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kung bey der, unter den Blättern von sehr verschiedner Gü ste menschliche Elend bey Schiffbrüchen gefühllosen Bete, in dem vor uns liegenden Exemplare dieses HafTelfchen wohner der westlichen Küste der Infel, besonders an der Werks angestellten Vergleichung. Einige find beleidigend gefahrvollen Chale Bay, eine grosse Ausnahme. Bis jetzt. hart fürs Auge, welcher Fehler noch durch die unge. hat die Regierung noch immer zweckmässige Mittel anfchickte Wahl zu greller Farben vermehrt wird; andre zuwenden versäumet, vin den, auf diesem unwirthbaren wiederum find flau und oline Kraft; wieder andern Ufer, an unglücklich gewordnen Seeleuten, verübten Graufehlt es gänzlich an Haltung: so dass man diese minder samkeiten, zu steuern. - Ausführliche Nachrichten und gut gerathnen Blätter, mit andern treflich gerathnen die- . Belchreibungen des schönen Landfitzes des Sir Richard fer Reifebefchreibung zusaminengehalten, nicht für die Worsley, (des bekannten Geschichtschreibers der Insel) Arbeit eines und desselben Künstlers halten follte. Dass zu Appuldurcombe, und der vorzüglichten Stücke feiner der Vf. gute Landschaftsmaler-Talente, und Theorie sei vortreflichen Kunstfainmlung dafcibít, finden wir im 2ten ner Kunst besitzt, beweisen feine vielfältigen Bemerkun. Th. S. 45. Eben da enthält der 24ste bis 28 te Abschn. gen, über malerische Wirkung, bey der Zufaminense- die malerischen Gegendbeschreibungen dieser Insel von der tzung von Landschaften. Ueberhaupt liefet fich dieses Seeseite. (Der Vf. umfuhr die Insel selbst.) - Zu bemer-in 34. Abschnitte getheilte Werk ganz gut, und wird vor ken sind ferner die historischen, ziemlich vollständio ge-züglich diejenigen Leser sehr interestiren, die jene herr- lieferten Nachrichten von Oldfarum, oder Olu Salisbury, lichen Gegenden selbst kennen, bey deren Localbeschrei Wiltshire, diefer ursprünglichen Stadt und Feitung der bungen, die andre Leser doch weniger unterhalten kön- alten Brittanier, von den Römern Sorviodunuin genannt nen, der Verf. sehr genau verführt. Um ineh im 32sten Abschn. Den merkwürdigen Steinhaufen zu rere dieser Beschreibungen näher zu erörtern, und ihre Ambels, jetzt Stonehenge genannt, hält der VI. im 33 ien unvermeidlich trockne Einförmigkeit zu mildern, find Abschn., für Ruinen eines Druiden - Tempels, worüber

