisenoryd zuseßt.

Für die Darstellung undurchsichtiger Pasten nimmt man das oben S. 44 angegebene, mit Zinnoryd, weißgemachte Glas, und legt beim Schmelzen die Metalloryde ju. So ents steht Korallenroth durch Zusaß von Schwefelkupfer (3 Pro. zent) und gleichviel Eisenoryd; eine túrfisáhnliche Masse durch Zusaß von Kupferpryd (3 Prozent) mit Zaffer (/500) und der Hälfte Braunstein; eine purpurfarbige Masse. durch Zusaß von reinem Braunsteiņ (3 Prozent) mit Kupferoxyd (6 Pro: zent). Für andere Farben macht man die Zusáße nach den im Art. Emailfarben angegebenen Berhältnissen, da diese Paften nichts anderes sind als gefärbte Emailmassen.

Der Herausgeber.

GI 2.8 m a blerei. • Die Gla 8 mahlerei beschäftigt sich mit der Ausführung von Gemåhlden auf Glas mittelst verglasbarer, im Feuer einges brannter Farben. Grundfäße und Verfahrungsart find dabei im augemeinen dieselben, wie bei der Mahlerei auf Email, Fayange und Porzellan, und alles dasjenige, was in dem Urt. Ema ile farben und Emailm a hlerei gesagt worden ist, findet auch hier feine Anwendung. Man wendet dazu dieselben dort angeges benen Farben an, mit eben denselben Flüssen, unter welchen man jedoch vorzugsweise die unter Nr. 4, 5 und 6 (Bd. V., S. 279) aufgeführten leichtflüssigen Zusammenseßungen gebrauchen kann. Es braucht hier also nur dasjenige angegeben zu werden, was bei dieser Mahlerei auf Glas im Besondern zu bemerken ist. Von dem Mahlen auf Glas mittelst der mit Dulfirniß angeriebenen Farben ist hier nicht die Rede.“

Zum Glasmahlen fanu man nicht gut das Krystalglas vers wenden, da dieses wegen seiner größern leichtflüssigkeit beim Einbrennen der Farben leicht weich wird und seine Form verliert. Es dient dazu am besten ein reines weißes, in hoher Hiße ges schmolzenes, bleifreies Glas (das böhmische Krystalglas, f. BD. VI. 8.634). Man hat zweierlei Arten, diese Mahlerei auszuführen, die sich der Manipulation und dem Effekte nach unterscheiden. Die eine wird hauptsächlich zum Bemahlen der Außenfläche von Glasgeschirren, Bechern 2c. angewendet, wo also das Gemahlde hauptsächlich mittelst des reflektirten Lichtes gesehen wird ; die zweite dient zum Bemahlen von Glasscheiben, wo also das Ges mähide mit dem durchfallenden Lichte erscheint. In

Die erste Methode unterscheidet sich in nichts von der Email: mahlerei, und alle Emailfarben ohne Ausnahme fönnen dazu ge: braucht werden. Die fein geriebenen Emailfarben werden mit reftifizirtem Terpentinöhl (das durch langeres Stehen an der Luft sich etwas verdickt hat) auf der Palette angemacht, und auf gewöhnliche Art, wie mit Wasserfarben, die lichteren Fat: bentöne zuerst, dann die dunkleren, gemahlt; überhaupt dass jenige beobachtet, was der Künstler bei der Porzellanmahlerei, besonders rücksichtlich des Mischens und übereinanderlegens der

Farben, zu berücksichtigen hat. Die Lichter werden entweder im Glase ausgespart, oder auch, wie in der Guachemanier, mit Weiß aufgefeßt. Das Mahlen auf dem Glase und das Unhaften der Farben erfolgt leichter, wenn die glatte Fläche mittelst fein gefchlemmten Tripels oder Schmirgeld so weit abgerieben wird, daß fie etwas matt zu werden anfängt. Ist das Gemählde eingetrocknet, so wird das Glasgefäß in die im Urt. Email beschriebene, und bis zum Dunkelrothglüben erhißte Muffel unter allmählicher Anwärmung auf einen untergelegten Ziegel eingelegt, bis der Glanz der Farben ihren hinlänglichen Fluß anzeigt, und dann durch Fortrüken gegen die Öffnung, Wegnehmung der Kohlen und Verschließung des Ofens, wieder allmählich abgefühlt.

