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den. Besonders die physicalisch – mathematische Klasse war thätig in ihren Arbeiten; Hr. Jakobi setzte seine elektromagnetischen Versuche fort; Hr. v. Baer schrieb über Cultur des Chenopodium Quinoa. Im Ganzen hat die Academie 120 Abhandlungen binnen Jahresfrist eingeschickt bekommen, wovon 49 der mathematisch-physicalischen, 36 der naturhistorischen, 35 der geschichtlichen und philologischen Klasse angehören. Auch war es im vorigen Jahre zum ersten Male, dass in den Sälen der Academie öffentliche Vorlesungen gehalten und 4000 Rubel als Honorar für die lesenden Mitglieder ausgeworfen wurden; Hr. Fritsche las über Chemie, Hr. Brosset über Geschichte und Litteratur Georgiens. Unter den von der Academie herausgegebenen Schriften sind

zu bemerken zwei Ausgaben einer tibetanischen Grammatik von Hrn. Schmidt und eine deutsche Uebersetzung der mongolischen Epopoe Ghesser-Khan von demselben; die Beobachtungen des Halleyschen Kometen von Hrn. Struve und der vorläufige Bericht über Hr. Fedorow's astronomische Reise in Sibirien. Mehrere andere Werke erscheinen nächstens; so ein georgisch-russisch-französisches Wörterbuch und die drei ersten Bände der Materialien zur Kenntniss des russischen Reichs und seiner asiatischen Gränzländer. Als neue Mitglieder sind aufgenommen der Orientalist Prof. Dorn, der Botaniker Dr. Mayer und der Physiker Jakobi. (Vgl. Ausland Nr. 111 u. 112.)

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Ankündigungen neuer Bücher.

Im Verlage von Friedrich Perthes ist erschie1lCIl

F. Lundblad's und Bolmeer's Geschichte Karl des Zwölften,

Königs von Schweden. 2. Theil, berichtigt nnd erweitert

v. G. F. von Jenssen, kön. dänischem Major.

Von dieser umfassenden Lebensgeschichte eines Heldenkönigs, dessen blosser Name ganze Heere und Nationen erschreckte, dessen Thaten die Hälfte von Europa alarmirte und der durch seine politischen Missgriffe den Grund zu Russlands Grösse legte, während er das eigene Land auf den Standpunct politischer Unbedeutsamkeit herabführte, von dem es sich seitdem nicht wieder erholen konnte, ist nun der zweite Band von dänischen Major von Jenssen erschienen. Wir glauben nicht zuviel von diesem Werke zu sagen, wenn wir die Meinung eines Dänen in jeder Beziehung unterschreiben: „ dass die historische Literatur durch dieses gediegene Werk wahrhaft bereichert worden, indem dasselbe nicht blos Alles enthält, was man bisher in vielen Schriften zerstreut fand, sondern daneben sehr interessante authentische Angaben über den Krieg im nördlichen Deutschland und Scandinavien, über die politischen Verwickelungen aller nordischen Höfe und endlich über den Tod des Königs. Karl XII. war gewiss kein grosser König und eben so wenig ein grosser General; allein er war der Tapferste unter den Tapfern und daneben ein äusserst wohl denkender und liebenswürdiger Fürst und Mensch. Darum empört denn auch die ruchlose Todesart von hohen Händen, die man bisher nur vermuthete, aber nirgends als geschichtliche Wahrheit auszusprechen wagte, welche nun durch dieses Werk der Welt klar und nur zu wahr, nach der im delagardischen Archive gefundenen Beichte des Generals Cronstedt, vor Augen gelegt wird. Damit die hier zum Erstaunen und Entsetzen der Welt mitgetheilten Nachrichten über Karl's XII. Todesart

