Archiv für österreichische Geschichte: 1849, Band 49

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Aus der kaiserlich-königlichen Hof- und Staatsdruckerei, 1872
 

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Seite 50 - Veränderungen nicht zu erklären, wie iusbesondere der Umstand, dass 1360, 27. März der Titel , erzherzog' und Tags darauf ,pfalzerzherzog' in gleichartigen Urkunden vorkommt. WennWattenbach in Betreff des Erzherzogtitels bemerkt: ' ,Während sich in seinen (Rudolfs) Urkunden, die für andere Fürsten bestimmt waren, der Erzherzogstitel nicht findet, ebenso wenig von anderen Fürsten ihm beigelegt wird, so führte er denselben doch zu Hause fortwährend und liess sich auch von Schwächeren so bezeichnen...
Seite 107 - ... der Verwaltung von Steiermark, so müsse er Kärnthen, Krain, Triest und Portenau nebst den Besitzungen auf dem Karst abtreten. Bricht Leopold sein Wort, so ertheile er den Unterthanen des Landes, welches Ernst sich wählen wird, schon vorhinein das Recht, sich ihm, Leopold, straflos zn widersetzen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden die drei Brüder ihre Länder theilen, bis dahin aber die Einkünfte miteinander beziehen, und kein Schloss, keine Festung oder Stadt ohne gemeinsame Bewilligung...
Seite 123 - ... umsonst gab sie die Versicherung, dass sie ihn wie seinen Bruder ohne Unterschied in allen Dingen, mit Ausnahme der Vormundschaft, für einen Herrn von Oesterreich halte, und nicht im Entferntesten die Absicht oder...
Seite 115 - Ratteuberg. eben könnte, zu unternehmen. Man besorgte, Friedrich könnte sich der Stadt Hall als eines befestigten Ortes in den wahrscheinlichen Streitigkeiten mit seinem Bruder bedienen. Herzog Friedrich nahm das Verlangen der Bürger nicht ungnädig auf und gelobte ihnen Friede und Ordnung für ihre Stadt. Erst am 10. Juli kam auch Herzog Albrecht mit einem Gefolge von 114 Mann, darunter viele Böhmen und Polen, in Hall an; auch er gelobte den Bürgern, was sein Bruder versprochen.
Seite 125 - Landesfürsten gewiesen sein. Geschehe eine Veränderung mit einem dieser Beamten, so habe der Nachfolger denselben Eid zu wiederholen. Nach Verlauf der vier Vormundschaftsjahre werde Herzog Friedrich alle Lande, Herrschaften, Schlösser, Güter und Leute, die er als Vormund in Besitz genommen, ferner alle Schätze und Briefe ohne Verzug und Widerrede dem Herzoge Sigmund überantworten, und alle Hauptleute, Burggrafen, Pfleger und Amtleute, alle Bürger in Städten und Märkten, und die ganze Landschaft...
Seite 110 - Ucbereinkommen vom 1. Jänner 1417 beendigt. Fünf Jahre, so wurde festgestellt, sollten die Länder beider Brüder ungetheilt bleiben; zur Gleichstellung ihres Einkommens sollte Friedrich dem Herzoge Ernst Rottenburg und Hörtenberg im Innthale, Ernst hingegen dem Herzoge Friedrich Brück an der Leitha und Stixenstein nebst Krumbach, oder statt Brück Schärfenberg überlassen. Nach Verlauf der fünf Jahre sollte, wenn ein Theil es wünsche, eine neue Theilung vorgenommen werden, und Friedrich die...
Seite 228 - Rede, wie dort, von einer Abhängigkeit Sigmunds von Friedrich in allem und jedem, von einer Einbeziehung Tirols in jede beliebige Theilung der Länder des Hauses Oesterreich, von einer Zuweisung dieses oder jenes Theiles an Herzog Sigmund, von der gänzlichen Ausschliessung des Gedankens eines Erbrechtes Sigmunds an Tirol, von einer fast unbeschränkten Oberherrlichkeit Friedrichs als des Aeltesten unter den habsburgischen Fürsten; hingegen erscheint das Grundgesetz des habsburgischen Familienrechtes...
Seite 178 - Den Tridentinern wurde auf ihr Ersuchen zum Zwecke von Unterhandlungen ein Waffenstillstand gewährt unter der Bedingung, dass sie sich zur Erfüllung dessen herbeilassen, was sie von rechtswegen zu thun verpflichtet seien. Darauf gelobten die Bürger von Trient mit Handschlag und Eid, sich mit Weib, Kind und Gesinde dem Herzoge Sigmund zu unterwerfen, worüber sie eine mit dem Stadtsiegel bekräftigte Urkunde ausstellten. Von Seite der landschaftlichen Bevollmächtigten wurden ihnen die vorteilhaftesten...
Seite 188 - Betreffende von seiner Pflege nicht abtrete, noch sich daraus verdrängen lasse, ,da wir, setzt der Herzog hinzu, wie ihr wisset, zu diesen Zeiten nicht handeln können, wie wir sollten. Wir sind so überwacht und beengt, dass wir in keiner Weise weder für unsern eigenen noch der Unsrigen Nutzen zu sorgen in der Lage sind, oder auch nur davon sprechen dürfen.
Seite 147 - Sigmund einzuwirken bestellt und bemüht war, das war der königliche Secretär am Hofe Friedrichs, Aeneas Sylvius. Dieser geschmeidige Hofmann hatte es übernommen, den jungen Fürsten zu den Verzichtleistungen zu bereden. Mit der unschuldigsten Miene und in der einschmeichelndsten Weise suchte er ihm in jener Schrift, in welcher er ihn zur Liebe und Pflege der Wissenschaften aufforderte, und, wie er selbst sich rühmte, 2 weise Lebensregeln vorzeichnete, beizubringen, dass...

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