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E LITERATUR - ZEITUNG

EMEIN

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nisse des Kurortes herausgegeben von Dr. C. J. Heidler. Mit 5 Abbildungen. 1837. Xu.203 S. gr. 8.

Die Flora Marienbads von dem jetzigen Könige von Sachsen hat einige Ergänzungen von Eversmann aus Kasan und einigen anderen Botanikern erhalten. Carus fand eine neue Pilzart: Pyronema Märianum, deren Beschreibung und Abbildungen mitgetheilt wird. – Der zweite Abschnitt enthält geognostische Erörterungen über Marienbad's Heilquellen und Umgegend grösstentheils von Göthe. Der dritte Abschnitt vom Herausgeber betrachtet I) Marienbad geographisch, hydroistisch und meteorologisch und 2) dessen Heilwasser, Heilgase und Heilerden. Ueber die zahlreichen Säuerlinge der Umgegend Marienbad's berichtete H. schon in den balneologischen Jahrbüchern und auch hier verwahrt er sich zu behaupten, dass sie die Ursache der häufigen Hämorrhoidalkrankheit unter den Landleuten seyen. Hinsichtlich des meteorologischen Verhältnisses findet der Vf. mancherlei Vorurtheile gegen Marienbad zu bekämpfen. Die mittlere Temperatur daselbst ist indessen 2° niedriger als die Prag's und 3° niedriger als die Dresden's. Wie in jedem von hohen Bergen umgebenen Thale sind die Morgen und Abende kalt. Ueber die von der Natur gespendeten Heilmittel Marienbad's giebt der Vf. eine historische Zusammenstellung ihrer physikalischen und chemischen Verhältnisse. – Drück und Papier ausgezeichnet.

23) Eben d., b. Ebendens.: Wegweiser für Marienbad's Kurgäste. Von A. Schmidinger, K. K. Polizei- und Kur- Inspektions- Obercommissär. 1838. 160 S. 8. (nebst 4 unpaginirten Seiten.)

Der Ertrag dieser splendid gedruckten, mit einer lithogr. Ansicht und einem Plane von Marienbad versehenen Schrift ist dem in Marienbad für fremde Kurarme befindlichen Hospitale gewidmet und muss nicht blos deshalb, sondern auch wegen seiner Zweckmässigkeit den Kurgästen dieses vortrefflichen Badeortes dringend empfohlen werden. Der Vf. verbreitet sich über Entstehung und jetzige Einrichtung M.'s, nimmt besonders auf Oertlichkeit und Umgebungen des Kurortes Rücksicht und theilt die für Böhmen's Heilquellen Besuchende vorzüglich wichtigen Polizeiverordnungen mit. –