noch an Interesse gewinnen möchten, ist dem zweiten Bande das von der kopenhagner Kunstacademie gelieferte Todesbild des gemordeten Heldenkönigs mit der verhängnissvollen Wunde an der Stirn beigegeben und überdiess eine Skizze der Belagerung von Frederikshald in Norwegen; auch ferner 18 merkwürdige Facsimiles ausser den originellen Beilagen aus dem dänischen Geheimarchive. Der deutsche Verfasser, dessen Schrift eine andere ist, als die gleichzeitige schwedische, hat Nordberg's schiefen Urtheilen und Parteilichkeiten überall zu begegnen gesucht und behauptet, dass den tsche Schriftsteller diesem Autor noch immer zu viel Ehre erweisen, indem sie ihn einen gewissenhaften Historiker nennen.”

Zur typographischen Säcularfeier.

So eben ist erschienen: Worakademische

Buchdruckergeschichte der Stadt Halle.

Eine Festschrift von Gustav Schwetschke.

Mit einem Anhange:

I. Ehren- Rettung des sächsischen Merseburg, als des
Druckorts , Marsipolis” und „Mer fsborg" von 1473,
und mithin als der ältesten norddeutschen Druckstätte.
II. Supplementarisches zu Hain, Ebert, Schaab und
Wette r“.

und Zwei Tafeln Abbildungen. 17 Bogen. Hoch - Quarto. Eleg. Einband. n. 2 Rthlr. 16 gGr. (20 Sgr.)

Da nur wenige Exemplare dieser Schrift, welche in einer geringen Auflage abgezogen wurde, zum Verkauf gestellt sind, so haben wir dieselbe nicht als Neuigkeit versendet, sondern geben sie nur auf festes Verlangen gegen baar.

Halle, im April 1840.
Gebau ersche Buchhandlung

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L I T E R A R I S C H E
I. Beförderungen u. Ehrenbezeigungen.

Der Professor, der Dogmatik zu Modena Pietro
Rafaelli wurde Bischof von Carpi; der Domcapitular
u. ordentliche Professor Dr. Stahl, Bischof in Würz-
burg; der Pater Dr. Augustin Theiner, Rath bei der
Congregation des Index in Rom; der Consistorial- u.
Schulrath Ant. Gottfr. Claessen, Domprobst am Col-
legiatstift in Aachen; der Domcapitular Recfort zu
Münster, Domprobst daselbst; der Oberlehrer Frenken,
geistlicher- u. Schulrath bei der Regierung zu Aachen;
der Hofcaplan Sedlazek, Burgpfarrer u. Beichtvater
des Kaiser von Oestreich; der Geheimerath Kanonikus
Dr. J. A. Prand, k. baierscher Ober – Kirchen – u.
Schulrath; der hisherige Bischof von Sodor u. Man Dr.
James Bowstead, Bischof von Liechfield; Rev. H. Pepys,
Bischof von Sodor u. Man; der Proviseur des Collège
Bourbon Alexandre, General-Inspecteur der Studien in
Frankreich; der Consistorial – Assessor Hofprediger Oe-
sterreich, Consistorialrath bei der Regierung zu Königs-
berg in Preussen; der Regierungsrath Siegel, Director
der katholischen Kirchensection im Badenschen Ministe-
rium des Innern (mit dem Titel eines Geheimen-
rathes 3. Classe); der Lycealprofessor Dr. Schrödl zu
Passau, Kanonikus des dortigen Domkapitels; der
Pfarrer Brewer, Landdechant u. Oberpfarrer zu Bonn;
der Pfarrer Dauzenberg zu Mündelheim, Landdechant
in Düsseldorf; der Pfarrer Vincken, Landdechant in
Eupen; der Pfarrer Immermann zu Broich, Dechant
in Eschweiler; der Ehrenstiftsherr Mürkens, Dechant
zu Aachen; der Gymnasiallehrer Dr. Elshoff in Bonn,
Pastor primarius der katholischen Gemeinde in Wer-
den; der Pfarrer Esch zu Cronenberg, Superintendent
der Synode von Elberfeld; der Pfarrer Tremoehlen,
Superintendent der Synode von Meurs; der Seminardire-
ctor Sellin, erster Prediger zu Ludwigslust; Dr. Hold-
heim , meklenburgisch – schwerin'scher Landrabbiner;
der Ober – Regierungsrath v. Köstlin, Director der
öffentlichen Bibliothek u. der damit verbundenen wis-
senschaftlichen Sammlungen in Karlsruhe; der bishe-
rige erste Custos bei dem Münz- und Antikencabinet
zu Wien, Joseph Arnet, Director, u. der hisherige
Humanitätslehrer am Gymnasium zu Cilli, Joh. Gabr.
Seidl, Custos jener Sammlung; der General-Inspector