Nachrichten von den phyfifchen, historischen, antiquari- einige der vor dem Vf. citirten Schriftsteller, die überhaupt fchen, artistischen u. a. Merkwürdigkeiten und Eigen- viel ausführlichere Nachrichten davon geben, sehr verheiten des Landes, und von den Sitten etc. seiner Be- fchiedner Meynung find. und sie mit eben so vielem Recht, wohner, mit eingestreuet. Unter diesen Nachrichten sind für Ueberbleibfel von Denkmalern hier erfochtner Siege, manche recht interessant. Furchtbar sind, besonders aus den Zeiten der Sachsen und Dänen, halten. Das beyin Hampshire, die Spuren der, von Cromwell, und von gefügte Kupfer giebt von dieser merkwürdigen Gegend, feiner, mit fanatischer Wuth beseelten Armee, in den die der Bescbreibung nach, grösser seyn muss, keine ganz Städten und auf dem Lande, angerichteten Verwüitungen. befriedigende Vorstellung. Wohin die eiserne Faust dieses schrecklichen Mensclica traf, da liegen, wie unter dem Fluch, noch jetzt Trüin STUTGARD, b. Erhard u. Löflund: Friedr. Chrillianz mer von Schlössern uud Kirchen. In den letztern wur Franz's, Prof. an der hohen Karls-Schule daselbst, den (f. S. 13) felbst die Todien nicht verschont, und ih Lehrbuch der Länder- und Völkerkunde. Zweeter (zweyre den Gräbern entriísne Gebeine, zu den Fenstern hin ter) Theil. Asien, Africa, Amerika, und die neuent-ausgeworfen. Bey Lyinington in Harnp.-S. ist die Ge deckten Länder nebit einem Register über beede (beigend, Cartle-field genannt, und die dort befindlichen de) Theile. 1790. 326 S. ohne Reg. und Vorrede nicht unbedeutenden Refte eines von Veipafian errichte gr. 8. ten römischen Lagers vom Vf. übersehen, und unbemerkt Was dieses mit so guter Auswahl geschriebene Lehrgelassen. –. Wenn er S. 14 Welt's Colorit dem Colorit buch auszeichnet ist die Zusammendrängung so vieeines Tirian gleichschätzt, so ist diese Vergleichung doch ler Sachen, die oft nur mit einem Worte berührt, dem wohl zu weit getrieben und muss auf Rechnung feines Lehrer aber, der der Sache gewachsen ist, ein vortrefliEnthutiasmus für die Kunit feines Vaterlandes überbaupt, ches llülfsmittel des Gedächtnisles find, um sie im Vortrarund auch für diesen treslichen, und besonders in der Com- ge nicht zu übergeben. Freylich wird eben diese Kürze position fo grossen englischen Künstler, gesetzt werden. - andern, besonders wenn sie die nöthigen Hülfsmittel nicht Ueber die progressive Generation der Klippen theilt er haben, ein eben so grosses Hinderniss seyn, das Buch zum in feiner Nachricht von Allum-Bay auf der Insel Wight, Unterricht zu gebrauchen. Denn nicht nur in der Erd. S. 159 ff., gute Bemerkungen mit. Die Substanz dieser beschreibung, wiewohl da am meisten, fondern auch selbit Klippen ist ein mit foflilifchen Theilchen und Muschelltü- in der angehängten kurzen Landes-Geschichte von den cken gemischter Thon, der von dem überspülenden See- ältesten Zeiten an, komnien oft Dinge vor, die in den wasser durch die Länge der Zeit versteinert wird. „Der gewöhnlichen Handbüchern fehlen. Doch wenn auch x,Boden" so charakterisirt der Vf. S. 184 die schöne Insel diese ausfallen : so bleibt doch noch ein grosser Theil von Wight, „ist hier ergicbig; die Männer find arbeitfam, Lesern übrig, die es dem Vf. Dank willen werden, dass die Weiber fruchtbar; ihre Hägel find eine Schutzwa er ihnen so viel Beschäftigung giebt, und so viel wicht: che gegen die Verwüstungen der See; ihre fellichten ges von diesen uns noch grösstentheils unbekannten

Ufer fichern fie gegen feindliche Laudungen; ihre Be- Ländern gesagt hat, das fie so, wie es da ftelit, nutzen „wohner sind leutselig, gutinüthig und gastfrey, und alle können. Dass übrigens manches, als die angegebene Volks„in dem Wunsch und in den Bemühungen vereint, ihre Zahl, Gröise der Einkünfte und selbh Flächen-Inhalt theils „Insel, in jeder Rücksicht, für Fremde anziehend zu ma unerweislich, theils, wie manches andere, unrichtig ilt. schen.“ Von dieser vortheilhaften Charakteristik der In- wird keinen befremden. Man kann einige dieser Fehler fulaner machen aber die räuberischen und gegen das höch aus bekannten neuern Schriften, und selbst aus Fabri's

neucler

neuester Ausgabe seines Handbuchs verbessern, auch von lich viel neues, das in unsern bisherigen Ilandbüchern einem so gut geschriebenen Lehrbuche feine 2te Auflage grösstentheils noch fehlte, bemerkt findet. Man fehe z. B. erwarten, worinn der fleissige Mann selbst noch vieles das Städte-Verzeichniss von Neu-Schottland : St. Andrew's verbessern wird. Indessen wollen wir doch einige 600 Häuser, 3000 Einwohner, Partown beynahe der wichbemerken. Zuerst kommt Alien vor, dessen Einwoh- tigste Handelsplatz mit mehr als 2000 Häufern und 10000 ner er 650 (30000) Millionen fchätzt. Die vrite Sum Einwohnern; Windfor mit einer 1783 eingerichteten Akame ist sicher die unrichtiglie. Unter die Producte, wel demie, Quako eine Loyaliiten Pflanzstadt von 600 Seeche als kostbare Waaren nach Europa gebracht werden, len, Barrington mit 4000 Einwohnero, Shelburn 3000 ftehen auch die Eicheln. Aber werden diese in Europa ver Hiuser, 13000 Einwohner, Birchtown mit 1400 Negern, langt? und find fie dort in folchem Ueberflute, zumal da Liverpool mit 1200 Einwohnern. Die Insel St. Jolu, man sich derselben zuin Gerben bedient? Im Ruslichen welche er dazu rechnet, ist in Leiste's Britischen Anerika Antheile vermisst man noch die neueste Eintheilung der 99 Quadrat-Meilen angegeben. Er setzt hinzu, vermuthStarrhalterfchaften. So fteht hier die Wäckitche. Ekate lich franzöfische. Sie enthalt aber, nach Kap. IIolrinenburg ist jetzt keine Statthalterschaft, sondern eine zur Jands Ausmellung, wie auch auf der Specialkarte in JetPerinischen Statth. gehörize Provinz. Eben so gehört ' ferys Atlas bemerktift

