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Bezirks-Chefs, deren Stellvertretern, Bataillons- und Compagnie-Commandanten, und der übrigen Offiziere von Seite des Nationalgarde-Ober-Commando durchaus nicht angenommen werden, im Gegentheile erwartet man von denselben die Erfüllung ihrer Bürgerpflichten in deren vollstem Umfange. Neue Wahlen sind bis auf Weiteres zu verschieben.

Wien am 9. October 1848, 8% Uhr Vormittags.
Vom Nationalgarde-Ober-Commando: Scherzer, m. p.
provisorischer Ober-Commandant.“

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zweige, welche zur Erreichung der im § 1 angeführten Zwecke immer den Marken der Gemeinde nothwendig sind.

§. 4. Die Bürgerwehr kann sich mit Ausnahme des täglichen und gewöhnlichen Dienstes nur auf Aufforderung der competenten Civilbehörden, und über Befehl des Orts- oder Obercommando als Bürgerwehr versammeln.

In sehr dringenden Fällen kann sich die Civilbehörde auch an einen dem Orte der Gefahr nahe wohnenden Abtheilungs-Commandanten wenden, jedoch ist zugleich dem Ober-Commandanten hievon die Anzeige zu machen.

Der Bürgerwehr ist jedesmal der Zweck ihres Ausrückens auf den Sammelplätzen bekannt zu geben, und sie hat dann die ihr in diesem gesetzlichen Wege zugekommenen Befehle zu erfüllen.

§ 5. Zeitliche Befreiungen vom Dienste (Urlaube) werden bis zur Dauer eines Monates vom Hauptmanne, bis zu zwei Monaten vom Bezirks-Chef oder Bataillons-Commandanten, bis zu drei Monaten und darüber vom Ober-Commandanten ertheilt, an den sich auch die höheren Offiziere vom Hauptmanne aufwärts dießfalls zu wenden haben.

§. 6. Der außerordentliche Dienst der Bürgerwehr außer dem Bereiche der Gemeinde findet Statt, um den benachbarten Gemeinden, in welchen die öffentliche Ruhe und Sicherheit entweder bedroht oder wirklich gestört ist, und durch die berufenen Organe nicht hergestellt werden kann, zur Handhabung der gesetzlichen Ordnung Beistand zu leisten.

§. 7. Die Verpflichtung zu dem außerordentlichen Dienste außer dem Bezirke der Gemeinde trifft alle Bürgerwehrmänner in dem Alter vom 19. bis zum vollendeten 40. Jahre; es ist jedoch hiebei auf Familienväter schonende Rücksicht zu nehmen.

§ 8. Zu diesem außerordentlichen Dienste kann die Bürgerwehr in Wien nur auf die Aufforderung des Kreis- oder Landes-Chefs, oder des Ministeriums des Innern verwendet werden. In Fällen dringender Gefahr kann jedoch der Gemeinde-Vorsteher oder politische Amtsleiter der angrenzenden Gemeinde die Bürgerwehr um ihre Mitwirkung angehen, welche auch zu gewähren, und davon zugleich die Anzeige zu machen ist. Die Aufforderung hat auch die Bestimmung der Zahl der erforderlichen Wehrmänner zu enthalten.

§ 9. Sobald sich die Bürgerwehr im außerordentlichen Dienste über vier und zwanzig Stunden befindet, erhält sie einen für jeden Wehrmann ohne Rück

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