24) Ebend., b. Ebendens.: Marienbad, seine

eilquellen und Umgebungen. Von J. Ad. Fao,

Dr. Med. et Chir., Magister der Geburtshülfe, G

Brunnenarzte zu Marienbad u.s. w. 1837. 175 S. gr. 8. - - - - - - * * Der durch seine „ärztlichen Werke für Brunnenund Badegäste" rühmlich bekannte Vf. weihte vorliegende Brunnenschrift dem jetzigen Könige von Sachsen. Indem wir das Historische und Topograhische dieses Kurorts als bekannt voraussetzen und die Abschnitte, über Bäder und Mineralquellen, für Laien nur lobend erwähnen, wenden wir uns zu den Heilquellen Marienbad's. Der Kreuzbrunnen gehört zu den alterirend soltirenden Mitteln und stärkt nur, indem er den kranken Organismus zu seinem normalen Befinden zurückführt. Vorsicht bedarf seine Anwendung bei Neigung zu Abortus und Blutflüssen, Wassersuchten, Säugenden und Schwangern. Der an Eisen und Kohlensäure reichere Ferdinandsbrunnen ist mehr ein restaurirend erregend solvirendes Mittel, hinsichtlich seines Gebrauchs stimmt der Vf. mit Kreysig’s Ansichten vollkommen überein. Die Marienquelle mit ihrem grossen Reichthume an Koh– lensäure ist an fixen Bestandtheilen sehr arm. Recht gut ist die Beschreibung der Wirkungen der Gasbäder auf den Organismus. Nie konnte der Hr. Vf. eine Veränderung im Pulse seiner im Gasbade befindlichen Kranken entdecken, obschon er annimmt, dass eine Bethätigung des Blutlaufs im untern Unterleibe statt finde und dadurch Blutflüsse bewirkt werden. Ref, der einige Male die kohlensauren Gasbäder versuchte, schien es, als wenn auch im Pulse eine vermehrte Blutcirculation zu bemerken gewesen wäre. Am auffallendsten jedoch ist auch ihm die Reizung in dem Genitalsysteme gewesen, was in unsern frühreifen Zeiten bei Anwendung der Gasbäder sehr zu berücksichtigen ist. – Die Karolinenquelle wird zuweilen, die Ambrosiusquelle seltner zum Trinken, beide Eisenquellen aber zu Bädern benutzt. Ein halbes Glas der Karolinenquelle ist oft das beste Corriens bei excessiver Wirkung des Kreuzbrunnéhs. – Die herrlichen Moorbäder wirken reizend, stärkend und auflösend. – Die Wald- und Wiesenquelle haben nur unbedeutenden Eisengehalt, sind aber sehr reich an Kohlensäure, die bei ersterer sehr fest gebunden ist. Unter den Krankheiten, welche durch den Gebrauch der Heilquellen Marienbads beseitigt werden, zeichnen sich folgende Gruppen aus: Gicht und Rheumatismus, Hypochondrie, Bleichsucht, Skrofein und das Heer der aus diesen Leiden entspringenden chronischen Krankheiten. Viele Erfah"rungen hat der Vf. über Behandlung verschiedner "Augenkrankheiten mit kohlensaurem Gase gemacht und dadurch Jingken's Ausspruch über die Wirksanhkeit desselben gegen erethische Zustände der Augen bestätigt.. – In gediegener deutscher Sprache äussert sich der Vf. ferner über Badeleben, Spaziergänge, Ausflüge in die Umgegend, Entstehun der Mineralquellen, Mineragnosie und Phytognosie Marienbads und giebt zuletzt noch Notizen für den Kurgast und Nachrichten über die (freilich ganz chlechte) Füllung und Versendung der Marienbader Mineralwasser und die Analyse derselben. – Ref.

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Hr. Abendroth, der Gründer dieser Seehadeanstalt wollte seine im J. 1818 erschienene Schrift ergänzen und manche Vorzüge, welche sie seiner Meinung nach vor anderen ähnlichen Anstalten Ä denen der Ostsee hat, anführen. Wie sgegensreich diese Anstalt für das Städtchen Cuxhaven selbst. geworden ist, ersieht man aus der Angabe: 1816 enthält das Städtchen in 50 Häusern 386 Einwohner und nach 20 Jahren hatte es 129 Häuser und 1060 Einwohner. Und dennoch hatte das Amt Ritzebüttel, wozu Curhaven gehört, nachdem die Einwohnerzahf vom J. 1816 – 26 von 4231 auf 5367, also um 1058 gestiegen war, im J. 1831 nur 4947 und 1836= 5289 Einw., also immer noch 78 Einwohner weniger als 1826, was der mörderischen Epidemie der Marschfieber des J. 1826 zuzuschreiben ist. Für Hamburgs Bewohner und diejenigen, welche sich für diese kleine hanseatische Besitzung interessiren, finde sich noch viele interessante Thatsachen und Beschreihungen zweckmässiger Einrichtungen. 26) ALToNA, b. Aue: Das Wilhelminen-Seebad auf der Insel Föhr in der Wordsee, in seinem gegenwärtigen Zustande, von Dr. H. F. Borghoff, prakt. Arzte daselbst. 1837. 80 S. 8. (12 Äs

Der Vf, hält die Bäder der Nordsee für energischer als die der Ostsee und diese deshalb in manchen Krankheitszuständen allein angezeigt, da jene das Fünkchen der Lebenskraft gäuzlich auslöschen, würden:.. Die Badeanstalt im J. 1819 entstanden, liegt 10 Minuten von dem Flecken Wyk. Man hat hier weissen Sand zum Grunde und selbst während der Ebbe hinlängliches Wasser. Für die Damen sind 10, für die Herren 6 vierräderige Badekarren. Recht gut ist für Badegäste, für welche die Schrift häufit. sächlich gefertigt ist, die Anleitung zum Ä und zweckmässigen Gebrauche des Seebades nach Wogel gegeben. Zu ängstlich scheint Ref. der Vf., dass er den Badenden räth sogleich bei wiederkehrendem Wärmegefühle die See zu verlassen, weil bei längerem Verweilen in der See die Wirkung des Ä für den Tag verloren gehe. Zu' wenig ñgstlich ist . Ä; wenn er den Hypochondristen nach dem Essen einen Schnaps Ä anrik dergleichen Ätive bei Kranke dieser Art Ästreng j mieden werden müsséü. – Der Anhang ejht