, 1363400 Akres, deren 13691 eine Orenburg als Provinz zur Ulfschen, und Astrachan als geographische Quadratmeile ausmachen, also richtige 99 Kreis zur Caucafischen. Persien ist jetzt ganz zerriilen, geographische Quadratmeilen. In Südamerika paradirt und vieles, das bier dazu gererhnet srorden, gehört theils noch das Amazonenland, und 'i'erra Firma; da es doch dem Afganischen zu Herat relidirenden König von Kanda- bekannt genug iit, dafs die spanische Provinz Mainas, und har dr ausses Oit-Perlien noch den grössten Theil an das portugierifche Gouvernement Para und das EtablisseNord Industaa belirzr; theils ist es in den Handenanie.

ment ain Rio Negro fatt jenes in Amerika stets unbekannirer z. B. Erivan, cin Theil von Scirvan, Aderbidschan ten Namens, und das Königreich Neu-Granada Itatt Ternebit der Stadt Tauris, welches der Prinz Heraklius von ra Firma gebraucht wird. Um noch eine Probe von feifich gerilen hat, wie er selb t in der Folge bemerkt. Auch ner Stadie - Beschreibung zu geben, fetzen wir die von in Trivultan ilt seit 1738 eine grosse Veranderung vor Mexico her. Sie ist die lauputadt des ganzen Reichs, Re. gegangen. Die Maraiten haben den grossen Mocul ce fuenz dies Vice Königs; Sitz eines Erzbischofs, fehr refangen genommen, und befizen Delhi und igra. Die vier gelmässig angelegt. Vortheile und Unbequemlichkeit ihnordlichen Cirkars geboren den Engländern nicht inehr, rer Lage. Reichthum der Kirchen, Klöster und HospitäGuintoor ausgenommen. Die Gewohnheit der Indischen ler. Pallate des Unterkönigs und des Marquis del Valle. Weiber, fich mit ihren verstorbenen Männern zu verbren- Die Goldichinidts, Aurutins, und Adlerstrasse. Münze. nen, herrscht nicht verzüglich auf der malabarischen Kü- Wichtige Handlung. Universität. -Akademie der Künste. fte. Die Verfasferin von Rosaliens Briefen in ihryn Ta Grofse Tabaks-Fabrike. Kostbare Wasserleitung. Ueppig. gebuclie einer Reise durch Holland und England (Olien keit der Stadt. 150,000 (70—30,000) Einwohner. bach 1738) verlichert von Lin. Hastings felbft gehört zu haben, dass die Gewohnheit von einem Ende Iudiens bis JENA, in der akad. Buchh.: Hn. Johann Friedrich zum andern noch herrsche, obgleich nicht mehr so stark Ludwigs newelle Nachrichten von Strinain; als llandals ehemals. In Afrika vermisst Rec. am meisten den Ge buch für Reisende und Beytrag zur Länderkunde brauch der neuesten Nachrichten; z. B. vom Vorgebirge herausgegeben, und mit Anmerkungen erläutert von der guten Hofinung, darüber lo manches felbfi in ver M. Philipp Friedrich Binder, Pfarrer in Haberschlecht. fchiedenen Stücken dieser A. L. Z. vorgekommen ist, das

