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mero da mesma Acad. e Interprete de Sua Mayde bischen Documente, aus der Bibliothek des Escurials, zu para Lingua Arabica. 1790. 190 S. 4. d. i. öffentlicher Bekanntmachung zu bewirken. Die hier ins Arabische Documente zur portugiesischen Geschich- Publ. gebrachten Urkunden, 58 an der Zahl, sind grösstente, mit Erlaubnils Ihrer Maj, von den Originalen des theils Briefe afrikanischer und oftindischer Könige und Reichsarchivs abgeschrieben, etc.

Gouverneurs, an die Könige d. Manoel, u. D. Joao III, Von allen Theilen der portugiesischen Literatur war und portugiesische Befehlshaber in den genannten Landerjenige, welcher die Verhandluugen der Portugiesen dern, mit Ausnahme zweyer Briefe der genannten Könimit arabischen Völkerschaften betrifft, bisher noch am ge von Portugal, des erstern an die Einwohner von Azawenigsten bearbeitet; ob aus Nachlässigkeit, oder aus mor, und des 'letztern an den Scherif von Fez, und eiMangel der Kenntniss der arab. Sprache, darüber ge ner Urkunde die Strafgesetze des Jahreya Tafufa (weltrauet fich felbft die Acad. d. W. zu Lissabon kein ent cher die Provinz Ducala unter den port. Scepter brachfcheidendes Urtheil zu äussern. Indessen hat sie beschlos- te) für die Provinz Harràs enthält. Rec, bar unter dies fen, den Eifer und die Kenntnisse eines ihrer Mitglieder sen Urkunden keine gefunden, welche wichtige, neue, (Corresp. do Numero) des Pater Hr. Jono de Souza (vom sonst unbekannte Nachrichten enthielte. - Auch scheint dritten Orden des h. Franz) zu Ausfüllung dieser Lücke das der Hr. Herausgeber selbst gefühlt zu haben, da er zu benutzen. Zuerst trug fie ihm eine Untersuchung der sich in den, jeder dieser Urkunden, ain Ende derselben aus dem arabischen abstaminenden Wörter und Namen einzeln beygefügten kurzen historischen Nachrichten, you der port. Sprache auf; welchein Auftrage derselbe in ei- den Begebenheiten und Personen welche sie betreffen, nem unter folgendem Titel im v. J. herausgekommenen

J. herausgekommenen auf andere bekannte Werke, vorzüglich auf die Buche Genüge leistete. Vestigios da Lingua Aralica em Chronicas dos Reys de Port. bezieht. Ausser diesen „Portugal, ou Lexicon etymologico das palavras e nomes Nachrichten sind noch Münzen, Kleidungsstücke etc. die Portuguezes que tem origem Arabica composta por ordem einzeln in den Urkunden genannt werden, in möglichst ,,da Acad. por Fr. J. de S. 4.“ (Spuren der arab, Spr. in kurzen Anmerkungen erklärt, und insbesondre der Werth Portugal oder etymologisches Wörterbuch der portug: der vorkommenden Münzen, gegen portug. verglichen, Wörter und Namen, die aus dem arab. herkomnien; auf Die Urkunden selbst betreffen grösstentheils Beschwerden Befehl der Akad, durch Fr. J. de S.) Nach diesemn trug über Bedrückungen portugies. Befehlshaber, Bitten um fie ihm auf, die in dem vorliegenden Buche enthaltenen Ablösung derselben, Bezeugungen von Treue und Unterarab. Documente des Reichsarchivs (Torre de Tombo) als werfung etc. und sind grösstentheils traurige Denkmale die wichtigsten aus einer ansehnlichen Menge anderer der ehemaligen Grösse der port. Macht. Im ganzen scheint auszuwählen, und sie im Original mit einer port. Uebers. der Zweck der Herausgabe dieser Urkunden, auch mehr begleitet, drucken zu lassen. Diese sind das vorliegende dahin zu gehen, denen, welche arabisch lernen wollen, Buch. Die arab. Doc. und die port. Version, stehen in eine Art von Chrestomathie in die Hände zu bringen, als gebrochenen Columnen neben einander. Die port. Col. neue Documente zu Aufklärung bisher unbekannter Befind wegen des gewählten grossen Drucks, ungefähr dop gebenheiten zur Geschichte zu liefern, indem nur einzelpelt so breit als die arab. Die Akad. hofft übrigens noch, ne Umstände mancher Begebenheit, insbesondere der Be. unter dem Schutz der Königin, durch Verwendung des drückungen der Einwohner portugiel Eroberungen, und port. Staatssecretärs für dic ausw. Angelegenb., eine des grossen Ansehens des portugiesischen Nahmens, nâMittheilung der die portug. Geschichte angehenden ara her dadurch aufgeklärt, und belegt werden.

