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Den 20. October John Russel, Herzog von Bedford, Marquis von Tavistock, Mitglied des Geheimenraths, Director der british institution, Patron der Russel institution, Vicepräsident der k. Gesellschaft der Künste, Verfasser einiger ökonomisch – botanischen Schriften, einer Abhandlung über die Haidekräuter und einer Schrift über die nährenden Eigenschaften der Kräuter. Bekannter ist seine politische Thätigkeit als Parlamentsmitglied. Er war am 6. Juli 1766 geboren.

Den 27. October zu Westerfield – Hall in Snsfolk Will. Betham, ehemaliger Prediger, als Schrifsteller durch ein grösseres Werk: Pedigrees of the sovereigns of the world (London 1765) und ein zweites über die Baronetage von England (5 Bde. in 4.) bekannt; geb. zu Little Strictland in Westmoreland den 17. Mai 1749.

Den 20. Nov. zu Wispitz im Herzogthum AnhaltCöthen Dr. Johann Christian Gotthof Schinke, Pfarrer daselbst und zu Wedlitz, ein vielseitig gebildeter und litterarisch sehr thätiger Mann, welcher zu Querfurt am 21. December 1782 geboren war. Unter seinen theologischen Schriften sind die bekanntesten: die zweite Ausgabe von Dinter's Schullehrerbibel; die mctakritischen Beobachtungen über die preussische Agende (1824), Dinter's Ansichten und Bilder des Heiligen (2 Bde. 1833); aber er hatte auch die durch Siebelis Unterricht angeregte Liebe zu dem Studium des classischen Alterthums in späteren Jahren sich erhalten und die Früchte namentlich seiner mythologischen Forschungen theils in besondern Schriften theils in Beiträgen zur Allgemeinen Encyclopädie und zu L. Schaas's Encyclopädie der classischen Alterthumskunde, deren vierte Auslage er mit einigen jüngern Gelehrten besorgte, niedergelegt. Seine letzte grössere Schrift ist

das Handbuch der Geschichte der griechischen Litteratur (Magdeburg 1838).

Den 9. Dec. zu London Dr. Stephen Love Hammik, Mitglied des k. Collegiums der Aerzte, durch cine englische Uebersetzung von Mitscherlichs Lehrbuch der Chemie und einige andere litterarische Arbeiten bekannt, 35 Jahr alt.

Den 14. Dec. zu Glauchau M. Ludwig Fischer, Katechet an der Petrikirche zu Leipzig, Werf. der Schriften: Luther von den Juden und ihren Lügen (1837), das falsche Märtyrerthum oder die Wahrheit in der Sache der Stephanianer (1838), Herzog Georg, Dr. Luther und die verjagten Leipziger (1839). Er war zu Einsiedel im Sächsischen Erzgebirge geboren und ein sehr talentvoller und kenntnissreicher junger Theolog.

Den 15. Dec. zu Danzig der Professor am dasigen Gymnasium Dr. Aug. Jul. Edm. P/lugk, im eben angetretenen 37. Lebensjahre. Er war zu Lychen in der Uckermarck 1803 geboren und auf dem Gymnasium zu Danzig und der Universität zu Berlin gebildet. Seit 1825 lehrte er wieder an der Schule, welcher er selbst seine Bildung verdankte, mit dem glänzendsten Erfolge nicht nur in den alten Sprachen, sondern auch in der Geschichte, und erfreute sich bei der Gründlichkeit seines Unterrichts und der Liebenswürdigkeit seines Characters der begeisterten Liebe seiner Schüler. Als Schriftsteller hat er sich durch zwei Programme, rerum Eubocarum specim.cn (1829) und schedae criticae zu den spätern Sophisten (1835), durch die kleine Schrift de Theopompi Chii vita et scriptis (Berol. 1827), namentlich aber durch die für die Gothaische Sammlung übernommene Ausgabe des Euripides, von der leider noch nicht ganz 2 Bände erschienen sind, als einen gründlichen Gelehrten und

scharfsinnigen Kritiker bewährt.

Allg. Zeit. die Runde durch alle deutschen Blätter gemacht hat, ergiebt sich nach einem Briefe aus se- der OPA.

Zeit. als unbegründet.

*) Die von uns in Nr. 7 gegebene Nachricht von dem Tode des Gymnasialprofessor Gabr. Seidl, welche aus der Augsd.

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An denselben Tage zu Bath John Genest , M.

A., Verfasser des geschätzten Werks the history of the english stage from 1660 to 1830.

