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gen ?ztegoräo3a - Äg tuva an Jemanden ein Versprechen geben, wie anstatt yvogiLeoGa tut auch yvogiLeoGa e 'g t uva Rom. 16, 26 gesagt wird. Folglich ist auch tagtótmua & i g Geöv (ein Versprechen an Gott ) ganz unverfänglich. Uebrigens wird in unserer Stelle keineswegs, wie mit vielen Andern Weander KGsch. I, 2. S. 541 annimmt, auf das feierliche, bei der Taufe abgegebene, Versprechen, dem Satan, seinem Gepränge und seinen Engeln entsagen zu wollen angespielt (denn die förmliche und feierliche Ablegung eines Glaubensbekenntnisses und eines solchen Versprechens vor der Taufe ist aus der apostolischen Zeit nicht nachzuweisen: der Vers Act. 8, 37 ist bekanntlich unecht), sondern gemeint ist, dass man symbolisch bei der Taufe Gott verspreche, ein gutes Gewissen bewahren zu wollen, indem der Taufact nicht körperliche Reinigung beabsichtige, sondern eben die höhere Beziehung auf die Reinheit des Geistes habe, dass man also durch Uebernahme der Taufe seinen Entschluss, reinen Herzens zu seyn bildlich darstelle. Hierdurch dürften die wohl etwas flüchtigen, zunächst dem sel. Pott entgegengesetzten Bemerkungen des Hn. Dr. Winer a. a. O. widerlegt seyn: énagoräv kann stipulari heissen (und heisst es auch an zahlreichen Stellen), aber promittere ist nothwendig ?ztsgotäoGau – (freilich!). Die Antwort auf die vorgelegte Frage bei der Taufe wäre hier Hauptsache (auf Frage und Antwort bei der Taufe wird hier gar nicht angespielt: étégdötyuu heisst Versprechen); ërtsgörnua stände ganz sinnlos (in der Bedeutung von Befragung allerdings): die vorgelegte Frage war nicht das Heilbringende: oder man müsste es passivisch nehmen und von été00TäoGot ableiten." Die Substantiva auf – ua sind bekanntlich von den Passivis ihrer Verben abzuleiten und haben zunächst passive Bedeutung (vergl. Fritzsche ad Rom. II, 469). – Unter 7ttotuzóg erinnert der Vf, in Betreff der vielbesprochenen vägdog 7ttotux Marc. 14, 3 und Joh. 12, 3 sehr richtig, dass in diesen Stellen zttotuxóg entweder trinkbar (von 7tutioxco), oder Vertrauen erweckend (von ntoróg) bedeuten müsse, und dass die vielen andern hermeneutischen Vorschläge, welche man gemacht habe, verwerflich seyen. Er selbst entscheidet sich gegen die erstere und für die letztere Annahme aus Gründen, welche nicht probehaltig seyn dürften. Der Erklärung von vágóog zuotz durch trinkbares Mardenöl wird diess entgegengesetzt: „Obstat –, nardum mulieris non allatam esse ut biberetur, sed ut

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gyvuxóg, xotvovuxóg, Astrovgyuxóg, ovorarexóg. (Die nicht von einem Adiectivo auf – ög abgeleiteten Adiectiva eignvoxóg und ovorarxóg hätten hier nicht aufgeführt werden sollen. ) Das erstere Argument trifft die Sache nicht. Denn diejenigen, welche vägóog zuortx durch trinkbares Marulenöl erklärten, waren nicht der Meinung, dass das epitheton hinzugefügt sey, um anzudeuten, dass vágóog zuorux durchaus hätte getrunken werden müssen und gar nicht hätté zur Einölung des Körpers gebraucht werden können, sondern fanden in demselben eine Andeutung der Kostbarkeit des Nardenöls. Für Luxus muss es gelten, wenn man Nardenöl, welches sich trinken lässt, zur Einölung des Körpers verbraucht und wenn Maria eine bedeutende Quantität trinkbaren Nardenöls aufwendete, um Jesum zu salben, so bewies sie durch diesen grossen Aufwand ihre innige Verehrung gegen den Herrn. Um diess bemerklich zu machen erinnern die Evangelisten, dass das von der Maria benutzte Nardenöl vágóog zt to t tx . gewesen sey. Hiernach ist Hn. Dr. Winer's Gegenbemerkung Gr. S. 91 ganz untreffend: „ war die dünne Nardensalbe, welche man zum Begiessen (Marcus xatazéuv) brauchte, von der trinkbaren überhaupt nicht