Bei dieser Art von Mahlerei trägt die Eigenschaft der Durch: sichtigkeit des Glases wenig zum Effefte bei, im Gegentheile ist sie ihm noch binderlich, und diese Mablerei nimmt sich daber auf dem Glase weniger lebhaft und glänzend aus, als auf dem Email und der Porzellanglasur; sie paßt daher auch nicht eigentlich für dieses Material, ausgenommen das Glas wäre durch Zinnornd oder Beinasche weiß gemacht worden. Übrigens werden die Email: farben auch auf dieselbe Art verwendet, um Glasflaschen uc. mit Aufschriften u. dgl. zu versehen. In diesem Falle wird gewöhn: lich für den Schild mit dem fein zerriebenen weißen Email ein Anstrich gegeben, dieser eingebrannt, auf demselben dann mit beliebigen Farben gemahlt und neuerdings eingebrannt. Einfacher verfährt man so: mit dem fein gepulverten weißen Email wird mittelst des Lerpentinőhls, das mit eben/ fo viel Lavendelöhl verfellt werden kann, der Schild aufgetragen (für leichtflüssiges Sodaglas mengt man dem Email auf 1 Tb. noch o/5. oder /Th. eines gepulverten Glases, aus 1 Th. Quarzpulver, 3 sh. Mens nige und / Th. gebrannten Borar geschmolzen, bei), gehörig geebnet, nach dem Trocknen werden die Buchstaben mit einer une gespaltenen Schreibfeder oder einer Stahlfeder herausgefragt, und der Schild in dem Muffelofen eingebrannt.

Biel schöner und dem Glase eigenthümlich ist die Mahlerei nach der zweiten Methode, nämlich das Mahlen der Glasscheiben für das durchfallende licht. Diese unterscheidet sich von der ersten wesentlich dadurch, daß man von der Farben hauptsächlich nur

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solche anwenden kann, welche nach dem Einbrennen noch die ge. hörige Durchfichtigkeit behalten. Diese sind unter den im Art. » Emailfarben« angegebenen Farben: für Gelb, die unter Nr. 4 und 7, für Roth von Fleischfarben bis Purpur (nach der Menge des zugeseßten Flusses), die unter 15, 16 und 27; dann 18, 19, 20; für Blau jene unter Nr.30, mit mehr oder wenis ger Fluß; für Grün die unter Nr. 35, 36 angegebenen Zu: sammenfeßungen. Die dunkleren Farben, Grau, Braun und Schwarz wendet man hauptsächlich nur für die Umrisse und die Schattirungen an. Außerdem können für lichtere Farbentőne die gefärbten Glasflüsse, sowohl die gefärbten Gläfer als die durchsichtigen Glaspasten, deren Bereitung in dem Urt. » Glas flúfre« angegeben worden, dazu verwendet werden, nachdem man sie noch ein Mahl mit Zusaß von Mennig oder Borar umge: schmolzen hat. .: Diese durchsichtigen oder durchfcheinenden Emailfarben schmelzen bei dem Einbrennen, wie bei der ersten Urt dieser Mahs Terei, auf der Glasfläche zu einer dünnen Schichte von gefärbs tem Glase, dessen Nüanje daher zum Theil von der Dicke der Schichte abhängt. Bei einigen anderen Farben, deren' wesent: licher Bestandtheil Silberoryd ist, wird auf die Glasfläche eine Masse aufgetragen, welche, ohne selbst eine geschmolzene gefärbte Glasschichte zu bilden, bei dem Einbrennen die Masse des Glases felbst oberflächlich färbt, während der dem färbenden Dryde als Vehitel dienende Rückstand, als welcher gewöhnlich eisenbaltiger Thon oder Eisenoryd dient, nach dem Einbrennen wieder von der Fläche weggenommen wird. Es ist daher dieser Prozeß eine Art von färbender Zementirung der Glasfläche, die auch den Namen lafur führt, und der Glasfläche das Unsehen gibt, zumahl wenn die Lasirung auf beiden Flächen geschieht, als wäre das Glas in der ganzen Masse gefärbt.

