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medizinische Chirurgie, 2 T., öffentlich; Pathologie und Therapie der syphilitischen Krankheitsformen, 2 T.; über die Wunden, 2 T. – Carus, D.,, E. A., allgemeine Chirurgie, 4 T., unentgeltlich; Orthopädie, oder die Lehre von den Verkrümmungen, 2 T., unentgeltlich; chirurgische Verbandlehre in Verbindung mit der Lehre von den Knochenbrüchen und Verrenkuugen, 2 T.; chirurgische Poliklinik, in Verbindung mit D. Walther, 6 T., unentgeltlich. – Kneschke, D., E. H., Abriss der Geschichte und Bücherkunde der Medizin, 2 T., unentgeltlich; Encyclopädie und Methodologie der Medizin, 2 T.; Receptirkunst, 2 T.; über Augenkrankheiten, 2 T. – Bock, D., K. E., chirurgisch – anatomische Vorträge über die Bauchbrüche, 2 T., unentgeltlich; gesammte Anatomie und Chirurgie. – Assmann, D., F. W., vergleichende Anatomie, und zwar Anatomie der Wirbelthiere, 4 T., und Anatomie der wirbellosen Thiere, 2 T., unentgeltlich; Physiologie der Menschen in lat. Sprache; Examinatoria und Repetitoria über Anatomie und Physiologie. – Schreber, D., D. G. M., über Kinderkrankheiten, 4 T., unentgeltlich; Examinir- und Disputir-Uebungen über verschiedene Theile der praktischen Medizin. – Hasse, D., K. E., Leitung der ihm übertragenen Repetitionen im königl. klinischen Institute; pathologische Anatomie, 2 T., unentgeltlich; chirurgische Anatomie. – Lincke, D., K. G., über Ohrenkrankheiten, 4 T. – Neubert, D., K. A., Erläuterung ausgewählter Kapitel aus Celsus und andern Schriftstellern, nach der von ihm herausgegebenen Chrostomalhia medica, 2 T., unentgeltlich; Disputir – Uebungen, unentgeltlich. – Weber, D., E. F., Prosector, Anatomie und Physiologie der Sinnesorgane, 2 T., unentgeltlich. – Lehmann, D., K. G., über die wichtigsten Gegenstände der physiologischen und pathologischen Chemie, 2 T., uncntgeltlich; gerichtliche Chemie durch Versuche erläutert, 2 T.; Examinatorium über Physik und Chemie. – Lot ze, D., H., allgemeine Pathologie und Therapie, 2 T., unentgeltlich; Psychologie, 3 T. – Merkel, D., K. L., über die Entwickelungskrankheiten, beson

ders des Jugendalters, mit Inbegriff der Stimm- und Sprach

fehler, 2 T., unentgeltlich; über die Verirrungen des Geschlechtstriebes und deren krankhaften Folgen, für Aerzte und Nichtärzte, 2 T.; Examinatoria über beliebige Zweige der theoret. und pract. Medizin, ingleichen über Physik und Chemie. – Grens er, D., W. L., über den Verlauf und die Behandlung der regelmässigen Geburt, 2 T., uncntgeltlich; Examinatorium über einige Theile der Medizin.

IV. Philosophische Fakultät. Drobisch, M., W., P. O., d. Z. Dechant, ebene und sphärische Trigonometrie, mit Anwendungen auf mathemathische Geographie und sphärische Astronomie, 6 T., (3 T. öffentlich); Logik, 2 T.; Grundlegung und Encyclopädie der Philosophie, 4 T. (2 T. üffentlich). – Hermann, D., G., P. O., Reg. – Semin. philol. Dir. über des Nonnus Evangelium Joannis, 4 T., öffentlich; Metrik, 2 T.; griechische Gesellschaft; königl.