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Burnouf in Paris, Bibliothekar der Université; der Pro-
fessor Dr. Fleischer in Aarau, Professor der Naturwis-
senschaften an der landwirthschaftlichen Lehranstalt in
Hohenheim; der Ober-Ingenieur Meissner in Wien,
Professor der Bauwissenschaften am Collegium Caroli-
num in Braunschweig; der bekannte Schriftsteller
H. König in Hanau, Secretair bei dem Obergericht
zu Fulda; der Professor Kapf, Rector am Gymnasium
zu Heilbronn; der Professor der Philosophie am Collèg.
Henry IV., Bouillet, Proviseur des Collèg. Bourbon
zu Paris; der Oberlehrer am Königlichen Pädago-
gium zu Halle, Dr. Robert Unger, Conrector am
Gymnasium zu Friedland; der Adjunct am Joachimsthal-
schen Gymnasium zu Berlin, Dr. Theod. Bergk, Ober-
lehrer am Gymnasium zu Cassel; der Adjunct Grubitz
in Schnlpforta, Oberlehrer am Gymnasium zu Minden;
der Vorsteher eines Erziehungs-Instituts in Lausanne,
Bruch, Seminar-Director in Zürich; der Seminarlehrer
Zehlicke, Seminar-Director zu Ludwigslust. – An Univer-
sitäten wurden ernannt: der Decan u. gräfl. Giechische Con-
sistorialrath Dr. Ranke in Thurnau, zum ordentlichen
Professor in der theologischen Facultät zu Erlangen; der
ausserordentliche Professor Müller, zum ordentlichen
Professor des deutschen Rechts u. der Regierungsasses-
sor Edel, zum ordentlichen Professor des Criminal-
u. Polizeirechts in Würzburg; der Prosector u. Privat-
docent Dr. Henle in Berlin, zum ordentlichen Profes-
sor u. Director der anatomischen Anstalten an der Uni-
versität zu Zürich; der ordentliche Professor in der
medicinischen Facultät zu Halle Dr. Hohl, zuln Di-
rector des Entbindungs-Institutes daselbst; der Professor
honorarius, Dr. Chr. Kapp, zum ordentlichen Professor
der Philosophie in Heidelberg (mit den Character als
Hofrath); der ausserordentliche Professor Dr. Frhr. v.
Reichlin - Meldegg zum ordentlichen Professor der
Philosophie in Heidelberg; der Professor Mädler in
Berlin, zum ordentlichen Professor der Astronomie in Dor-
pat; Gustav Planche, zum Professor der ausländischen
Litteratur zu Bordeaux; der Prosector u. Privatdocent
Dr. Hodes in Zürich, zum ausserordentlichen Professor
in der medicinischen Facultät daselbst; der Dr. Son-
nenmeyer, zum ausserordentlichen Professor der Augen-
heilkunde in Marburg; der Dr. phil. Fr. Haase, und der
Rector der Thomasschule in Leipzig, M. Gottfr. Stull-

baum, zu ausserordentlichen Professoren in den philosophischen Facultäten von Breslau u. Leipzig; Geruzez u. Charpentier, zu Privatdocenten für alte u. neue Litteratur, desgleichen G. Lenormand u. Rosseuw St.