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PHILOLOGIE. Halle, b. Hendel: Eurydice. Nach dem Vir. Stellen Ovids den Vorzug vor ähnlichen im Virgil, und findet das gil und Ovid verglichen. Einladungsschrift zu einer Redeibung bekannte schöne Gleichniss des letztern: Qualis populea moeren's auf dem Luth Stadtgymnasium d. 5 Jan..

, von M. B. Fr. Schmie philomela etc. nicht passend, weil der Gesang der Nachtigail Lie. der, Rector. 1791, i Bog. 8. Die Abhandlung betrift die Stel- beserklärung, nicht Klage, fey. Da aber dieser Gesang allerdings len: Virgil. Georg. 4, 453 ff., und Ovid. Metam. 1o, vom Anfan etwas fanftklagendes hat, so wird in diesem Falle, wie in meh. ge. In einer freylich etwas steifen Schreibart mache der IIr, Vf. rern, die Naturgeschichte wohl der Dichtung weichen müssen, Vir. recht gute Vergleichungen, welche von vorne herein zum über. gil vollends hat doppelte Eneschuldigung, da bey ihm die mytholowiegenden Vortheil Virgils lind, und einige artige Bemerknngen gische Geschichte der Philomele noch genauer mit dem Vogel enchalten. Gegen das Ende giebt er aber doch auch einem Paar verwebt feyn musste, als bey unfern Dichtern.

Berichtigung, In der Recension der Memorias oeconomicas da academia real das Sciencias de Lisboa in N. 68 der A. L. Z. d. J. ift 6. 542. ein Fehler begangen worden, den der Recenfent gleich nach dem Abdruek inne geworden ist und hiemit berichtigt. Hr. de Camaras fagt nemlich nicht: dass eine Zuckermühle dem fleissigen Besitzer nach Abzug aller Kosten 1200 Reis oder drey Crusaden; fondern: dass sie 200,000 Reis, d. i. 500 Crusaden reinen Gewinn gebe. Allein to hoch steigt der Gewinn nichs immer. Eben dieser Hr. de Camaras versichert S. 317, dass in Bahia eine Mühle, die für 12,000 Crusaden den Zucker verkauft, ihren Besitzer doch weder 30,000 Reis oder 75, Crusaden reinen Ueberschuss einbringe.,

ALLGEMEINE LITERATUR-ZEITUNG

Montags, den 3. April 1791.

5,000 000

MATHEMATÍK.

Bis 1788 hatte Ramsden schon 983 Sextanten geliefert, PARIS, b. Didot: Description d'une Machine pour di

Er giebt übrigens feine Instrumente oft om wohlfeiler, viser les inflruments de Mathematiques, par M. Rams- als andere englische Künstler, und kann, ungeachtet er den, de la Soc. Roy. de Londres, publiée à Lon

immer bey 60 Arbeiter hält, doch alle an ihn kommendres en 1777, par ordre du Bureau des Longitudes, de Bestellungen unmöglich fertigen. Er hätte eine Pentraduite de l'Anglois, augmentée de la description fion vom König bekommen können: „ich befürchte, entd'une Machine à diviser les lignes droites, et de la

„weder ein Sclav oder ein Undankbarer zu seyn, äusser, wotice de divers ouvrages de M. Ramsden, par M. de te er, und {chlug fie aus. Noch giebt Piazzi von andera la Lande, de l'Acad. Roy. des fc. de la Soc. Roy. wichtigen Instrumenten Ramsdens Nachricht. Die Phyde Londres etc., pour faire suite à la description des fik und Mathematik verdankt Letzterem auch ein Werk moyens employés pour nesurer la base de Hounslow. zeug, um gerade Linien zu theilen; (5. no. III.) ein BaHeath. 1790. 46 Seiten in Fol. mit 7 Kupfertafeln. rometer, um Höhen zu messen, wo man 76 einer Linie i Rthlr. 12. gr.)