erhiedene Reglement Änd Tenor Ä Auffallend rheuerscheint déi Re.de P eis für die Seebäder, Vbn denen ein kaltes # ork (10 gGr.) nd einwäèresndeh halbsbrielöstet. E FÄ den warmen Getränken findet sich Bischöf, Cardij, rothe und weisse Ä "Theuer findet auch Ref. das Schriftchen selbst. - - - --- - * : . . . . . . . . . . . . . . . . 27) LÜRock, ind. v. Rohden, Buchh.: Die Heilkräfte des Meerwassers Zur Belohnung für Gebildete. Mit besonderer Berücksichtigung der Seebade„Anstalt bei Travemünde dargestellt von FLiebaldt, Dr. Med. und Badearztz Traveje. 1837. VIII. u. 136 S. 12. (12 gGr.) Aufrecht zweckmissige Weise theit der Wf. aus den grösseren, - mehr Äwissenschaftlich gëhä GIE Il Werken das die Badegäste und jeckénGèbilden interessirende über das Meerwasser ÄR betrachtet zuerst die physikalisch- chemische Eigenschaftendessélben, erinnert an die schön F830 von Mohaelis gemachte und durch Ehrenberg bestätigte Entdeekung, dass das Leuchten des Meeres von lebenden Geschöpfen und einigen Pflanzefarten herrühre, und zeigt durch Vergleichüng verséhiedner Meeres gegenden, dass der Unterschied där Meerestemperatur zu gleichen Jábres- Ä sehr grosssey. Hinsichtlich des Sälzgehältés giebt er das Bekannte. . Die Wirklinge"äesMeerj䚧ers auf den gesunden menschlichen Körper bestehen och ihm in Reinigung und Stärkung der Haut, Beizung und Erschütterung ihrer Nervén, Aufnahme der Salztheile in das Blut (weniger durch kalte, mehr durch warme Seebäder, am meisten durch in nerlichen Gebrauch des Meerwassers) und dadurch verbesserte Blutbereitung. (wozu auch die reinere Seeluft kräftig mitwirkt). Hieraus ergiebt sich der innerliche und äusserliche Gehrauch desselben bei kranken Zuständen von selbst. Auch unser Vf gedenkt der oft spät eintretenden Nachwirkungen einer regelmässigen Seebadekur. Nach den bewährtesten Schriftstellern werden Regeln zur verschiedeDen Anwendung des Seewassers gegeben. Neu und zweckmässig scheint dem Ref. de Rath, die langen aare der Frauenzimmer, um die Nässe davon Äbzuhalten, vor dem Baden mit etwas Pomade oder Makassarö zu bestreichen. – Jod und Bj Änicht im Wasser der Ostsee (aber auch wohl