verschieden (es gab trinkbares und nicht trinkbares

Nardenöl), so war das Beiwort zuoruxo eben so überflüssig, wie wenn dünne oder flüssige Narde da stände." Das zweite Argument des Vfs. ist durch Hinweisung auf die passive Bedeutung von änruxóg, Äutvevotuxóg und otstruxóg widerlegt. Ebenso schwach sind zwei andere von Winer a. a. O. geltend gemachte Gründe: „ zudem passt auch Joh. die trinkbare Narde nicht gut zu der Manipulation, welche äAsiqsuv genannt wird." Hn. Dr. Winer's Voraussetzung, dass äAsiqétv von dem Aufstreichen einer recht compacten

Masse gebraucht werde, ist nicht richtig. Grade um

gekehrt heisst bekanntlich äAktua flüssiges Salböl und äAkqeuv solches aufstreichen, dagegen zoToua zähes Salböl und xgiev mit demselben salben. Folglich reimt sich das vom Johannes gebrauchte d?épetv recht gut zu dem vom Marcus gesetzten «araxée v. Zuletzt erinnert Winer, dass sich zuoruxóg für trinkbar nirgends mit Sicherheit nachweisen lasse, ja totóg selbst wohl nicht sehr im Gebrauche gewesen sey; denn bei Aeschyl. Prom. 480 stehe es in einem Wortspiele (?). Wenn sich auch ztuoruxóg für trinkbar sonst nicht nachweisen lässt, so kann uns doch

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völlig gnügen, dass zuoruxóg der Analogie nach trinkbar bedeuten kann und dass diese Bedeutung in den

beiden Stellen der Evangelisten treffend passt. Uebrigens hat Hr. Dr. Luecke zu Joh. II, 421 f. gut auseinandergesetzt, dass wahrscheinlich Eusebius Demonstr. evang. 9, 1 nuotuxóg in der Bedeutung trinkbar gebraucht hat. Aesch. Prom. v. 480. – oöx v äAéEmu' oööév oüre 6gdonuov, oö xgtoröv, oirs or to töv, äÄä paguáxtov | xgéi «atsoxé Lovro – vermag Rec. kein Wortspiel zu entdecken und kann nicht mit Winer glauben, dass sich der Dichter die Bildung von tttoróg trinkbar erlaubt habe, um den in solcher Stelle zu nichts nützenden Gleichklang ow zguoröv, ots zuotóv herauszubringen. Hr. Dr. Bretschn. leitet nun 7ttotuxóg von nuotóg ab und erklärt unter Billigung der Vermuthung des Dr. Winer, dass vdgóog zuorux ein mercantilischer Kunstausdruck gewesen sey, vágóog ttortx. Vertrauen erweckende, sich (durch ihr Gefäss, Etiquette u. s.w.) als echt ankündigende Warde. Allein Wner's Conjectur ist mit gar nichts begründet. Die allgemeine Bemerkung, dass mercantilische termini oft wunderlich seyen und dass an dem Ausdrucke glaubhaftes (anstatt echtes) Kölnisches Wasser, wenn er als Kaufmannsausdruck eingeführt wäre, Niemand Anstoss nehmen würde, beweiset die Richtigkeit des Vermutheten nicht. Positiv stehet der IWiner'schen Conjectur entgegen, dass, wenn vágóog zuoruxo mercantilischer Kunstausdruck zur Bezeichnung einer geschätzten Sorte des Nardenöls gewesen wäre, derselbe häufig würde gebraucht worden seyn und dass demnach diejenigen, welche die verschiedenen Sorten des Duftöls (uügov) aufführen, wie Clemens Aler. Paedag. II, 8. (I, 207 Potter) und Pollux VI, 104 sq. nicht unterlassen haben würden, das geschätzte uögov vágóov zttottag zu erwähnen. Es ist sehr wahr, dass Scaliger's Ableitung des Wortes auoruxóg von 7t r ooto an sich möglich ist (vgl. Lo beck's Paralipomena grammaticae graecae T.I,p.31); aber zur Sache passt Scaligers Erklärung nicht: vágdog ztudrux sey zu Wasser oder Oel zerstossene Nardenblüthe. Jedes Nardenwasser und Nardenöl (vágdog) ist aus der Nardenblüthe gezogen und man begreift nicht, warum man, anstatt einfach Nardencasser, Mardenöl, vágóog zu sagen, sich umständlich so ausgedrückt haben sollte: (zu Oel) zerstampfte Mardenblüthe (vágóog zuotta ). Auch Lobeck a. a. O. billigt Scaliger's Ableitung und Erklärung nicht, son