1790. 260 S. 8. sich auf die Nachrichten eines dort wohnenden Mannes Hr. Ludwig, der inehrere Jahre in Surinam, viecs gründet, der das ganze Land seit vielen Jahren mehrmals scheint, als Chirurgus zugebracht, wenigstens eine Zeithat durchreisen müssen. Längit weiss man auch, dass von lang es gewesen, und auch als Schilfs-Chirurgus von dort den Kolbischen Hottentotten-Stimmen hier faft nichts zu aus init auf die Sklaven-Küste geschickt worden, beschreibt finden ist, warum also noch diese Namen, darunter eini- die Colonie Surinam, und ihren ganzen Zustand so vortheilge sogar niemals vorhanden gewesen sind? Warum noch haft, als keiner der neuern Schriftsteller. Der Heralisdie portugiesischen Benennungen macher Bayen, da vir gebet ineynt, es müfle wahr seyn, weil er seine Schrift schon aus Sparrman, Vaillant, Paiterson u. a. wissen, dass der Edlen Südamerikanischen Gesellschaft zugeeignei, die, fie jetzt anders berennt werden? Die Kapltadt ist auch wie jeder in Surinam, in Lügen ftrafen würde, wooncs weit grösser, als sie hier angegeben ist. Sie hat auf der Nord- fich nicht so verhielte. Aber sollte wohl ein Kaufman, Wet-Seite ganz neue Strassen, und auch auf der Süd-Ost dellen Uinstände wirklich nicht die Beren sind, den Lü. Seite seit Anbauung des grossen neuen Hospitals eine gen strafen, der seinesi Credit durch vergrösserte, oder andere Gestalt bekommen, wie Recenf. aus einem selbst erilichtete Vorstellungen seiner Vermögens-Umftantneuen Grundrisse der Stadt erfieht.

Vor der Tier- de befeltigte? Es wäre zu wünschen, fagi lir. C., dals res dos fumos und dem Lande Natal, welches von Kaf- mehrere deutsche, besonders Fürsten, reiclic Adliche, cler ferschen Kolonien bewohnt und von der Kompagnie ver Handlungsgesellschaften Plantagen in Surinain an iicli kauft worden sev, weiss man dort auch nichts.

kauften. Bey einer guten Administration derselben würIn Amerika kommen erst die 13 vereinigten Staaten, de fich die stärkite Plantage in io bis 12 Jahren bezalılen, und die den Engländern nocli übrige Besitzungen nach also ein Capital von 4 bis 500.000 Fl. gewonnen werden ihrem gegenwärtigen Zustande vor, so dass man hier wirk- können. Wo ist das Commerce in Europa, das so viel ab

I 200

2000

tvirfr? Bekannt ist es, dass die sämmtlichen Colonien in für Hornvieh, Schafe etc.

2000 F1. Guiana febr verschuldet (ind. Wäre nun bey den Pflan. zungen dort fo viel zu gewinnen: so müsste ja bey einer

57,000 ordentlichen Haushaltung, die er jetzt, und wenigstens

davon abgezogen obige

34650 F1. in dem letzten Jahrzehend so ungemein rühmt, diese Schuld längst abgetragen seyn, und Ausländer würden so leicht

bleibt reiner Gewinn nicht ganze Pilanzungen bekommen können. Um inders

22, 350 F1. feine Abgabe zu beweisen, giebt er folgende Berechnung Nächst dem sind die Baumwollen-Plantagen am vortheilvon einer Zucker- und Kaffe-Plantage an:

haftesten. Er zeigt auch, was Europäer in verschiedenen i Katre-Plantage. Preis 350,cco Fi.

Functionen sich dort verdienen können, wie sie sich bey Jährliche Interatie

17500

ihrer Hinreise und dort einzurichten, und zu erhalten Cage für den Director

hätten, um sicher ihr Glück zu machen. Das Klima wird Schreiber 300

dort immer gefunder, weil die Wälder immer mehr aufzwey blauke Officiers

400 Nosjahrs-Geschenke u. vierteljäh

geraumt, und die Sümpfe ausgetrocknet, die Lebensart rige Austheilung für die Neger 2000

auch dort immer ordentlicher würde. Besonders widerReparatur der Gebäude

spricht er dem Vorgeben, als würden die Sklaven dort fo Provision für die Blanken

1500

übel behandelt. Er zeigt, dais ihr Zustand dort beffer 12 neue Negern a 450 Fl. 6750 - nemlich von 100

sterben jährlich 5.

sey, als der unserer Tagelöhner, und weit besser, als er Abgaben an das Land

800 F1,

vorher in Afrika war, welches auch von andern schon lium u. Molafl'e

700

behauptet, und sehr wahrscheinlich gemacht ist. In der Für den Chirurgus

500

Geographie übrigens hat Hr. Ludewig schlechte Kennt

nisle. Z. B. die Grenzen von Surinam follen seyn gegen $3650 F1,

Morgen die französischen Belitzungen Guiana und AmaEinnahme 200,000 I f. Kaffe in Amsterdam pr. Pf. 20 Kr, frey Geld, 66,666 F1.