Den 16. Dec. zu Dillenburg im Herzogthum Nassau der Professor und Rector des dortigen Pädagogiums Justus Dresler im 64. Lebensjahre. Er hat nur in einzelnen Programmen Beweise seiner vielseitigen und tüchtigen Bildung gegeben, war aber als Schulmann

sehr geschätzt.

Den 18. Dec. zu Leipzig Dr. Gottfried Ludwig Braucr, practischer Arzt daselbst und als Schriftsteller durch einige kleine Schriften und Abhandlungen z. B. der tolle Hund nach seinen characteristischen Kennzeichen dargestellt (1812) bekannt, im 63. Lebensjahre.

Den 19. Dec. zu Zeitz der practische Arzt Dr. Friedrich Wilhelm Leopold Rast, in seiner Berufsthätigkeit allgemein geachtet und geliebt, Wfr. der kleinen Schrift: Einige Worte über die wahre Bedeutung des russ. Dampfbades in heilkräftiger Hinsicht (1829), im 48. Lebensjahre.

Den 23. Dec. zu Meran in Tyrol Dr. Ernst Fedor Platner, Privatdocent an der Universität Leipzig, Wfr. der Schrift: Bemerkungen über das Quadratbein und die Paukenhöhle der Vögel (Dresden 1838).

Den 31. Dec. zu Augsburg Dr. Joseph Georg Franz von Paula Ahorner von Ahornrain, Hofrath und Mitglied des Kreis–Medicinalausschusses für Schwaben und Neuburg, geboren zu Augsburg am 1. April 1762. Er ist Verfasser mehrerer medicinischen und Erziehungsschriften z. B. Hippocrates Aphorismen übersetzt mit Anmerkungen (1791), Bibliothek für Kinderärzte (1792. 2 Bde.), Geschichte Jesu (1798), Briefe an Karolinchen (1786. 2 Bde.) u. a.

Den 4. Januar 1840 zu Pirna in Sachsen Dr. Johann Samuel Siegfried, practischer Arzt daselbst, als belletristischer Schriftsteller durch „Vermischte Gedichte" (1801), einen Musenalmanach (1802), ein Trauerspiel „ Nadir Amida" (1807) und anderes bekannt. Geboren zu Königstein am 8. Mai 1775.

Den 18. Jan. zu Nürnberg der quiescirte Studienrector u. Professor Johann Adam Goez, der sich in früheren Jahren durch die Ausgaben des Martianus Capella (1794), des Theophrast (1798), des Ciceronianischen Cato und Somnium mit der freilich sehr fehlerhaft hinzugefügten Paraphrase des Theod. Gaza (1801), Anecdota graeca von Siebenkees (1798) und einige Uebersetzungen z. B. von Justinus Martyr (1795), Cicero de pctit. consul. (1824). u. a. bekannt gemacht hat.

Den 22. Jan. zu. Bremen der Doctor Juris Fr. Leop. Voget, am meisten bekannt durch seine Vertheidigung der berüchtigten Giftmischerinn Gesche Margaretha Gottfried, deren Lebensgeschichte er 1831 in zwei Bänden herausgab. Zu derselben Zeit erschen

stecher Ernst Ludwig Riepenhausen,

anch von ihm eine Schrift über: Staatsbürgerliche Anforderungen unserer Tage.

Den 28. Jan. zu Göttingen der Universitätskupferals Künstler vornemlich durch die Stiche der Hogarthschen Sittengemälde, zu welchen der dem Künstler nahe befreundete Lichtenberg seine berühmte Erklärung schrieb und die an Sorgfalt und Genauigkeit (es ist auch kein Gesichtszug verloren gegangen ) alle übrigen Nachbildungen, selbst die englischen, weit übertreffen, rühmlichst bekannt. Seine übrigen Arbeiten sind so zahlreich, dass er sie selbst nicht mehr aufzählen konnte. Er lebte mit Heyne, Heeren und Blumenbach in vertrautem Verhältniss und Bürger brachte seine sechs letzten Kummervollen Jahre in R. Hause zu; auch die Glieder des Hainbundes hatte er alle persönlich gekannt. Auf die Bildung seiner noch berühmteren Söhne Franz und Johannes, vor denen der ältere am 3. Januar 1831 in Rom starb, hat er geringen Einfluss gehabt, da er seinem Berufe die zu förmlicher Unterweisung der– selben in der Kunst erforderliche Zeit nicht abgewinnen konnte.

An demselben Tage zu Düsseldorf der Regierungsrath H. Ch. Freiherr von Ulmenstein, Verfasser einer kleinen Schrift: über die Vorzüge und Mängel der indirecten Besteuerung (1831).