dern bemerkt nur, dass jene an sich möglich sey und dass der Einwand nicht gelte, von n t looto hätte 7t Tuoruxóg geformt werden müssen, indem man aus Berücksichtigung des Wohllauts eben so gut hätte zz. otuxóg statt zt t «otuzóg sagen können, als man z. B. 7 vxriov statt 7 t vxtiov wirklich gesagt habe. – Unter diejenigen Artikel, welche weniger befriedigen, möchte Rec. den Artikel uêtgotta Géo rechnen. Es kommt hier darauf an, 1 ) den Gebrauch des Verbi bei den Classikern gründlich zu erörtern und 2) die einzige Stelle des N. T., in welcher das Wort vorkommt, Hebr. 5, 2 richtig zu erklären. Es dürfte dieses Verbum unter die n. t. Worte gehören, welche eine ausführliche Besprechung in einem Thesaurus M. T. verdienen. Nachdem vom Vf. unter Verwei– sung auf Kyple II, 388 sq , welcher indessen, wie der gleich darauf angeführte Krebs p. 371 fast nur Wetstein zu Hebr. 5, 2 ausgeschrieben hat, erinnert worden ist, dass uktgotaÖéo moderor affectus vehementiores bedeute, wird gleich auf Hebr. 5, 2 übergegangen und erinnert, dass man hier uatguotta Gaiv gewöhnlich fucilem sepraebere, indulgere bedeuten lasse, dass aber dieser Annahme der Contrast widerstreite, da dem jüdischen Hohenpriester, von welchem die Rede sey, nicht Nachsicht beigelegt werden dürfe. Diess ist sehr wahr. Der Hohepriester selbst hat nichts zu verzeihen und keine Nachsicht zu beweisen, sondern es ist nur seine Pflicht, als Mittler zwischen Gott und den Menschen die nöthigen Einleitungen (durch Darbringung seines Versöhnungsopfers) zu treffen, dass Gott den Sündern Nachsicht schenkt und ihnen die Sünden verzeiht. Daher preist auch der Vf, des Briefs an die Hebr. nicht die NWachsicht, sondern das Mitgefühl an dem Hohenpriester 2, 17.4, 15. Aber es hätte doch vor Erläuterung der n.t. Stelle das Verbum uergott«Gsiv in solcher Weise besprochen werden sollen, dass zu ersehen wäre, die Erklärung von ustguona Geiv durch ovyyvöoxsuv sey an sich allerdings sprachgemäss. IIierauf bemerkt Hr. Dr. Br., dass Krebs u. A. uergotta9tiv Hebr. 5, 2 misericordia tangi bedeuten liessen, in welchem Sinne uergotaGeiv bei Josephus A. J. 12, 3, 2 und uergudgetvibid. 5, 7, 7 zu stehen scheine; indessen passt auch diese Erklärung auf den jüd. Hohenpriester nicht recht. Die Richtigkeit dieses Urtheils leuchtet nicht ein. Theilnehmendes Mitgefühl für die Seelenleiden des Sünders ist gewiss eine löbliche Eigenschaft des die Vergebung der Sünden bei Gott als Hoherpriester vermittelnden Menschen (Hebr. 5,1), um sein Geschäft mit Liebe und Sorgfalt im