unterscheidet, eine künstliche Waage, welche, indem

fie zwey Pfund auf jeder Seite trägt, nur einen AusDie ic erste Auflage der berübmten Ramsdenschen Thei

des Ganzen giebt, 'verbesserte Pýro. lungsmaschine erschien 1777 in London; wurde schlag von aber bis auf wenige Exemplare durch Brand verzehrt. meter, Reflexions- und Refractionsmikrometer. Dem Eines davon erhielt de la Lande aus den Händen eines Aequatorial - und Durchgangsinstrument, dem MauerCommisärs der Länge, D. Shepherd, und jenem ver quadranten, den achromatischen Gläsern, deren Aberradankt nun die Kunst diefs wichtige Geschenk in der hier tion er verbesserte, gab er neue Vollkommenheiten. Vorgelieferten französischen Uebersetzung. Ramsden selbst zügliche Aufmerksamkeit verdient fein grosser Theodolierhielt 1776 von der Commission der Länge 615 Pf. Sterl. the, mit welchem 1733 der GeneralRoy die Bafis bey Houns für diese Maschine, und machte sich dabey verbindlich, low - Heath mass, um durch Verbindung der englischen nach derselben einen Octanten für 3 Schilling einzuthei- Dreyecke mit den französischen den Meridianunterschied len, und zehen Künstlern in feiner Methode Unterricht zwischen Greenwich und Paris aufs Genaueste zu bestim zu geben. Die französische Schrift zerfällt in drey Ab men, der wirklich hiedurch in Zeit' 9'20",2 gefunden theilungen. I. enthält fie einen vom 1. Sept. 1788 aus worden, wie Graf von Brühl in Bodes aftron. Jahrh. für London an de la Lande geschriebenen 'Brief von Pater. 1792 S. 171 meldet. Eben fo merkwürdig ist der ganze Piazzi, Theatiner und Prof. der Astronomie żu Palermo, astronoinische Kreis, den Ramsden für Piazzi verfertigt welche auch schon im Journal des Savans und im Euro- hat, und wovon de la Lande in der dritten Ausgabe leipean -Magazin abgedruckt worden war.! Piazzi macht ner Astronomie, die er auf 1791 verspricht, eine nähere hier Ramsdens würdigen Lobredner, und giebt von sei- Beschreibung geben wird. Einsichtsvolle Künstler und nen Lebensumftänden und Kunstarbeiten Nachricht. Rams- Astronomen find der Meynung, dafs man, uin die höchden, 1730. gebohren, war bis in sein zostes Jahr Tuch. {te mögliche Genauigkeit im Beobachten zu erhalten, dem macher, wie fein Vater. Er gieng nach London, und Mauerquadranten entsagen, und jenen ganzen Kreis an da itim hier öfters mathematische Instrumente zum Gra- feine Stelle setzen müsse, weil man mit letzterem jeden viren (denn dieser Kunst hatte er sich inzwischen in Lon. Bogen immer doppelt messen, den ersten Theilungspunct don gewidmet;) gebracht wurden, so gab diefs den er: fehr leicht prüfen, ihn zugleich als Mittagsfernrohr und ften glücklichen Anlass, sein Talent zu wecken, und ihn Azimuthalzirkel gebrauchen kann, und bey ihm keine zum Wiederhersteller und Vater der mechanischen Astro- ungleiche Ausdehnung des Metalls zu befürchten hat, u. nomie zu machen. Ein geheimer Instinct trieb ihn an, f. w. Auf den Piazzischen Brief folgt H. die Beschrei. auf Verbesserung und Vervollkommnung jener Instrumen-bung der Theilungsmaschine für Kreisbögen selbst, samt te zu denken, und fein hohes Kunstgenie entdeckte sich einem Anhange von Ramsdens Dynameter ,-(einem Invorzüglich in neuer Bearbeitung des Hadleyschen Octan ftrumente, um die Stärke der Fernröhre zu messen,) sei ten und Sextanten. Dies für die Seefahrer. fo unent nem Distanzenmesser und Hand - Niveau. behrliche und seit Kurzem auch für den Altronomen des hatte Ramsden die erste Idee einer solchen Theilungsmafeften Landes so brauchbare Werkzeug war nach de la fchine aufgeführt; aber erst 1773 nach zehen Jahren Caille noch dem groben Fehler von s' unterworfen. Rams: brachte er die verbesserte Einrichtung derselben zư Standen verminderte den Fehler bis auf zo"; und einzelne-de, nach welcher man nunmehr einen Sextanten in 20 giebt ein Sextant von 15 Zoll : an, so wie man an ei- Minuten Zeit eintheilen kann. Die

ganze

Maschine beDem halbzöligen noch sehr gut Minuten - unterscheidet.teht aus einem metallenen Rad von 45 englischen ZolA. L. Z. 1791. Zweyter Band.

G.

