Alpenverein: die Städter entdecken die Alpen

Cover
Böhlau, 2007 - 445 Seiten
Was 1862 als Grundung von einigen Wiener Alpenfreunden begann, entwickelte sich zu einem der einflussreichsten Vereine Mitteleuropas: der Deutsche und Osterreichische Alpenverein. Von der Nordsee bis zum Bodensee, von der Ostsee bis zur Adria gab es bald keinen grosseren Ort ohne Alpenvereinssektion. Der Alpenverein beeinflusste nicht nur das Leben und die Freizeitgestaltung seiner Mitglieder, sondern trug auch wesentlich zu den wirtschaftlichen und soziokulturellen Veranderungen in den Alpenlandern in der zweiten Halfte des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Seine Mitglieder erbauten zahlreiche Hutten und viele hundert Kilometer Wanderwege, trugen zur wissenschaftlichen Erforschung der Alpen bei und leiteten die Ausbildung der Bergfuhrer. Sie setzten sich auch fur den Naturschutz ein, ubernahmen wohltatige Aufgaben in den Gebirgstalern, fuhrten Bergrettungsdienste durch, forderten alpine Literatur und Kunst und waren an der Entwicklung des Bergsports massgeblich beteiligt. Der Alpenverein verfolgte auch ideelle Ziele. Burgerlich, naturverbunden, grossdeutsch und kaisertreu waren seine Attribute. Bergsteigen diente als Gegengewicht zur schadlichen Uberkultur in den Stadten, zur geistigen und korperlichen Anregung, Erholung und Erfrischung und als Bewahrungsprobe fur Entschlossenheit, Wagemut und Geistesgegenwart.

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Bibliografische Informationen