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das Schuldbewusstseyn ist; darum widmet er den Sündern, für welche er bei Gott die Vermittelung übernimmt, Theilnahme und Mitgefühl. Auch hier ist nicht nachgewiesen, dass ua Tgton «Gefv misericordia tangi bedeute. In den Stellen des Josephus, in welchen uergtotta Gaiv und us touéLeuv nach dem Vf, dicse Bedeutung zu haben scheint, drücken diese Verben schonende Nachsicht im Gegensatze gegen grausamc Härte aus. Endlich theilt der Vf. folgende Vermuthung mit: „ Fortasse uérototo Gsiv hic est pro ustglog s. éx uérgov taGaiv Codv) totg äyvooüot, qui a liquo modo (?) patitur eadem, quae peccator, qui miseria aliquo modo tangitur aeque ac peccator, qui mortem meruit." Hier dürfte « uérgov mit Äx uégovg verwechselt seyn und Rec. wüsste nicht, wie aerguona Gefv ruyt so viel als éx uéoovg ovuztóoxsuv tuvi heissen könnte. Auch die für die Statthaftigkeit des Gedankens beigebrachten Gründe sind nicht überzeugend. Denn nicht wird Hebr. 5, 7.8 das Hebr. 5, 2 vom menschlichen Hohenpriester Gesagte auf Christus angewendet, sondern begründet wird Hebr. 5,

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allzu leidenschaftlich seyn entgegengesetzt, so heisst es mild, nachgiebig, menschenfreundlich seyn im Gegensatze gegen Härte, allzugrosse Strenge, Graitsamkeit; wird es dagegen auf das zu wenig bezogen oder der Gefühllosigkeit (ána3j evat ) entgegengesetzt, so heisst es Theilnahme beweisen, Mitgefühl haben im Gegensatze gegen Unempfindlichkeit ( änáGeta), vgl. den Gebrauch von uérguog und ustguáLetv. Diese Bedeutung hat das Wort nach Ausweis des Contextes Hebr. 5, 2, wie diejenigen richtig gefühlt haben, welche sagten, es müsse hier uergotta Geiv ungefähr ehen so viel, als Hebr. 4,15 ovuztaGaiv bedeuten. Der Vf. sagt Hebr. 4, 16: lasset uns also (d. h. weil wir einen erhabenen 4, 14, mitleidvollen und in Allem geprüften Hohenpriester haben 4, 15) zum Throne der Gnade treten und das, was er erwirkte, uns aneignen (4, 16). Denn jeder menschliche Hoherpriester wird für Menschen in Absicht auf die Gott betreffenden Angelegenheiten eingesetzt, um durch Opfer Sünden zu tilgen und ist im Stande, sich theilnehmend gegen die Sünder zu benehmen, was bei ihm, dem menschlichen und mit Sünden Behafteten freilich nicht zu verwundern ist (er denkt an seine eigene Sündenlast) 5, 1–3 (d. h. denn dass unserm Hohenpriester die Praedicate eines die Gnade Gottes vermittelnden 4,16 und theilnehmenden 4, 15 Hohenpriesters gebüh

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ALLGEMEINE LITERATUR - zEITUNG

Junius 1 840.

NEUTESTAMENTLICHE LITERATUR.

LEIpzig, b. Barth: Lericon manuale graeco-latinum in libros MW. T. auctore Car. Gott 1. Bret – schneider etc.

