Vierteljahrschrift für die praktische Heilkunde: Herausgegeben von der medicinischen Facultät in Prag. ... . Erster-sechsunddreissigster Jahrgang. 1844-1879. [Erster]-hundertvierundvierzigster Band, Bände 23-24

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C.L. Hirschfeld (C. Reichenecker), 1849
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Seite 20 - Ins Innre der Natur -" O du Philister! „Dringt kein erschaffner Geist." Mich und Geschwister Mögt ihr an solches Wort Nur nicht erinnern: Wir denken: Ort für Ort Sind wir im Innern. „Glückselig, wem sie nur Die äußre Schale weist!
Seite 6 - ... ihr Entstehen einem blossen Reize verdankt, welcher den motorischen Nerven trifft und durch diesen direkt auf den Muskel übertragen wird, oder ob sie dadurch hervorgerufen wird, dass der...
Seite 22 - ... dieses Stadium, wie aus den obigen Angaben folgt, schon mit der 2. Woche der Krankheit, in den schwereren konnte man es von der 3. an rechnen, so also, dass der Eintritt desselben zwischen dem 7. — 14. Tag gesetzt werden kann, ohne dass ich jedoch einem bestimmten Tage den Vorzug geben möchte. Für gewöhnlich bezeichneten sogenannte kritische Erscheinungen den Uebergang. Bei Allen verlor die Haut das brennende, stechende Gefühl des Calor mordax, bei Vielen stellten sich leichte Schweisse...
Seite 76 - Ileligionsschwärmerei dabei im Spiele, so wirken doch ohne Zweifel zugleich leibliche Ursachen mit. Fast alle Kranke, welche über den Hergang befragt wurden, gaben an, dass ihr ungewöhnlicher Zustand mit einer starken Erweckung zur Reue und Besserung angefangen, im Verein mit Uebelbefinden, Schwere im Kopfe oder im Leibe überhaupt, Brennen in der Brust usw Die Erweckung ging bei einigen dem körperlichen Le'ulen voran , bei ändern folgte dieselbe.
Seite 76 - Braunschweig u. a. w. doch nie gesehen, dass Taubstumme grössere Arzneigaben erfordern und ertragen, als Vollsinnige, auch haben deren Lungensuchten in Erscheinungen und Verlauf denselben Gang, dieselben Zufälle, Husten, purulenten Auswurf, Zehrfieber, wie bei den Vollsinnigen. In Beziehung auf körperliche Empfindlichkeit gegen Schmerzen, zB bei chirurgischen Operationen, haben wir ebenfalls diese nicht anders als bei Vollsinnigen gesehen. Wenn sie sich aber mit grösserer Ruhe und Geduld dabei...
Seite 21 - Appetit war mässig, mehr auf säuerliche Speisen gerichtet. In seltenen Fällen war die Zunge stärker belegt, pappig anzufühlen, weisslich oder gelblich, der Appetit ganz verschwunden, Uebelkeit, Neigung zum Erbrechen oder Durchfall vorhanden. Der Leib war immer weich, meist voll, aber nicht aufgetrieben; grössere Gasanhäufungen, Meteorismus nicht gewöhnlich. Besondere Schmerzhaftigkeit einer besondern Stelle konnte ich als constante Erscheinung nicht finden. Anfangs schien es mir, als ob Schmerz...
Seite 75 - Mansfcldff) so ziemlich beistimmt. Haben aber Taubstumme, nach unserer Erfahrung, in ihren körperlichen Beziehungen vor Vollsinnigen, ausser dass ihnen Gehör und Sprache mangelt, nichts Besonderes, so kann bei guter Beobachtung nicht übersehen werden, dass bei denselben grosse Anlage zur Serophelsucht und der Lungensucht vorwaltend ist.
Seite 93 - Gefängnisses beliefen sich auf 126, hingegen die des letzteren nur auf 7, von denen noch obendrein 5 schon wahnsinnig bei ihrer Aufnahme waren. Zwar kämen auch von jenen 126 siebzehn in Abzug, weil sie schon wahnsinnig bei ihrer Aufnahme waren, indess bleiben immer noch 109, die im Gefängnisse wahnsinnig wurden.
Seite 76 - ... und auf erstaunenswürdige Weise den Wirkungen reizender abführender Arzneien widerstehen. Mansfeld***) glaubt, dass Taubstumme nicht so vielen Krankheiten unterworfen wären wie Vollsinnige, und dass taubstumme Kinder doppelt so grosse Arzneigaben ertragen und erfordern, wie Hörende. Wenn es nun mit unserer Erfahrung übereinstimmt, dass Taubstumme öfter, aber nicht immer, geringere körperliche Empfindlichkeit haben wie Vollsinnige, dass bei diesen die körperliche Entwickelung gehemmt ist,...
Seite 79 - ... geringfügigen Zahl von Untersuchungen wegen zu wenig Anhalt, als dass nicht vielmehr vor der Hand der Grund dieser Unterschiede gleichfalls in der Nahrung oder wenigstens in anderen Dingen, als gerade in einer specifischen Verschiedenheit der betreffenden Krankheitsformen zu suchen vviirc.

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