philologisches Seminarium, Uebungen der Mitglieder im Erklären einer der Philippischen Reden des Demosthenes und (unter nächster Leitung des Herrn Prof. Klotz) im Erklären der Rede Ciceros für Cn. Plancius, 2 T., von 5 U. an, öffentlich. – Krug, D., P. Honor., Fundamentalphilosophie und Logik, nach s. Handbuch, 4 T., öffentlich; allgemeine Aesthetik, nach s. Handb., 2 T. – Wachsmuth, W., P. O., Geschichte der französischen Revolution, 4 T., öffentlich; allgemeine Weltgeschichte von der grossen Wölkerwanderung an, 6 T.; historische Gesellschaft. – Hasse, F. C. A., P. O., Urkundenlehre, Sphragistik, Heraldik und Genealogie, 4 T., öffentlich; über den politischen Zustand von Europa nach dem Inhalte der Verträge seit dem Wiener Congresse, 2 T.; Staatskunde des Königreichs Sachsen, 2 T. – Pohl, H. F., P. O., Technologie nach s. Handbuche, 4 T., öffentlich; 1. Theil der Landwirthschaftslehre, 6 T., kameralistisch – practische Uebungen, 4 T.; kameralistische Gesellschaft. – Wester in ann, A., P. O., über des Lykurgus Rede gegen Leokrates, 2 T., öffentlich; griechische Inschriftenkunde nebst Erklärung griechischer Inschriften nach besonders zu diesen. Zwecke lithographirten Tafeln, 4 T.; Uebungen im Latein – Schreiben und Sprechen. – Fechner, G. T., P. O., 1. Theil der Experimentalphysik, 4 T.; Dioprik, 2 T., öffentlich; Akustik, 2 T., öffentlich. – Fleischer, H. L., P. O., über die Sprüchwörter Salomos, 2 T., öffentlich; Fortsetzung der Erklärung des Koran, 2 T., öffentlich; türkische Sprache, 2 T.; arabische Gesellschaft, 2 St., unentgeltlich. – Erdmann, O. L., P. O., Experimentalchemie, 6 T.; chemisch – praktische Uebungen im königl. Laboratorium, 6 St.; über ausgewählte Gegenstände der technischen Chemie, 4 T., öffentlich. – Hartenstein, G., P. O., Geschichte der Philosophie seit I. Kant 2 T., öffentlich; allgemeine praktische Philosophie mit besonderer Beziehung auf die wissenschaftliche Gestaltung der Sitten und der Rechtslehre, 4 T. (2 T. öffentlich); Metaphysik, 4 T.; philosophische Uebungen der Lausitzer, unentgeltlich. – Bülau, F., P. O., Nationalökonomie und Staatswirthschaftslehre, 4 T., öffentlich; praktisches europäisches Völkerrecht, 2 T., öffentlich. – Möbius, O. F., P. E., sphärische Astronomie, 2 T., öffentlich; über die Einrichtung des Weltgebändes, 2 T.: geometrische Uebungen, 2 T., unentgeltlich. – Seyffarth, G., P. E., systematische Uebersicht der in der heiligen Schrift vorkommenden heidnischen Religionen, besonders der Kananiter, Phönizier, Syrer, Babylonier, Perser, Aegypter u. a., 2 T., öffentlich; Mythologie der Griechen und Römer, 2 T. – Nobbe, K. F. A., P. E., über ausgewählte Gedichte Catull's, 2 T., öffentlich; Uehungen im Latein-Schreiben und Sprechen, 2. T. – Plato, G. J. K. L., P. E., Pädagogik, 4 T.;