zon, und von Mittag Peru and Mexico. Der Fluss Surinam fut Hornvieh und Schafe

soll Amerika queer durchschneiden, so, dass er nach der meisten Meynung zwischen Mexico uud Peru in die Süd

see fällt. Warum mag doch der Herausgeber solche gro

86,666 ; Fl. be Fehler nicht verbeifert haben? Er hat ja sonst seinen davon obige

33650 Autor mit andern, namentlich dem Fermin verglichen, und

aus diesem eine und die andere Anmerkung beygesetzt, bleibt reiner Profit 35, 1016 4 F1.

auch einiges selbst hinzugefügt; z. B. dass man Chocolade aus Weinbeerkernen, wie Kaffebohnen gebrannt, und mit

Zucker, Zimmt und etwas Vanilla versetzt, machen könZuckerplantagen haben den sichersten Ertrag unter den

Ob eine solche künstliche Chocolate viel u ohlfeiler übrigen, und find deshalb die vortheilhaftesten, obgleich sey, als wenn man Cacaobohnen dazuniinmt, hat er nicht eine

Kaffe-Plantage in guten Jahren weit mehr einbringt. gesagt. Wahrscheinlich wird fie selbst in den WeinlänNemlich der Ankauf einer Zucker-Plantage fey 400.000 dern wohl nicht häufig gemacht werden. Bey dem Buche Fl. so ift Interesse und übrige Ausgabe jährlich 34650 FI.

ist auch noch eine verkleinerte Kopie der Kopie bey Ferinin Die Einnahme aber von 600 Oxhoft oder Fass a 1000 Pf.

von der grossen Karte des Hn. v. Lanaux, die ganz brauchnetto, Fracht, Allecurance etc. abgerechnet,

bar ist, und ein besonderes Verzeichniss aller Plantagen das Fals a So Fl.

auf einem halben Bogen. Rum und Molaffe

7000

2000

ne.

48,000 FI.

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AuZNEYGELAHRTHIT. Landshut, b. Hagen: J. Haflers und den Verlauf des Keichhuftens und den Einfluss der ange Stadt. und Landphyticus zu Dingolfing Abhandlung über den Keich, wandten Mittel auf ihn gegeben, sondern scheinen nur die Veran. huften mit theoretisch (?) praktischen Beobachtungen. 1789. 46 S. lassung geworden zu seyn, dass er die von andera empfohlnen Be. 8.- Der Nachfolger des verstorbnen Vf., ein Doctor Gottsmann, handlungsarten zusammenstellte und aus allgemeinen Begriffen, die nennt sich als llerausgeber dieser Abhandlung, die immer unge. keinem Arzt frend seyn werden, aber hier unzureichend sind, kurz druckt hätte bleiben können. Höchst trivial und unbelehrend ist und oberflächlich die speciellen Fille bestimmte, in denen man das, was über den fünfjährigen Gang der Volkskrankheiten, den diesem oder jenem Schriftsteller folgen kann. Nach ihin hat der Hr. H. beobachtete und liber die Verbindung des Keichhustens init Keichhulten nicht eignes, jeder andre kann in ihn übergehen, er diesen, die Katarrkrankheiten waren, gesagt wird. Des Vf. Kran

kann sogar (poradisch entstehen! ke haben ihın keines Stoff tu peuen Bemerkungen über die Natur

ALLGEMEINE LITERATUR - ZEITUNG

Donnerstags, den 6. April 1791.

Der

PHTSIK.

ten,

bekannt. Mit Ueberzeugung glauben wir dahet

ihm den Dank des Publikums dafür zusichern zu kön. HALLE U. LEIPZIG: Journal der Physik, herausgege nen, dass er diese, in der Geschichte der Physik Epoche

ben von D. Friedr. Albr. Carl Gren, Professor in Halle. machenden, Materien zum Gegenstand einer ausführliJahr 1790. Erster Band. Mit fünf Kupfertafeln. sizchen Untersuchung erwählt hat. Den Anfang dieser S. Zweiter Band. 464 S. 8.