Schon, 1763

len

len im Durchmetter, tas auf einem Gerüste von Mahoga- zu machen und zu erhalten ift, samt fehr umständlichen ng holz ruhet. Die einzelnen Theile derselben find Anweisungen, eine Mittagslinie mittelft des Sonnenlichts durch Kupfertafeln vollständig erläutett Endlich ist noch oder des Polarsterns zu ziehen. Dann wird eine kurze IIf. beygefügt: Beschreibung der Ramsdenfchen Maschi. Theorie der Sonnenuhren und ihrer verschiedenen Hauptne, um gerade Linien zu theiten, die zuerft 1779 durch gattungen gegeben, durch eine papierne Maschine erläudie Commission der Länge in London bekannt gemacht, tert, auch eine veränderliche durch ganz Deutschland und in einer französischen hier folgenden Uebersetzung brauchbare Horizontaluhr zu machen gelehrt, die der Vf. durch den Maltheserritter Blachier an de la Lande mit felbst erfand, und mit der man selbst die Mittagslinie ziegetheilt wurile.

Mittelft dieser Maschine soll eine gera- hen kann. Das letzte und ausführlichste Capitel ist ganz de Linie, ohne den Fehler des viertausendften Theils ei- den Verticaluhren auf unbeweglichen Flächen gewidmet: nes Zolles, fehr leicht und bequem, und dazu von Per es zeigt, wenn und wie lange jede Verticalebene con sonen aller Art, lich eintheilen laffen: ihr dienen die 3 der Sonne beleuchtet wird, wie der Zeiger an einer Mau letztern Kupfertafeln zur Erläuterung. Der französi er zu errichten, ohne dass man ihre Declination weiss, fche Uebersetzer wünscht durch die Bekanntmachung die und wie man mittelst einer guten Horizontal- oder Räfer Schrift etwas zur Revolution der Kunft in feinem Va. deruhr, oder des Monds - und Sternenlichts die Stunden terlande beyzutragen. Rec, zweifelt nicht, dass auch in darauf verzeichnen könne. Diese Methode ist wohl für Deutschland mehrere talentvolle Männer (er selbst kennt den gewöhnlichen Empiriker, der sich in den Sinufen einige derselben) fich finden follten, die bey hintängli- und Tangenten nicht gut orientiren kann, die sicherste cher Unterstützung im Stande wären, Ramsdenfche Ma- und brauchbarste; nur möchte er mit dem Mond und Tchinen aufzuführen. Aber freylich giebt es ausser dem Sternenschein nicht so ganz zurecht kommen können. Mangel an Guineen, noch mehre Ursachen, die das gob Ausserdem wird aber noch gezeigt, wie man die Declidene Zeitalter der Kunft von deutschem bioden für jetzt nation einer Verticalebene erforschen, und wenn sie benoch entfernt balten.

kannt ist, mit Zeiger und Stundeneintheiluug kunstmässig

verfahren foll, auch wie Sonnenuhren auf Fenstern mit -- AUGSBURG, b. Riegers Söhnen: Volytändiger und eus und ohne Läden anzubringen sind. Der Anhang enthalt

führlicher Unterricht, gute Sosinenuhren auf ebene Vorlichtsregeln und Ermahnungen für angehende Gnohorizontale und verticale Flächen, sonderlich auf Man moniker, nebst der Erläuterung einer berechneten Tafel, .ern und Fenster, zx machen, als ein Beytrag zur Gno- durch deren Hülfe man mit der Schattenlänge eines jeden monik, von Johann Helfenzrieder, vorm. Prof. der in 6 Theile getheilten Stabs oder feines Körpers die Zeit Mathem. auf der hohen Schule zu Ingolstadt, der (febr leicht und wohlfeil) finden kann. Bey &. 81 wunTheol. Doct. etc. 1790. mit 7 Kupfert. 310 S. in 8. derte es uns, dass der Hr. Vf. bey seiner übrigen Genauiga (16 gr.)