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philologisches Seminarium: Uebungen der Mitglieder im Erklären der Rede Ciceros für Cn. Plancius, 2 T., öffentlich; lateinische Gesellschaft; philologische Uöhungen der Lausitzer; Uebungen in Latein- Schreiben und Sprechen. – Pöppig, E., P. E., 1. Theil der speciellen Zoologie, 4 St., öffentlich; zoologische Uehungen und Demonstrationen, 2 St., öffentlich. – Redslob, G. M., P. E., philosophische Moral, 2 T.; Anfangsgründe der samaritanischen Sprache, 2 T., öffentlich; hebräisch-philologische Gesellschaft, unentgeltlich. – Becker, W. A., P. E., Geschichte der Kunst im Alterthume, 4 T., öffentlich; über den Epidikus des Plautus, 2 T., öffentlich; archäologische Gesellschaft. – Beck, P. und Lect. publ., Erklärung von Voltaire's Merope und Vergleichung mit Massei's gleichnamigem Trauerspiele, 2 T., öffentlich; über Germanismen, Sprachfehler und fehlerhafte neue Wortbildungen, 1 St., unentgeltlich. – Flathe, M1., J. L. F., deutsche Geschichte, 4 T.; Geschichte des letztverwichenen Halbjahrhunderts von 1786 bis 1840, 4 T.; Geschichte der Völker und Staaten des Alterthums, 4 T.; über die dramatischen Dichtungen Shakspeares, Fortsetzung, unentgeltlich; über Dantes göttliche Comödie, unentgeltlich. – Jacobi, M., W. F. L., Encyclopädie und Methodologie des academischen Lebens und Studiums, 2 T., unentgeltlich; Finanzwissenschaft, 2 T.; allgemeine Landwirthschaftslehre, 5 T. – Beer, M. E. F, F., Sanskrit- Sprache, nach Bopps Grammatik, Fortsetzung, 2 T., unentgeltlich; über Inschriften und Münzen der Völker des alten Orients, nach seinen Sätzen und Steintafeln, 2 T. – Marbach, M., G: 0., Fundamentalphilosophie, 2 T., unentgeltlich; Religionsphilosophie, 4 'T.; Geschichte der Philosophie bis auf die Gegenwart, 6 T. – Peter in ann, M., G. L., theoretische Gewächskunde, nach seinem Handbuche, 4 T.; botanische Demonstrationen und Excursionen mit Benutzung seiner Flora Lips., 2 T.; über die Stendelgewächse, Bananengewächse und Palmen, 2 T., unentgeltlich; Examinatoria über theoretische und praktische Gewächskunde.– Biedermann, M., F. K., Fundamentalphilosophie und Logik, 2 T.; Staatsrecht der constitutionellen Staaten, mit besonderer Rücksicht auf die verschiedenen deutschen Verfassungen, 2 T. – Haupt, M., M., über die Gedichte Catull's, 4 T., unentgeltlich; über mittelhochdeutsche Gedichte aus Wackernagel's altdeutschem Lesebuche, 4 T., unentgeltlich;

lateinishe Gesellschaft. – Kerndörffer, M. H. A., Lect. publ. Theorie der Declamation mit erläuternden Beispielen, aus deutsch. Klassikern, unter Benutzung seines Handb. Teone, 2T., öffentlich; Anleitung zum geregelten und mündlichen Vortrage, für künftige Religionslehrer, nach seinem Handbuch, 2 T.; für Studirende aus andern Fakultäten, nach seinem Handbuch, 2 T.; Anleitung zum geregelten schriftlichen Vortrage, in eignen freien Ausarbeitungen. – Schmidt, M. J. A. E., Lect. publ., Anfangsgründe der russischen und neugriechischen Sprache, 2 T., öffentlich. – Rathgeber, M., F. A. L., Lect. publ., Anfangsgründe der italienischen Sprache, nach Ife, hierauf la Gerusalemme liberata di Torquato Tasso, 1 St., öffentlich. – Fink, M., G. W., musikalische Grammatik nach seinem Lehrbuche, 2 T., unentgeltlich; allgemeine Geschichte der Tonkunst, 3 T.; Compositionslehre, 2'T.; Erklärung seines neuen Systems der theoret. Musik, 2 T., für Anfänger besonders die Lehre von der Harmonie. – Feller, M., F., Lect. publ., Erklärung von Shakspeares Romeo und Julie, 2 T., öffentlich. – Mit besonderer Genehmigung eines hohen Ministerii des Cultus und öffentlichen Unterrichts: Fürst, M., J., Erklärung der drei grossen Propheten, Jesaja, Jirmeja und Jecheskel, in cursorischer Lecture, nur aus sprachlichem Gesichtspunkte, 4 T., unentgeltlich; Wortund Sacherklärung der Moore Nebukim, System der jüdischen Religionsphilosophie von Mose Maimuni, in der aus dem Arabischen angefertigten Uebersetzung; aramäische (chaldäische) Grammatik mit UebersetzungsUebungen aus seiner Chrestomathie „Perlenschnüre", 2 T.