Prüfungen macht Hr. G. mit Crawfords Theorie der Wärme

und des Verbrennens. Zuerst eine kurze Darstellung der er Zweck des Hn. Herausgebers dieses Journals, wo- Thatsachen, welche Crawford zum Grunde legt, und der

von monatlich ein Heft von 10 bis 12 Bogen erscheint; Folgerungen, welche er daraus zieht. Hierauf geht Hr; und drey Hefte einen Band ausmachen, ist, die Entde G. zur Prüfung über; wobey er indessen die Versuché ckungen der Aus- und Innländer im mathematischen und selbit als richtig annimmt, chemischen Fache der Naturlehre bekannt zu machen, neu- gen noch mancher Zweifel erheben liesse; wie denn ere Lehrmeynungen, neuere Erfahrungen, Beschreibun- die so beträchtlich ausgefallenen Unterschiede in den gen und Abbildungen dazu gehöriger Werkzeuge mitzu. Resultaten der ehemaligen und der neuern Versuche, da theilen, und den Liebhabern der Naturlehre überhaupt die z. B. die comparative Wärme der reinen Luft gegen das Fortschritte in derselben zu erleichtern. Das Werk ent- Wasser, von 87 zu 41, und die der atmosphärischen von hält; 1) eigenthümliche Abhandlungen, um Naturforschern 18,673 zu 1,796, eingeschrumpft ist, dem Zweifler die Gelegenheit zu geben, ihre Beobachtungen, Entdeckun. Frage abnöthigen könnten: ob denn nun auch dies die gen und Bemerkungen, die sie zur Förderung der Natur- richtigen Zahlen seyn möchten ? — und nur die Folge lehre bekannt machen wollen, frühzeitig mittheilen zu rungen, welche Hr. Cr. aus seinen eignen Versuchen können; 2) vollständige Auszüge der physikalischen Ab-' zieht, zu bestreiten sucht. Bey dem ersten Satze: dass die handlungen der Akademien und Societäten der Wisenschaf. Menge der absoluten Wärme der reinen Luft durch die ter; 3) Auszüge und Abhandlungen ausländischer Four- Veränderung vermindert wird, die fie in den Lungen ernale physikalischen Inhalts; 4) literarische Anzeigen. Die leidet, bestreitet Hr. G. die Voraussetzung, dass die reine Ausführung dieses Plans entspricht, besonders in Rück- Luft durch die Aufnahme des Brennstoffes theils in fixe ficht der eigenthümlichen Abhandlungen, davon die meh- Luft, theils in Wasserdampf, verwandelt werde, und be teften vom Hn. Herausgeber selbst sind, der Erwartung, zu zieht sich auf die von ihm dargethanen Erfahrungen, dass welcher dessen bekannte Kenntnisse und scharfsinniger For- die, bey Verbrennungsprocessen zum Vorschein kommende, schungsgeist berechtigen. Bey seinem rühmlichen Flei fixe Luft kein Product aus Phlogiston und der reinen Luft, sse und seiner Abneigung, mittelmässige, oder schon an fondern bloss ein Educt fey, indem sie in den durch Feuer derweitig bekannte Auflätze aufzunehmen, glauben wie zerlegten Körpern fchon als Bestandtheil, als eine concrediesem, fo vortheilhaft sich ankündigenden Journale, der te Säure eigener Natur, befindlich gewesen sey; da hinnicht kleinen Menge schon existirender, in dieses Fach gegen bey Verbrennung des Phosphors, des Schwefels, einschlagender, Zeitschriften ungeachtet, sichere Fortdau- eines Gemisches aus brennbarer metallischer und refpier versprechen zu können. Wir zeigen indess, unserm rabler Luft, bey Verkalkung der Metalle in eingeschlofPlane gemäss, nur die unter den ersten Artikel gehörigen fener Luft, (Eisen ausgenommen), bey Verwitterung der eigentiümlichen Abhandlungen an, und übergehen die Schwefelleber in respirabler Luft, darum nichts von Luftreichhaltigen Auszüge aus englischen, französischen, säure zum Vorschein komme, weil sie in gedachten Subfchwedischen, oftindischen, pfalzischen akademischen u. stanzen nicht präexistire. Hr. C. suche sich zwar mit a, Schriften nebst den Recensionen.

