Friedrich Gentz: eine Biographie, Band 1

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Beliebte Passagen

Seite 185 - Es ist klar, daß es nur der Vorsehung gefallen dürfte, einen ehrgeizigen, eroberungssüchtigen Fürsten auf den Russischen Thron zu erheben, um schon unter den jetzigen Umständen die Unterjochung von Deutschland, die Auflösung aller noch bestehenden Reiche und eine doppelte Universal-Monarchie...
Seite 97 - Widersacher, als die entgegengesetzte, und, wenn sie irrig ist, die Wahrheit. Nie kann dies System einem wohlgeordneten Staate Gefahr bereiten, nie hat es einem solchen geschadet. Wo es verderblich wurde, da war die Zerstörung schon vorangegangen, und der gefräßige Schwärm wuchs nur aus der Verwesung hervor!
Seite 277 - Als Streiter für eine geheiligte Sache spreche ich über Ihre frevelhafte Apostasie ein unerbittliches Verdammungsurteil aus; als Mensch, als Ihr ehemaliger Freund empfinde ich nichts als Mitleid für Sie; Sie zu hassen, ist mehr als ich vermag. Wenn Gott unsere Wünsche erfüllt und meine und anderer Gleichgesinnten Bemühung krönt, so wartet Ihrer nur eine einzige Strafe; aber diese ist von allmächtigem Gewicht. Die Ordnung und die Gesetze werden zurückkehren; die Räuber und der Usurpator...
Seite 62 - Es ist eine sonderbare Zumuthung au einen vernünftigen Mann, daß er ein Ding lieben oder hassen soll, blos, weil es einen gewissen Namen führt, mit dem er einst Liebe oder Haß verbunden hat. Französische Freiheit ist gerade so wenig brittische Freiheit, als die französische Monarchie die brittische war. Wenn auch unter dem ewigen Wechsel der Begebenheiten die Grundsätze in uns nie wankten, so muß sich doch die Anwendung unaufhörlich ändern.
Seite 42 - System gegründet wird. Sie ist die Hoffnung und der Trost für so viele alte Übel, unter denen die Menschheit seufzt. Sollte diese Revolution zurückgehen, so würden alle diese Übel zehnmal unheilbarer.
Seite 299 - Excellenz den Patriarchen, das Oberhaupt ihrer Kirche; aus diesem Standpunkte habe ich wenigstens, und haben die, welche mit mir gleich denken, Sie schon seit mehreren Jahren betrachtet; die letzten Begebenheiten haben unserem Glauben das Siegel aufgedrückt. — Und ich meines Theils, erkläre hier, daß, wenn es mir heute gelänge, EU.
Seite 253 - Der Minister v. Stein, der einige Tage hier war, ist der erste Staatsmann von Deutschland. Der sollte mir gewiß, wenn ich in Berlin lebte, nicht lange brach liegen; bei seinen tiefen Einsichten und großem Charakter käme es bloß darauf an, ihm Beistand zu versichern, denn zu handeln ist er völlig entschlossen. Aber ganz allein kann er auch nicht, und was soll ich von Berlin erwarten?
Seite 246 - Erbteils verpflichteten und geweihten Familien, aus so vielen, von uraltem Glanze, auch jetzt, auch in dieser Abenddämmerung aller Größe, noch umstrahlten Fürstengeschlechtern, nicht endlich ein vollständiger Held, Ein Retter und Rächer hervorgehe, der die Tränen von allen Angesichtern abwische, der uns einsetze in unser ewiges Recht und Deutschland und Europa wieder aufbaue.
Seite 245 - ... auch gepeinigt und gekränkt, verlassen und verraten werden mochte, so sehr es auch durch höllische Blendwerke oder durch Niederlagen und Unglück verwirrt, eine Zeit lang sich selbst vergessen haben konnte, nicht endlich vom schmählichsten Verfall, von der grausamsten Erniedrigung zurückkomme; unmöglich, daß so viel Geistesgewalt, so viel persönliche Superiorität, so viel vereinzelte, aber gediegne Kraft, solcher...
Seite 245 - Brennpunkte sammle, von dort aus das Ganze belebe, und alle eitle Schranken durchbreche; unmöglich, daß aus diesem ehrwürdigen Stamme so mannigfaltiger Vortrefflichkeit und Hoheit, aus diesem Mutterlande Europäischer Herrschaft, aus so vielen durch ehemaligen Ruhm, durch große, bedeutungsvolle Namen zur Fortpflanzung eines heiligen...

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