Uebrigens wird der Stallmeister Richter, der Fechtmeister Berndt, der Tanzmeister John und der Universitäts – Zeichner anatomischer – und naturhistorischer Gegenstände, Aulich, auf Verlangen Unterricht ertheilen. Auch können sich die Studirenden des Unterrichts der bei hiesiger Zeichnungs-, Maler und Architektur-Akademie angestellten Lehrer bedienen.

Die Universitäts Bibliothek wird täglich 2 Stunden geöffnet, nämlich Mittwochs und Sonnabends von 10 – 12 Uhr und an den übrigen Tagen von 2 – 4 Uhr. Die Rathsbibliothek aber Montags, Mittwochs und Sonnabends von 2 – 4 Uhr.

Zu der naturhistorischen Sammlung der Universität findet Mittwochs und Sonnabends von 10 – 12 Uhr freier Zutritt Statt.

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Theologie.

Erklärung der Briefe des h. Paulus an die Thessalonicher, an die Ephesier, an die Colosser, an die Philipper, an Titus und an Philemon: Prof. Schmülling. Fortsetzung der Vorlesungen über biblische Alterthümer: Prof. Rein ke. Fortsetzung der Erklärung der Psalmen: Der s. Fortsetzung der ältern Kirchengeschichte: Prof. Cappen berg. Christliche Literatur - Geschichte bis zum Mittelalter: D er s. Fortsetzung der Dogmatik und Symbolik: Prof. Neuln aus. Fortsetzung der Apologetik: Der s. Die dogmatische Lehre von der Erlösung: Prof. Berlage. Fortsetzung der Philosophie der Religion und Offenbarung: Der s. Fortsetzung der Lehre von der Kirche: Ders. Fortsetzung der christlichen Ethik: Der s. Der letzte Theil der Lehre von der Verwaltung der Bussanstalt: Prof. Kellermann, Von dem Pfarrer im Privat-Unterricht und in seinen verschiedenen amtlichen Beziehungen: Der s.

Philosophie.

Logik: Privatdocent Schlüter.

Psychische Anthropologie: Der s.

Ueher die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele: D er S.

Metaphysik: Prof. Es ser.

Rationelle Theologie: Der s.

Geschichte der neuern Philosophie von Cartesius bis

auf unsere Zeit, oder auch: Moral- und ReligionsPhilosophie: Ders,

Mathematik.

Analytische Geometrie: Prof. Gudermann,
Differenzial- und Integral-Rechnung: Der s.
Theorie der Modular-Functionen und der Modular-

Integrale oder ein anderer Zweig der höhern Mathematik: Der s.

Naturwissenschaften.

Astrognosie: Prof. Roling,
Toxikologie: Dr. Schmedding,
Physik: Prof. Roling, -
Chemie: Dr, Schmedding,
Allgemeine Botanik: Prof. Becks.
Pharmazeutische Botanik: Der s.
Botanische Excursionen: Der s.
Mineralogie mit besonderer Rücksicht auf medizinische,
ökonomische und technische Benutzung der Minera-
lien: Der s. -

Philologie.

Encyclopädie und Methodologie des Alterthums: Prof. Winiewski, Ausgewählte Satiren der Römischen Satiriker : Prof. Schlüter. Erklärung der Rede Cicero's für Muräna: Prof. Winiewski. Erklärung auserlesener Siegesgesänge Pindars: Ders. Des Aeschylus Agamemnon (Fortsetzung) im philologischen Seminar: Prof. Na der man n. Tacitus Agricola, in demselben: Prof. Esser. Schriftliche und mündliche Uebungen, in demselben: die Proff. Na der mann und Esser. Geschichte der römischen Literatur: siehe unter Geschichte.