keit nicht auch beyläufig erinnert hat, dass die MondsLiebhaber der Gnomonik giebt es in allen Ständen; ftunden um einige Minuten zu grofs, und die Sternstunan ihr übt fich, wie bey einem Stilling und Hahn, oft den um einige Secunden zu klein find. : Die Methode, der erwachende Forschungsgeift des Jünglings. Mau- eine Horizontaluhr zu zeichnen, (8.60) die der Vf. von chem Freunde dieser Willenschaft wird die gegenwärtige P. Steinmeyer erlernt hat, ist allerdings sehr bequem und Schrift eines durch seine mathematischen Kenntnisse langst einfach; besonders weicht sie auch (was hier sieht ausbekannten Vf. sehr nützlich seyn, in welcher er eine drücklich bemerkt ist,) der Schwierigkeit aus, da bey durchaus praktische Anleitung findet, wie Sonnenuhren der gewöhnlichen in den Lehrbüchern vorgetragenen überhaupt, und besonders-grössere in Städten und Dör. Methode die Tangenten für mehrere Stunden, z. E. für die fern, anzulegen sind. Freylich, für den Mathematiker, fünfte Nachmittagsstunde, gemeiniglich weit über das der sich selbst zu helfen weiss, lässt fich die ganze Goo Bret oder dic Fläche, auf welche die Sonnenuhr aufge: monik auf wenige Blätter zusammendrängen; allein Hr. rissen werden soll, hinausfalleni, laders ift die ErginH. schreibt vornehmlich (wie er fich ausdrückt) für ge- dung dieser Methode bey einigem Nachdenken leiebt ge: hneirie Praktikanten, die insgemein nicht genugsame Vor- macht. Für Rec. war sie nicht mehr ney: einer seiner erkenntnisse zu diesem für die Polizey nicht ganz unwich- Freunde war längst darauf gekommen, und hatte Ge. tigen Geschäft befitzen, und auf deren Fassungskreis auch brauch davon gemacht. Rec. felbft bediente fich einft, die grosse Ausführlichkeit in einzelnen Nebenumständen um die genannte Schwierigkeit zu vermeiden, folgendes und der ganz ungefchmückte Styl berechnet“ zu seyn Verfahrens, dass er, eine gewisse Länge der Schattenli scheint. Der VI. hat bier das Gemeinnützigste von alten nien zum Radius angenommen, die Chörden der Winkel and neuen Vorschriften gesammlet, manches davon er. berechnete, welche am Mittelpunct der Uhr je zwo Stups weitert und berichtiget, oder mit neuen Vortheilen. ver. denlinien mit einander machen. mehrt: er verbindet auch überall das Praktische mit fo yieler Theorie , als nöthig ist, und es ist zu wünschen, BERLIN, bey dem Vf. und in Commission bey Lange i dass durch den fleissigen Gebrauch seines Buchs die Zahl Astronomisches Jahrbuch für das Jahr 1992, nebit gromonischer Pfuscher-vermindert, und gründlichere einer Sammlung der neuesten in die aftronomische Wif Kenntnisse in diesem Fache verbreitet werden. Nach -senschaften einschlagenden Abhandlingen, Beobachtung Torläufigen Begriffen aus der Geometrie und Aftronomie gen und Nachrichten, mit Genehmhaltung der könis folgen die Vorbereitungen zur gnomonischen-Arbeit, wie

Akademie der Wiffenschaften berechnet und nämlich cipe Fläche, ob die eben sey, zu erforschen, eben herausgegeben von C. Bode, Aftronom und Mig

glich

glied der Akademie. 1789. Mit einer Kupfertafet Beob. und Nachrichten vor de la Lande i Paris. Del. L. 260 S. med. 8. (1 Rthlr.)

giebt hier Forinseln für die Perturbation des Uranus durch Der Himmelstauf, wie gewöhnlich berechnet, nur dass Jupiter und Saturn, und Nachrichten von Beob. aus Bag. Żur Ersparung des Raums die Anleitung zum Gebrauch dad. Die Applattung der Erde nimmt er jetzt bloss zu 38 đer Ephemeriden diessmal weggeblieben, Ostern fallt an. re) Vorläufige Beschreibung der Anlage der neuen her1792 den gten April. Keine in Deutfchland sichtbare Son- zogl. Sternwarte in Gotha, von Hn. v. Zach. Der Koftennen - und gar keine Mondsfinsternifs. Wir bemer- überschlag des Fürsten, die Sternwarte felbft ihres Astro . ken hier kurz den Inhalt der angehängten wieder sehr nomen würdig. Die Grundlagen der Instrumente find yom reichhaltigen Abhandlungen: 1) Veber die Verwardlung Gebäude selbit-isolirte Felfen. 13) Beobachtungen vom der Sternzeit in mittlere und wahre Sonnenzeit . und um Grafen von Brühl, kursachs. Gesandten am Londner Hofe. gekehrt, vom Obristwachtm. v. Zach, gothaischen Hofaftro Die Abweichung des Atbair hat eine eigene merkliche Benom. Es find Tafeln samt Anleitung zu ihrem Gebrauch, wegung, wie hier Gr. v. Br. and der Herzog von Marlboeinige von dem Durchl. Herzog von Gotha felbft berech- rough gefunden. 14) Schrüters neucre Mondsbeobachtun:

2) Von Zach Beobachtungen zu Marseille, Hieres und gen. Sie bestätigen allerdings Bode's No. 3. angeführte Gotha , nebst Folgerungen aus denselben und verschiedenen Erklärung der geglaubten Mondsvulkane, zeugen aber astronomischen Nachrichten und Bemerkungen. Der berähm- dabey auch von manchen zufälligen Veränderungen in der te Tob. Mayer hinterliefs Elemente zu neuen genauerit Mondatmofphäre, deren Daseyn Schr. nicht in Zweifel Marstafeln, die Lichtenberg in Göttingen dem Hn. von zieht. 15) Nicanders Beobacht, aus Stockholm. 16) GerltZach mittheilte, und dieser hier mit feinen neuesten Mars ners, Prof. in Prag, Beweise zu seinen Formeln für die Bebeobachtungen, mit Zuziehung der Priefnekerschen Mars rechnung der Länge aus Sonnenfinjternissen. Die Formeln tafeln vergleicht. Es kommen hier abermals mehrere Be find fehr einfach, und verkürzen noch zum Theil die bestimmungen der geogr. Länge vor, von einigen Oertern kannte Lexellsche Methode. 17) Bugge, Justizrath in um Gotha, von Jena, Berlin, Göttingen und Gera, durch Kopenhagen, Beobachtungen zu Kopenhagen und Lievog's, Hülfe der engl. Seeuhr, 'und des Chronometers. Berlin zu Lambluris iit Island, angeflellt. 18) Ueber die Maße ist von Sc. Durchlaucht, dem regierenden Herzog von Go- des Uranus, nebst vergleichenden Berechnungen über dio Naftha, selbst bestimmt. Ein folcher Chronometer kann se, Dichtigkeit und Grösse der übrigen Planeten und der Sonabrigens n10 Pfund Sterl. kosten, ist aber auch für die ne, von Wurm in Nürtingen. Um die Perurbationen des Geographie von uingerein ausgebreitetem Nutzen. 3) Jupiters, Saturns, u. dgl. zu berechnen, setzen die Aftro Bode siber die neuerdings bemerite Lichtpuiscte in der nomen gemeiniglich ihre Maffen als hinlänglich genau be Nacufeite des Monds. B. macht es sehr wahrcheinlich, kannt voraus. Hr.ll', sucht in diesem Aufsatz zu zeigen, dass dass jcne Lichtpancte keine Mondsvulkane, deren Mög die Maffen und andere Angaben für die Planeten gar:sehr lichkeit er übrigens nicht läugnet, sondern blofs refle verschieden ausfallen, je nachdem man bey der Rechnung çtirtes Erdlicht gewesen find, so wie auch unsere Oceane, gewifle Dara voraussetzt, die noch nicht so zuverläsfig beaus grosser Ferrie betrachtet, da fie ber Nacht ftrecken- Itimmt sind. Er widerlegt auch eine bisher angenomineweife gtanzen, als Lichtdecken auf der Nachtseite der Er: ne Näherung, nach welcher man die Massen mondļofer de 'lich zeigen könnten. 4) Graf von Chlui astron. Bel Planeten beltimmen wollte, durch das neueste Beyspiel obachtungen auf der kön. Sternwarte in Paris vom 9. 1987. des Uranus. 19) Gerster's Formeln, um die Beob.des UraNun beltätigen auch französische Beobachtungen Hers zus durch die vom Jupiter und Saturn herrührende PerturIchels bekannte Wahrnehmungen an Doppelfernen und bationen zu verbessern. 20) Formeln für den nemlichen Zweck agi., was manche bisher für optifche Tauschung gehalten von Oriari in Al ayland. 21) Gerstners weitere Neusserunhatten. 5) Ueber

die Zuverlässigkeit der Beobacht, mit aftr. gen über seine No. 19. mitgetheilte Formela... Die Formeln Fernröhren, Quadranten, und besonders init Hadlenfchen vonOriaiti ftiminen ziemlich gut mit denen von de la Lande Settanten, vom Prof. Späth in Altdorf. Diefe Unterfu- (No. 9: ) aber ganz nicht mit den Gerstnerschen überein. chungen und Formeln fallen sehr zum Vortheil der neuern 22) Etwas aus der transcendenten Aftronomie, vom ProreBeobachtungsmethode mit Hall. Sextanten aus. 6) Bode