der Ausflucht zu helfen, dass unter gewissen Umständen Das erste Heft fängt mit einem sehr interessanten Auf- Wasserdünfte ftatt fixer Luft, erzeugt würden, solches auch fatze, vom Herausg. selbst an, welcher die Prüfung der bey letztern Processen statt habe; wobey er sich auf den neuern Theorien über Feuer, Wärme, Brennstoff und Luft berüchtigten Versuch mit dem Abbrennen der metallischen zum Gegenstande hat. Unter den wenigen Deutschen, brennbaren, und der respirablen reinen Luft, stütze. Alwelche bis jetzt noch öffentlich fich der Prüfung und lein diese Stütze wanke, seitdem Priestley behauptet, dass Beftreitung der neologischen Hypothesen in der Chemie das dabey zum Vorschein kommende Waffer nur ausgeund Phylik, unterzogen haben, steht Hr. Prof. Gren felbft fchieden, nicht erzeugt sey. Auch verspricht Hr. G. in der oben an. Wie sehr er in der Lehre vom Feuer, Phlogiston, Folge eine Reihe von Versuchen über diesen Gegenstand und von den luftförmigen Flüssigkeiten von den neuen beyzubringen, welche darthun follen, dass solches WafSystemen abweicht, ilt schon aus seinem Handbuche fer lediglich aus der brennbaren Luft allein herzuleiten der Chemie und feinen anderweitigen gelieferten Arbei- fey, und man es auch ohne dephlogistiforte Luft daraus

W.

fcheiden könne u. f. w. Bey dem zweyten Hauptsatze:

Bey dem zweyten Hauptsatze: dem sie phlogistilirt wird, fey nicht Wärmestoff genug da, dass das arteriöse Blut mehr absolute Wärme enthalte, um nur den Stoff der Luftfäure luftförmig, und das Wasser als das venöse, macht Hr. G. es wahrscheinlich, dafs auch dampfformig zu machen, gefchweige, dass sie noch absobey diesem Versuch des Hn. C. sich Irrthümer eingeschli- lute Wärme an das arteriöse Blut abgeben könnte. Es chen haben mögen. Denn, des Hn. C. eigene Regel, dass fehle also ganz die Quelle, aus welcher Hr. C. so sinnreich zur Bestimmung der comparativen Wärme nicht solche die thierische Wärme ableitet, und die eingeathmete Luft Körper vermischt werden sollen, welche ihre Capacität werde nicht das Magazin feyn können, das dem lebenden bey der Vermischung ändern, werde dadurch verletzt, thierischen Körper seine Wärme verschafft. Es bleibe aldass das Blut, sowohl für lich allein, als bey der Vermi- fo ein noch durch nichts widerlegter Satz : dass die VerSchung mit heissem Wasser, gerinnet, folglich durch die- dauung der Nalirungsmittel, der dabey vorgehende Mofe unveränderte Form der Aggregation fich allerdings tus intestinus, die Mischungsveränderungen der Säfte bey auch die Capacität ändern müfle. Den dritten Satz, dass der Circulation und bey der Secretion eben sozur Entwidie comparative Quantität der Wärme eines Körpers, oder ckelung der Wärme aus den Nahrungsmitteln und Säfseine Capacität, in dem Maasse wachse, wie er dephlogi- ten selbit Gelegenheit geben, als auch ausser dem thieriftifirt werde, habe Hr. C. noch weniger erwiesen, als die fchen Körper Gährung und Fauloiss organischer Stoffe, ersten. Die Asche des Holzes z. B. enthalte ja weniger (im mit Verininderung der Capacität gegen den Wärmestoff Text steht zwar mehr, welches aber ein Druckfehler ist,) mit Entbindung der Wärme verknüpft sind.' Eben so sey absolute Wärme, als das Holz oder als die Kohle u. f. denn auch bey der Entzündung brennbarer Körper, die

2) Nachricht von einem zu Halle gefundener Granit- Quelle des Feuers, d. h., des Lichts und der Wärme, geschiebe mit Labrador, vom Herausgeber. Hr. Luca be- nicht in der zum Verbrennen nöthigen refpirable Luft, merkte in dem Strassenpflaster einen Stein, in dessen ab- fondern in dem entzündlichen Körper felbst, zu suchen. geschliffener Oberfläche, besonders bey dem Nafswerden, 2) Beschreibung einer bequemen Wanne zum pneumatischsich mehrere stark glänzende Stellen zeigten. Er bat sich chemischen Quecksilberapparat, vom Herausgeber. 3) Ausdenselben gehörigen Orts aus, und fand ihn, nach dem zug aus einem Schreiben des Hn. Prof. Mayer an den Her. Ausgraben, als ein 5. Centn. schweres Granitgeschiebe, ausgeber. Enthält Zweifel gegen des Hn. Prof. G. Lehworin der Quarz rauchgrau, der Glimmer theils schwarz re von der negativen Schwere des Phlogistons. Es müsse braun, theils gelblich weiss ist. Den grössten Theil der nemlich nach Hn. G. Theorie der mit Phlogiston verbunMaffe aber macht der Feldspath aus, welcher meisten dene Körper durch eine geringere Schwerkraft getrietheils grauweiss, in grössern und kleinern Flecken aber ben werden, als derfelbe Körper ohne Verbindung mit himmelblau, ins dunkelgraue sich ziehend, starkglänzend Phlogiston. Bleykalke müssten also geschwinder fallen, und durchscheinend ist.