Morgenländische Sprachen.

Hebräische Grammatik, nebst Erklärung einiger Kapitel der Genesis und auserwählter Psalmen: Prof. Reinke.

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te3 veóra “IntóAvrov #x röv Gyoéog ágóv ävéornos» Aox.jrtuog, deren Sinnwidriges sämmtliche Bearbeiter haben auf sich beruhen lassen und weder an der übermässigen Zahl der von Hippolyt geweihten Pferde Anstoss genommen haben, noch daran, dass ein so grossartiges Rossgeschenk grade dem Gotte zu Theil werden sollte, der niemals in dem Kreise der 3so inzoos (Poseidon, Athene, Hera, Ares, Artemis, Selene, Helios) das geringste Plätzchen für sich in Anspruch nehmen kann. Eben so wenig lässt die Zahl zwanzig unter dem Deckmantel einer heiligen Zahl sich schützen und rechtfertigen. Aus dem Mythos folgt, dass nur von einem Viergespann die Rede sein kann, welches sowohl Pindar als Pausanias (VI, 1, 2. 10, 2) einfach zttovg nennen. Exoot ist dann am leichtesten in eixóot zu verwandeln und die Construction zztrovg óva Gaivat aixóot theils als einer poetischen Inschrift entlehnt zu erklären und durch ähnliche Stellen theils bei Dichtern, wie Euripides Iphig. Aul. 238., theils aus Inschriften (C. J. 1I. nr. 2089. äyáuatt ävéornoev, nr. 2384. ávéotyoev aöty #v ävögtávrt uaguagvg) zu schützen. Ueber die Vorstellung: ein vor dem ans den Wogen aufsteigenden Meerstier schenwerdendes Viergespann, neben welchem Hippolyt geschleift und sterbend am Boden liegt, können wir um so weniger in Zweifel sein, da auf dem Agrigentiner Sarcophag (Serra di Falco Antich. della Sicilia III. tav. 45, 4) die eine schmale Seite uns das tragische Ende des Hip- . polyt auf diese Weise vergegenwärtigt. Auf jener Wotivstele ist jedoch nicht sowohl ein Relief als vielmehr ein Gemälde zu denken, wie denn überhaupt die ältesten Stelen weniger von Marmor als von gebrannter Erde sind und mit Malereien in archaischem Stile geschmückt. Will man dieser Auslegung nicht beipflichten, so schlägt Hr. P. sixóv vor, wovor freilich noch öuoü tj eingeschoben werden müsste, um das Bild des Hippolyt zu erhalten. – Die zweite Stelle ist Paus. Il, 30, 3, in welcher der Asklepios, um den es sich handelt, unbärtig ist, wie öfter (Paus. II, 10, 3. 13, 3.), mit einem Hunde zur Seite, wie im Asklepieion zu Epidauros (Il, 2, 7) und auf eine gesenkte Keule gestützt. – Paus. VIII, 44, 2 wird gesagt étixyoug Öé Iégst« tj Agréuuôléottv; die Eigenthümlichkeit dieses Beinamen lässt uns die Wahl zwischen einer Göttin, die mit Oenochoe und Phiale auf einem Altar eine Libation verrichtet, oder einer solchen die bereits ein Thier zu opfern sich anschickt. In solcher Handlung erscheint Artemis wirklich auf einem merkwürdigen Oxybaphon im Blacas'schen Museum, langhekleidet, eine weisse, goldgefleckte, sinkende Hirschkuh mit der linken Hand am Ohre fassend, indess ihre Rechte mit einer Fackel dem Thierc den To– desstoss zu geben sich anschickt: über dem Thiere schwebt Iphigenia, geflügelt wie Nike (Eurip. Iphig. Aul. 1473. 