Im Januar fand bei dem Brande eines Dampfschiffes auf der Reise von New-York nach Boston seinen Tod Dr. Karl Follen, Professor der deutschen Litteratur an der Harwarduniversität. Er war am 3. Sept. 1795 zu Giessen geboren und widmete sich dort anfänglich der Theologie, dann der Rechtswissenschaft, machte den Feldzug gegen Frankreich mit und setzte nach dessen Beendigung seine Studien fort. Wegen demagogischer Umtriebe in Untersuchung gezogen, verliess er Giessen und begab sich nach Jena, bis er wegen erneuerter Untersuchungen sich genöthigt sah, auch diese Stadt zu verlassen und nach Frankreich zu gehen. Er lebte darauf theils in Paris theils in Strassburg mit dem Studium Römischer Alterthümer beschäftigt; musste aber als Fremder 1820 das Land verlassen und fand in der Schweiz zunächst an der Cantonschule in Chur, dann an der Baseler Universität eine Anstellung. In neue geheime Verbindungen verwickelt musste er 1824 Basel verlassen und begab sich nach Nordamerika, wo er zuerst in New – York juristische Vorlesungen hielt, dann als Prediger zu Cambridge, endlich als Professor der deutschen Sprache und Litteratur an der HarwardsUniversität angestellt wurde. Er hatte sich in den letzten Lebensjahren sehr stark zu pietistischen Grundsätzen hingeneigt. In der Zeit der politischen Anfregung der deutschen Jugend besass er grossen Einsluss; mit Sand war er eng befreundet, viele der Turn- und Freiheitslieder in seines Bruders Adolf „Freien Stimmen frischer Jugend” rühren von ihm her, auch das berüchtigte sogenannte grosse Lied, welches Witt von Dörring theilweise veröffentlicht hat.

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Ankündigungen neuer Bücher. Wichtige Anzeige für Prediger und Schullehrer.

Unterzeichneter ladet hiermit durch die Herrn Sch-wetschke und Sohn in Halle und durch alle übrigen dortigen und auswärtigen Buchhandlungen Deutschlands zur Subscription ein:

auf

TID. G. 'F. DiInter'S sämmtliche Schriften.

Neue wohlfeile Gesammtausgabe in 8.

Der Name Dinter's nimmt unstreitig in der Reihe der geseiertsten und berühmtesten Pädagogen den ersten Platz ein. – Den reichen Schatz seiner Erfahrungen hat derselbe in seinen zahlreichen Schriften hinterlassen, welche für den Pädagogen eine unschätzbare Bibliothek bilden. Diese seine sämmtlichen Schriften sollen jetzt in einer Gesammtausgabe und zwar in 4 Haupt- Abtheilungen, auf welche man auch einzeln (jedoch auf einzelne Werke nicht besonders) subscribiren kann, erscheinen, und zwar die 1. Athlg. Schullehrerbibel, Altes und Neues Testament. Anweisung zum Gebrauche - der Bibel in Volksschulen. 11. Abthlg. Katechetik. Erklärender und ergänzender Auszug aus dem Dresdner Katechismus. Präparationen in den Religionswahrheiten. Unterredungen über die 2 ersten und 4 letzten Haupstücke des luther. Katechismus. Materialien zu Unterredungen über Glaubens – und Sittenlehre Pädagogik. Vorarbeiten. Belehrungsblätter. Kleine Reden. Schulconferenzen. Schulverbesserungsplan. Anweisung zum Rechnen nebst Rechnungsaufgaben. Predigten zum Vorlesen (auch zur häuslichen Andacht bestimmt.) Liederhomilieen. Gelegenheitsreden. Er– bauungsbibel. Malwina. Kleine Schriften. Leben nebst Bildniss.

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enthalten.

(Diese 4. Abthlg. enthält diejenigen Schriften Dinter's, welche nicht bloss für Pädagogen, sondern für alle Stände geschrieben, und auf welche jeder Familienvater subscribiren sollte. Dinter's Predigten und seine Bibel als Erbauungsbuch ge