Hilaire, zu Privatdocenten für Geschichte u. Geogra

phie in Paris. Bei der Universität zu Cambridge wurde Dr. J. J. Blunt zum Lady Margarets prof of divinity; Dr. Will. Hodge Milt zum lector Hulscanus der Theologie ernannt; die erledigten Stellen eines Vorstehers des St. Johns College dem Rev. R. Tatham, des Gonville u. Cajus College dem Rev. B. Chapman übertragen. Die neu begründete Professur der neutestamentlichen Exegese zu Dublin erhielt Rev. G. Sidney Smith M. A.; die Professur der orientalischen Sprachen zu Glasgow Rev. G. Gray; die Professur der wälischen Sprache zu Oxford Rev. D. T. Jones; Prälector der Logik wurde Rev. R. Michel. Orden. Preussen: des Justizministers v. Kamptz Exc., den schwarzen Adlerorden; der Erzdechant Anton Protze in Teplitz, den rothen AO. 3 Cl. – Belgien: Hr. Nothomb das Officierkreuz, Professor Dr. Ahrendt in Löwen, das Ritterkreuz des Leopoldordens; – Frankreich: Der Botschafter in London, Hr. Guizot, wurde Grosskreuz; der Conseilpräsident Hr. Thiers, Grossofficier; der Archivdirector Mignet, Commandeur, der Geheime Regierungsrath Professor „A. Böckh in Berlin, die Professoren der Medicin Marjolin u. Gerdy, der Dichter Manzoni, Ritter der Ehrenlegion. – Braunschweig: der Hof-Capellmeister Meyerbeer, das Ritterkreuz des Ordens Heinrichs des Löwen. – Baden: Decan Reisslin zu Möhringen, das Ritterkreuz des Ordens vom Zähringer Löwen. – memark: der Präfect der k. k. Hofbibliothek zu Wien, JMoritz Graf v. Dietrichstein, das Grosskreuz, der Conferenzrath v. Schirach zu Kiel, das Commandeurkreuz des Dannebrogordens. Titel u. Würden: der Regierungs- u. Medicinalrath Dr. Niemann in Merseburg erhielt den Titel eines Geheimen Medicinalraths; der Garnisonprediger Dr. Piderit in Kassel, den eines Consistorialraths; der Stadtphysikus Dr. K. F. Nagel in Altona, den eines k. Professor; der Studien-Director Fr. X. Eisenhofer erhielt die Doctorwürde von der philosophischen Facultät zu Würzburg; die Gymnasialprofessoren Weissenborn u. Mahr in Eisenach dieselbe Würde von der philosophischen Facultät zu Jena honoris causa. Dem Prinzen Albert hat die Universität Oxford das Diplom eines Doctors der Rechte verliehen. Academien und gelehrte Gesellschaften: die Academie der Wissenschaften zu Berlin hat den Professor Dr. Magnus daselbst zum ordentlichen Mitgliede; die Herrn Prinscp in Calcutta , Pickering in Boston Schaffarik in Prag, Millingen in Florenz zu correspondirenden Mitgliedern erwählt; der Astronom u. Professor Santini wurde Vicepräsident des Instituts für Wissenschaften u. Künste zu Venedig; der Kammerherr Leop. v. Buch in Berlin associé étranger der Academie der Wissenschaften in Paris; Schinckel u. Rauch in Berlin auswärtige Mitglieder der schwedischen Academie der freien Künste; Professor Attor