6) Bode ctor Fischer in Berlin. F. sagt: nicht aus der Aehnlichkeit Supplemente zu Flămfleed's Sternverzeichniss, dus Mellier's anderer Weltkörper mit unferer Erde kann und darf man Beobachtungen. "8) Nachricht von Schröters, Oberamt schliessen, dass jene unbewohnt find, sondern umgekehrt: mannsin Lilienthal, neuesten Beob. tiber die Sonne und ihre weil die Weltkörper bewohnt find, fo müssen sie auch für Ftecken. Sehr finnreiche und detaillirte Uutersuchungen diesen Zweck mehr oder weniger eine dieser sublunari . Die Lichtadern oder Sonnenfackeln hält Schr. grösstenschen ähnliche Einrichtung haben. Auf ibre Bewohnfheits für Projectionen von Sonnen-Landschaften: die barkeit aber führt folgender Schluss: in der ganzen Natur dunkeln Flecke scheinen ihren Urprung in der Sonnen- it Leben und Genuss der Zweck alles-Daseyns, und, wie atmosphäre, eigentlich Photosphäre, zu haben, die einer immer das Unedlere dem Edleren untergeordnet ist, so ist Verdickung oder Auflieiterung fähig seyn mag: die Licht auch hier das Leblofeum des Belebten Wilen da. 23) ftralen an lid selbA seyen unsichtbar, und treffen unser Au: Astron. Beobacht. von Köhler in Dresden. K. erfand eine ge bloss durch Verbindung mit körperlicher Materie. - fchöne Vorrichtung, die Lichtstärke der Sterne zu messen. 9) Die geograph. Lage snehrerer Oerter in Schweden etc., von 34) Graf von Platen, über die Kräfte der Weltkörper, bestreiNicander iy Stockholm. 10) Abt Fixloillner in Kremsmün tet hier Newtons, (oder der Newtonianer) Hypothese von Fler, über die Tafeli des Uranus , und nerui', etwas abgeänden anziehenden Kräften, und itellt dagegen eine andere sarte, Elemente seiner Lausbalin. 11) Verschiedene njir. Hypothese auf. Der Aftronom nimmt rou beiden keine

Itelluno

Notiz, hält fich bloss an die von Netrton entdeckten Er der Projection der Sphäre stehen; und hier gründet fich scheinungen und Thatsachen, und überlässt, ihre Uria- alles auf den schon vom Archimedes erwiesenen Lehrsatz: chen aufzuforschen, getrost, wenn es ihn lüftet, dem Phy. dass ein Kugelabschnitt: den ein Parallelkreis macht, so fiker. 25) Astron. Beobachtungen von Fixlmillner, 26) gross sey, als eine mit der Sehne des Meridians, die den Aftron. Beobachtungen auf der Kön. Sternwarte von Bode, Abstand des Parallelkreises vom Pole bestimmt, gezogene 27) Vermischte aflronomische Beobachtungen und Nachrich- Kreisflache. Man finder den Beweis dieses Satzes unter ten. Kästner giebt Formeln zur Darstellung der Cassini- andern in Karttens I.ehrbegriff der gesammten Mathemafchen und de la Caille'schen Methode, die wahre Anoma- tik 2 Th. 1768. 5.621. Wenn man also mit der Sehne eilie aus der mittlern zu finden. Bohnenberger untersucht nes Quadranten einen Kreis zieht, so ist dieser so gross, als die Länge von Tübingen. Fischer in Berlin lässt Kome- die Flache einer Halbkugel; und grösser macht er seine tenmaschinen, Bode neue einfüssige Himmelskugeln ver Karte nicht, ungeachtet man mit dem Durchmeller der fertigen. Zuletzt eine Nachricht vom Grafen von Brühl, Kugel einen Kreis ziehen könnte, der so grofs wäre, als über die Herschelsche Entdeckung eines neuen Saturns- die ganze Kugelfläche. Wer wird aber eine solche Projetrabanten, dessen Umlaufszeit, nach einer Anmerkung ction wegen der Verzerrungen der Figuren auf der aten von Bode, mit Wurm's Ideal im vorigen Bande des Jahr Halbkugel inachen? Einen Pol aber im Aequator anzunehbuchs gut zusammenstimmt, übrigens indess noch genauer men, und aus demselben Parallelkreise für alle Grade des berichtiget worden ist, wie aus einem späteren bereits im Aequators zu ziehen, würde wegen der Längen- und Brei . Intelligenzblatt der A. L. Z. 1789. No. 138. eingerückten tenkreise grosse Schwierigkeiten machen. Also bliebe Schreiben vom Gr. v. Br. erhelit.

denn doch für diesen Fall die stereographische Projection VERONA, b. Ramanzini: Principi di Geografia Astro- vorzüglicher. Bey der hier angegebnen Projection blei

nomico-geometrica di Antonio Lorgna, Cavaliere de' ben alle Meridiane gerade Linien, wic in der stereograS. S. Maurizio e Lazaro, Presidente della Società Ita- phischen Projection, womit sie überhaupt die ineilte AehnLondra, Petroburgo, Berlino etc. 1789. gr. 4. 108