C Beschluss von Nr. 99. )

Mit der Erklärung, man sey bereit, das Wort bei dem Vorhandenseyn solcher Analogieen bei Paulus zu dulden (vgl. Winer's Gr. S. 89), ist nichts in der Sache gethan. Denn es fragt sich, ob man 1 Cor. 2, 4, in welcher Stelle das Wort nur vorkommt, nach der innern Beschaffenheit der zahlreichen Varianten und nach der Geschichte des fraglichen Textes zast 9ög als vom Paulus geschrieben dulden dürfe. Ist diess nicht der Fall, so können dem nicht vorlhanden gewesenen Worte auch die Stellen der Kirchenväter, die es dem corrupten Texte des Paulus nachgeschrieben haben, nicht zur Existenz verhelfen. Schnell ist behauptet, dass 1 Cor. 2, 4 alle von dem tertus receptus (xa ö .óyog uov xa tö xgryuá uov oöx év netSog är Ogothyg ooqiag öyoug d??' ?v ätoôeSet tveiuatog zu övráuslog, Ära z .) abweichenden Varianten Conjecturen seyen, um das anstössige teuöo zu entfernen – ein Urtheil, welches der Vf, angenommen zu haben scheint, da er unter 7tet 3d sagt: »– codd. 1 Cor. 2, 4 er emendatione" –, aber eben so schnell ist auch diese Behauptung von einem Kritiker widerlegt. Dass ävSgonivyg ein eigenmächtiger Zusatz der Abschreiber nach v. 5. – év ooqi ávGgantov sey, bezweifelt Niemand mehr. Die von Griesbach gebilligte Lesart oüx év teuöof ooqiag, äAA' év änoôaSet tvs uarog xai Övräuscog ist unstreitig echt. Diess lehrt erstens die Stelle selbst. Concinn entsprechen sich oix év net Goi ooqiag und ä).?' ?v änoôeSet tvs uatog Övváuécog u. v. 5 lehrt, dass diess Paulus geschrieben hat. Die Worte va i niorc uöv u# # ?v ooq i ä v3 g (Özt ov setzen v. 4 oöx v ots OoT oo – pia g voraus. Denn in diesen Worten prädominirt der Begriff der ooqia, welche in dieser Stelle (vgl. v. 1) menschliche Weisheit ist (daher v. 5 ?v oopi A. L. Z. 1840. Zweiter Band.

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ein Unding. Es war von uörtyg abzuleiten, indem zum Stamme uvor – die bekannte Endung – guog tritt. Mvorgtov ist das zum Substantiv gewordene Neutrum des Adjectivs uvor gog. Wenn der Vf, in seiner Dogm. I, 242 (4te Aufl.) tö uvorgtov im Griechischen auch tv töv uvóv Ötéxôvouv bedeuten lässt, so beruht diess auf einem Irrthume. Nämlich nur als eine Geschmacklosigkeit des Dionysius von Sicilien wird vom Athenaeus 3, 54 angeführt, dass er täg töv uvóv ÖtszóÜoag u vot 0 t a genannt habe, weil er das Wort abenteuerlich von uTg und tygefv abgeleitet habe (– za tág töy uvöv Ötaxöéostg uvot jg ua #xd).at, ört to Ög u Ög ty g - T), so wie derselbe geschmacklos anstatt 7tag Gévog vu vóg og gesagt habe, ött u évat töv ä 0 a. Die Anordnung der Bedeutungen von uvotigov im N. T. dürfte eimige gegründete Einwendungen zulassen; jedoch ist nicht zu übersehen, dass der Vf, den Artikel ouvotjoov jedenfalls besser abgehandelt hat, als z. B. Schneider und Passow, bei denen er gar zu dürftig ist. Mvorgtov bedeutet nach dem Vf. 1) res arcana quaevs: 2) consilium, decret um arcanum: 3) doctrina arcana. Diese Eintheilung dürfte in logischer IIinsicht nicht ganz glücklich seyn; denn consilium arcanum und doctrina arcana sind auch res arcanae. Ausserdem lässt sich Manches gegen die Auffassung einzelner Stellen und deren Beziehung auf diese drei Numern sagen. Anstatt die Eintheilung auf die Verschiedenheit der Gegen– stände, welche im N. T. uvor gu« genannt werden, zu basiren, wäre es wohl besser gewesen, von einer allgemeinen Begriffsbestimmung von uvor.gov auszugehen und dann das Einzelne nach den verschiedenen Gesichtspunkten von welchen aus etwas zuvorgtov seyn kann und nach dem verschiedenen Grade, in welchem es als uvor gov erscheint, zu bestimmen. In Betreff der unter n. 2 aufgeführten Paulinischen Stellen sey es dem Rec. erlaubt, auf seine Erörterung ad Rom. II, 515. sq. zu verweisen. – Unter Batttouóg beschäftigt sich der Vf. vorzugsweise mit Hebr. 6, 2 dqévres röv rig äozñg toi Xotoroö löyov ézt tv teuötyta pegtäusGa, uj táv SeuéÄtov «araßu? Möuevo ustavolag ártó vexgöv Ägyov, xa tiotssog t Geöv, ß «zt tuo u öv ö ö axig, in Géoeög re xégéöv, dvaoráostág vexgöv xa xouutog aiovlov. Mit Recht verwirft er Winer's Erklärung Gr. S. 175. „Vielleicht sind Lehrtaufen im Gegensatz gegen die gesetzlichen und tradition. Lustrationen der Juden (?) eben die christlichen Taufen, welche das Ende des christl. Unterrichts wa