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Katholische Kirche: Der Papst verkündigte in einen geheimen Consistorium am 27. April die Ernennnng von 18 Erzbischöfen und Bischöfen: Mons. L. Bonald, Metropolitan von Lyon; A. Billiet, Metrö– politan von Chambery; de la Croix, Metropolitan von Auch; G., E. Irisarri y Peralta, Erzbischof von Cäsarea, in partibus in/delium; Mario Mirone, Bischof von Walva und Sulmona; N. Sterlini, Bischof von Calvi und Teauo; R. Biale, Bischof von Albenga; G. Salomoni, Bischof von Cuneo; G. Godeassi, Bischof von Spalatro; F. Garcia Diego, Bischof für die neue vom Papst errichtete Diöcese Californien in Nordamerika; D. A. Elizondo, Bischof von Conception in Chile; L. Serafini, Bischof von Corieo, in partib. infid.; D. A. Affre, Bischof von Pompejopolis, in partib. insid. ; G. Geritz, Bischof von Abdera, in partib. in/id.; C. Rajner, Bischof von Amoria, in partib in/d., Weihbischof von Erlau; G. Igimio de Madalengoytia y Sanz, Bischof von Antifello, in partib. in/id.; G. M. Carion, Bischof von Botra, in partib. in/d., und E. G. Pardio, Bischof von Germanikopolis, in partib. in/id. Mit dem heiligen Pallium wurden geschmückt: der Patriarch von Babylon, sowie die drei Metropolitane von Lyon, Chambery und Auch.

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(Nachtrag)

Am 9. Sept. 1839 starb zu Zürich an den Folgen eines am 6. Sept. erhaltenen Schrotschusses der practische Arzt und Regierungsrath Dr. Johannes Hegetschweiler geb. 1789. Weiteren Kreisen ist er durch seine Schriften als ausgezeichneter Botaniker bekannt; sonst war er ein sehr gesuchter Arzt und ein wegen seiner Biederkeit verehrter Patriot.

Am 1. Nov. zu Richings Lodge bei Colelrook der k. Geheimerath Sir John Sullivan , welcher 1795 zm London Tracts upon India, written in the year 1770, 1780 and 1788, with subscquent observations herausgab und von 1806–1836 Commissär bei dem Controllhofe im Departement für Indien war. Er erreichte ein Alter von 90 Jahren.

Am 31. Dec. zu Cambridge Rev. John Wordsworth, Mitglied des trinity college, im 34. Lebensjahre. Seine Studien bezogen sich hauptsächlich auf Aeschylus, von dessen Stücken er eine kritische Ausgahe zu veranstalten beabsichtigte. Früchte derselben sind Recensionen im Cambridge philological Museum, wo er Wellauer's und Scholefield's Arbeiten beurtheilt hat.

II.

Den 3. Jan. 1840 zu Stonehouse in Devonshire Dr. Aler. Copeland Hutchinson, ein geschätzter Wundarzt und Vers. des auch ins Deutsche übersetzten Werkes practical observations in surgery (London 1826).

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Den 16. Febr. zm Danzig der Superintendent Dr. Johann Wilhelm Linde im 81. Lebensjahre. Er war zu Thorn an 24. Januar 1760 geboren, wurde 1786 in Danzig Conrector an der Oberpfarrschule, 1792 Prediger an der Kirche zum heiligen Geist. Als Schriftsteller hat er sich durch eine Uebersetzung und Erläuterung des Sirach (1782 und 1795) bekannt gemacht, ausserdem einzelne Predigten und kleinere Schriften herausgegeben. Den 19. Febr. zu Düsseldorf der Dechant Heinzen, Pfarrer zu St. Lamberti, nach zwei und funfzigjähriger amtlicher Wirksamkeit. Den 27. Febr. zu Eichstädt der Studienlehrer Anton v. Sicherer, 33 Jahr alt. An demselben Tage zu Waldau der Superintendent und Pfarrer J. G. Schober, 75 Jahr alt.