als Bley im metallischen Zustande u. I. w., welchem doch Im zweyter Heft wird zuerst die Prüfung von Craw- durch die Erfahrung zu widersprechen scheine. Befords Theorie der Wärme und des Brennstoffs fortgesetzt. - merkungen des Hn. G. über vorstehendes Schtreiben. Der Da die eingeathmete respirable Luft nicht in Wasserdampf Einwurf scheine auf einem Missverständniss, und zwar in und fixe Luft verwandelt werde, so könne auch derjenige dem Worte, Schwerkraft, zu beruhen. Schwere und GeAntheil des Wärmestoffs, welchen die ausgehauchte Luft wicht müssten hier wohl unterschieden werden. Schwere weniger enthält, nicht an das Blut in den Lungen abge- ist die Kraft, welche die Körper, die nicht unterstütze setzt worden seyn. Da vielmehr die ausgehauchte fire find, zum Fallen bringt, Gewicht aber die Summe der Luft selbst aus dem Blute komme; da sie ihren luftförıni- schweren Theile, die in dem bestimmten Umfange des gen Zustand erst durch die Aufnahme einer beträchtlichen Körpers enthalten sind. Auf die erste hat die Masse des Menge Wärmestoffs erlange u. f. w. , fo fey vielmehr der Körpers keinen Einfluss, fie vermehrt und vermindert sie Ueberschuss der Wärme, welchen die atmosphärische Luft nicht. Wenn er also behaupte, dass durch die Verbinüber die fixe Luft hat, nicht einmal hinreichend, alle die dung einer körperlichen Maile mit Phlogiston das absoluabfolute Warme herzugeben, welche die Luftsäure in ih te Gewicht vermindert wird, so soll das nicht so viel heirem luftförmigen Zustande mehr besitzt, als in ihrem festen ssen, „dass diese Masse nun durch eine geringere SchwerZustande, in welchem sie vorher im Blute war. Der Waf kraft getrieben wird.“ Nach seiner Theorie folge es alSerdampf ferner, welcher sich in der ausgehauchten Luft so nicht: dass der Bleykalk geschwinder falle, als dasBley findet, rey nicht aus der respirablen-Luft entstanden, son- im metallischen Zustande. 4) Merkwürdige Beobachtung dern komme aus dem Blute und der lymphatischen Flüslig- über die Elektricität des Staubbachs bey Lauterbrunn; und keit selbst her. Da nun das Wasser bey seiner Ausschei des Reichenbachs im Hafsli - Thal, Vom Hn. Prof. Tralles dung aus den Lungen seinen tropfbarfüsigen Aggregatzu- in Bern angestellt. 5) Beschreibung eines Apparats zur stand verlässt, um dampfformig zu werden, dabey aber Beobachtung der Luftelektricitat u. 1. w. von - Bukmann. deflen Capacität vermehrt wird, so verschluckt es Wärme, Drittes Heft. 1) Schreiben des Hn. Prof. Mayer in und diese muss es nothwendig dem Blute in den Lungen Erlangen an den Herausg. über die negative Schwere des entziehen, und es muss also in diesem Erkältung zu Wege Phlogistons. Zuerit rechtfertigt fich Hr. M., dass er nicht, bringen, und nicht Vermehrung der absoluten Wärme. Die wie es aus Hn. G. Beantwortung seiner Einwürfe schei-eingeathmete respirable Luft werde vielmehr beym Ath nen könnte, Schwerkraft mit Gewicht verwechselt habe, men in phlogistifirte Luft verwandelt, dadurch, dass sie, und, erinnert er dagegen, dass er in Hn. G. Schlüssen den das Phlogiston aus dem Blute in sich nimmt. Bey dieser Unterschied zwischen Masse und Gewicht vermisse, welYeränderung der Capacität der atmosphärischen Luft, in chen Unterschied er nun weitläuftig auseinander setzt,

um

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