hören anerkannt zu den besten asketischen Schriften und die „Malwina” verdient von jeder gebildeten Mutter gelesen zu werden.) Damit nun alle Freunde und Verehrer Dinter's im Stande sind, seine jetzt nach und nach erscheinenden Werke sich leicht anschaffen zu können, so habe ich den Preis eines auf schönes Papier und gut gedruckten Bgn: in 8. vorläufig auf !/2 gGr. (% Sgr. 2% Kr. rhein) gestellt den ich aber bei einer recht zahlreichen Theilnahme noch niedriger berechnen werde. Ueberdiess erhalten Subscribentensammler in jeder Buchhandlung auf je 10 Exemplare ein Freiexemplar. Nach Erscheinen einer jeden Abtheilung tritt ein höherer Ladenpreis ein. Sämmtlichen Herren Geistlichen und Pädagogen sei dieses grosse Unternehmen zu geneigter Fördernug durch zahlreiche Subscriptionen bestens empfohlen. Möge Gott auch ferner seinen Segen auf den Werken Dinter's ruhen lassen ! Neustadt a. d. Orla, im Februar 1840.

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A L L GE ME IN EN LITE R ATUR - ZEITUNG

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U n iv e r sitä t e n. Halle-Wittenberg.

V e r ze i c h n iss d er auf der Königl. vereinten Friedrichs-Universität daselbst im Sommer – Halbjahre vom 11. Mai bis 19. September 1840 zu haltenden Vorlesungen und der öffentlichen akademischen Anstalten.

A. W Or Hesungen.

I. Theologie.

W Ecyklopädie und Mcthodologie des theologischen Studiums trägt Hr. Prof. Franke vor. Die Literärgeschichte der Kirchenschriftsteller lehrt Hr. Cons. – Rath Thilo. Biblische Archäologie des A. und N. T., sowie die Geschichte und Alterthümer der in der H. S. erwähnten morgenländischen Völker trägt Hr. Cons. -Rath Ge senius vor. Eine historisch-kritische Einleitung in die Bücher des A. und N. T. trägt Hr. Prof. Guerike, – in die apokryphischen und canonischen Bücher des A. T. Hr. Prof. Tuch vor. Von Büchern des A. T. werden erklärt: die Genesis vom Hn. Cons-Rath Gesenius; das Buch Hiob, das hohe Lied und der Prophet Daniel vom Hn. Prof. Roediger; die Psalmen vom Hrn. Prof. Tuch. Die messianischen Weissagungen des A. T. erläutert Hr. Prof. Fritzsche (in lat. Sprache). Eine historisch-kritische Einleitung in die Bücher des N. T. trägt Hr. Prof. Niemeyer vor; Einleitung in die Paulinischen Briefe Hr. Cons.– Rath Th o l u ck. Von Büchern des N. T. werden erklärt: die Evangelien des Matthäus, Marcus und Lucas von den Herren Proff. Wegscheider und Daehne; das Evangelium Johannis vom Hn. Cons. – Rath Tho – luck; die Briefe Pauli an die Römer und Galater vom Hn. Prof. Niemeyer.

Historisch kritische Vorlesungen über das Leben Jesu Christi hält Hr. Prof. Guerike. – Ueber die Leidens und Auferstehungsgeschichte Jesu Christi liest Hr. Prof. Wegscheider; – über dieselbe nach den Synoptikern, Hr. Prof. Daehne (in lat. Sprache); exegetisch homiletisch –praktische Vorträge über ebendieselbe hält Hr. Prof. Mlar ks. Ueber die praktische Exegese der evangelischen Perikopen liest Hr. Prof. Müller. – Dogmengeschichte tragen die Herren Proff. Müller und Da eh ne vor. Dogmatische Theologie lehrt Hr. Prof. Fritzsche; Theologia phrophetica Hr. Cons.-Rath Tholuck. Christliche Moral trägt Hr. Prof. Wegscheider VOI'. Der christlichen Religions- und Kirchengeschichte ersten Theil bis auf Gregor VII. lehrt Hr. Cons.Rath Thilo. Die Geschichte der heil. Dichtkunst trägt Hr. Prof. Marks vor. Homiletik und die Geschichte derselben lehrt Hr. Prof. Marks; theoretisch - praktische homiletitische Uebungen veranstalten die Herren Proff. Marks und Franke. Den ersten Theil der praktischen Theologie oder die Theorie des katechetischen Unterrichts trägt Hr. Prof. Müller vor.

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petitorien über Dogmatik hält Eben der selbe; über Kirchengeschichte Hr. Prof. Daehne; Uebungen seiner zu begründenden homiletischen Gesellschaft veranstaltet Hr. Prof. Müller.