Ät dem der Nordsee), sonderj j Oceane
Äom mittelländischen Meer gefjejÄ

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"nächste und entferntere Umgebung, seine inne- re Einrichtung die verschiedené Anwendung Ä grosse Wirksamkeit dieses Badesj Vorzüge vor vielen anderen, namentlicj nen zü Döberan und auf Worderney, in Bezu auf die darüber unlängst von den Hn. Geh. Med. R. Sachse und Dr. Mühry erschienenen Schrifoten, nebst einer Abhandlung über die Wirkung der Seebäder überhaupt von Dr. J. Fr. d'AumeÄz. deärzt u. s. w. 1837. Xiiji72 § 8. "(IRthlr.) . .“ - - 1! - : , - . - - “, - - In einer früheren Schrift des Vfs. (in holländ. Sprache) über Scheveningen (sie wurde in das Franz übersetzt 1829) und in einer von der Harlemer Academie der Wissenschaften gekrönten Abhandlung über Wirkung und Anwendung der Seebäder gab er fast ganz mit Mühry übereinstimmende Ansichten und erklärt diess hier, damit man ihn nicht des Plagiats beschuldige (welches indessen unhöthig war, da beide Herren die Ansichten j Engländer, obschon modifizirt adoptirten ). Das Seebad wirkt reizend und erregend, Zusammenziehend und stärkend, krampfstillend und besänftigend. Seine Wirkangen treten besonders in Scheveningen recht eclatant hervor, da die Nähe vom Haag erlaubt, eine Ä5 "niche Anzahl von Seebädern anzjnj So fand in einem Falle von Lähmung erst nach dem 80 Bade (täglich zwei Boder) einige Besserung und o dem 48., völlige Heilung Ätj j auch hier die Nähe des Meeres und dessen reizende o». die nach dem Vf. auch ohne Bj Schlimabsonderung in den Bronchjej Von den Beweisen über die auflösende Wirkung der Seebäder, welche der Vf. mittheilt, erwähnt Ref. Im Ur» dass ein an einer grossen Knochengeschwulst des Hinterfusses leidendes Pferd j derselben völlig ofreit wurde, als es täglich die Badekutschen in's Meer ziehen musste. Bei dem häufigen Gebrauche der lauwarmen Seebäder Verschwinden Gelenk- und Drüsengeschwülste ziemlich schnell; oft verbindet man sie mit Schwefelleber, wodurch die Wirkung derselben erhöht werden soll. - Das bei Schej ogen geschöpfte Seewasser scheint ziemjhj zu seyn, weshalb wohl das schnelle Verderben desoben. Gegen Skröfeln und Wj mit Nutzen getrunken. Seine Bestandtheile werden nach den Untersuchungen van Meertens, Dr. Mdss und Dr. Hollemann's mitgetheilt, es hat in 100 Theilen Äeron Salzen. Es ist jn sehrtheures Bad für den Gast! – Zuletzt vertheidigte Scope ningen gegenseite und Ä“Ä

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Seebad zu Scheveningen in Holland, seine-ses-Polista, (daher Wechselfiebj endemisch), ist

eine Kreisstadt des Nougprod'schen GouvernementsDie heilsamen Salzquellen, waren schon längst be

j, aber wegen mangelnder nöthigster Einrich

tungen sehr wenig gebraucht. „Ein besonderes Comité unter Vorsitz es Dr. v. Wylie veranlasste eine analytische Untersuchung und, da diese ein orzüg liches Resultat (man fand Jod und Brom und in 12 Unzen 86 Grane Kochsalz) ergab, befahl die im J. 1837 anzufangende Errichtung der für Badegäste nöthigen Gebäude. Drei Salzquellen von fast gleichen Bestandtheilen geben reichliches Wasser, welches man zu 12 Unzen als abführendes und zu 6 Unzen als auflösendes Mittel gegen Scrofeli, Verstopfung beiträgem Darmkanale, Hämorrhoiden und hronische Ausschläge innerlich anwendet. Als Bad wirkt es den Seebädern analog. Recht zweckmässig scheint die projectirte Anlage eines Badebossins, um auch hierin die Bäder denen im Meere ähnlich zu machen. Kurz, aber gut ist die Angabe der der inneren und äusseren Kur angemessenen Diät. Die gut geschriebene Abhandlung hat wahrscheinlich en kedäcteur des Comité, den Divisionsarzt Dr. Sachatrow zum Vf. –

- 30) KREUzwAch, b... Kehr: Kreuznach und seine

from - und Jodehaltigen Heilquellen in ihren

wichtigsten Beziehungen. Nach vieljährigen Erfahrungen für Aerzte und Kurgäste mitgetheilt von J. E. P. Prieger, Dr. der Med., Chir. und Geburtshülfe; Kön. Preuss. Hofrathe und Kreisphys., dirigirendem Arzte u. s.w. 187. XVIII u. 27. und 3 nicht paginirte Seiten. 8. (1 Rthlr. 12 gGr.) - Unter den neueren Soolhädern erfreut sich Kreuzich an der Nähe, 3 Stunden von Bingen im Reg.Ä Coblenz 286 F. über der Meeresfläche geleen, eines bedeutenden und jährlich noch wächsenÄn Rufes. Schon im J. 819 kommt der Name reuznach vor; Ludwig, der Fromme hae doobst j königl. Pallast. Die Lage der Stadt, und ihre Ä sind schön und frei von endemischen Ä Än, selbst Wechselfiebern, und Frendan Ä , werden in Kreuzäch schnell ja öft ohne Arzneigebraüch hergestellt. Dié jfbé den Seiten der Nahe Ä Sälinen Karls- und Tjörhalle wurden 1733 u. 1743 erbaut und sind jetzt grossherzogl. hessih Ä. Acht Brunengebenjoch üÄ Millionen Kubikfuss Soble, dienhittélbar aus Pörphyrfelsen kommt; nur eine hätte Ä sind nicht unbedeutende. Quecksiiberbergwerke. - Nach einer Uebersicht der Kreuznacher Flora und eiñer kürzen Geschichte der Bäder im Allgemeinen theilt uns der Yf. mit, dass, wie er uns schon in einer eignen 1822 erschienenen Schrift berichtete, die ersten Soolbäder 1817, nächjñder Karlshafe die Jodine entdeckt hatte, scrofülösen Kindern gab. Nach und nach mehrten sich die Badegäste und mit ihnen die Bä deanstalten,