1555.) nach dem Olympus hinauf (ib. v. 1608). Links sitzt der Mittelgruppe im Rücken Zeus, rechts entfernt sich, nach der Hauptscene zurückschamend Apollon. Die Mittelgruppe wiederholt sich auf einem Relief der Casseler Antikensammlung. Diese Artemis Hiereia ist nicht verschieden von der Diana Fascelis- (Serv. in Virg. Aen. II, 117); es ist dieselbe, welche als Avyoöéoua und 'OpGla im Limnäon zu Sparta verehrt ward, anfangs mit Menschenopfern, wie in Tauris, später mit Knabenpeitschung (Paus. III, 16, 6. 7). In jenem Wasenbild bekundet sich die Göttin in einer und derselben Person als Lichtgöttin mit dem Attribut der Fackel, als éAaqoxtóvog und Jägerin im Begriff die Hirschkuh zu tödten.– In der Gesammsitzung am 6. Febr. gab Hr. Klug den gegenwärtigen Zustand der Insectengattung Thymnus Fhr. an; es entstehen vier Abtheilungen, deren erste drei neuholländische Arten, darunter die Fabricischen Thynnus u. die von Jurine zuerst beschriebene Art umfasst, die zweite Abtheilung aus zwei, die dritte aus drei, ebenfalls neuholländischen Arten besteht, die vierte endlich die sämmtlichen amerikanischen Arten, nemlich 27 brasilische u. drei aus Chili, enthält. Angehängt wurde die nahe verwandte Gattung Aelurus, von welcher zwei Arten vorhanden. – Hierauf legte Hr. Dr. Lepsius auf Veranlassung des Herrn A. v. Humboldt der Academie eine Zeichnung von einen Basrelief vor, welches in der Nähe von Smyrna auf einen Felsen eingegraben ist u. den Ramses-Sesostris darstellt, wie er von Herodot (II, 106) gesehen u. beschrieben worden ist. Die Zeichnung hatte Hr. Andreas dc Herriat in Smyrna mitgetheilt, ihre Aechtheit ist durch mehrere rühmlichst bekannte Männer verbürgt. Das Basrelief ist sehr hoch an dem 270 Fuss hohen Felsen eingegraben. Als Maass giebt Herodot uéya Gog téu7trygott Gaujg 4% Elle; Diodor (I, 55) tétragotzta2.auotag uajova töv Tattd.gov 7tyzóv, wobei er nur 2 Finger zu viel angiebt, wenn er die lange Elle von 7 Palmen oder 28 Fingern zu Grunde legte, oder 1 Palme zuviel für die kurze Elle von 6 Palmen oder 24 Fingern. Auf dieselbe Stelle des Herodot geht Eusebius bei Syncellus (p. 60. Par. = 112. Bonn.), wenn er als Grösse des Sesostris angiebt tmzöv Ö", ztu).atotóvy, Öaxrü/aov ß'. – In der Gesammtsitzung am 13. Febr. theilte Hr. Kunth einige Bemerkungen über die Aroideen mit, wozu ihm die Bearbeitung dieser Familie für den 3. Bd. seiner Enumeratio plantarum Veranlassung gegeben hatte. – In der Sitzung der mathematisch – physikalischen Klasse am 17. Febr. las Hr. Steincr über ein einfaches Princip zum Quadriren verschiedener Curven. – In der Gesammtsitzung am 20. Febr. las Hr. Ranke über die Geschichte der Wiedertäuser in Münster und suchte besonders den innern Zusammenhang der einzelnen Erscheinungen des Münsterschen Anabaptismus darzulegen. – In der Gesammtsitzung am 27. Febr. las Hr. Ritter den Schluss seiner Abhandlung über die Verbreitung des Zuckerrohrs. Halle. Zu der in Nr. 1 dieser Blätter gegebenen Chronik der vereinigten Friedrichs-Universität ist p. 3. das Festprogramm, in welchem über die Preisaufgaben berichtet wird, nachträglich zu erwähnen. Es enthält: Coder iuris municipalis Halensis saeculo dccimo et quinto confectus nunc primum editus (X. u. 40 S. gr. 4. bei Grunert) und ist der erste Druck einer Willekor vnd geselcze der von halle yn Sachsen, durch dessen genaue Besorgung sich der ungenannte