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ren", aber wohl nicht aus dem entscheidenden Grunde, dass Miners Vorschlag statt des gesetzten Pluralis ßatttouóv den Singularis Batrouoö voraussetZG. heit der christl. Taufe in dem allgemeinen Satze unter Bezugnahme auf die Wiederholung der christl. Taufe an vielen Individuen zulässig sey, ist nach Theodoret von Vielen richtig anerkannt worden. Hr. Dr. Winer erklärt sich den Pluralis ßantuouoi aus einem Gegensatze gegen die Lustrationen der Juden und denkt sich unter 6amttouoi christliche Taufen, Lehrtaufen genannt, weil sie nach Beendigung des Katechumenen – Unterrichts vollzogen worden seyen. Was die Anspielung auf die Lustrationen der Juden hier bedeuten solle, ist nicht abzusehen und es hat wohl Hn. Dr. Wner die heterogene Stelle Hebr. 9, 10 irre geführt. In ihr ist vom Judenthume die Rede, wogegen Hebr. 6, 1 f. von denjenigen gehandelt wird, welche sich in den ersten Elementen ( Hebr. 5, 12. 6, 1) des Christenthums bewegen. Sodann wäre wohl der Ausdruck 6attuouo Öduzjg Lehrtaufen für Taufen, mit welchen die Unterweisung im Christenthume geschlossen wird, ziemlich unklar und unverständlich gewesen. Ganz richtig macht Hr. Dr. Br. Buttuoudöv von öôaxig abhängig, erklärt aber den Pluralis falsch, indem er unter Batttouóv Ötöaz den Unterricht über die Taufen (Lustrationen) der Juden, Johannis des Täufers und Christi versteht. In der ganzen Stelle ist von Dingen die Rede, welche von den Neophyten gethan, übernommen und beherzigt werden sollen. Bekehren soll man sich von todten (nichtigen) Werken Act. 2, 38, vertrauensvollen Glauben zu Gott fassen Act. 19, 4, sich die Hände auflegen lassen Act. 19, 6 und die Wahrheit beherzigen, dass die Todten auferstehen werden, und über die Auferweckten ein Gericht von ewigen Folgen abgehalten werden wird Act. 17, 31. Diess Alles wurde nach den angezogenen Stellen den eben zum Christenthume Uebergehenden eingeschärft und an ihnen vollzogen. Da werden sich wohl auch die zwischen dem Glauben und der Händeauflegung erwähnten Bunruouoi ausschliessend auf die christl. Taufe beziehen, da auf die Busse und den Glauben. die Taufe Act. 2, 37 f. und auf die Taufe die den Erguss des heil. Geistes vermittelnd, I1ändeauflegung Act. 19, 6 folgte. Kurz, Batttouéöv ÖÖax bedeutet Taufenunterricht d. h. die den Neophyten ertheilte Unterweisung über die Bedeutung der an den Neubekehrten zu vollziehenden christl. Taufe.

".

Dass der Pluralis Bartttouoi ungeachtet der Ein

Wenn Dr. Winer Gr. S. 174

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