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besonders, seitdem die grosse Menge Brom, in den
Söolen aüfgefunden wurde. Getrunken wird das
Wasser ausser isen-, Münsterer- und Karlsha-
ler; Quelle. . Nach der im J. 1837 vom Prof. Osann
in Würzburg angestellten Analyse enthalten. 16 Un-
zen der Karlshaller-Quelle, der so ziemlich die an-
deren gleichen:
der Elisenbrunnen hat . G 6,59
die Karlshaller-Quelle . . # #
der Hauptbrunnen auf der Theodors- * • 3.
halke. . . . . . . . . + 21° R.
und der zu Münster am Stein . - 23° R.'
Die chemische Beschaffenheit der
Mutterlauge der Saline Münster am
Stein, von der sich die der anderen... ,
Salinen nur sehr wenig unterschei- . . .
det, ist in 100 Theilen;

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Chlornatrium . • , .« - - - es eigenthümlicher harzartiger sei Ä. quellsaures Eisenoxydul – ,– – – – - eine stickstoffhaltige Substanz, .. (die bei der Destillation sich zersetzt .. und mit dem quellsauren Eisenoxydul ... Eisencyanid-Cyanur giebt) . . - . Wasser . . . . . . . . . . . . 63,85 Thl. Jodnatrium . 0,0440 Gr.

Bromcalcium . . . . . . . 66025 Gr. Brommagnium . . . . . . . .“ Ä72 Ä. Chlórnatrium . . . . . . . 59,6651 Gr. Chlormagnium . . . . . . . . 0,6787 Gr. Chlorcalcium . . . . . . . 2,5612 Gr. Chlorkalium . . . . . . . . . 0,4671 Gr. Chlorlithium . . . . . 0,0566 Gr. Salzsaure Thonerde . . . . 0,4321 Gr. “Mangamchlorär . . . . . . . i 0,6538 Gr. Kohlensaurer Kalk . . . . . . 0,6133 Gr. – – – Bittererde . . .“ O,4730 Gr. – – und quellsaures Eisenoxydul 0,3645 Gr. Kieselerde " . . . . . . . . 0,0313 Gr.

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lichen harzigen Stoff d d 1,4717 Gr.

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E LITERATUR - z EITUNG

ALLGEMEIN

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MEDICIN. Brunnen – und Badeschriften. (Fortsetzung von Nr. 82.)

30) KREUzNACH, b. Kehr: Kreuznach und seine Brom - und Jodehaltigen Heilquellen in ihren wichtigsten Beziehungen – – mitgetheilt von J. E. P. Prieger u. s. w. -