II. Jurisprudenz.

Encyklopädie und Methodologie der Rechtswissenschaft trägt Hr. Prof. Wil da vor. Die Philosophie des Rechts lehrt Hr. Geh. JustizRath H. e n ke. Institutionen und Geschichte des römischen Rechts trägt Hr. Prof. Witte vor; auch liest Der selbe über das alt römische Gerichtsverfahren; Institutionen des römischen Rechts lehrt Hr. Dr. Pfoten hau er. Die Pandektcn trägt Hr. Hofgerichts – Rath Pfoten hauer vor; das Erbrecht Hr. Dr. Pfotenh au er. Deutsche Staats und Rechtsgeschichte trägt Hr. Geh.-Justiz-Rath Pernice vor. Deutsches Privatrccht lehrt Hr. Prof. Dieck nach seinem Grundrisse, und Hr. Prof. Wil da. – Ueber das Recht des Adels - und Bauernstandes liest Hr. Prof. Die c k. Handelsrecht lehrt Hr. Prof. Wil da. Lehnrecht trägt Hr. Geh. Justiz - Rath Pernice vor. Das öffentliche Recht des deutschen Bundes und der deutschen Bundes-Staaten trägt Hr. Geh. Justiz – Rath Pernice vor; auch liest Derselbe über die Verfassung des vormaligen deutschen Reichs. Preussisches Civilrecht lehrt Hr. Hofgerichts – Rath Pfotenhauer, und Hr. Prof. Witte; auch liest Letzterer über Preussisches Erbrecht. Kirchenrecht trägt Hr. Prof. Laspeyr es vor; auch liest Derselbe über die Quellen des kanonischen Rechts. Gemeines und Preussisches Criminalrecht lehrt Hr. Geh. Justiz-Rath Henke; auch setzt Derselbe das Examinatorium über Criminalrecht fort. Gemeinen und Preussischen Civil- Prozess trägt Hr. Prof. Laspeyr es vor; Criminal- Prozess Hr. G. J. R. Henke. – Uebungen in der juristischen Praaris veranstaltet Hr. Hofgerichtsrath Pfotenhauer. Gerichtliche Arzneikunde lehrt Hr. Prof. Hohl. # k & Hr. Geh. Justiz-Rath Schmelzer ist, seiner Gesundheit wegen, auch für dieses Halbjahr von Haltung der Vorlesungen entbunden.

III. Medizin.

Engyklopädie und Methodologie des medizinischen Studiums trägt Hr. Prof. Friedländer nach seinem Lehrbuche vor.

Die Geschichte der Medizin bei den Alten lehrt Hr. Dr. Rosenbaum.

Physiologie verbunden mit Experimenten und Demonstrationen lehrt Hr. Prof. d'Alton; auch

trägt Derselbe die Zeugungs- und Entwicke

lungsgeschichte vor. – Ueber den physikalischen Theil der Lehre von den Sinnesorganen liest Hr. Prof. Kaem tz. Pathologische Anatomie trägt. Hr. Prof. d'Alton und Hr. Dr. Mayer vor; auch liest Letzterer über den Abdominal-Typhus. Osteologie und Syndesmologie lehrt Hr. Prof. d'A1t 0 Il. Den ersten Theil der speciellen Pathologie und Therapie trägt Hr. Geh. Medizinal-Rath Krukenberg und Hr. Dr. Rosenbaum vor; auch liest Letzterer über die syphilitischen Krankheiten. Pathologie und Therapie der Lungen des Herzens und der Haut lehrt Hr. Geh. Medizinal- Rath Krukenberg. Akiurgie verbunden mit einem Cursus chirurgischer Operationen trägt Hr. Prof. Blasius vor. Ueber ausgewählte Kapitel der Ophthalmologie liest Hr. Prof. Blasius; auch hält Der selbe theoretisch - praktische Vorträge über Augenoperationen. Theorie und Praxis der Geburtshilfe trägt Hr. Prof. Niemeyer vor. Ueber die Krankheiten der Frauen und Kinderliest Hr. Prof. Hohl; auch erläutert Derselbe die morbos placentae. Pharmakologie lehrt Hr. Prof. Friedländer und Hr. Dr. Krahmer; Pharmakognosie Hr. Dr. Doebereiner. – Rezeptirkunst, Hr. Dr. KrahIl Go I'. Toxikologie lehren die Herren Dr. Krahmer und Dr. Doe bereiner; auch liest Ersterer über die Erforschungsweise der Gifte. Die Prcussische Pharmakopöe erläutert Hr. Lector Steinberg; die offizincllen P/lanzen derselben Hr. Dr. Sprenge 1. Pharmaceutische Chemie verbunden mit praktischen Uebungen tragen die Herren Lectoren Dr. Doeb er einer und Steinberg vor.

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