. S. 2 Kupfertafeln.

bogens gezogene Kreis eine der Kugeloberfläche vollkomDer Vf. ist mit allen unseren bisherigen Projectionsarten men gleiche Flache iit

. Die Parallelen sind auf Lorgna's nicht zufrieden. Er verlangt eine solche, wobey 1) die Planisphare concentrische Kreise, die man für jeden Grad, Lage aller Puncte der Kugel mit ihrer Abbildung auf der ja für jede Minute leicht ziehen kann, wenn man eine Fläche im richtigen Verhältnisse gestellet wird; 2) die Sehnentafel oder auch nur einen geradlinigten Transpor, Entwerfungsart der Karte leicht, und wenn diese nur ci- teur hat. Aber eben daraus erbellet nun sogleich, dass ne mittelmässige Grösse hat, keine Verwirrung in der zwer die Zonen oder sin förinigen Flachen zwischen jeden Vorstellung fey, und noch weniger Unrichtigkeiten für 2 Parallelkreisen der Planisphare eben so gross find, als die mechanischen Abmessungen daher entstehen; 3) die die den gehörigen Zonen der Kugel; aber da die Sehnen Entfernung der Puncte auf der Karte im Gebrauch für die nicht mit den Bogen in gleichem Verhältnisse zu - oder wirkliche Entfernung auf der Kugel angenommen werden abnehinen: fu folgt daraus von felbt, dass man seiner könne, und ein bestimmtes Verhältniss zu derselben habe; bien foderung zuwider die Entfernungen der Oerter auf 4) wobey man aus den auf der Karte verzeichneten Gra; der Planisphare nicht mit

einem Maafsstabe meffen könne, den der Länge undBreite die Grösse derselben auf derKugel So sind auf der Kugel die Grade der Länge den Graden der bestimmen könne; . 5) die natürlichen und politischen Breite nahe am Aequator ziemlich gleich ; aber hier find Grenzen der Länder, Meere u. f.w. sich darauf richtig vor; die Grade der. Parallelkreise ungefähr mal so gross, als Itellen, und in Flächen- Maafsen genau bestimmen lassen; die Grade der Meridiane, die hier immer kleiner werden, 6) die einen Maafsstab habe, wodurch die Theile der je näher man dem Aequator kommt, so wie die Grade der Oberfläche, Entfernungen der Oerter und Linien u. f. w. Parallelkreise mit der Länge der Sehnen im gleichen Vergenau ausgemessen werden können. - Dass nun weder hältniss wachsen. - Solche Mellungen mit einem Maassdie Karten mit geradlinigten Netzen, noch die perspectivi- ftabe kann man doch auf unsern stereographisch entwor! schen Projectionen mit krummen Linien namentlich die fenen Specialkarten mit einem Maassstabe ziemlich genau stereographische Aequatorialprojection, die er hier beson- anstellen. Auch hat diese den Vorzug, dass man ohne groders durchgeht, alle diese Eigenschaften haben, giebt man sse Verzerrung eine Halbkugel von einem Polzum andern, gerne zu, besonders wenn von Projectionen einer ganzen und einen solchen Welttheil

, wie Amerika, dadurch vor Halbkugel die Rede ist. Ob aber seine Methode allen 6 ftellen kann, - Dieses inders ausgenommen, wird man Foderungen ein Genüge thue, wie er behauptet, wird man gerne gestehen, dass allen übrigen vorhin angezeigten Fo in der Folge fehen. Das vorzüglichtte derselben ist: für derungen durch diese ungemein leichte Vorzeichnungsart die krumme Oberfläche eines Körpers eine Kreisfläche zu ein Genüge geschehe. Zur Bequemlichkeit ist hinten ei finden, die mit derselben von gleichem Flächeninhalt ist

. ne Sehnentafel für jede 5 Minuten vom eriten bis goften Nachdem er hiezu eine allgemeine Formel angegeben, so Grad in Tausendteln des Halbmessers der Erde angegeben. untersucht er zuerst: ob man bey der Erde Rücklicht dar. Ein solches Tausendtel nennt er eine geographische Meile. auf zu nehmen habe, dass sie unter den Polen zufammen Ausser dieser Sehnentafel findet man auch ein alphabetigedruckt ift? Da diese Abweichung von der Sphäre zu ge sches Verzeichniss der Länge und Breite sehr vieler Oerter ring ist, um Sie in der Projection zu bemerken, auch sellist für alle europäische Staaten, und alle fremde Weltthei 'wahrscheinlich die füdliche Halbkugel eine andere Krüm- le in französischer Sprache. mung hat, als die nördliche: so bleibt er mit Grunde bey

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