De Kreuznacher Soolquellen wirken besonders auf die kranken Drüsen und Lymphgefässe, indem sie Stockungen auflösen und eine grössere Secretion und Resorption erregen. Am bestimmtesten sieht man dieses bei Salivirenden, was wahrscheinlich von dem Jodgehalte herrührt. Indessen zeigt die Erfahrung, dass der innerliche und äusserliche Gebrauch der Kreuzn. Quellen nicht Abmagerung des Körpers und der gesunden Drüsen verursacht. Auch die Heilkräfte des Athmens der mit Chlor, Jod und Brom (?) geschwängerten Atmosphäre an den Gradirwerken und Siedpfannen bei Tuberkulose der Lungen, Luftröhre, Bronchien und des Kehlkopfs und bei Scrofeln bestätigen neue Beobachtungen. (Nach mündlichen Mittheilungen des Dr. Malfatti in Wien niitzen Dampfbäder den Genitalien, welche man in Ischl über den Siedpfannen eingerichtet hat, gegen Verhärtungen und Hydropsien der Ovarien. Ref.). Der Vf. beobachtete vier Arten von Badeausschlag, der selten vor dem 20. und nicht nach dem 30. Bade erschien und weder Folge von Korpulenz des Badenden, noch von sehr hoher Temperatur der Bäder war. Er soll kritisch, in allen Fällen und zwar bei den lange dauerndsten, hartnäckigsten und wohl auch bösartigen Hautausschlägen der Vorbote radicaler Heilung seyn, nach keinem andern Bade und nie, selbst nicht bei lange andauerndem Gebrauche der Bäder, zum zweiten Male erscheinen. Bemerkenswerth ist es, dass derselbe nur bei Krankheiten der Haut, des Lymph- und Drüsensystems erscheint, und nie auf den erkrankten Gebilden selbst. Nicht selten besteht er aus pustulösen Geschwüren. – Unter den Krankheiten, in welchen die Kreuzn. Mineralquellen ihre Heilkraft erprobt haben, stehen die Scrofeln oben an und die Häufigkeit derselben in jetziger Zeit schreibt der Vf, der verkehrten geistigen und körperlichen Lebensweise zu. Die Wichtigkeit des Gegenstandes veranlasst den Vf. zu einer Discursion in das Gebiet der speciellen Pathologie, welche den Kurgästen wenigstens nichts nützen kann. Er hält die Scrofelkrankheit mit der Tuberculose für identisch (?) – Milchschorf, Krätze (?) A. L. Z. 1838. Zweiter Band.

und flechtenartige Ausschläge für nicht seltne Ablagerungen der Scrofelmaterie auf die Gewebe der äusseren Haut. – Es folgen die Leiden der Geschlechtsorgane, der Vf. sah scrofulöse Anschwellungen und Verhärtungen der Brustdrüsen und des Uterus u. s. w. verschwinden. – Unter den Krankheiten der Haut sind es besonders die herpetischen Formen, welche in Kreuznach bald beseitigt werden. Krankheiten der Knochen (besonders Rhachitis) und Gelenke, Gicht, Hämorrhoiden und Rheumatismus, Hysterie und Hypochondrie, Krankheiten des Nervensystems finden hier ihre Heilmittel. Entzündungen, Vereiterungen und Colliquationen verbieten den Gebrauch der dasigen Mineralquellen. – Das diätetische Verhalten ist nach Beaumont gegeben. – 36 recht gut erzählte, meist recht wichtige Krankheitsfälle, deren Heilung bewirkt wurde, machen den Beschluss dieser wichtigen Brunnenschrift, bei der wir nur Vorschriften zum innern Gebrauche der Soolquellen vermissen. Zahlreiche Druckfehler verunstalten den sonst so schönen Druck.

31) DARMsTADT, b. Leske: Homburg und seine IHeilquellen von Dr. E. C. Trapp, landgräfl. hess. Med. Rathe. 1837. 145 S. 8. (20 gGr.) Homburg vor der Höhe, 3 Stunden von Frankfurt a. M., 600 Fuss hoch am Fusse des östlichen, an Naturschönheiten so reichen Taunusgebirgszuges, ist die freundliche Residenz des Landgrafen von Hessen und hat 4409 Einwohner, die sich einer guten Gesundheit erfreuen, da endemische Krankheiten fehlen und epidemische selten und gelinde sind. Nur für Lungenkranke taugt die reine frische Bergluft nicht. – Ueber den Gehalt der Quellen berichtete der Vf. schon in dem ersten balneologischen Jahrbuche; hier giebt er das Resultat einer wiederholten chemischen Untersuchung des Prof. Liebig in Giessen. Merkwürdig ist der Reichthum an Kohlensäure, von der in 16 Unzen im Ganzen 58,78 K. Z. und in freiem Zustande 48,64 K. Z., also mehr als in den bekannten Mineralquellen Ä enthalten ist. Der Trinkbrunnen enthält in 16 Unzen: Chlornatrium . . 79,1547 Grane schwefelsäures Natron 0,3809

Chlorcalcium . . . 7,7568 Chlormagnesium . 7,7670 Kieselerde . . . 0,3157

Kohlensaueren Kalk 10,9824 : - - Bittererde . 2,01.11 Eisenoxydul 0,4608 freie Kohlensäure . 21,4808 130,3102 Grano

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