XING 16 :: Wann werdet Ihr erwachsen?: Schwerpunkt: Wie wir groß werden ...

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Warum ist die Bildungsdiskussion so aufgeladen? Alle Akteure haben doch nur das Wohl der Kinder im Auge... Weil alle beteiligten Akteure nur eine Illusion des Schulsystems wahrnehmen, würde vielleicht Bourdieu antworten. Diejenigen, die Schule und ev. Universität erfolgreich absolviert haben, akzeptieren das System, weil es einerseits ihren eigenen Aufstieg legitimiert und andererseits, eben diesen, persönlichen Eigenschaften zuschreibt, die diese Menschen angeblich von der Masse distinguieren, wie Gelehrsamkeit, Talent und Begabung. Würden erfolgreiche Absolventen das Bildungssystem in Frage stellen, würden sie damit auch die Rechtmäßigkeit ihrer eigenen gesellschaftlichen Position unterminieren. Die Anderen, weniger Erfolgreichen, glauben an die ihnen vom Bildungssystem suggerierten Defizite. Versagen wird dadurch als persönliches Problem umgedeutet und nicht den gesellschaftlichen Gegebenheiten bzw. dem Erziehungssystem angelastet. Diese Illusionen aufrecht zu erhalten ist daher im Interesse von bürgerlicher Mittelschicht aufwärts, ohne dass es zugegeben werden müsste. 

 

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Ausgewählte Seiten

Inhalt

Anita Gratzer Hongkong
4
Gerhard Matzig Bildungsvollzug
20
Simone Griesmayr Jennifer Jack Federlese
36

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2012)

Thomas Rothschild Die Schule – eine Utopie?

Boike Rehbein Die Illusion der Chancengleichheit Über die verborgene Reproduktion der Eliten über das Bildungssystem

Simone Griesmayr Aufbruch oder Strohfeuer? Das große Schulprojekt von Linz09

Gertrude Neidhart, Silvia Moisl Die „Finanzkrise“ hat uns erwischt! Über ein gelungenes Theater-Projekt in Weyer

Andrea Burger Sternstunden des Schulalltags Wenn Fähigkeiten und Begabungen statt Schwächen und Beeinträchtigung wahrgenommen werden

David Maayan To move it move it

María Jerez Quintana, Elisabeth Brunmayr „In between you and me, how was the School Project?“

Ulrike Gießner-Bogner, Gudrun Schweigkofler Wienerberger Die Schule tanzt – zuweilen Über die Praxis österreichischer Initiativent

Eva-Elisabeth Fischer Tanzen macht glücklich. Ein neuer Propaganda-Slogan für die Wohlstandsjugend?

Matthew Goulish On sleeping in class A brief treatise

Michael Amon Von Bologna nach Burn-out-City