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Beispielsammlung ZU. Buttmann ’s und Rost"s

griechischen Grammatiken

V O ll Dr. Val. Chr. Fr. HR ost. Erster, etymologischer Theil, ein Uebungsbuch für die unteren Gymnasialklassen. Zweiter, syntaktischer Theil, ein Uebungsbuch für die mittleren Gymnasialklassen. Unter diesem Titel ist in unserm Verlage ein Werk erschienen, welches von gründlichen Schulmännern lange erwartet wurde. Es enthält in beiden Abtheilungen einen ausserordentlich reichen Schatz von Beispielen zu Einübung aller Regeln der griechischen Formlehre und Syntax, aus den besten Klassikern mit sorgsamer Berücksichtigung des Inhalts sowohl als der Form ausgewählt und mit erläuternden Anmerkungen begleitet, die ganz dazu geeignet sind, den Schüler zu einem gründlichen Studium der griechischen Sprache anzuleiten. Der erste Theil umfasst auf 20 Bogen, ausser einer für mehrere Cursus ausreichenden Anzahl von Beispielen über die Abwandlung aller Redetheile, eine Abtheilung von kleineren Abschnitten zur Uebung im Uebersetzen für den Anfänger, und zwar 1) 155 Anecdoten und kurze Erzählungen aus dem Leben berühmter Männer. 2) 20 der interessantesten äsopischen

Fabeln. 3) mehr als 40 Abschnitte mythologischen Inhalts. 4) 28 sehr anziehende Erzählungen aus der

Naturgeschichte. 5) eine Anzahl von Bemerkungen und Erzählungen aus der Geschichte der Sitten und Verfassungen der alten Welt. 6) eine Anzahl von unterhaltenden Erzählungen aus der politischen Geschichte. Die Behandlung des Stoffes in den untergesetzten Anmerkungen und in dem angehängten Wörterbuche ist von der Art, dass dem Anfänger schwerlich ein besseres und zweckmässigeres Uebungsbuch in die Hände gegeben werden kann. Der zweite Theil, welcher sich über alle Regeln der Syntax erstreckt, enthält ausser den griechischen Beispielen höchst schätzenswerthe, theils ausführlichere, theils kürzere Bemerkungen, die zu gründlichem Verständniss des Textes und zu klarer Auffassung des griechischen Sprachidioms hinführen. Für Schulen, auf denen die Buttmannsche Grammatik eingeführt ist, wird dieses Buch das erwünschteste, ja ein unentbehrliches Hülfsmittel zu gedeihlichem Unterrichten seyn; aber auch der Lehrer wird sich freuen, hier für jede syntaktische Regel eine Sammlung von gut gewählten und mustergültigen Beispielen zu finden, von denen jedes mit einer genauen Angabe der Quelle, aus der es entlehnt wurde, versehen ist. Von unserer Seite ist. Alles geschehen, um das Werk äusserlich gut und in jeder IIinsicht schöner auszustatten, als Inan bei Schulbüchern gewohnt ist. Der Preis aber, 20 gGr. für den ersten und 1 Rthlr. 4 gGr. für den zweiten Theil, ist so billig gestellt als nur irgend möglich.

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Das von dem arabischen Schriftsteller Ispahani verfasste Buch der Gesänge, oder Kitäb el agâni, ist bereits berühmt unter uns als eine der reichhaltigsten Quellen für die politische und literarische Geschichte der Araber. Silvestre de Sacy, welcher zuerst Auszüge daraus mittheilte, nannte sie einen thesaurus crudition is arabicae. Die vom Prof. Kosegarten begonnene Herausgabe dieses wichtigen Werkes liefert den arabischen Text völlig unverkürzt, und mit ganz vollständiger Vocalisation versehen, ferner die lateinische Uebersetzung, und exegetische und kritische Anmerkungen. Vorangesendet hat der Herausgeber ein Prooemium, welches von der Geschichte des Gesanges, den Sängern und Sängerinnen der Araber, handelt, ingleichen von der Theorie der Musik bei den Arabern, von ihren Intervallen, Klanggeschlechten, Tonleitern und Tactarten, so wie von der Vertheilung der Töne auf die Bünde der Saiten der arabischen Laute. Diese Darstellung ist aus dem arabischen Werke das Elfárábi, und aus dem Persischen das Ebn gaini geschöpft.

C. A. Koch in Greifswald.

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