Auf diese Art erhält man Roth durch eine Zusammenfeßung ang gleichen Theilen von gelbem Eisenoryd (Eisenochër), gelbem Bleioryd oder Bleiglao, Spießglanzglas, Sdjwefelfupfer und Schwefelsilber: man reibt das Ganze fein mit Wasser und trägt ed auf das Glas, um es nach dem Trodnen einzubrennen ; oder: man schinelzt 1 2h. kupferhaltiges Silber, wie das von Scheide:

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Farben, zu berücksichtigen hat. Die Lichter werden entweder im Olase ausgespart, oder auch, wie in der Guachemanier, mit Weiß aufgefeßt. Das Mahlen auf dem Glase und das Unhaften der Farben erfolgt leichter, wenn die glatte Fläche mittelst fein gefchlemmten Tripels oder Schmirgeld so weit abgerieben wird, daß fie etwas matt zu werden anfängt. Ist das Gemahlde eingetrođ. net, so wird das Glasgefäß in die im Art. Email beschriebene, und bis zum Dunfelrothglühen erhigte Muffel uuter allmählicher Anwärmung auf einen untergelegten Ziegel eingeseßt, bis der Glanz der Farben ihren hinlänglichen Fluß anzeigt, und dann durch Fortrüden gegen die Offnung, Wegnehmung der Kohlen und Verschließung des Ofens, wieder allmählich abgefühlt.

Bei dieser Urt von Mahlerei trägt die Eigenschaft der Durch: sichtigkeit des Glases wenig zum Effekte bei, im Gegentheile ist sie ihm noch hinderlich, und diese Mahlerei nimmt sich daher auf dem Glase weniger lebhaft und glänzend aus, als auf dem Email und der Porzellanglasur; sie paßt daher auch nicht eigentlich für dieses Material, ausgenommen das Glas wäre durch Zinnoryd oder Beinasche weiß gemacht worden. Übrigens werden die Emailfarben auch auf diefelbe Art verwendet, um Glasflaschen ac. mit Aufschriften u. dgl. zu versehen. In diesem Falle wird gewöhn : lich für den Schild mit dem fein zerriebenen weißen Email ein Anstrich gegeben, dieser eingebrannt, auf demselben dann mit beliebigen Farben gemahlt und neuerdings eingebrannt. Einfacher verfährt man fo: mit dem fein gepulverten weißen Email wird mittelst des Serpentinobls, das mit eben so viel Lavendelöhl verseßt werden kann, der Schild aufgetragen (für leichtflüssiges Sodaglas mengt man dem Email auf : Th. noch */s. oder // . eines gepulverten Glases, aus 1 Th. Duarzpulver, 3 Th. Mens nige und '/. Th. gebrannten Borar geschmolzen, bei), gehörig geebnet, nach dem Trocknen werden die Buchstaben mit einer uns gespaltenen Schreibfeder oder einer Stahlfeder herausgefragt, und der Schild in dem Muffelofen eingebrannt.

Viel schöner und dem Glase eigenthümlich ist die Mahlerei nach der zweiten Methode, nämlich das Mahlen der Glasscheiben für das durchfallende Licht. Diese unterscheidet sich von der ersten wesentlich dadurch, daß man von den Farben hauptsächlich nur

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