Herausgeber (es ist des zeitigen Prorectors Magnificenz Hr. Geheime Justizrath Dr. Pernice) ein ausgezeichnetes Verdienst um die Wissenschaft des deutschen Rechts und insbesondere um das statutarische Recht der Stadt Halle erworben hat. Die Handschrift war aus dem Besitz des Schöppen Matth. Friedr. Gade in die Hände des Kanzler von Ludewig gekommen, in dessen Katalog fälschlich verzeichnet und deshalb von Dreyer zu einem Sachsenspiegel gestempelt worden. Aus Ludewigs Nachlass erkaufte sie der berühmte Chronist von Dreyhaupt, der jedoch in seiner Beschreibung des Saalkreises (Bd. II. S. 303) nur eine schr oberflächliche Notiz davon gab und spärliche Proben mittheilte. Später kam sie an den Stadtgerichtssekretair Neukirch, von welchem sie der im vorigen Jahre verstorbene Oberlandesgerichtsrath Dr. Zepernick erhielt; jetzt ist sie im Besitz des Herrn Justizrath Dr. Dryander. Hr. Geheimerath Pernice, der schon früher den Entschluss jene Willkühr zu veröffentlichen gefasst hatte, verlor das lebhaftere Interesse daran durch den Tod Zeper

nick's, dessen Andenken in der Vorrede p. VII. in

elegantem Latein herzliche und ehrenvolle Worte gewidmet sind, in denen die gründliche Gelehrsamkeit, seltene Bescheidenheit, ausgezeichnete Humanität u. Milde des Verstorbenen als würdige Muster der Nacheiferung empfohlen werden. Die Unterschrift der Handschrift giebt als Tag der Völlendung den 1. Januar 1428, und nennt als Schreiber einen Johannes Luckardus de Gotha. Welches die Veranlassung zur Errichtung dieser Willkühr gewesen sei, ist ungewiss; kein Chronist giebt darüber Auskunft; Dreyhaupt’s Ansicht ist in überzeugender Beweisführung von dem Herausgeber widerlegt. Eine genauere Darlegung des reichen Inhalts der statutarischen Bestimmungen gehört nicht hierher. Da jedoch die Handschrift nicht vollständig ist, so bleibt zu wünschen dass eine vollständigere Handschrift aufgefunden werde. In der äussern typographischen Ausstattung entspricht der Druck genau dem Codex und kann als ein Facsimile desselben betrachtet werden. In der Vorrede begnügt sich der Herausg. nicht blos mit der Darstellung der hier in der Kürze berührten Verhältnisse, sondern fügt auch einen interessanten Beitrag zum römisch-griechischen Rechte hinzu, indem er zum erstenmale aus Cod. Guelferb. nr. 92 eine griechische Uebersetzung von Cajus Institutionen, den Titel mag tg Tóv ßa3uÖv ovyyavaiag, mittheilt und ähnliche Bruchstücke in andern Bibliotheken nachweist. Petersburg. Ausser der Errichtung des in Eur0pa am schönsten ausgestatteten Observatoriums auf dem Hügel von Pulkawa erhielt die kaiserl. Academie der Wissenschaften im Jahre 1839 einen schätzbaren

Zuwachs an chinesischen, japanischen, mongolischen, tibetanischen und mandschurischen ManuScripten. Der Kaiser hat eine 828 Bände starke

Bibliothek des Baron Stilling für 40000 Rubel für das asiatische Museum gekauft, in welcher sich ein vollständiges Exemplar des Gandjour, eines tibetanischen Werkes in 30 Bden, die heiligen Bücher der verschiedenen Secten der Religion Buddha's darstellend, und der Tondjour, dem Inhalte nach ähnlich, besin

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